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Der siebzigjährige Traum. Eine altjüdische Sage von vr. M. Lette ris.
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כ׳ אלף ע^ים?עע,^ ן{ום א^מיול?י!עביר .ואשמורה ב£;לה — «A עגיוסינו בה^ שמ^ים ^נה - (Ps. 90, 4. 9.)
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I. ES wogt umher von Gästen im Hellen Säulensaal, Es glühen froh die Wangen, es glänzt der Augen Strahl, Der Wein belebt die Männer, der Tanz der Frauen Brust, Es rauscht der Geist der Freude in aufgeregter Lust. Die Braut nur schweigt und …
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142 Den Lachenden, so heißt es, umstellt das Einheit gern; Zur Zeit der schönsten Freuden ist oft der Gram nicht fern Mit Bangen ist zur Pforte gerichtet Aller Blick, Doch rufen Blick und Seufzer den Jüngling nicht zurück. So wird eS spät u…
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II. Die Sonne sank; der Jüngling verließ sein festlich Haus, Er schreitet, tief erreget, in das Gebirg hinaus.— Ost blickt er scheu zurücke zur Stadt, im Abendstrahl, Bis endlich ihn umschlossen ein dämm'rig kleines Thal: Das ist der Gottes…
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144 Wovon so manche Stunde im Leben sie verträumt, Was oft mit düstren Wolken ihr Geisteslicht umsäumt; Was oft mit bangen Zweifeln die Denker schon erfüllt, Das, schwur er sterbend, werde dem Lebenden enthüllt. Zm vollen Licht des Mondes, …
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145 Der Wunsch ist ausgesprochen — da tönt es wie Gesang, Ein sanft melodisch Zittern, wie Aeolsharfenklang; Wie Melodie der Sphären; o wie ihm jetzt geschieht, Von seinem näh'nden Freunde fühlt er sei dieses Lied. Wie still vom Traum befan…
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146 Der Träumer fühlt erhoben sich jetzt dem Aare gleich, Er schwebt dem Freund' zur Seite, in's dunkle Schattenreich, Er lauschet seinen Worten, vertieft in ihren Sinn, Undstrebt nun unaufhaltsam durch das Geheimniß hin. Schon schwand die …
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HL Entlang der Straßen zittert des Mondes Silberstrahl, Und sie durcheilt Der Jüngling, will hin zum Festes-Saal, Wo Liebe seiner harret, Des Lebens schönstes Glück — Doch seltsam zeigt sich Alles jetzt des Erstaunten Blick'.— Kein Licht, k…
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148 Starr hält er an vor Staunen — es trügen Zeit und Raum_ Hier prangt, im Schein des Mondes, ein alter Palmenbaum^ Es rauscht die mächt'ge Krone, mit reifer Frucht beschwert: Die Kraft von siebzig Jahren hat eine Nacht gewährt. Er traut n…
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UND in DeS Tempels Hallen tritt nun Der Jüngling ein,Ö) Wo des Gesetzes Jünger versammelt im Verein; Er klagt mit heißen Thränen: „Wo sinv' id) meine Braut, Die mir als Eb'genossin seit gestern angetrant?" Doch Jene blicken alle Den Gast ve…
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150 Nun schildert der Gefragte den Traum vom Paradies, Den dort in lichten Räumen der Geist ihr: sehen ließ; Aufhorcht erstaunt die Menge im enggeschloss'nen Kreis — Da drängt stch in die Halte, vom Stab' gestützt, ein Greis; Der hört auf i…
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„Jndeß du selig walltest in dem Verklarungsschein, Drang auch die Wuth der Römer in unsre Hütten ein, Und kaum daß dieser Tempel der Feuerglut entging, Die diesen Orr des Jammers mir Schlangengier umfing." „So har die -Roth der Zeiten sich …
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V. Der Jüngling bar vernommen die Lösung, traurig wahr, Er klaget laut unv jammert, zerrauft sein Lockenhaar, Daß er, um's Glück der Erde den Himmelsschein getauscht, Daß in geträumter Wonne sein Leben ihm verrauscht: „Was soll mir Jugendbl…
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15S Er sinkt am Grabe nieder , verhüllt sein Angesicht: „Ach, Freund! von Angst nnmachtet verzagt mein Herz und — bricht; Was ich geliebt, errungen, mein Weib, mein Erdenglück, Ach Altes raubt' mir, Alles, ein Traum,, ein Augenblick!" „Es r…
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154 Ein lind' balsamisch Wehen, ein süßes Schlummerlied Es trocknet ihm die Thräne vom müden Augenlied, Ihm tont es, wie ein milder, versöhnender Beschluß, Umfächelt seine Stirne wie eines Engels Kuß. Er wendet sich zum Himmel mit sieh'ndem…
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…uung die Gräber der gliebten Verstorbenen zu besuchen, und diesen Akt der Pietät durch eigene Gebete zu feiern. 4) Laut Maimonides (11,3 ,הלכ’ות יסיודי התיורו־י) sind alle Sterne und Sphären (נלגלים) mit Seele und Vernunft begabt, um den Unendlichen …
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156 bestehen noch gegenwärtig ähnliche Lehr- und Bethä'user, jedoch meist im verwahrlosten Zustande. 7) Das hier erwähnte Todtenkteid ist ein eigenthümlich geformtes Todtenhemd, welches der ISraelite zum ersten Mal in seinem Leben bei seine…
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Alexander und der Todtenkopf. Talmudische Sage von Ludwig August Frankl. Hundert Reiche, hundert Throne Hingestürzt in dunklen Staub, Und von jedem eine Krone -A l e r a n d e r s Sieg e s raub. Sein, nur fein der goldne Osten, Wartet mehr …
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Und den nimmt der stolze König, Trägt ihn leicht zum Thor hinaus; Wieder klingt es hunderttönig Nm ihn her im Lebenshaus. Doch der Schädel leicht getragen, Wird stets schwerer, wird zur Last; Und der König fühlt von Zagen Sich zum Erstenmal…