Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 13 (31.3.1938)
- Date
- 1938-03-31
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife '4 C-V.-Zefom3 Nr. 13 * 31. Marz 1938 standen, 'wurden, wie eich jetzt übersehen lässt, in Warschau über 50 Juden verletzt. Die 'Angreifer waren Jugendliche. Die Polizei hatte umfangreiche Massnahmen-'zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffen. Sowohl der Abgeordnete Rubinstein als auch der Senator Trockenheim sprachen im Verlauf des vergangenen Sonntags wiederholt beim Ministerpräsidenten Slawoj Skladkowski und bei anderen Polsterwaren Eigene Werkst. Umarbeitung Weissensee, Berliner Aliee 255 56 SS 58 staatlichen Stellen vor. Es wurde die Versicherung abgegeben, dass die Regierung alles tun werde, um die Ruhe aufrechtzuerhalten. In Wilna wurde gegen das Haus des Arztes Dr. Wolf söhn eine Bombe geschleudert. Der jüdische Friedhof in L o ni z a wurde verwüstet. Ungarn Am 23. März fand im Abgeordnetenhaus eine Debatte über die Wahlrei'orm statt. Der Abgeordnete M a k k a i stellte auf Grund einer Entscbliessung der Partei der Nationalen Einheit den Antrag, sofort eine Kommission zu ernennen, welche die Regierung bei dem Studium der Judenfrage und bei der Lösung dieses Problems unterstützen solle. Zu diesem Antrag äusserten sich sofort der Abgeordnete der Unabhängigen Kleinen Landwirte Dr. Dezsö Sulyok und am darauffolgenden Tage der frühere Ministerpräsident Graf Stefan B et Ilten. Sulyok wies auf die besonderen Verdienste hin, die sich das ungarische Judentum auf allen Gebieten für den Staat erworben habe. Man könne sich nicht auf den Standpunkt stellen, der Mohr habe seine Schuldigkeit gc- . tan. er könne gehen. Da auch von Regierungsseite die Existenz einer .Judenfrage zugegeben werde, so müsse die Regierung ihrerseits Vorschläge unterhreilen, die dem unsicheren Zustand ein Ende bereiteten und sich mit äex Würde des Landes vertrügen. Er werde seinerseits beantragen, die Regierung möge späte- . steus bis zum 30. Juni dem Haus einen Gesetz- Ä Willy Better,Mr,Hw"4w8fr-,3 53 33 71 tmottuns.Auf&cwahrur.gelc enfwurf über die Rechtsverhältnisse der ungarischen Staatsbürger jüdischen Glaubens unterbreiten. Bethlen sagte u. a.. die Regierung sei, nachdem sie die Judenfrage aufgeworfen habe, verpflichtet, diejenigen Mittel zu nennen, mit denen die Frage unier Wahrung von Gesetz. Recht und. Verfassung gelöst werden könne. Man dürfe die Lösung weder vertagen noch mit gewaltsamen Mitteln durchführen, Ein radikalisierLes Ungarn werde nicht die Kraft aufbringen, den für das Land so notwendigen Lebensraum zu sichern. Die Regierung müsse einen Trennungsstrich zwischen ihren eigenen Absichten und jenen ziehen, die mit radikalen Mitteln das Land Gefahren aussetzten, denen es nicht gewachsen sei. Die Leistungen der ungarischen Juden für das Land könnten nicht übersehen werden. In der Öffentlichkeit und in der Presse hat die Debatte beträchtliches Aufsehen erregt. Der ..Pesler Lloyd" glaubt aus der Rede des Grafen Bethlen entnehmen zu können, dass die Regierung in Kürze mit praktischen Vorschlägen hervortreten werde. m MaSerar&eifen / Eduard Glaser Berlin XO 35, Greif Haider Strasse 88. 