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191619221928
  1. 1921-01-01 · Heft 12 · p. 728 · Papst, Judentum, Palästina

    Wir sind letzten Endes solidarisch mit j eder die Erdbewohner versittlichenden Kraft; wirkt sie ohne Nebenmotive rein, so muß sie mit uns parallel gehen. ARJEH TARTAKOWER / BODENFRAGE UND BODENPOLITIK IN PALÄSTINA Man kann ruhig behaupten, daß die Bodenfrage die zentrale Frage des palästinensischen Wirtschaftslebens der Gegenwart ist. Solange nicht diese Frage, die sich insbesondre im Lauf des letzten Jahrhunderts in unheilvollster Weise verwirrt hat, einer halbwegs befriedigenden Lösung entgegengeführt wird, kann von einer gesunden Entwicklung Palästinas keine Rede sein. Das' Land Palästina tritt in die neue Phase des wirtschaftlichen und politischen Lebens mit der Last einer Bodenfrage, wie sie an Schwere und Kompliziertheit wohl wenige Länder bisher zu tragen hatten.

  2. 1920-01-01 · Editorial · p. 1

    Agnon, Der Verstossene (Aus dem Hebräischen von Max Strauß) 404, 500, 583, 658, 704 _ Die Geschichte von Rabbi Gadiel dem Kinde............. 31 Paul Amann, „Assimilation" in Frankreich . ............. 140 Arjeh ben Menachem, Einschaltung des W'adar............ 100 Elf ri de Berge 1 - Gro n em ann, Jüdische Wege............ 396 - Siegfried Bernfeld, Aus einem jüdischen Kinderheim......... 309 — Ein pädagogisches Forschungsinstitut in Palästina........... 465 Moritz Bileski, Das Kompromiss des deutschen Judentums . ....... 20 — Die Wirkung des Kompromisses.................. 85 Max Brod, Heidentum, Christentum, Judentum............. 16 Martin Buber, In später Stunde.................. 1 — Zwei Wundergeschichten.................... 156 — Lehrer und Schüler....................... 511 Helene Hanna Cohn, Die jüdische Frau in Palästina .......... 317 Albrecht Heitmann, Die Geschichte der österreichisch-jüdischen Kohgreßbewegung (Zur Frage der nationalen Minderheitsrechte der Juden) 204, 389, 634, 685 Theodor Herzls Verhandlungen mit dem türkischen Sultan........ 9 Theodor Herzl über Uganda ................... 448 S. … BEMERKUNGEN: Moses Beilinson, Von den rus- Oskar Epstein, Das Verhältnis sisch-jüdischen Beziehungen . . 722 zwischen jüdischer Palästina-und Max Brod, Jüdische Schule . . . 345 Landespolitik....... 230 J. H. C.astel, Die Araber in Palästina 414 N. M. Gelbe r, Ein Projekt einer Ju~ Helene Hanna Cohn, Arthur denkolonisation in Palästina aus Ruppin..........166 dem Jahre 1840;......■ 595,

  3. 1920-01-01 · Heft 1 · p. 4 · Kongressnotizen zur zionistischen Politik

    Sie vermochte es nur so lange, bis der Führer der einen Partei, der Hatiptspieler im Kriegsspiel, die Hand nach Palästina ausstreckte. Da glaubte sie die Voraussetzungen von Herzls Politik — seine Grundauffassung von der unentschiedenen Rivalität der Mächte in Palästina — nicht länger aufrecht erhalten zu köiVnen und gab mit ihnen auch seine politische Folgerung — die überparteiliche Proklamation — auf, nicht minder jedoch das politische Programm der demokratischen Fraktion, eben jenes, das wir als den »synthetischen" Zionismus zu bezeichnen pflegten. 3. Auf diesem Kongreß sprach Chaim Weizmann, als ob ein unmittelbares : Interesse Englands an Palästina nicht bestünde, als ob es sich um Palästina nur um des good-will der Juden willen bekümmerte. Da ich in dieser Darstellung ein bestimmendes politisches Motiv nicht zu entdecken vermag, muß ich sie auf einen bedauerlichen Rückschritt der politischen Einsicht Herzls gegenüber zurückführen.

