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235 - gab. Löste es auch die Fesseln des Judenthums; das Edict vom 11. März. 1812 erhob die heimatlosen Fremdlinge zu preußischen Bürgern, die gleiches Recht mit christlichen -Unterthanen genossen, die zu kommunal-, zu Schul- und akademisch…
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…dehnbare theologische Bestimmung, daß der Israelit keine obrigkeitlichen Funktionen üben könne. Die Juden schienen, wie Gabriel Rießer einmal treffend sagte, „dazu ausersehen, daß, wie die früheren Jahrhunderte ihre Grausamkeit, so das jetzige neben sein…
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— 237 sehener Eltern und wurde in Baireuth geb. am 23.Feb. 1812. Mit aller Sorgfalt und Liebe ward er von seinen Eltern in Frömmigkeit nnd Sitteneinfalt erzogen. Keine Kosten scheuten sie, um durch Hauslehrer den Sohn in der Kenntniß "der h…
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238 ihren Abgeordneten in ihm verehrten, bis zu seinem Tode ihn viermal wählten, wobei zu bemerken, daß in seinem Wahlbezirke kein Jude wohnt. Und das hat er nicht erlangt durch geräuschvolles Hervortreten; nein, still, bescheiden und anspr…
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239 höherer und niederer Offiziere, welche sämmtlich im Leichenzuge gingen nach dem eine halbe Stunde entfernten Friedhofe, bezeugen die ungetheilte Achtung aller Classen, welche der Verblichene fich errungen. Eine große Menge Bürger, worun…
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…beamten in Brüssel und gab in dieser Eigenschaft glänzende B-weise seiner Treue und Umsicht und seines Muthes die König Wilhelm I. hoch anerkannte. Er war geboren in Rotterdam den 17. Juli 1793. Benjamin II., der berühmte Reisende, starb Anfangs Mai…
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…angewiesen;—überall, wo es galt für. seine unterdrückten Brüder die Stimme zu erheben, da hat er nicht zurückgehalten." Giacomo Meyerbeer der weltberühmte Tonsetzer, königl. preußischer Generalmusikdirector, starb zu Paris, am 2. Mai 1864. Wir zollen hier s…
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242 fikalisches Talent entwickelte sich sehr früh, zuerst unter der Anleitung Louska's, später unter jener Bernard Webers. Orchester-Direetor am Berliner Theater; sein späterer und eigentlicher Lehrer war der berühmte Abbä Vogler. Seine ers…
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243 sche Gesandte, Vertreter des kaiserlichen Hauses, die größten Notabilitäten der Weltstadt. Oberst Cerfbeer, Präsident des Pariser Confistoriums, sprach hiebei das gerechte Bewußtsein aus. daß es ein Jude gewesen, welcher während eines h…
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Die Sängerin. Eine Geschichte. Von Leopold Kornpett. ■ Laubhüttenfest war wieder ins Land gekommen. Kluge Bauern in den benachbarten Dörfern mußten schon einige Tage früher aus ihrem Kalender erfahren haben, daß die „grünen Feiertage" der G…
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— 245 — eine Glauben seine Freude daran finden wird, die Feste des andern zu schmücken? . In dem Vorhofe eines Hauses, das nahezu am Ende der Gaffe liegt, da wo der Garten des Grafen mit dem herrlichen Schlosse darin sich erhebt, waren zwei…
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246 ..Das will ich Dir sagen, David, aber Du mußt mich erst besinnen lassen." Ein Zug träumerischen Sinnens legte sich um die braunen Augen des ..Baß" , aber der, zu dem er geredet hatte, schien darauf kein besonderes Gewicht zu legen. „Wen…
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247 Fichten drin gekommen. David Brod, wenn es Sommer oder Frühling war, und am schönsten war es gerade im Herbste, da kann ich Dir nicht sagen, wie mir jedesmal um das Herz herum ward, wenn ich in diesen Wald eingetreten bin. Es ist mir ei…
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und wir singen mit einander, und auf einmal fallt mir ein: Draußen auf den Laubhütten liegt das grüne Tannenreisig . . da ist es mir gerade, als käme der merkwürdige Geruch aus dem Wald in meine Kehle, und ich singe noch einmal so schön. Al…
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249 „Wer denn soll sie gehört haben?" „Man erkennt fast nicht, was sie gesungen hat. Ich möchte nur wissen, warum sie so und nicht anders singt?" „Du wirst an dem Kind noch Manches nicht erkennen!" sagte der Baß mit einem gewissen geheimniß…
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250 als in vergoldeten Nüssen und Zwetschken, die Du droben in das Reisig steckst? Das soll schön sein? Ich aber meine, es gibt einen Unterschied zwischen schön und schön ..." „Wie soll ich es denn ansangen, Bella, mein Kind", sagte David B…
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251 Bella war aus dem Bereiche der Laubhütte entschwunden, noch ehe ein einziges Wort ihres Vaters sie zum Gehorsam bannen konnte. „Baß! was sagst Du zu dem Kinde?" meinte David Brod, indem er seinem Genossen eine volle Last Tannenreisige z…
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252 geschickt wurde. Als er von dort zurückkehrte, weil mittlerweile der alte Gras gestorben, war es das Erste, daß er sich nach seiner Randarstochter erkundigte. Es war mitten in einem Walde und in dem Walde war ein tiefer Teich. Da zeigte…
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253 dem Alten in der Mitte vorstellen?" fragte sie sich leise und sinnend lagen eine Weile lang ihre Augen auf der steinernen Gruppe in der Mitte des Weihers. Plötzlich ward sie durch ein Geräusch aufgeschreckt, das von einer im dunkeln Bau…
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254 ' „Meine Mutter ist gestorben, aber mein Vater ist Vorsänger in der Synagoge." „Du willst wohl sagen Vorbeter," meinte der Graf mit einem leisen Anfluge von Hohn, „denn von Singen wird wohl in euerer Synagoge kaum die Rede sein können. …