Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 545

    Marksteinen der Erde und des Himmels, so wir stehen, wo ein ganzes, schönes, woblvollbrachtes Dasein von der Oberfläche der Erde untergehet und verschwindet: da kommet der Glaube mit unwidersteblicher Kraft und erfüllt alle Kammern unsers H…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 546

    < Es>. p . ' I — - - II'.! -!s. -"-> .-' '^n-- 1' Im Grabe einer /rav. -,ZP. NL p 77L 7^? 'M 77-° 7^7 -y les. 22, 16. Was hast du hier und wen hast du hier, daß du dir hier ein Grab gehöblet hast? Auf diese Frage des Propheten haben wir auc…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 547

    sieht, ein Verlust, der ihm nimmer zu ersetzen in den kommenden Tagen? Wer betrübte sich nicht im Sinne dieser Knaben, die nun mutterlose Waisen sind, zur Zeit, da sie mütterlicher Pflege am meisten bedürfen, am schwersten entbehren? — Also…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 548

    648 gebunden wird auf Erden, aber auch gelöset, gefunden, aber auch getrennt. Aber wo der Herr Seele an Seele geknüpft, da muß ein Wiederfinden sein, wo Zween in einem Bunde Eines, ganz Eines geworden, da muffen sie, wenn auch getrennt auf …

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 549

    kff"» - / -tL) V. Im Grade einer sehr jungen Frau. Meine Freunde! An der Grnft dieser früh geknickten Menschenblume, was anders kann unserm bewegten Herzen so recht einkommen, als das Wort des Pr. Ies. 40, 6. ' Alles Fleisch ist Gras und al…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 550

    550 welcher des Lebens Höhen und Tiefen alle durchwandelt hat, abscheidet: wir blicken ibm bedauernd nach — aber er hatte - kein Anrecht mehr an diese Erde, es ist ihm Alles geworden. Aber die Jugend, die blühende, die reiz- und lebensvolle…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 551

    861 du, was ihrer noch gewartet, was ihrer noch geharret hätte? was hätte noch kommen können, muffen? Können die Freunde der Verblichenen so eigennützig sein, zu wünschen, daß ihres Lebens Zeit noch lange gewesen, daß der Stürme noch mehr k…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 552

    s>. Am Grabt eines Jünglings. Meine Freunde! Nichts ist erschütternder für den Menschen, als wenn er die unsichtbare Hand des göttlichen Verhängnisses an einer wohlbegründeten Familie das Werk der Zerstörung unaufhaltsam vollenden sieht, si…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 553

    553 Der Jüngling, den wir hier begraben, ist in der Fülle seiner Kraft dahingerissen, fass am Anfang seines Mannesweges. Gott, der Allweise, hat ibm nicht Raum gegeben, seine Fehler und Schwächen — wer hätte die nicht? — zu verbessern, sein…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 554

    s>>. Im Vrabc eines Jünglings. Meine Freunde! Als am Feste, das vor wenigen Tagen vorübergegangen, die Vorstellung der menschlichen Vergänglichkeit vor unsre Seele trat — da rief ich euch die Worte Mosis zu: 2)2^ 2^2 2^22 Der Mensch, am Mor…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 555

    555 Der Mensch, wie Blume des Feldes blühet er, so ein Sturm darüber hingehet, ist er nicht mehr, und man erkennet nicht mehr seine Stelle. Ja, eine Blume des Feldes, über die ein Sturm dahingeht, und sie ist nicht mehr, war dieser Jüngling…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 556

    566 des verlebten, an der Gruft des Jünglings, den der Sturm traf und brach, gehet uns das rechte Verständniß der Unsterblichkeit auf. Dessen Gnade die Ewigkeil umfaßt, kann den die Flamme des Geistes löschen, wenn sie eben aufzulodern bega…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 557

    l. Trau - Predigten. Herr, der du zu uns gesprochen durch Mose: „So du ein Gelübde gelobest vor dem Ewigen, deinem Gotte, zögre nicht, es zu erfüllen, denn fordern wird es der Ewige dein Gott von dir!" (5. B. Mos. K. 23, V. 22.) — Ein Gelüb…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 558

    558 Schiffer leuchtet. Denn sehet, einen Bund binden können die Menschen sür sich selbsten, einen Bund sür gebunden erklären, können auch Menschen, Richter, Zeugen; aber so die Religion im Namen Gottes und durch ibr Wort und ibr Werk einen …

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 559

    359 daß die Herzen mit einander unauflöslich venvachsen sind. Wisset ihr nickt, meine Lieben, daß auch an dein Bande der Ehe die Alles zerwühlende, Alles zersetzende Zeit nagt, die Gefühle abkühlt, die Empfindungen schwächt? daß auch an dem…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 560

    allem Diesem keine leichte, die Bedürfnisse steigen, der Erwerb ist ersckwert. Wobl, da muß es ein fester, besiegelter Bund sein, wo der Gatte seinen strebenden, beschützenden, leitenden Arm der Gattin reicht, wo die Gattin ibren belfenden,…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 561

    861 Laß die Liebe walten in all' deinem Thun gegen sie, übe Nachsicht gegen ihre Schwächen, babe immer einen Blick der Zuneigung, ein Wort der Zärtlichkeit für sie. Sei ihr Freund und Berather, Schirm und Stütze. Und du, meine Braut, wie du…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 562

    862 O, meine Lieben! Welch' liebliches Bild, welch' fröhliche Zukunft sichert euch dieser Segenssprnch zu, so er eine Wahrheit wird an eurem Bunde! 1. Ziehet bin zum Frieden! Euer Bund soll werden ein Friedens'und! Und wer wäre denn, der da…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 563

    863 Stürme des Lebens, die niemals ausbleiben, spurlos und schadlos an ibm vorübergehen; dann habet ihr Kraft, die Bürden des Lebens zu tragen, die Kämpfe zu bestehen, immer wieder wird der Strahl der Sonne Hervorbrechen aus dem vorüberzieh…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 564

    66z neu getäuscht, viele Wunsche unerfüllt bleiben — wenn nicht die Hand des einigen Gottes über euch ansgebreitet ist, wenn nicht der Gott Israels seinen Schutz, seinen Schatten euch verleihet: ja, des Menschen Wille und des Menschen Vollb…