Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 164

    46L rafft zusammen, sinnt, spinnt Pläne, strengt seine Kräfte an, sie auszuführen, sie glücken, sie glücken nicht, seine Entschlüsse wechseln, sein Wille ändert sich — aber da kommt die Sterbestunde, und macht allem Dem ein Ende. Nun mußt d…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 165

    165 dagegen vermag der Weise nichts und der Thor, der Starke nichts und der Schwache, über Alle strecket der Tod seinen Arm aus und greift den, den er auserwäblt — nach dem Willen des Herrn droben — und legt ihn auf das Lager nieder, wo die…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 166

    466 sei? ob er die Tugend gekränkt bat, die Sittlichkeit verletzt, die Religion verachtet, das Gesetz Gottes verstoßen, die Barmherzigkeit von sich gewiesen, die Rechtlichkeit zerrissen mit Thaten, Worten oder Gedanken? Sehet, da bleibet ni…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 167

    167 ahndet hingehen läßt? Wie hängt sich da mit der letzten Kraft die Seele an die Erde, und will nicht hinüber in das Land der Vergeltung! — Aber wohl dir, mein Frommer, dir, Anhänger des Gottes und des Guten, dein Leben floß wie ein ruhig…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 168

    168 zerschnitten werden, die zwischen beiden und zwischen dem Menschen und der Erde geknüpft sind. Zuerst zu scheiden von diesem Leben: das ist schwer. Es hat uns so viele Kämpfe gekostet, so viele Leiden und Mühen, und was dem Menschen sch…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 169

    Schwestern, so ist die Sterbestunde, bitter und schwer, und in diese, wahrlich! leuchtet nur das Eine hinein, das Bewußtsein, brav und gut gelebt zu haben, seine Bestimmung auf Erden erfüllt zu haben, gelebt zu haben als Mensch und Israelit…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 170

    170 gekommen, und der Gedanke des göttlichen Gerichts tritt schauererregend vor unsere Seele, und die Ahnung der Verdammniß zerreißt die Brust noch stärker, und macht den Todeskamps bittrer und schwerer — wie wird uns da sein? Da du nun abe…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 171

    171 So sprach ich. Du warft mein Zeuge, Herr. Und so beginne denn dieses neue Jahr, Jsraelitengemeinde, glücklich und in Segen für uns, verweile glücklich und in Segen für uns, und ende glücklich und in Segen für uns. Etliche sind geschiede…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 172

    Xsl!. P>. Die Versöhnung. Predigt zum Vorabende des Versöbnungsfestes (Col-nidre) über 3. B. Mos. Kap. 16. V. 30. Eine Stimme kommt zu mir: N^2y Ny NYÄ Wächter, wie steht's um die Nacht? Y^y Ny ^Y'Ä Wächter, wie steht's um die Nacht? NY'Ä N…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 173

    so steige hinauf unser Gebet vom Abend an, 1s)22 2212 d^2^ und dann komme unsre Andacht vom Morgen, 2^7 ^7 12212^ NLZ^I und dann werde kund unser Gesang bis zum Abend! Die Nacht ist gekommen, die erhabene, die hohe Nacht, und mit bangem Gem…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 174

    17L der die Nacht, dann ist vollendet das große Werk der Versöhnung. Damm fragen wir, wie jene Stimme beim Propheten: wie steht's um die Nacht? was ist dies für eine Nacht? ist es eine Nacht wie jede? ein Tag wie jeder? kein Unterschied? ke…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 175

    175 schaft, ihrem Treiben und Weben, ihren Geschäften und Sorgen, und versammeln uns im Hause des Herrn und bleiben darin vom frühen Morgen bis zum späten Abende. An diesem Tage ziehen wir aus die Gewänder des Lebens, und bekleiden uns mit …

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 176

    II. sollt ihr versöhnet werden! Versöhnet — was heißt das, m. Fr., wir sollen versöhnet werden? Versöhnen wir uns nicht, wenn wir in Streit gewesen? wenn sich Hader und Zwietracht gelegt hatte zwischen zwei Wesen, die sich lieben sollten? W…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 177

    177 von ihm, und im Bunde der Liebe mit ihm. Sehet, wir sind Staub und Er ist der grenzenlose Geist, aber seine Gnade reichet bis zum Staube herab, und weiß den Staub zu finden, und sich ihm angedeihen zu lassen. Und unmittelbar, Israeliten…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 178

    178 Heiligkeit, zur Bedrückung und Verdrängung hin; die Leidenschaft nach Vermögen zum Betrüge; die Leidenschaft nach sinnlichen Genüssen zur Trunksucht, zur Wollust; die Leidenschaft verderbt den Menschen, macht sein Gemüth wüst und öde, s…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 179

    Vorsätze unverbrüchlich, grabet diese Lehren in euer Inneres ein — nur dann, nur dann, wenn dieses geschehen ist, wenn ihr euch gereiniget vor euch selbst und vor euern Nebenmenschen, werdet ihr gereinigt vor Gott an diesem Tage. Denn wahrl…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 180

    ten die kindliche Reinheit und Unschuld, die im Angedenken uns noch Thränen in die Augen bringen. Nun zwar, ibr Männer und Frauen, ist es nicht der Zweck des menschlichen Lebens, als Kind auf der Erde zu wandeln von der Wiege bis zum Grabe,…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 181

    181 Tbrone, nimm es wohlgefällig auf und verwbne uns. Bin du es nicht, der die Nacht geführt über deine Schürfung? bist du es nicht, der auch diese Nacht geführt über Israel, es zu reinigen und zu versöhnen? So neige dein Dbruns zu, dein Au…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 182

    ;mi. . Die Versöhnung. Predigt zum Versöhnungs-Abende über Jes. 59, 1. 2. 50, 2. Geliebte Gottesqemeinde In feierlicher Stille, in geheiligtem Augenblicke, in tiefer Nacht, bei Kerzenglanz und Sternenschimmer heb' ich an zu sprechen zu euch…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 183

    18Z und über alle hohen Berge und über alle erhaben neu Hügel! , ... 7N«2 NWN b? 771 N12S. 77W 72 7?1 und über jeden hoben Thurm und über jede schroffe Mauer! , , nyyyy ^71 2277! Nl'lr; 72 771 und über alle Schiffe Tortosas und über Alles w…