Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 525

    325 let ihr von hier mit davonnebmen. Diese Waffe ist: der starke, unerschütterliche Wille, in Gott Md seiner Lebre zu wandeln alle Tage eures Lebens! Sebet, dies ist eine begliche, leuchtende Waffe, die Niemanden verwundet, die nur vertbei…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 526

    r V. ..MK- .2 >:-' t-ri:.E- . /p»r '' Dik Hoffnuiigen der Mgend. Confirmationspredigt über Hiob K. 11, V. 17—19. Andächtige Zuhörer! tbeure Söhne und Töchter! Wovon ich zu euch reden will in dieser Stunde der Erhebung — es ist enthalten im …

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 527

    627 da leben in uns, in ihr, Hoffnungen, daß sie einst sicher ruhn, einst lagern wird und Niemand scheuchet auf. I. Und diese Hoffnung der Jugend, sie lebt zuerst in den Eltern! — Ihr Eltern dieser Kinder, ihr Eltern alle, die ihr hier beis…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 528

    528 Decher bereiten, diesen Giftbecher denen, die euch den Kelch darreichten! Diese Täuschung eines Mutterherzens, eines Vaterberzens ist die unseligste, unselig sür die, so sie empfinden, unselig für euch, die sie bereiten. Und wenn ihr ho…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 529

    -529 vergebens, aus die Hoffnung folgt die Enttäuschung. Es ist nicht wahr, Geliebte. Wer die rechte Hoffnung hegt, und das rechte Vertrauen, und darum die rechte Anstrengung, ^dem bringt das Leben auch die Erfüllung, und in dem Anstreben u…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 530

    830 terrichtes unterwiesen wurdet, ihr, in den Lehren und Erkenntnissen unsres Glaubens — unterdeß ist eine neue Zeit um euch herangebrochen. Die Menschenwelt hat sich verjüngt. Eine Zeit der Verbrüderung aller Menschen hat begonnen. O, mit…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 531

    's!:!. r: I" n Gott verbunden! Confirmationspredigt über Hoschea 2, 21. 22. Andächtige Zuhörer! Geliebte Konfirmanden! Wenn wir heute abermals hier uns versammleten, um Kinder dieser Gemeinde, bevor sie eintreten in die Bahn des wirklichen …

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 532

    die Gott euch an die Herzen und in die Arme gelegt, die ihr mit so vielen Mühen und Opfern bis hieher erzogen, an diese Stätte führet, dies, geliebte Knaben und Mädchen, was wir erwirken wollen. Sehen wir näher zu. l „Ihr sollet Gott verbun…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 533

    633 Kammern, o und sein Frieden umlagert dick und deine Hütte! Wohl euch, geliebte Alle, die ibr bier weilet, wenn ihr euck also ihm verbunden fühlet, wenn ibr in diesem Augenblick, die Hand auf dem Herzen, euch sagen könnet, ibr seid auf d…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 534

    53L Recht und Liebe, ^ud wo ihr wandelt, und wo ihr That und Werk übet, nnd was ihr beginnet und was ihr vollendet, immer sei euer Wahlspruch: Recht und Liebe! immer fraget: thu' ich Recht? üb' ich Liebe? und wie es dann auch ausfalle, wohl…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 535

    835 Herrn, die Liebe ist seine Linke, das Recht ist sein Licht, die Liebe seine Herrlichkeit — o und du, Mensch, ohne Recht bist dn niedriger Staub, den der Wind verweht, ohne Liebe verwelkendes Schilf, von der Sonne gestochen — das Recht i…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 536

    536 Glauben ausgebildet sein; dann kann er Gott erkennen, dann sagt ihm die Religion, unsre Religion: nun tritt hinaus in Natur und Geschichte und Menschenwelt, und auf dem Grunde des Glaubens forsche mit deinem Verstände nach dem Wesen und…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 537

    . '1s,-?! "- 1 1 /i :^- 6. Grab Reden. Am Grabe eines Mannes. Meine Freunde! Daß der Mensch, der Weibgeborne, bestimmt ist, sein Haupt zum Sterben zu legen, und seinen Leib der Verwesung anbeimzugeben, wir wissen es. Und wo der Tod herantri…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 538

    538 in Wonne und Glück uns entgegenkommt, aber wenn sie in Schrecken und vernichtendem Dräuen uns trifft, wie zittert das Herz! Und wenn dieser Gatte voll Liebe und Zärtlichkeit, und das verwitwete Weib sieht der zerbrochenen Krone nach, un…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 539

    539 Erde hindurch, er hat überwunden! Und seiner trauernden Witwe wird Trostes werden, wenn durch die lindernde Macht der Zeit die Wunde allmählig sich schließet, und den weinenden Waisen lebet ja ein Vater dadroben, der der Witwe sich erin…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 540

    II. Im Vrabe eines Mannes. Meine Freunde! Wenn wir an der offnen Gruft eines Mannes stehen, dessen Verlust so unerwartet über uns gekommen, dessen Scheiden viele Herzen schmerzlich betroffen, dessen Hintritt Vielen fühlbar wird, der vor All…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 541

    541 licher Ausdauer, mit nie rastendem Fleiße bestand und bestegte er sie, bestand und besiegte sie in der treuesten Rechtlichkeit, in fleckenloser Ehrenhaftigkeit. Und dann feierte er nicht, sondern strebte immer weiter, sein Haus zu bauen…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 542

    5L2 zu beschreiten? Bleibet Einer von uns zurück? Ist aber darum nicht auch unsre Zukunft dieselbe, und unsre Hoffnung keine andre? Was und worauf wir hoffen? Für unsre Fehler und Schwächen, für unsre Vergehen und Überschreiten auf Gottes B…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 543

    4N'" » - h'rrsM*.«»?- " ' -E 7'.'. .- <- - - ' 7«'- 7 7 -'-jilU " ' III. Im Grabe einer altern Dame. Meine Freunde! Wir sind hier versammelt am frühen Morgen an einem Grabe, das wir auszufüllen haben mit den irdischen Resten einer, wie selt…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 544

    644 sich auch dem verklärten Vorangegangenen mit Wonne nahen, und die Getrennten sind nun wieder vereinigt .... Und dann als Mutter. O den nie vergeffnen Schmerz, als sie die einzige Tochter dem Schooße der Erde früh übergeben mußte, o die …