Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 210

    210 bist du?" Und er antwortete ihnen: ^18 d. b. ich bin ein Pilger, ein Wandrer, ich bin vom Himmel gekommen, durch dieses Erdenleben zu ziehen, das ist meine Heimath, von dannen kam ich, und dahin kehre ich zurück 'N und den Ewigen, den G…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 211

    UI. Der Auslegung des Buches Jona zweiter Theil: Das Leben des Frommen. Predigt zum Mussaph des VersöhnungStageS. Gemeinde der Versöhnung! 2^^ Jünglinge werden matt und müde, 2^N21 und junge Männer straucheln; N2 '7! ''is)"! aber die auf de…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 212

    212 Mussaph-, zu den Zusatzgebeten schreiten wir jetzt, und dann sollen die Mittaggebete, und dann die Ansteigegebete, und spät, spät erst die Abendgebete sich daranschließen! — Herr! so laß dir dies zum gnädigen Opfer sein; nimm sie an, di…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 213

    213 der Sünder vor dem Ewigen, und wirft sich in die Wogen der Leidenschaft, bis Sturm entsteht und wüthendes Ungewitter — aber noch schlummert der Missethäter. Endlich tritt der Schiffsherr, das Gewissen, heran, und weckt den Schläfer, der…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 214

    214 Ewigen; Ninive aber war eine große Stadt Gottes, drei Tagereisen zn durchwandern. Und Jona ging hin, die Stadt zu durchwandern, eine Tagereise weit." (Kap. 3, V. t—L med.) Also spricht der Herr zum andern Male zu einer Seele, hinabzugeh…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 215

    215 sangien, die drei Stationen, die drei Tagereisen des Lebens. Diese haben wir zu durchwandeln, ehe wir an's Ende der großen Stadt gelangen. — Und der Fromme beginnt und wandelt eine Tagereise weit. Wie, weiter nichts? Das ist Alles, was …

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 216

    216 kennt ihn nicht, er aber schauet in der Welt nur Gott und die Wahrheit und die Liebe und die Frömmigkeit. II. Sehet nun zweitens den Frommen in der Verwirrung des Lebens. Er stehet am Scheidewege seines Lebens, weit öffnet sich vor ihm …

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 217

    217 und Ebre geziert einberwandelt, warum sitzt er morgen im Staube? Der au der Armuth Fnßschellen gewöhnt war von Kindheit an, warum wird er morgen auf den ungewohnten Stuhl des Ueberflnsses gesetzt? Der von blühenden Kindern nmringt, auf …

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 218

    218 und es entrüstete ihn, aber er betete zum Ewigen. (Kap. L, V. > n. L.) Dies, meine Brüder, dies ist das Werk des Frommen in der Verwirrung des Lebens! Nicht dem Beispiel folgt er, das sich lockend ihm bietet, nicht dem Unglauben wirft e…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 219

    219 Ninive, der großen Stadt, in der mehr denn Hunderl und . zwanzigtausend Menschen, die nicht zu unterscheiden wissen Rechtes und Linkes, und viel Gethier?^ (K. i, L. 10 u. I I.) Dies ist die große Erkenntniß, zu der der Fromme gelanget, …

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 220

    2Z0 euch Alle verweise ich auf das Lebeu im Jenseits! Dort wollen wir uns einst wiedertreffen, und wenn ihr dann noch anklaget und fraget: dann soll dieses Buch (die heil. Schrift) eine Lüge sein, dann soll die Stimme der Vernunft und des H…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 221

    Vas will die Religion «ns einAößen? Predigt am ersten Tage des Laubhüttensestes über 3. B. Mos. K. 23, V. 40. Andächtige Gottesgemeinde! Es war als Israel aus der babylonischen Gefangenschaft durch den Willen des Herrn und durch das Wort de…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 222

    222 Volk; und als er es eröffnete, stand das ganze Volk auf. Und Esra pries den Ewigen, den großen Gott, und das ganze Volk antwortete: Amen, Amen? indem es die Hände emporhob, und sich neigte und beugte vor dem Ewigen mit dem Antlitz zur E…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 223

    223 ihren Höfen, und in den Höfen des Hanfes Gottes, und auf dem freien Platze am Wafsertbore und auf dem freien Platze am Ephraimsthore. Und die ganze Versammlung derer, die znrückgekommen aus der Gefangenschaft, machte Laubhütten, und woh…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 224

    224 seien, und der Tag de- Herrn und ein Leben des Herrn, ward uns klar an denselben. Aber nach den Tagen des Ernstes, nach den Tagen der Rene, des Fastens, des Kasteiens, kamen nun die Tage der Freude, die Tage der Fröhlichkeit, des Friede…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 225

    225 hinauf, das dritte Mal im Jahre, llnd sie zogen hinauf mit Sang und Saitenspiel, und mit den Gaben, die sie dem Herrn brachten, ein jeglicher nach seiner Habe, und nach dem Segen, den ibm der Herr verliehen. (2. B. Mos. Kap. 16. V. 18.)…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 226

    226 das Gerüste des Lulofs, dem Gerüste des menschlichen Körpers. Wir fühlen uns betroffen vielleicht, meine Freunde, im Anfänge, über diese Vergleichung, über diese Zusammenstellung mit den genannten Theilen des Körpers. Aber einen tiefen,…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 227

    227 ten feiern, nicht mit der wilden Freude der Begier, mit der unstäten Freude an Genüssen, wie der Talmud sagt in der Meß. Succ. glicht eine Freude, die blos dem Körper wohl thnt, sondern Und darum ward uns geboten, die Hadarftucht am Lau…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 228

    228 wie es uns anlächelt im zarten Kinde, das leuchtende Auge des guten Gewissens, das strahlende Auge dessen, der eine gute That gethan. Wir werden inne werden, das Auge ist der Spiegel der Seele, und die Unschuld, wenn sie in unserer Seel…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 229

    229 111. Und der Rabbi fährt fort: die Bach weide entspricht dem Munde. — Aus dem Munde, meine Freunde, fährt der Gedanke der Seele, gekleidet in den flüchtigen Hauch. Aber dieser flüchtige Hauch kann verwunden des Nächsten Herz, kann zerst…