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159 Reißt vom Haupt die goldne Krone, Wirft sie bebend zum Gewicht; Doch der Schädel, wie zum Hohne Wir dnur schwerer, regt sich nicht. „Herr Den Zauber kannst du lösen," Spricht dem König nah ein Greis, „Nur ein Trug ist's von dem Bösen, D…
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Das Strebeil nad) Ehre. (Nach Jeremia Kap.9. v.22. 23.) Von Joseph Weiffe. Nach den ew'gen Grundgesetzen. Die ein Gott der Menschheit schrieb, Birgt das Herz in seinen Schätzen Einen hohen, mächtigen Trieb. WaS Geister unS Großes und Herrli…
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Doch des Wissens Himmelsleiter Hat der Sprossen zahllos viel; „Bis hieher und nicht mehr weiter! " Rust ein vorgestecktes Ziel. Dem Blicke des Träumers wird nimmer erschlossen Die göttliche Höhe, die höchste der Sprossen. Macht und Herrscha…
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162 Sein Gefolg' sind Neid und Sorgen Und sein Bettgenoß' die Furcht, Seinen Nächten tagt kein Morgen Der die düst're Stirn' entfurcht — Was frommt chm der Haufe der irdischen Güter? Ihr Herr ist er nimmer, er ist nur der Hüter. Nach den ew…
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Der fromme Mann. (איש חםיד.) Legende von Dr. S. Z. Kämpf. Einst lebte im heiligen Lande ein Mann, Desgleichen es wenig gegeben; Er übte die Tugend von Jugendzeit an, — Nach dieser war all sein Bestreben. Der Tempel, —der war sein beständige…
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Und wollte ich wirklich auch ziehen dahin Und suchen durch Handel zu haschen Gewinn: So müßte vor Scham ich vergehen. In solcher Bekleidung zu stehen?' DieS hörte sein freundlicher Nachbar mit an, Der schnell zu ihm hin sich nun wendet: „0,…
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Da rauschte hernieder auS himmlicher Höh' Gleich mächtig erbrausendem Meere, In leichtem Gewände, das weißer als Schnee, Ein Wesen vom himmlischen Heere: „Du Leidender!" rief's in melodischem Ton, „Dich hörte der Herr aus dem göttlichen Thr…
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Und als er gelanget zum wimmelnden Strand, Da faßte er muthig des Himmlischen Hand, Unv eilig durchzog er Den Hafen, Laut rufend: „Wer kaufet den Sklaven?" — „Ich kaufe Den Sklaven!" erwieDerte schnell Ein Mann Der Das Rufen vernommen — „Wa…
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167 Indessen vollendet in dunkeler Nacht Der wackere Himmelsgeselle Ein Schloß von gar seltener Schönheit und Pracht, Wie's nie stand auf irdischer Stelle; Und als es am Morgen der Kaufmann erblickt, Umarmt er den Künstler und jauchzet entz…
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Der Jude. Von Dr. S. I. K am p f. Der Jude! der Jude! Ern wunderbar Ding, — Betracht' ihn mit Ehrfurcht. Nicht acht' ibn gering! Dem winzigsten Volke Gehört er ja an, Doch hüben um? drüben Man treffen ihn kann: Ziehst hin du nach Osten, So …
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16S Steig' immer zur Höhe, Du stoßest auf ihn, — Sink' nieder zur Tiefe, Du wirft ihn nicht flieh'n. Schließ ein dich in Burgen - Er bleibt dir doch nah, Verkreuch dich Ln Hütten, Du findest ihn da. Der Jude u. s. w. Gefoltert, gemartert, G…
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170 Herzinnige Red' nur, Gemächlich und mild, Vertrauen auf Wahrheit Ist Waff' ihm und Schild. Er schauet nach oben, Da wohnt ja sein Ahn, — Der wird ihn schon leiten Auf ebene Bahn. Der Jude u. s. w. Treu lebt er dem Glauben, „Einst zeigt …
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Ep hraim Hfnbl. Novelle von Anton Langer. 8*
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Da tritt herein zur Kirchenpforte Der Jude bleich, gesträubt das Haar, Und donnert durch den Chor die Worte „Geschändet Hab' ich den Altar: Und eurem Gotte falsch geschworen. Da mich die Vaterangst durchtobt; Ich rufe, bin ich auch verloren…
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I. tJXuf der Straße, welche von Klosterneuburg nach Wien führt, ritten am Tage Maria Empsängniß im Jahre 1419, zwei Reiter langsam herab, denn obwohl-eine grimmige Kälte sich erstarrend über Vas Land herabgesenkt hatte, konnten doch vie Pfe…
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174 Ephraim Neubl. schaft, und die hohe Stirne zeigte, daß darunter ein kluger Geist zu Hause. So stellten die beiden, neben einander reitend, so ziemlich die Ertreme der damaligen Studentenschaft dar, wie sie uns alte Cbroniken schildern. …
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Ephraim Reu bl. 175 mix aber ist Gott -Bachus ein langweiliger Schlemmer, so sich nicht Frau Venus mit ihm paart. Wären nur ein paar hübsche Muhmen im Hause gewesen, so batten wir sie aus den Schooß genommen, das alte schone Lied „rothe Ros…
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176 'Ephraim Neubl. ein wenig die Fenster zerschlagen?" fragte der Schlagnitweit mit jener mittelalterlichen Rohheit, die jede Mißhandlung, jede Bedrückung eines geknechteten Volkes für erlaubt, ja wohl gar für ein verdienstvolles Werk hiel…
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Ephraim Reu bl. 177 meiner Schwester, Sie hat keine Zeit und muß die Mutter warten." „Du willst uns doch nicht wehren einzutreten," zürnte der Schlagnitweit, „willst du aus dem Wege, Balg," und mit kräftiger Hand packte er den bestürzten Ju…
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17S Ephraim Neubt. uns die Ehre Eures Besuches verschafft, da ich Euch nicht kenne, noch mich zu erinnern weiß, daß Ihr je bei meinem Vater gewesen seid. „Doch waren wir bei ihm," versetzte Thomas, während Schlagnitweit mit glühenden Blicke…