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— 44 — Unsere Liebe. TJnscre Liebe ist heiliges Feuer Auf heiligem Venusaltar, Und wir bringen die Opfer Heißen Herzens dar. — Aber die Tempel unsrer Seelen Trennt viel, viel Land: — Sehnsüchtig lodert Brand zu Brand. — Hoch wachsen die Fla…
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— 45 — zu haben. Ebenso bitte ich Sie, mir folgende Zeilen zu verzeihen. Der Angriff, den Sie auf uns gemacht haben, verpflichtet mich Jedoch dem Anfang gegenüber auf Ihren Brief näher einzugehen. Wir haben Ihnen auf Empfehlung eines Freund…
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— 46 — Sie schreiben weiter: „es bleibt Ihnen nichts als treulich zu lesen, verstehen zu suchen, vor allem aber sich draußen selber umzuschauen, selber zu versuchen."------- Ist der Anfang etwas andres als solch ein Versuchen, ist es nicht …
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— 47 — es «fr. Und so leid es mir tut, so kann ich doch meinen Haupt-Eindruck nicht verschweigen: die Art und Weise, in welcher Sie sozusagen mit Fäusten über uns herfallen, empfinde ich fast als eine Geschmacklosigkeit umsoraehr, als Sie s…
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— 48 — einfach, *tjat Künsteiei, und dabei doch abwechslungsreich und lebhaft, Etwas störend wirkt nur („Jauchzt ihm, ihr Frommen44) das Fis-moll nach de» unmittelbar vorhergehenden A-dur, was zu stark an dieselbe Hannontefolge im „Lohengri…
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III. Heft Jahrgang 1911. Der Anfang. Vereinigte Zeitschriften der Jugend. Herausgegeben von Barbizon, Niederschönhausen bei Berlin Fritz Schoengarth, Breslau. =========5== m Anfang: Niederschönhausen bei Berlin, Treskowstr. 5. Mi» Breslau: …
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…(Berlin). „Der jüngste Tag**. Gedicht von M. M. Walther (Berlin). Beethovens Mollsinfonien. Skizze von Arthur Wolfgang (Breslau). „Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind**. Von Hedwig Erfurth (Berlin). Frivoles Lied« Gedicht von Georges Bar…
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Das Dornröschen. ir leben im Zeitalter des Socialismus, der Frauenbewegung, des Verkehrs, des Individualismus. Gehen wir nicht dem Zeitalter der Jupend entgegen? Jedenfalls leben wir in einer Zeit, wo man keine Zeitschrift aufschlagen kann,…
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— 52 - Hamlets Herz ist verbittert. Seinen Oheim sieht er als Mörder seine Mutter in Blutschande leben. Und welches Gefühl gibt ihm diese Erkenntnis? Wohl empfindet er Ekel vor der Welt, aber nicht in misanthropischem Eigenwillen kehrt er s…
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— 53 — Ferrara sind Sitte und Anstand die strengeren Maßstäbe. Nicht die „plumpe" Sittlichkeit. Jetzt erkennen wir — Tasso ist die Jugend. Er hütet ein Ideal — das der Schönheit Aber da er sein jugendliches Feuer nicht bezähmen kann, da er …
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— 54 — zu dienen, doch fest. Sollte es jedoch unerfüllbar sein, so ist das Leben für ihn wertlos; dann ist seine Lebensaufgabe „der Dreizehnte bei Tisch zu sein" — zu sterben. Noch ein anderes tritt in der Wildente hervor. Wie viele Ibsensc…
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- 65 - Der Jüngste Tag. 1. A uf dem Berge von Golgatha Steht das stille Kreuz des Leidens. An dem Kreuze hängt ein Leichnam, Kalt und bleich und abgehärmt. Auf dem Berge von Golgatha Wehen leise, fromme Winde, Und sie flüstern und sie singe…
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— 96 — 8. „Einmal kommt die Zeit des Friedens, Wo der Mensch in stummer Andacht Pilgert zu dem Grab des Fleisches, Heil'ge Weihe in der Brust! „Einmal ist der Feind der Allmacht Ausgetilgt in allen Herzen! Einmal muß der Böse weichen Vor de…
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— 57 — „Lucifer, Du flohst den Himmel, Höhntest alle Ewigkeiten, — Aber Christus stieg hernieder, Gab der Welt von neuem Mut. „Seht Ihr jenen Gipfel rauchen? — Strahlend steht ein Kreuz im Brande. Wißt, es ist das Kreuz des Leidens, Das der…
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— 58 — Beethovens Mollsinfonien. Skizze von Arthur Wolfgang. In meinem Beitrag zu der Januarnummer des „Anfang" wies ich bereits auf den scharfen Gegensatz hin, der sich zwischen der Weltanschauung Ludwig van Beethovens und der Richard Wagn…
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— 59 — macht er sich Luft Doch mir auf Augenblicke; noch ist die Zeit nicht gekommen. Erst muß der Mensch Einkehr halten, muß sich seiner selbst bewußt werden, den Umfang seiner Kraft erkennen. Gefestigt steht die Persönlichkeit nach dem ff…
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— 60 — der Hölle. Und mitten hinein frohe, klare, leidenschaftslose» menschliche Tanzweisen. Da muß der Kranke erkennen, daß Geisterspuk nicht geduldet wird in jener Welt der Menschen, die nur dem Menschen ihre Arme öffnen. Im Adagio vollzi…
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— 61 — Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind44. ie Geschichtsstunde sollte beginnen. Da saßen wir versammelt! Die einen siegesbewußt, die anderen bescheidener und endlich die Stillen. Herein trat sie, die Meisterin des Wissens! Im K…
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- 62 - war! Wohl bin ich den sogenannten Kinderjahren entwachsen, aber jung bin ich, sehr jungt! Schon hat man mir im Leben gleichfalls verächtlich zugerufen: „Als ich einst „jung" war da ging ich drauf los, da kämpfte ich unentwegt - —a In…
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- 63 - Frivoles Lied. Jch will nicht mit prüfenden Blicken schaun Zu tief dir ins Herz hinein, Ich will dich nicht wägen wie eiteles Gold, Will nicht unsre Liebe entweihn. — Ich sehe nur deiner Augen Glanz, Ich sehe nur deine Gestalt, — Ich…