Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 491

    491 1. So ist denn das Leben dem Menschen nicht ertheilt zu trübem, tiefsinnigem Ernste, zn stumpfer Betrübniß, zu abgesagtem Hasse der Erde — freue dich, Jüngling, in deiner Jugend, und laß dein Herz fröhlich sein im Frühling deines Lebens…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 492

    L92 wohlthätiger, die Freude der Liebe macht liebevoller, die Freude der Rechtlichkeit macht rechtlicher, und jene höchste Freude, die Freude des reinen Gewissens macht das Gewissen reiner und sanfter und zarter. Und darum, ibr Eltern, soll…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 493

    463 II. Aber ist Freude und Freude gleich? stets einerlei Art? Müssen wir nicht, zweitens, fragen, welcher Freude der Jüngling sich freuen soll? zu und in welcher Freude die Eltern ibre Kinder erziehen sollen? Sind das auch die rechten Freu…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 494

    L94 Mein Gott! die Seele, die du mir gegeben, sie ist rein — also beten wir, Israeliten, täglich; möchten wir doch stets wabrbasten Geistes beten! O ihr Eltern, diese Reinheit der Seele, diese Unschuld des Herzens, bewahret sie doch euren K…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 495

    495 beiden Vorschriften sind die goldnen Worte, durch deren Erfüllung ihr unschuldig bleibt, und der Natur, also auch eurem Gotte, getreu. Bevor die Sünde gethau, ergreift die Leidenschaft das menschliche Herz, die Lust nach der Sünde: wer …

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 496

    496 wie man ein reines Gewand nicht befleckt und beschrnuzt, wie man die Hülle eines Kleinods nicht antastet und verletzt, so haltet doch heilig dieses kunstreiche Geschenk des Körpers. O, die Folgen solches Lasters sind furchtbar, da geht …

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 497

    4-97 Kräfte ungebrochen, nicht immer Körper und Seele blühend und leicht, nicht immer erscheint dir das Leben freundlich und hold, mühen- und sorgenlos, sondern es naht schon der Ernst des Lebens, eS kommen einst die schlimmen Tage, die Jah…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 498

    498 > und für, das Gedenken unsers Gottes, unsrer heiligen Religion, daß sie diese kennen, daß sie an dieser festhalten, daß sie in dieser nicht wanken! Dann erziehet ihr sie zum Guten, dann machet ihr ihre Jugend freudenvoll, den Frühling …

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 499

    L99 Prüfung, nach deren Beschluß ein jeder der Konfirmanden sein Glaubensbekenntniß ablegt. Bon Letzterem, von den Konfirmanden selbst ausgearbeitet, und nur in der Darlegung der Glaubenslehren bei Allen gleich, gebe ich als Beispiel Folgen…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 500

    800 Es ist geschehen. Ausgesprochen habt ihr das Wort des Bekenntnisses. Bekräftigt habt ibr den schon längst geschlossenen Bund mit eurem Gotte, mit eurer Religion und mit eurem Volke. So gehet hin und handelt danach. Aber damit ihr auch w…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 501

    Verhältnissen eures zukünftigen Lebens, zu wandeln in der Furcht Gottes, und zu wirken in der Liebe der Menschen. Dann wird der Segen des Nllgütigen auf euch ruhen, ihr werdet aufrecht bleiben in Glück und Unglück, in Freude und Schmerz, in…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 502

    502 und dessen' Stütze der Ewige ist! (Hapht. Ierem. 17. 7.) Und so seid Israeliten, und seid begrüßt als Israeliten, -und seid gesegnet als Israeliten: ('i)l Der Herr segne dich, und bebüte dich! Der Herr lasse seiü Antlitz dir leuchten, u…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 503

    ll. Gott geweiht? bonfirmationspredigt über Nickt. K. t3 V. 7. (-rw: ) Andäcktiqe Zuhörer! Ein Engel des Herrn ist dem Manoah erschienen, wie die heutige Haphtora uns erzählt, B. Richter Kap. 13, und dieser verkündete ihm die Gehurt eines S…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 504

    SOL Werk und seine Bestimmung? einen Engel, der euch sage: Gott geweiht soll es sein vom Mutterschooße bis zum Tage seines Todes? Ja, geliebte Brüder und Schwestern, einen solchen Engel bat er euch sür eure Kinder gegeben — der steht an der…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 505

    505 verlesen, und so will ich reden zu Euch, über die Weibe des Menschen: 1) Wie ist der Mensch ein Geweideter Gottes? 2) Wodurch bleibt er ein Geweideter Gottes? I. Wersen wir einen Blick, meine Freunde, aus die unendliche Reihe der Wesen,…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 506

    506 - Liebe fähig ward, aber auch des Hasses; des Friedens, aber auch der Zwietracht; der Barmherzigkeit, aber auch der Habsucht; der Aufopferung, aber auch des Eigennutzes; dieser Geist sollte zugleich unsterblich sein, unsterblich für die…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 507

    507 irdischen Lebens vorüberfließt, ohne die Erinnerung an das vollkommenste Wesen, das wir lieben sollen von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit ganzem Vermögen; wenn jede Regung unserS Herzens im Geiste unseres Gottes geschieht, wenn …

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 508

    508 gen. Ihr vorzüglich, ihr Mütter, wisset, der Engel des Herrn erschien zuerst der Mutter Simsons, dann erst dem Manvah; und so lernet hieraus, daß es am ehesten an euch ist, eure Kinder Gott zu weihen, und ihre kindlichen Blicke zum Himm…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 509

    509 dürfniffe des vergänglichen Leibes nnd ihre Befriedigung zur Stufe des Glückes erbebt, der die Keuschbeit, die Unschuld, die Mäßigkeit, die Genügsamkeit in den Staub tritt, der den himmlischen Tbeil des Menschen zurückdrängt, und den th…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 510

    tzio Verlust seines Lebens ersetzen. — Unter diesen Forderungen des weltlichen Lebens also, unter diesem Drängen der Erde von innen und außen, wodurch kann der Mensch Gott geweidet bleiben? was erbalt ibn aufrecht, was stützt, was leitet ib…