  4. 1916-07-01 · Heft 4 (Juli 1916) · p. 1

    Salm an, Die jüdische Selbstverwaltung im polnischen Staate / Lazar Abramson, Die ostjüdische Gemeinde / Hillel Zeitlin, Aufgaben der polnischen Juden / Adolf Böhm, Jüdische Positionen in Palästina/Oskar Epstein, Grundsätzliches zur zionistischen Gegenwartsarbeit / Salomon Lehnert, Jüdische Volksarbeit / Arno Nadel, Jüdische Volkslieder: Religiöse Lieder i / Martin Buber, Chassidisches / L. … Neben Palästina tritt besonders die Frage des Ostjudentums in den Vordergrund. Zu diesem Thema äußern sich im ,,Juden" wohl zum ersten Male in deutscher Sprache wirklich Berufene.

  5. 1921-01-01 · Editorial · p. 1

    INHALTSVERZEICHNIS Paul Atnann, Magyarische Judenprofile...................... 205 Elfride Bergel-Gronemann, Der Messiasgedanke............... 268 Heinrich Berl, Das Judentum in der abendländischen Musik............ 495 Else Bodenheimer-Biram, Kunsterziehungsfragen............... 35 Briefe eines Chaluz aus Daganiah............................ 397 Martin Buber, Kongreßnotizen zur zionistischen Politik.............. 1 — Aus dem Leben des Rabbi Israel von Kösnitz . .................. 42 — Zur Klärung.................................. 201 — Streiflichter.................................. 393 — Die zwei Ich (Chassidisches)........................... 572 — Die Heirat des Baalschem (Aus einer Lebensgeschichte) .............. 622 — Frage und Antwort............................... 7*3 Das wirtschaftspolitische Interesse an Palästina (Einige Zitate).............. 329 Markus Ehrenpreis, Gespräche mit Berdyczewski................ 174 S. Eisenstadt, Briefe eines Verschollenen (EinBeitrag zur mod. jüdischen Literaturgeschichte) 241 Max Eschelbacher, Die Zünftigen und die Draußenstehenden........... 79 Wilhelm Robert Fließ, Vom Lebendigen................... 747 Moritz Heimann, Das Weib des Akiba..................... 299 Herzl und die Neue Freie Presse............................ 659 Oskar Karbach, Das Prinzip der Assimilation.................. 521 Julius Katzenstein, Probleme der jüdischen Wanderung............. 17 Fritz Mordechai Kaufmann, Von nationaler Bereitschaft der Intellektuellen . . 367 Hans Kohn, Henri Franck............................ 359 — Andr6 Spire................................506, 559 — Wandlungen im Osten............................ . 5^5 — Nationalismus................................. 74^ — England im Nahen Osten............................ 713 David Koigen, Im Wirbel der Geschichte (Lose Tagebuchblätter) 9, 90, 150, 272, 330, 475 M. b. … Die Sabbathymne des Israel Nagara deutsch 692 Salman Rubaschow, Die privatwirtschaftliche Kolonisation in Palästina...... 212 Benzion Rubstein, Die ökonomische Lage der Juden in der Ukraine und ihre Perspektiven 524 Gottfried Salomon, Moses Heß........................ 739 Rafael Seligmann, Modernes Judentum..................... 601 Werner Senator, Sozialpolitik für die Ostjuden in Deutschland........... 73 Ernst Simon, Der werdende Mensch und der werdende Jude............ 457 — Theodor Herzls Tagebücher ............... ........... 649 Eduard Strauß, Jesus von Nazareth....................... 686 Ludwig Strauß, In memoriam Fritz Mordechai Kaufmann............. 374 Arjeh Tartakower, Palästinas Eintritt in die moderne Weltwirtschaft....... 588 — Bodenfrage und Bodenpolitik in Palästina..................... 728 Rudolf Valsonok, Die Tendenzen der jüdischen Wirtschaftsgeschichte und das östliche Judentum................................... 101 Robert Weiß, Zur Schichtengliederung der israelitisch-jüdischen Gesellschaft..... 337 Meir Wiener, Die orientalische Metapher..................... 167 Alfred Wolfenstein, Jüdisches Wesen und Dichtertum ............. 428 Arnold Zweig, Der Antisemitismus und die deutsche Jugend........... 137 — Papst, Judentum, Palästina....................... 723

