Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 267)
- Language
- German
- Belongs to
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247 Fichten drin gekommen. David Brod, wenn es Sommer oder Frühling war, und am schönsten war es gerade im Herbste, da kann ich Dir nicht sagen, wie mir jedesmal um das Herz herum ward, wenn ich in diesen Wald eingetreten bin. Es ist mir eine Schwere in die Füße gekommen; ich habe schier geglaubt, ich komme nicht aus dem Wald heraus. „Feiwelmann", mein Kind, hat mein Vater selig zu mir gesagt, „was bleibst Du vor jedem Baume stehen? Was siehst Du an so einem Baume? Kannst Du von so einem Baum leben? Ueberhaupt weiß man niemals, was so in einem Wald Alles Vorgehen kann; schon beim bloßen Namen Wald rinnt mir ein Schauer über den ganzen Leib. Und dann! wie willst Du ein guter Kaufmann werden, wenn Du vor jedem grünen Baum stehen bleibst?" „Du bist ja auch keiner geworden" , fiel David Brod ein. „Einmal, wie ich mit dem Vater selig wieder im Walde war, da weiß ich nicht, wie es über mich gekommen ist. Vögel haben auf den Zweigen gesungen, und da hat es mich von Innen herausgenöthigt mitzufingen. Da hat mein Vater selig den Pack mit Waaren von seinen Schultern abgeworfen und hat mir zugehört. „Feiwelmann, mein Kind, hat er dann gesagt, „in Dir steckt so wenig ein Kaufmann. als in dem Baum da, Du mußt ein Sänger werden!" Und so bin ich als „Fistel" zu dem berühmten Vorbeter Süßkind Schwab nach Fürth in die Lehre gekommen. Später ist ein Baß aus mir geworden." „Wie kommt da Eines zum Andern?" murmelte David- Brod sehr vernehmlich vor sich hin. „Auf das Laubhüttenfest freu' ich mich immer zumeist", fuhr der Baß fort. „Wenn ich so mit Dir in „Schul" stehe„