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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 551

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 551 (sequence 573)
Language
German
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IRI
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861 du, was ihrer noch gewartet, was ihrer noch geharret hätte? was hätte noch kommen können, muffen? Können die Freunde der Verblichenen so eigennützig sein, zu wünschen, daß ihres Lebens Zeit noch lange gewesen, daß der Stürme noch mehr kommen sollten über ffe, über die zarte Blume des Feldes? Nein, ffe ist ja dessen nun enthoben. O, schauet doch, wie droben der Bogen so lächelnd sich wölbet! Schauet, dahin ist sie gegangen . . . Ihr zweifelt doch nicht? Sehet, kann dieser Himmel trügen? kann er, was er verheißen, nicht erfüllen? Nein, der Prophet spricht weiter: Gras verdorret, Blume welket, aber das Wort unseres Gottes bestehet ewiglich! Und das Wort Gottes ist: Du, Mensch, Odem Gottes, Ebenbild Gottes, du bist unsterblich! Und was, was hätten wir dann noch zu beklagen? Wissen wir dies, dann ist keine Stunde zu früh, die der Herr rufet, kein Tag zu kurz; immerhin senke dein Haupt, Blume des Feldes, es ist nur der Staub, den du davon tragen lässeft, aber der Geist ersteht in ewigen Gefilden, wo er ewig blühet, und der Wind, der grause Sturm ihn nimmer vernichtet! . . . Gebet und Segen.

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