  6. 1920-01-01 · Heft 1 · p. 1 · In später Stunde

    MARTIN BUBER / IN SPÄTER STUNDE Nun, da uns in später Stunde, anderthalb Jahre nach dem Abschluß des Kriegs, mitgeteilt wird, daß in San Remo Großbritannien das „Mandat" für Palästina % erteilt, die Balfoursche Deklaration dem Friedensvertrag mit der Türkei einverleibt und England beauftragt wurde, in dem für Palästina auszuarbeitenden Statut die Errichtung einer nationalen Heimstätte für die Juden sicherzustellen, — nun können wir nicht mehr jubeln. Wir sind in anderthalb Jahren, in denen wir, zur Untätigkeit gezwungen, den Ausgang des Hadems und Feilschens erwarteten, während jede Stunde dieser europäischen Richtungslosigkeit die Luft in Palästina mehr und mehr vergiftete, wir sind in anderthalb Jahren der kalten Pein still geworden. Aber endgültig haben wir in den letzten Wochen das Jubeln verlernt, als in Jerusalem, im dritten Jahr nach der Deklaration und im ersten nach Versailles, von der englischen Lokalverwaltung begünstigt, der dreitägige Pogrom sich ereignete, dessen Gedächtnis nicht allein aus dem großen Memorbuch des jüdischen Martyriums, dessen grausamste Inschrift er bildet, sondern auch aus den Annalen der britischen Weltherrschaft nicht mehr zu tilgen sein wird.

  7. 1921-01-01 · Editorial · p. 2

    Diesendruck, Zur Psychologie^des Karlsbader Kongresses......126 — Robert Weltsch, Geschichte des Zionismus..........322 Volkswirtschaft: Statistisches: Osias Was c h i t z , Die Einwanderung nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika im Jahre 1920/21 .... 387 Arbeiterbewegung in Palästina: Walter P r e u ß , Neue Wege der Arbeiterschaft: Der Misrad........637 Sozialismus: Rudolf Samuel, 1. Walther Rathenau, 2. Gildensozialismus 630 Kolonisation: Salman Rubaschow, Die landwirtschaftlichen Kwuzoth in Palästina............185 — Julian Silberbusch, Die Berschader Kooperative......444 — S. Jawneeü, Grundsätzliches zur Siedlungsarbeit........578 — Josef Rabinowitz, Das Gemeinschafts- und Wirtschaftsleben in der Siedlungsgenossenschaft von Merchawjah.............694 Frauenfragen: Berta Lask, Helene Hanna Cohn: „Frauenfragen in Palästina" .............128 — Helene Hanna Cohn, Zur Frage der Frauenarbeit ...... 380 Berichte von jüdischem Leben: Hans Kohn, Die Juden in Bulgarien. . 126 — HeleneHannaCohn, Kunstausstellungen in Jerusalem .... 583 — Abraham Hurwitz, Die Juden in Finnland........704 Moderne hebräische Literatur: Simon Rawidowitz: Einleitende Uebersicht........i.....324 II.

