Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 212 (sequence 265)
- Language
- German
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212 Was Ihr so gottbegeistert kund gemacht! Dann müßte sich das Zudenthum verjüngen, Gelichtet würde seine dunkle Nacht; Wenn alle Jünger so die Frage lösen, Steht nichts mehr uns im Wege—zum Genesen! Zweite Scene. l Rabbi Schalom tritt zum Alkoven, zieht den Vorhang weg, fuhrt Emanzi dem Juda zu. 'Alle Anwesenden erheben sich von ihren Ditzen und treten, einen Kreis bildend,in den Vordergrund » R. Schalom. (zu Juda.) So nehmt denn hin, den edelsten der Preise, Freu't dessen Euch, als Eurer Weisheit Lohn! Fürwahr, Ihr seyd der Würdigste im Kreise, P'rum werde Euch Emanzi Pation! Ich darf Euch wohl mit ihrer Hand beschenken, Ihr werdet immer ihrer würdig denken! G. Pation. (zu seiner Tochter.) Blick' her, mein Kind, denn diesem ist's gelungen, Daß Deine Hand als Preis er sich errungen; Und freudig sag ich sie dem Weisen zu. Will unfern Reichen 'mal ein Beispiel geben, Wie Weisheit aus dem Staub man muß erheben; Wie man nicht blos mit reichen Modegecken Muß seiner Töchter Lebensheil bezwecken. Doch nun, mein theures Kind, was sagst denn du? Bist mit dem Gatten, den ich Dir beschieden, Du einverstanden auch, Du auch zufrieden? Emanzi. Fragt mein Vater? Wie galant! Schwankte meines Wollens Wage, Seit der Kindheit erstem Tage, Bei dem, was Ihr mir genannt Und als trefflich anerkannt, Je durch Zweifel oder Klage! Gerne reich' ich dem die Hand,