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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 562

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 562 (sequence 584)
Language
German
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IRI
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862 O, meine Lieben! Welch' liebliches Bild, welch' fröhliche Zukunft sichert euch dieser Segenssprnch zu, so er eine Wahrheit wird an eurem Bunde! 1. Ziehet bin zum Frieden! Euer Bund soll werden ein Friedens'und! Und wer wäre denn, der da nicht wüßte, daß ohne Frieden kein Glück, keine Beseligung; daß ohne Frieden kein Bestand und kein Werk, daß ohne Frieden Fülle eine Leere, Freude ohne Luft, ein Bund ein Bruch, alles Sein nur Schein ist? So ist es nicht blos mein Wort, es ist das Wort aller eurer Lieben, die euch umgeben, es ist das Wort deiner Lieben, mein Bräutigam, die nicht mehr im Streite der Erde, sondern selbst im Frieden weilen, heute gesprochen über euere Häupter — ziehet hin zum Frieden! — Aber der Friede ist ein innerer und ein äußerer. Der Friede in eurem Bunde, sehet, der lieget in euren eigenen Händen. Ob sich zwischen Gatten der Frieden in Unfrieden, die Eintracht in Zwietracht wandeln könne? Ob aus Blick und Geberde, ob aus Wort und Gedanke zwischen den Gatten Hader, und immer wieder Hader sich entspinnen, erheben könne? Ob dann bei allem Segen das Haus eine Stätte des Unsegens, ein unseliges werden könne? O, mein Brautpaar, ihr sollet hinziehen zum Frieden, daß ihr in Frieden wandelt den Lebenspfad. Solch' ein Frieden wird angesponnen durch Liebe, fortgesponnen durch Zärtlichkeit, zu Ende gesponnen durch Treue. Und diese Liebe sollst du spenden deiner Gattin, mein Bräutigam, und diese Zärtlichkeit erweisen deinem Gatten, meine Braut, und diese Treue bewahren einander, ihr Beiden, und ohne Unterlaß. Dazu sollt ihr zu Wächtern bestellen an der Thüre eures Hauses Schonung und Nachsicht, Verständigung unb Versöhnlichkeit. Und sehet, wenn also der Hauch des innern Friedens euer Haus durchwehet, dann wird auch der Friede von außen euch bewahret bleiben; dann werden die

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