  8. 1921-01-01 · Heft 8 · p. 512 · Die Lage

    Der Beweis, den Martin Buber in seinen Aufsätzen „Zur Klärung" und „Streiflichter**) wie in der Zitatensammlung „Das wirtschaftspolitische Interesse an Palästina"**) für seine von mir angefochtene Anschauung antreten will, ist, soweit er sich auf das Historische bezieht, ein Indizienbeweis. … Wir .haben, wenn wir der Wirklichkeit ins Gesicht blicken wollen, von England in Palästina auch künftighin nicht mehr zu erwarten als heute und man weiß, was das bedeutet: Gleichberechtigung mit den Arabern, aber kaum ein Vorrecht, das uns unsere Aufgabe erleichtern könnte.

  9. 1920-01-01 · Heft 8-9 · p. 533 · Kolonisation

    Es ist ein schönes Ziel, das die Achusa Commonwealth anstrebt, wenn sie nicht nur die geistigen, sondern auch die materiellen Interessen jedes Juden mit Palästina verbinden will. Daß sie aber dies gerade auf dem Wege des Bodenerwerbs in Palästina tut, zeigt, daß sie das wahre Wesen der Bodenfrage in Palästina nicht erfaßt hat, sonst könnte sie nicht in diese unlöslichen Widersprüche geraten. Die Gefahrseiten, die ein solches Unterfangen hat, wenn ein großer Teil des Bodens Palästinas im privaten Besitz einer Gesellschaft ist, von der jedes einzelne Mitglied dann rein materielle Interessen an der Sache haben kann und dessen Direktorium die höchste Instanz für die ganze Siedlung in Palästina ist, liegen auf der Hand. Viel gefährlicher aber ist noch die durch diese Theorien verursachte Verschwommenheit des Begriffs der Nationalisierung des Palästina-Bodens.

  10. 1919-01-01 · Editorial · p. 1

    499 Jizchak Epstein, Israel und seine Sprache.................... 322 Oslcar Epstein, Die Grundlagen der jüdischen Schule in Palästina ,t........ 119 — Die jüdische Wiedergeburt und die Sozialdemokratie.............. 19° Arjeh David Friedmann, Ein nationales Volksgesundheitsamt .......... 492 N. … I ................... 481 Eugen Hoeflich, Der Berg des Hindernisses................... . 480 S, Jabneeli, Die Hebraisierung des Volkes..................... 44^ Josef Kastein, Mesusoth............................. 233 Berl Katznelsohn, Die Sache des Landarbeiters.................. 109 Erwin Kohn, Zur Frage der Reproduktivierung.................. 529 Hans Kohn, Perspektiven............................. 488 Siegfried Lehmann, Über die Grundlagen eines jüdischen Gemeinwesens in Palästina 11 — Die Stellung der westjüdischen Jugend zum Volke............... 207 Julius Levinsohn, Moses Mendelssohn...................... 465 — Das Prinzip der Entwicklung in der jüdischen Geschichte........... 169 Emil Levy, Israel-Homunculus ........................... 378 E.

  11. 1916-10-01 · Heft 7 (Oktober 1916) · p. 1

    Salman, Die jüdische Selbstverwaltung im polnischen Staate / Lazar Abramson, Die ostjüdische Gemeinde / Hillel Zeitlin, Aufgaben der polnischen Juden / Adolf Böhm, Jüdische Positionen in Palästina / Oskar Epstein, Grundsätzliches zur zionistischen Gegenwartsarbeit / Salomon Lehnert, Jüdische Volksarbeit / Arno Nadel, Jüdische Volkslieder: Religiöse Lieder 1 / Martin Buber, Chassidisches. Juniheft: Julius Berger, Deutsche Juden und polnische Juden / Hermann Cohen, Der polnische Jude / Herman Glenn, Unsere Sonderstellung / Jakob Leszczynski, Fragen des ost jüdischen Wirtschaftslebens i. 2. / Curt Nawratzki, Die wirtschaftlichen Lehren des Krieges für Palästina / Siegfried Bernfeld, Zum Problem der jüdischen Erziehung / ArnoNadel, JüdischeVolkslieder:ReligiöseLieder2/F.Lachower, Scholem-Alejchem.

