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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 · page 148

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1861
Issue
Heft 1
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 148)
Language
German
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129 ersuchte er sie auch, wie er ihrem Günstling Vossius unter dem Siegel der Verschwiegenheit mittheilte, um Subvention zur Herausgabe seiner großen spanischen Bibel.140) Wissen wiLauch nicht, ob sie seinen Wunsch erfüllte, so ist es doch begründete Thatsache, daß sein ganzes Bestreben nur darauf gerichtet war, die schwedische Monarchin zu bestimmen, sich für seine-in anderen Ländtzxn unter schweren Lasten seufzenden Bruder zu verwenden. Von günstigeren Erfolgen waren seine Bemühungen um Aufnahme der Juden in England gekrönt. Seit ihrer allgemeinen Vertreibung im Jahre 1290 durste die Insel von keinem Sprossen des jüdischen Geschlechts betreten werden. Man hatte der Juden vergessen und weder den Lancasters noch den Tudors war es in den Sinn gekommen, die zum größten Nachtheil des Landes Proscribirten wieder aufzunehmen. Weder Eduard IV., noch der Usurpator Richard, weder der den Papst wie den deutschen Reformator bekämpfende, reformatorische Heinrich, noch feine jungfräuliche Tochter Elisabeth 141) änderte auch nur das Geringste an den alten Gesetzen, daß die jüdische Race aus der Insel nicht geduldet werden sollte. Erst nach Ablauf von drei hundert acht und fünfzig Jahren wurde die Judenfrage in England und zwar mit Lebhaftigkeit wieder aufgenommen. 140) Arkenholtz, 1. e. I, 303, n. 141) Der portugiesische Arzt Louis (Rodrigo) Lopez, welcher, von Philipp II. von Spanien für 50,000 Ducaten gemiethet, die alte Freundin durch Gift aus dem Wege zu schaffen, in England öffentlich hingerichtet wurde (1594), soll jüdischen Ursprungs gewesen sein. Hugo Gr otii Annales de rebus Belgicis (Amsterdam 1657), 193: „Lopez, Lusitanus sed Judaicae originis ..Ueberraschend ist, daß selbst noch neuere englische Historiker den Arzt für einen Jnden passiven lassen. u. 9

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