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155 Glühende Kohlen. welcher dieser seinen Gebiether zu belohnen strebte, wardiesem, wenn wir so sagen dürfen, gerade nicht durchaus erfreulich; denn solchergestalt konnte Rodriguez seine reuevolle Seele nicht befriedigen, weil er doch imme…
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156 Glühende Kohlen. Der Erlös von Naphtalis Goldmünze war bereits aufgezehrt und ein heftiges Fieber hatte den erschöpften Rodriguez auf's harte Strohlager geworfen. Der hartherzige Wirth hatte es ihnen schon angekündigt, daß er sie nur no…
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Glühende Kohlen. 157 Kruge lächelten bald höchst einladend dem müdegejagten Boten entgegen. Vergebens suchte nun der Wirth, der einer der Neuigkeirsüchtigsten auf Gottes Erde war, aus dem mit der Kauoperarion sehr eifrig Beschäftigten, die …
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158 Glühende Kohlen. geworden," begann er gedehnt, und der Wirth öffnete entzücket alle Schleusten seines Gehörs. „Und diest ist nämlich" fuhr der Bote fort: "der, bereits im ganzen Königreiche bekannt gewordene königliche Befehl, dast von …
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«! Glühende Kehlen. l'»9!er aufzählen, mir denen Ihr wieder recht lustig leben könnt. Ja schauc, daß Ihr wo einen Juden kriegt, und Ihr könnt dann dafür einen ganzen Monat bei mir in Saus und Braus zubringen." In seinem tiefsten Innern verl…
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160 Glühende Kohlen. das bekümmert mich wahrlich wenig. Wart ihr nur auch schon fort bei Eurem säubern Kumpan! Dehmüthig bittend erwarb sich Rodriguez die Erlaubnisi, auf Naphtalis Zurückkunft harren zu dürfen. Aber es verging abermals eine…
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Muyenve Kohlen. 161 konnte ich Euch sonst wohl noch nützen.— Dafür aber kann ich Euch mit wahrem Entzücken die Mittel zur Erreichung Eueres Reiseziels an die Hand geben." Und rasch wandte er sich an die Gerichtsperson, welche sich die vorge…
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Glühende Kohlen. 1ö2 möge N aphtali einGestandniß zu machen, denn er fühle es, daß dies; seine letzte Stunde sei, und der Tod bereits die kalte Hand nach seinem Herzen ausgestreckt habe. Und begierig lauschten Alle nun auf Rodriguez, der kl…
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Glühende Kohlen. 163 guez erwies, und entschlossen wandteer sich nun zu den Bewaffneten, die ihn schweigend fortführten. Der Bericht jedoch, den die Gerichtsobrigkeit über diese Begebenheit an den König lieferte, bewirkte, das; Napht a l i …
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D i e Blutschuld. v o n Dr. Moriz Rappaport in Lemberg. „Ach soll deuten, ich soll sprechen, Soll mein dumpfes Schweigen brechen, Soll euch künden frommer Mann, Was ich frevelnd einst gethan. Ach, im Uebermaß der Pein Mag's just nicht Gerin…
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Ach, die Mutter meiner Kinder, Deren Bild mich nie verläßt, Das noch jetzt dem bangem Sünder Heiße Gluth in's Auge preßt. — .Also schwanden meine Jahre, Still und heiter, rein und gut, Zeit nur bleichte meine Haare Nicht der Zeiten Sturmesw…
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Auf dem Leibe bunte Fetzen, Aus der Lippe Fluch, Entsetzen. — „Prasser" tobt sie, „schlimmer Wicht, Wag' nach Maaß nur und Gewicht, Wäg' nur ab nach Quint und Loth, Der Verachtung bittres Brod! Jauchze, schwelg am Passahfest Wenn du Armuth …
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Also raubte ein Moment Was der Mensch nur Theures nennt, Meiner Seele fromme Tr lebe, Meines Herzens reine Liebe, Ehr' und Ruh', sammt Hab' und Gute, Ruh'n im Grabe der Minute. — Zu dem Rabbi, zu dem greisen, Zu dem Gottesmann, dem weisen D…
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Ob des Sommers Flammen glühten, Ob des Eises Funken sprühten, Nie blieb ich an einem Orr, Jagte rastlos fort und forr. — Und so jüngst beim Morgenschein (Mochten wohl sechs Jahr schon sein) Trat mein Fuß im Wanderkreise Wieder in die alte G…
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169 Und das Weib mit trübem Sinn Spricht: „bin selbst ja Bettlerin, Lebe nur von milden Spenden Dargereicht von frommen Händen, Leb' nur für den armen Knaben, Den sie mir gegeben haben. Seine Mutter liegt im Grabe, Und mein Mann am Bettlers…
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נ* לכה חדי von Dr. Moritz Rappaport. Entgegen, mein Freund, der Braut mit Verlangen, Laßt uns den heiligen Sabbath empfangen! Gedanken und Streben In Eins …
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171 n Ermuntere dich! ermuntere dich! dein Stern erglänzet wieder, Wach auf mein Geist! wach auf mein Geist! und singe Iubellieder, Flamm' auf du Gotteslicht, hellstrahlend weit und breit, Dir leuchtet klar und sichtbar Gottes Herrlichkeit.…
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Orientalische Weisheit. (Nach Len-Oedirol) von vr. M. LetteriS. 26illst sicher du durchs Leben wandeln, Zn Unglück ruhig und Gefahr, Sei fest im Wollen, wie im Handeln, Zn Wort und That besonnen, klar, Bis du, im schweren Erdenwallen Gestär…
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Im Glücke froh und stark im Leiden, Geduldig mit den Thoren sein, Den Sinn in klare Worte kleiden, DaS Leben in des Himmels Schein; Die Erde als den Weg betrachten, Der in das wahre Leben führt; Die Sternenwclt als Schmuck beachten, Womit d…
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174 DaS Gute, Wahre nicht erstürmen Und Nichts verachten, weil es alt; Und Hohen nicht auf Höhen thürmen, Koloß zu werden mit Gewalt: So sei dein Leben, sei dein Handeln! Von deinem Herzen still bewacht, Kannst sicher du durch's Leben wande…