-
98 Und von der Liebe, die die Brust euch schwellet, Und, eine güt'ge Fee, des Hauses Wohl bestellet ■— E in Segensstrahl von ihr entzücke jeden, Der eintritt in des Hauses stilles Eden! O wahret a u ch des Hauses frommen S i n n! Nicht gibt…
-
§ h § Hi § i. Der achte Tag. (Der Tag de s Bunde s.) Von des Mondes blassen Strahler:, wie vonBlüthen übergosfen, Wacht noch liebend eine Mutter, hält den Säugling eng umschlossen; Wie sie 's Knäbchen herzt und koset, küssend es im Arme wie…
-
100 Mutterschmerz dich matt kein Dichter, fort mit all' den kalten Bildern, — Eine Mutter müßte dichten, soll sie Mutterliebe schildern, Das Gedicht, es wäre sicher eine Thräne nur gewesen, Doch man könnte all' die Schmerzen in der einen Th…
-
II. Ilm Gottesacker. Weide! warum senkst du trauerd Deine grünen Arme nieder? Warum säuseln deine Blätter Nicht des Lenzes frohe Lieder? „Ach es kann mein Laub nur stüstern Von des Leides bittern Schmerzen, Denn ich wurzle in so vielen Gram…
-
III. Der Betende. Seht, er betet nassen Auges, Schlägt die Brust mit dürrer Hand, Leib' und Seele sehnsuchtstrunken, Nach dem Osten hingewandt. Und ein hoffnungsvolles Träumen Schwebt um's falt'ge Angesicht, Wie die grüne Epheuranke Sich um…
-
103 Blick nach Westen! — Gott, der einstens Ließ die Sonne stille stehn, Läßt dir deine Sonne leuchteno Jetzt im Westen aufergehn. Wie's dort dämmert, wie's dort taget, Wie der Morgen dort erglüht, Wie er seine Lichtesfunken Bis zu uns herü…
-
Wanderlied für israelitische Handwerker. Von Siegfried Kapper. Ln Musik gesetzt von <S\ Sulzer. (Siehe Beilage.) Schlag' stob, niein Herz, schlag' froh und frei, Die Welt ist groß u…
-
Das Hohe-Lied, In neue Reime übertragen und erklärt von Dr. Daniel Sanders.
-
Meinem Freunde Heinrich Bernhard Oppenheim in Heidelberg. Lieber Heinrich! Die unausgesetzte Beschäftigung mit der neugriechischen Volkspoesie — von der ich durch die wetteifernde Bemühung befreundeter Griechen höchst interessante und chara…
-
108 Das bebe Lied. icft emäblre ihn eins i'on een Zwillingsreben, eie unter Rosen weieen. Träter. lieber Heinrich, als icb eas bebe Lied las, ging es mir äbnlick, wie es mir als Knabe eamir gegangen. Hatte ick mich damals am Bilde gefreut, …
-
Das hohe Lied. 10S nahe, das Buch schlösse mit diesem göttlichen Siegel. Es ist auch so gut, als geschlossen; venu was folgt, scheint mir nur ein beigefügter )lachhall, damit nichts dieser Art verloren ginge u. s. w." — Aehnlich bewegt er s…
-
110 Das hohe Lied. bedeutet den Tragsessel, den Wagen, in den Salomo seine Braut hebt, in welchem er mit ihr seinen Einzug hält, und die Ausdrücke wechseln der raschen Aufeinanderfolge wegen. Es ist dann an dieser Stelle aber auch klar, wes…
-
Das hohe Lied. 111 verschaffte durch die ihr beigegebene Vorrede von dem anerkannt tiefen und gründlichen Kenner jüdischer Literatur, Dr. Zunz, mir von der Neuheit meiner Ansicht die Ueberzeugung, die ich bei meiner Unbekanntschast ntit dem…
-
112 Das hohe Lied. Erster Brief. Warum habe ich vor Ihrer Abreise Ihre Neugier rege gemacht? Dafür sitze ich nun, während ich Ihnen so gern draußen im Grünen meine Liebe erklärte, in der dumpfen Stube, Ihnen Salomo's Liebe zu erklären. Und …
-
Das hohe Lied. Das erste Kegeg nea. 113 ^,O küßt' er mich mit feinesMundes Kuß!" — — „Ja süßerer Genuß Ist deine Liebe mir alsWein." — — „Wie duften deine Salben fein!" — — „Deines Namens Hauch * Ist duftenden Oels Erguß." Drum liebten Dich…
-
114 Das hohe Lied. O süßes Liebchen, makellos, Meinem Roß am Wagen Pharao's. Deine Wangen, Sie prangen " Schön in den Spangen. De n Hals, in des Berlbands reizender Zier, Goldne Schnüre schaff' ich Dir, -Mit silbernen Knöpschen behängen'.^ …
-
Das hohe Lied. 115 geht besonders aus o. 18—20 hervor. Im Weingarten, als dessen Hüterin sie ihre Brüder eingewtzt batten, sah sie ihn, umgeben von Gefährten und Gefährtinnen. Leise nnt> lautere Wünsche entstiegen dem Busen der Mädchen um d…
-
116 Das hohe Lied der, einer prosaischen Glosse zufolge, die in das Lied eingeschoben worden*), den Weinberg gemiethet, sein Gold behalten und sich Hüter des Gartens dingen. Ihr liege jetzt die Sorge für den eigenen^ Weinberg ob, — sich für…
-
DaS hohe Lied. 117 fche Paraphrase, die vielleicht nicht ganz ohne Nutzen für das Verständnis des Gedichtes ist und leben Sic wohl! — Zweiter Brief. Sie haben ganz Recht, holdes Fräulein, wenn Sie in dem mirgetheilten Gedicht die innige Hin…
-
118 Das hohe Lied. Sich so heimlich bricht, Dort, Du Traute mein, Zeig mir Dein Gesicht! Laß mich vorr Am heimlich stillen Orr Horen Deiner Stimme Laut! Denn Dein Wort Ist lieb und rraur 'Und klar und lichr Dein Angesicht." _ — „Auf, laßt u…