  12. 1921-01-01 · Heft 8 · p. 515 · Nachbemerkung

    Die Frage nach dem Vorteil der zionistischen Bewegung zur Legitimierung des englischen Anspruchs auf Palästina erledigt Kaznelson durch die einfache Gegenfrage, warum England dann die andern Mandate erlangt habe, ohne einer solchen Legitimierung zu bedürfen. … B. auf das bekannte Werk von Verney undDambmann, aus dessen Studium sich unanzweifelbar ergibt, daß in Palästina eine vielfältige Rivalität der Interessen bestand, mit der sich keine in einem andern Land auch nur vergleichen ließe.

  13. 1916-08-01 · Heft 5 (August 1916) · p. 1

    Inhalt: Martin Buber, Begriffe und Wirklichkeit......................281 MaxRosenfeld, Für eine nationale Autonomie der J uden in Österreich 290 Jakob Leszczynski, FragendesostjüdischenWirtschaftslebens5.6. 298 Davis Trietsch, Ein Maximalprogramm der jüdischen Kolonisation in Palästina............................................301 Engelbert Pernerstorfer, Zur Judenfrage ..................3°8 R. Seligmann, Einige Worte über Hermann Cohen..............316 Alfred Lemm, Großstadtunkultur und Juden ..................319 Arno Nadel, Jüdische Volkslieder: Religiöse Lieder 4............326 Bemerkungen: Julius Bab, Das doppelte Gesicht / Oskar Baum, Das Arbeiterproblem / Paul Friedländer, „Jude" als Schimpfwort / Max Brod, Jüdische Volksmelodien. Daten und Materialien: Ein neues Besiedlungsschema für Palästina. Alle Sendungen redaktioneller Art sind zu richten an den Herausgeber Dr. Martin Buber, Heppenheima.d. Bergstraße (Hessen).

  14. 1916-01-01 · Editorial · p. 1

    Bodenheimer, Das jüdische Volk und seine Parteien............. 582 Adolf Böhm, Jüdische Positionen in Palästina................... 93 Max Brod, Erfahrungen im ostjüdischen Schulwerk................. 32 — Unsere Literaten und die Gemeinschaft.................... 457 — Franz Werfeis „Christliche Sendung"..................... 717 Martin Buber, Die Losung............................ 1 — Das Gestaltende................................ 68 — Chassidisches.............................122, 559, 622 — Begriffe und Wirklichkeit. … Gordon, Arbeit............................... 37 — Briefe aus Palästina.........................643, 728, 794 S. A. Horodezky, Vom Gemeinschaftsleben der Chassidim...........591, 649 Rabbi Jakob aus Dubno und Rabbi Abraham Dow Flohm, Kinderpredigten ... 480

  15. 1916-09-01 · Heft 6 (September 1916) · p. 1

    . / Davis Trietsch, Ein Maximalprogramm der jüdischen Kolonisation in Palästina / Engelbert Pernerstorfer, Zur Judenfrage / R. Seligmann, Einige Worte über Hermann Cohen / Alfred Lemm, Großstadtunkultur und Juden / Arno Nadel, Jüdische Volkslieder: Religiöse Lieder 4 / Julius Bab, Das doppelte Gesicht / Oskar Baum, Das Arbeiterproblem / Paul Friedländer, „Jude" als Schimpfwort / Max Brod, Jüdische Volksmelodien / Ein neues Besiedlungsschema für Palästina.

