Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 213)
- Language
- German
- Belongs to
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«! Glühende Kehlen. l'»9!er aufzählen, mir denen Ihr wieder recht lustig leben könnt. Ja schauc, daß Ihr wo einen Juden kriegt, und Ihr könnt dann dafür einen ganzen Monat bei mir in Saus und Braus zubringen." In seinem tiefsten Innern verletzt saß Naphtali da, und seine Augen bohrten grübelnd in den Boden. Als der Wirrh nach seiner spaßig sein sollenden Rede hinausgegangen war, entspann sich zwischen Naphtali und Rodrigue z ein sehr ernstes besprach. Rodr i g u ez forderte den Gefährten auf, ihn seinem Schicksale zu überlassen, und zu fliehen; Naphtali lehnte jedoch dies; Ansinnen entschieden ab, und es gelang ihm nach imb nach Rodrig u ez zu beruhigen, und unter vergeblichen Berarhungen, wo sie ohne alle Mittel sich den folgenden Tag hinbegeben könnten, war der Abend hereingebrochen, und ermüdet von vorangegangener Angst, sank Rodriguez in einen wohlthätigen Schlaf auf sein Lager hin, neben ihm Naphtali, der jedoch die ganze Nacht kein Auge zugerhan hatte. - Am folgenden Morgen stand die Sonne schon ziemlich hoch am Himmel, und noch immer schlief Rodriguez, in welchem eine Krankheitskrise vorzugehen schien. Der langst schon wache Wirth hatte seit mehr als einer Stundeherumgepoltert, um den lästigen Gast aufzuwecken , aber seine Mühe war umsonst. Nun rief; dem Wirthe die Geduld, und mit seinen Händen rüttelte er den Kranken auf. „Auf!" schrie er ihm ins Ohr „Auf, alter Fauler, Ihr habt lange genug auf dem Ohre gelegen! Macht Euch fertig, und sieht, daß ihr fortkömmt. Schnürt Euer mageres Bündel, und schert Euch mir vom Halse." Mühsam gehorchte der erwachte Mann dem rohen Befehle, und er war bald, so gut es ging, zur Wanderung bereit. Da sah er sich nach Naphtali um, und dieser fehlte. „Was weiß ich, wo der Bursche hin ist!" brummte ihn der Wirth an, als ihn Rodriguez nach dem Gefährten fragte. „Vor einer Stunde war er noch da, wo er jetzt ist,