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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1865-01-01 · Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865) · p. Seite 239

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 239 (sequence 259)
Language
German
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239 höherer und niederer Offiziere, welche sämmtlich im Leichenzuge gingen nach dem eine halbe Stunde entfernten Friedhofe, bezeugen die ungetheilte Achtung aller Classen, welche der Verblichene fich errungen. Eine große Menge Bürger, worunter fast sämmtliche israelitische Einwohner, fehlten natürlich ebenfalls nicht. In allen Schichten der Gesellschaft drückte sich die tiefe Theilnahme über sein plötzliches Hinscheiden und die hohe Achtung aus, in welcher er gestanden. Wo Israeliten in Baiern zu Staatsanstellungen gelangten, war sein Einfluß und sein Ansehen bei dem Ministerium dabei thätig: er ließ in seinem stillen Wirken nicht nach, bis er die Angelegenheiten zur Ehre seiner Glaubensgenossen durchgeführt. Für das Jndenthum und seine Gebote besaß er eine große Pietät und Verehrung. Er machte dem Judenthume Ehre. Zu bemerken habe ich vergessen, daß derBaireuther Liederkranzein Lied an seinem Grabe gesungen. Er ahnte nicht, daß er so schnell vom Schauplatze dieses Lebens abtreten müsse; sonst hätte seine Gemeinde und viele wohlthätige Anstalten, die er beim Leben oft bedacht, auch nach seinem Tode Beweise seiner Wohlthätigkeit. Herr Dr. Arnheim war nie vermählt." Dr. Baruch Auerbach, Direktor des israelitischen Waisenhauses in Berlin, starb am 23. Januar 1864 in Berlin. Er war 1793 in Jnowraclaw, wo sein Vater Rabbiner war, geboren. Mit vollendetem 13. Jahre kam er nach Berlin, woselbst er unter Mangel und Entbehrungen seine wissenschaftliche Laufbahn begann und vollendete. 22 Jahre war er Dirigent der Berliner Gemeinde-Knabenschule, eine Zeit lang Hausvater des Nauen'schen Stifts. — 1833 faßte er die große, hochherzige Idee der Errichtung eines Waisenhauses, eine Idee, der er sein ganzes Leben widmete

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