  16. 1917-02-01 · Heft 11 (Februar 1917) · p. 1

    Inhalt des Januarheftes: Martin Buber, Ein Heldenbuch / A. D. Gordon, Briefe aus Palästina. Erster und zweiter Brief / S. A. Horodezky, Von Gemeinschaftsleben der Chassidim3-6 (Schluß) / Franz Sachs, Von deutschen Jüdinnen / R. … N., Zur polnischen Judenfrage / Martin Buber, Thesen über Kulturarbeit und Gemeinschaftsleben / Oskar Epstein, Zum zionistischen Delegiertentag / A.D. Gordon, Vierter Brief aus Palästina / Edmund Müller, Solowieffs Gedanken über das Judentum / Karl Nötzel, Vom Moskauer Juden / Gerhard Scholem, Jüdische Jugendbewegung / Rafael Seligmann, ,,Die goldene Kette" / Henoch Sohar, Die religiöse Forderung des jüdischen Nationalgedankens.

  17. 1923-01-01 · Editorial · p. 1

    INH ALTSVERZEICHNIS Achad Haam, Wahrheit aus Palästina....................... 257 Paul Amann, Die Lebensprobe (Zur Kritik der politischen Einsicht des nationalbewußten Judentums in Deutschland)........................... 65 Oskar Baum, Die jüdische Gefahr ........................ 416 Moses Beilinson, Kongreßnotizen......................-. . 570 Heinrich Berl, Die Wiederherstellbarkeit der althebräischen Vokalmusik...... 528 ChaimNachman Bialik, Der Morgen meines Lebens.............. 651 Martin Buber, Eine Vorrede . ......................... 129 — Die Vertretung................................. 385 — Eine neue Lehre................................ 654 — Chassidische Schriftdeutungen.......................... 727 Hermann Cohen, Das soziale Ideal bei Piaton und den Propheten ......... 618 Markus Ehrenpreis, Meine Kongreßrede.................... 389 Max Eschelbacher, Thorastudium und Berufsarbeit ............... 134 Jakob Fichmann, Zwei Eiferer......................... 5*7 Robert Arnold Fritzsche, Hermann Cohen.................. 429 Herman Glenn, Die Kolonisationspolitik der Jewish Agency ........... 673 Nahum Goldmann, Der dreizehnte Zionistenkongreß und die Zukunft des Zionismus 561 E u g en Hoeflich, Die Rechabiter........................ 637 August Homburger, Über Rationalismus und Sentimentalität in der jüdischen Jugenderziehung.................................... 214 Victor Jacobson, Palästina im Rahmen des nahen Orients............. *93 Oskar Karbach, Das Oktroy der jüdischen Emanzipation.............. 72 — Der größere Zionismus.............................. 4°S — Die Juden als konservatives Element....................... 5$l - Rachel Kaznelson, Zwischen zwei Sprachen .................. 439 Hans Kohn, Zur Geschichte der zionistischen Ideologie ............... 32* David Kotgen, Im Lande der Seligen....................... 13 — Auszug....................................77» *58 — Wiederkunft des Gleichen ........................... 206 Julius Levinsohn, Saul............................ 691 Berl Locker, Ostgalizien............................. 146 Josef Lurje, Der Zionismus und die Erziehungsarbeit................ 396 Eugen Mayer, Steuer fragen in Erez-Israel .................... 142 Arno Nadel, Jüdische Musik............................ 227 Alfons Paquet, Die Völker und die Juden.................... 497 Siegfried van Praag, Alexandre Weill...................... 681 Joseph Prager, Verdrängung und Durchbruch in der jüdischen Seele........ 675 Walter Preuß, Die Legion der Arbeit....................... 1 Samuel Rappaport, Aus dem religiösen Leben der Ostjuden .......281, 335, 704 Hugo Rosenthal, Der Sabbath ......................... 714 Franz Rosenzweig, Gelobt!'

