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Rabbi Schalorn, ein hochgelehrter Rabbiner: Gotthold Pation, ein Gutsbesther Zode'k. ) Rabbinats-Candidate». Emanzi. Gottholds Tochter. Mehrere Rabbinats - Candidaten.
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Erste Scene t'Ein großes Collegicu - Zimmer, an den Wanden ringsum Bücherschränke mit Folianten und Quartanten angepfropft. Rabbi Schalom sitzt in einem alträterischen Großvater-Stuhle an einem runden Tische; neben ihm Gotthold Pation, zu s…
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198 Er mild ihm beut des Lebens höchstes Glück, Äer Tochter Hand und seinen Vatersegen! — Wohl wär's zu glauben, wenn des Theologen Besitzthum war ein schwerer Sack von Gold; Dann war vielleicht der Vater ihm gewogen, Dann war' vielleicht d…
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Der zu des Glaubens ew'gem Heil und Frommen, Ihn mild und väterlich ins HauS genommen,. Ihn liebreich ganz den Seinen beigezählt, Und ihn zuletzt zum Tochtermann erwählt! — R. Schalom. Ungläubiger, die Antwort liegt Euch nah', Denn einen So…
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200 Daß Ihr., rhut Jhr's auch ohne Interessen, Die Braut mit Freuden werdet auch empfangen! — So hört: Es ward vor grauer Urzeit Tagen Von heil'ger Hand ein Häuschen hergestellt, Das nur von wenigen Pfeilern ward getragen; Doch galt es als …
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201 T Es ward sofort stets blindlings von den Später«, Als ein geweih'ces Heiligthum erklärt. Und so verjährt, wagt Keiner zu entscheiden: Wo's wahre Heiligthum bei den Gebäuden. — Doch, mit der Zeit und mit des Schicksals Mächten Ist ja — …
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202 Und jeder riß, wie's g'rade ihm beliebte, Ein Stück, ein Steinchen aus dem großen Haus. Man riß, ohn erst zu prüfen und zu deuten, Bis man die Lücken sah an allen Seiten. Und die Rabbinen, die gelehrten, frommen, Die sahen schweigend di…
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Was der Talmud uns im Glauben Als gar streng verpönt erklärt! Dies soll eine Preisfrag' heißen? Krie schneiden, Krie reißen *) Soll man d'rüber, daß man's hört! Darob sollt' die Neuzeit brüten: Zu erlauben, zu verbieten, Was Jahrtausende ge…
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204 Doch, was red' ich da und klage, Spaß war Eures Zeitgeist's Frage! Nur ein Harber Ra mb am ist 3) Irgendwo Euch vorgekommen! Um des Glaubens Heil und Frommen, Sagt ihn, ich bin Talmudist! R. S ch a l o m. (entrüstet.) Mit Euch, Herr Zod…
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205 Er trag' im Herzen es, als war's das Seine! Er blick' in jeglich Haus der Diöcese, Ob dort der Friede waltet oder nicht. Und predigt er: sei's reine Exegese, Anstatt des Pilpul, anstatt, daß er spricht: „Es werde d'rum vom Messias nicht…
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206 Sorgt nicht! Ich neid' Euch nicht das Eh'standsjoch, Bin schon zu alt für diese Zier der Frauen; Ringr nach dem Preis, zum Lösen bleibt Euch noch, Und mich soll's freu'n Euch mit der Braut zu trauen! Juda. Nun denn, mein Rabbi, wenn Ihr…
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Ern Leuchtlhurm war's, für nacht'ge Zeit begründet; Doch, wo sie selbst ein Helles Licht gezündet; Bedarfs des leeren Mauerwerks nicht mehr! D'rum meine ich, daß von bedächt'gen Wählern Bezeichnet werde: w o der Bau zu schmälern, Und zeitge…
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208 Doch, wie man heute sondern soll die Steine? Und wie man soll begründen neue Zäune, Das; nicht der Bau entgegen reif' dem Sturz? — Nicht ich darf's sagen, bin nicht unbescheiden, Die Sache ist's der Kenner von Gebäuden! Doch, was ich me…
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2C9 Die dort, als Reste finst'rer Zeit, noch sind! Dreht Euren Mantel nicht nach jedem Wind! Vergeudet nicht die Zeit mit nichtigem Deuteln: „Ob da die Frau'n die Haare dürfen scheiteln? — „Wie weit man dürfe ungewaschen geh'n? — „Ob fasten…
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210 Hiefür streu't rings umher, mit Wort und That, Nur milde Tröstung, edle Friedenssaat! Hiefür entströme, in der Andacht Stunde, Moral und reine Lehre Eurem Munde! Hiefür versöhnt, vermittelt jeden Zank, Wo da an Zwietracht die Gemeinde k…
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Für solchen Weisen, um es abzuläugnen! Den Rabbi laugnet Ihr der Chaßidäer! ls) Da gar nichts heilig dem Epikuräer! Ihr habt wohl in den Mendelssohn geguckt, Das es so philosophisch in Euch spukt! Fürwahr, Herr Juda, mir ist's um Euch leid,…
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212 Was Ihr so gottbegeistert kund gemacht! Dann müßte sich das Zudenthum verjüngen, Gelichtet würde seine dunkle Nacht; Wenn alle Jünger so die Frage lösen, Steht nichts mehr uns im Wege—zum Genesen! Zweite Scene. l Rabbi Schalom tritt zum…
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Der so schön die Lösung fand Von des Zeitgeist's schwerer Frage! Freudig bin ich dessen Preis, Der mit kühnen Geistesschwingen Muthig es vermag, zu dringen Zn der Zweifel Nebelkreis; Der da seinem armen Volke, Das umhüllt von nächt'ger Wolk…
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…es Steckenpferd der Talmud-Jünger, mit allen Schrauben der Spitzfindigkeit eine auf ihr Studium Bezug habende Stelle im Maimonides aufzusuchen, und einen hypothetischen Widerspruch darin aufzufinden, um ihn sodann mit allen Hebeln eines paradirenden …
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Z u r Charakteristik des Judenthums/ seiner Lehre und seiner Lehrer. Von »r. Michael Sachs. Prediger zu Prag.