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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1865-01-01 · Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865) · p. Seite 242

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 242 (sequence 262)
Language
German
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242 fikalisches Talent entwickelte sich sehr früh, zuerst unter der Anleitung Louska's, später unter jener Bernard Webers. Orchester-Direetor am Berliner Theater; sein späterer und eigentlicher Lehrer war der berühmte Abbä Vogler. Seine erste Oper „Jephta's Gelübde" und die „beiden Kalifen" fielen durch, erst „Constanze und Romilda" erwarb fich Anerkennung, obschon er in derselben ganz als Nachahmer Rosfini's auftrat. Allein weder durch diese Oper, noch durch die später geschriebene „Semiramis", noch selbst durch „Emma di Resburgo", worin er die Rosfinischen Fesseln bereits abgestreist hatte, ließ er noch den großen Meister ahnen. Erst der „Crociato in Egitto", welcher 1825 erschien, legte den Grund zu seinem Ruhme, den die weit später erschienenen Opern „Robert der Teufel", „die Hugenotten" und der „Prophet" für späte Zeiten vollendet haben. Wir schweigen hier von seinen weiteren mufikalischen Productionen. so wie von den vielen Auszeichnungen, die ihm in verdienter Weise zu Theil wurden, und unter welchen es in Preußen keine geringe war, daß er zum föntgL Generalmufikdirector ernannt wurde. Sein ganzes Leben war seinen musikalischen Bestrebungen gewidmet. Charakteristisch ist es dabei, daß er weit entfernt von jener eitlen Selbstüberhebung, welche minder Begabte, namentlich unter seinem Stamme verunziert, mit äußerster Strenge gegen sich selbst verfuhr, wie Tasso nie fertig werden konnte, und Jahre lang an seinen Productionen seilte, bis er sie der Oeffentlichkeit übergab. Seine Lebensweise war überaus einfach und dem großen Vermögen, das er hinterließ durchaus nicht angemessen. Dem Leichenzug, der seine, irdischen Ueberreste nach der Eisenbahn geleitete, folgten der preußi-

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