  18. 1928-01-01 · 1 (1928) Sonderheft zu Martin Bubers fünfzigstem Geburtstag · p. 3 · Martin Buber, ein Mann von fünfzig Jahren

    Zionismus war ein echtes Großreinmachen von allen Nöten und Unhaltbarkeiten der damaligen Zeit: Juden sollten sich zunächst einmal als Juden deklarieren, sich zunächst einmal um das Jüdische kümmern, es zunächst einmal im einzelnen Juden und in der Welt geraderichten: und zwar, indem normale Verhältnisse für das Jüdischsein dort geschaffen wurden, wo Jüdischsein hundertprozentig heimberechtigt schien: in Palästina, auf hebräisch, in sozialistisch-gerechter, bodennaher Lebensführung. Kümmerten sich Juden um Nicht jüdisches — ihr Anspruch darauf war unbestreitbar —, so kam auf lange Sicht etwas Achtbares dabei zustande. … Im Spektrum der Weltfarben sollte die jüdische Farbe wieder voll aufleuchten, unbeengt vom Grau des großen Genierens, und da nur von Grund auf etwas gewollt und vollbracht werden konnte, weil im starren Vorkriegseuropa einfach nur der radikale und völlige Aufbruch, Ausbruch, Abbruch fruchtbar, ja möglich schien, sollte ein Beispiel gegeben werden allen Freunden und Sehnsüchtigen gesünderer Lebenszustände; die Lösung Palästina sollte ein Vor- Fall allgemeinerer revolutionärer Kolonisation sein, der Auszug aus der fehlgegangenen Zivilisation, die im Kriege zu münden die Bestimmung hatte — die sie ja auch nicht verfehlte.

  19. 1918-01-01 · Heft 12 · p. 546 · Vor der Entscheidung

    546 Amitai: nichts zu schaffen haben wollen, haben wir lediglich dadurch zum Ausdruck zu bringen: erstens, daß wir uns aller „äußeren Politik" enthalten — bis auf die Schritte und Maßnahmen, die erforderlich sind, um ein dauerndes freundschaftliches Einvernehmen mit den Arabern auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens, ja eine umfassende brüderliche Solidarität herbeizuführen und zu erhalten; zweitens, daß wir unsere wirtschaftliche und soziale Ordnung von den Postulaten unseres uns von den Urvätern überlieferten und unsern Geist durchwaltenden Strebens nach Gerechtigkeit und Gemeinschaftlichkeit, sowie von den besonderen Anforderungen unseres Volkswesens und der Landesnatur Palästinas bestimmen lassen, nicht aber von den Wünschen und etwaigen Anerbietungen des machtstrotzenden und doch bald untergangsreifen englisch-amerikanischen Kapitalismus; drittens, daß wir bei der Begründung unserer kulturellen Institutionen einzig darauf bedacht sind, die schöpferischen Kräfte des Judentums zu fördern, dabei allen guten Anregungen Europas zugänglich bleiben, uns aber hüten, die vielgepriesenen, unserem und allem neuen Menschentum jedoch unangemessenen Einrichtungen westlicher Erziehung und westlicher Lebensführung respektvoll zu übernehmen, und im übrigen dessen eingedenk bleiben, daß wir ein semitischer Stamm sind und Palästina ein vorderasiatisches Land ist. 5- Chaim Weizmann hat vor dem Zehnerausschuß der Friedenskonferenz den aufrechten Ausspruch getan, Palästina solle den Juden gehören, wie England den Engländern und Amerika den Amerikanern.

  20. 1916-10-01 · Heft 7 (Oktober 1916) · p. 425 · Zion, der Staat und die Menschheit

    Cohen redet nicht nur an mir vorbei, er liest auch an mir vorbei. Es hieß etwa in meinem Brief: „Wir wollen Palästina nicht ,für die Juden': wir wollen es für die Menschheit, denn wir wollen es für die Verwirklichung des Judentums". … Davon steht bei mir nichts und kein Also kann es aus meinen Worten folgern, sondern sie besagen für jeden, der sie unbefangen liest: Damit das Judentum verwirklicht werde, d. h. damit es seinen Dienst an der Menschheit wahrhaft vollziehen könne, muß es seine Kraft in Palästina einsammeln und fruchtbar machen. Die Menschheit braucht das Juden- Heft 7. 30