Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 244

    2LL IV. Und endlich, gel. Zuh., außer diesem Allem, saget unser Text: du sollst es feiern dem Ewigen, deinem Gotte! — So wissen wir nun, wann es gefeiert werden soll? Nach der Einsammlnng der Gaben des Herrn. Wer es soll feiern? Alle Unsrig…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 245

    2L5 Blumen der Freude keimen und sprießen, wachsen und blühen läßt in dem Herzen des Staubgebornen! Dann ist unser Glück beständig, und wanket nicht, und dauert von der Wiege bis zum Grabe — wenn du in deinem Hause sitzest, und wenn du in d…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 246

    Die drei Dildungsstätteo Israel'». Predigt am Schlußfeste (Schmini-Azeres) über L. B. Mos. K. 16, V. 16. Herr, der du nach Hütten schaust wie nach Palästen, Herr, der du deine Kinder schützest in Hütten wie in Palästen, zur Freude an deinen…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 247

    herab, welche die Hand des Vaters zu ergreifen, und an derselben von Jerusalem nach dem Tempelberge hinanfzusteigen vermochten, wie das Uetll Miel sagt in der Meß. ausgenommen /ft ^-8 alle diese machten sich auf, verließen die heimischen Wo…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 248

    2L8 in der heiligen Stadt fanden: so groß, so unendlich erhaben und groß war diese Stätte, die der Herr sich auserwählt hatte in der Mitte des Landes. Aber nach Verlauf von je sieben Jahren, zur Zeit des Festes, das wir jetzt feiern, des La…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 249

    249 sollst dich freuen an diesem Feste, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und der Levit und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Thoren sind. (5. B. Mos. K. >6, V. IL. 15.) Dieses war die …

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 250

    250 I. beißt es: wandert nach Jerusalem hinauf am Peßachfefte. Ihr wisset, andächtige Zuhörer, das Peßachfest ist das Fest des großen Angedenkens an den Auszug aus Aegypten, und das erste Erstehen Israels als Volk. Herangewachsen war die ge…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 251

    251 keinen Parteigeist geben, und keinen Widerwillen, und keine Gleichgültigkeit, aber auch keine Unordnung, keine Andachtslosigkeit, keine Störung. Nein! das Band darf nicht zerfallen, das Israel umschlingt, daß etwa das Zerstreute ganz ze…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 252

    252 die Wanderung am Schwuothfeste die Religion, und wie wir für jene Wanderung am Peßachfeste einen Ersatz fanden in Gemeinde und Synagoge, so finden wir für die Wanderung am Schwuothfeste nur einen Ersatz in der zweiten Bildungsstätte Isr…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 253

    263 nicht angesehen werden als eine überleie Zugabe, als eine entbehrliche Zeitverschwendung, als eine allen andern Beschästigungen nachstehende Zuthat — die Eltern müssen den Kindern Achtung vor demselben einflößen, sie müssen sie darin ha…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 254

    25L in der Wüste des Lebens unfern Erdenhütten, in denen wir wohnen mit den Unsrigen, bis wir nach dem gelobten Lande des Jenseits kommen. O möchten doch diese unsre Hütten auch solche grüne Lauben sein, wie die Hütten des Laubhüttenfestes,…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 255

    258 wollen wir willig und gern weilen auf den drei Ersatz- und Bildungsstätten Israels, in der Gemeinde, in der Schule und in der Familie, mit rechtein Sinne, mit rechtem Gemüthe und mit rechter Seele. Dann, nur dann können wir dem Befehle …

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 256

    m. Was findet der Israelit überall wieder? Predigt zum Schlußfest, gehalten im deutsch-israelitischen Tempel zu Leipzig. Gott, der du in den Höhen des Segens und der Seligkeit thronest, aus dem Staube ruf' ich dich an: laß die stammelnde Zu…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 257

    257 Segen war sie Abraham, ein Segen seinen Nachkommen. Gott segnet die Israeliten und die Israeliten segnen ihn. In unsern Gebeten, was vernehmen wir öfter als ^"2 segnen? Als Gott die Welt schuf, da er am fünften Tage das Gewimmel der Mee…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 258

    ^258 Andern entgegen, nämlich euch, aber die Lieben,- denen ich angehöre, weilen in der Ferne. — Bin ich in de?'Heimath? bin ich in der Fremde? Fraget ihr euch nicht auch so, geliebte Zuhörer, wenn ihr euch zusammen hier erblicket? Und wenn…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 259

    259 bei Tropfen? das hingeftreut wie von gewaltiger Hand, daß kaum Staubkorn blieb bei Staubkorn? Ruhe dem Volke, das bedrängt von Hohn und Gehässigkeit durch alle Zeiten der Menschenwelt, vom Beginn all Ruf der Verfolgung hintennach und Ru…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 260

    Natur zum Zeugen seines Glaubens anrufen! Nur der Israelit darf sagen: der Ruf, der aus den Tiefen der Natur hervortöut, er ist nur ein Echo meines Glaubens vom einigen Gott! Was mein Glaube mich lehrt, das finde ich in den Werken des Herrn…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 261

    261 diese sich müden lassen. Unsre rechte Heimath ist der Glaube und die Erkenntniß des einigen Gottes; da weilet unsre wahrhafte Ruhe, da wehet der Himmelsbauch des Friedens, da steiget unsre Kraft von der Erde bis zum Himmel hinan: Glaube…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 262

    S62 hinweg und es zerfällt, es ist Haschen nach Wind, es ist eitel. Ihr Alle hier, und ihr Alle draußen, erinnert euch, als ihr hervorzngehen begännet aus dem Schlummer, aus dem Bewußtsein der Kindheit, als eure erwachten Seelen anfingen zu…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 263

    T63 verzeichnet zu lesen. Und o wie viele Tbränen hat es schon getrocknet von den Augen der Sterblichen; wie vielen gebeugten Herzen bat es Trost und Stärke verliehen, wie viele zerknirschte Gemüther hat es emporgerichtet, wie viele Sünden …