53 50 59. Zum Andenken an Wilhelm Vaszonyi, der 1917 als erster Jude Ungarns zum Justizminister ernannt worden war und in diesen Tagen 70 Jahre geworden wäre, veranstaltete die Partei der nationalen Demokraten eine Gedenkfeier, an der zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens teilnahmen. Der nichtiüdische frühere ReichstagsabgeordneteDr Tibor Farkas hielt die Gedenkrede. Alle Kräfte des Landes, so führte er narh einer Würdigung der konservativen Politik des Gefeierten aus, müssten sich im Wirken an der Erneuerung Ungarns zusammenfinden. Aus Brüssel wird gemeldet, dass der „Franqai Prize" in Höbe von einer halben Million Francs an den jüdischen Professor der Brüsseler Universität, M. Jacques Errera. für seine Forschungen über die Natur der Moleküle gefallen ist. Das Komitee, welches den Preis zu verteilen hat, besteht aus den Professoren Sidgwick (Oxford), Professor Debye (Holland), Professor Manneback (Loewen) und Professor Rosenfeld (Lieges). Der Familie Errera entstammen u. a. auch die Professoren Leo Abraham Errera, der bekannte Botaniker, und Professor Paul Josef Errera, der angesehene Jurist. Aus der C.-V.-Ärbeit Am 21., 22. und 23. März sprach der Jugenddezernent des Jüdischen Centrai-Vereins, Günter Friedländer, Berlin, in den Gemeinden 31 i n d c n b u r g (Leitung Rechtsanwalt Martin L e n i s c h ü t zf, Reuthen (Leitung Dr. I. J a - k o b o w i t z) und G 1 e i w i t z (Leitung Rechtsanwalt Ernst Kohn) über ..Beruf und Auswanderung". Die Versammlungen waren alle gut besucht, die Ausführungen fanden vor allem auch das Ohr der zahlreich erschienenen Jugend. C.-V.-KuHuxarbeit in Oberschiesien. Am 29. März. 20 Uhr 45 Mm. wird im Gemeinde- Sitzungssaal in Gleiwitz unter Leitung von Dr. Hans " Z e r n i k die Aussprache über das Thema „Der Einfluss der Wüste auf die Gestaltung des jüdischen Monotheismus" fortgesetzt. Der Pentateuch ist mitzubringen. Diaspora - Zerstreuung Von Rabbiner Dr. Ignaz Maybaum Im Rahmen des von der W e 11 v e r e l n i - srung für das r e H g i ö s -1 i b e r a I e Judentum alljährlich veranstalteten religiösen Jugendtages findet auch in Berlin am 3. April eine religiöse Jugendfeier statt, die^von der Jüdischen Gemeinde zusammen mit der Vereinigung für das religiös-liberale Judentum in der Synagoge Friedenstempel, Markgraf-Albrecht-Strasse 11/12, am 3.1 April. 11,30 Uhr vormittags, veranstaltet wird. Die Feier steht unter dem Gedanken: „Aufbruch im Glauben.'- Rabbiner Dr. Maybaum wird über dieses Thema sprechen. Die Ansprache wird von Gesängen der Jüdischen Sängerknaben unter Leitung von Robert A 11 und Orgelspiel von Hans Samuel umrahmt sein. Der Sprechchor der Jugendpflege, Abteilung -Süden, spricht „Aufruf" von Manfred Sturmann. Dr. Maybaum stellte uns freundlicherweise seine Gedanken zu diesem Tage zum Abdruck zur Verfügung. Wir entnehmen seinen Ausführungen die nachstehenden Teile. Die Redaktion. Wir leben in der Zerstreuung, in der Diaspora, im Galut. Das wisesn wir nicht erst seit heute. Aber wir haben allen Grund, uns mit dieser alten Schicksalstatsache der Diaspora neu auseinanderzusetzen. Denn vor unsern Augen entsieht eine Diaspora. Das Judentum in Deutschland war eine Gemeinschaft, die durch ein starkes Netz von Gruppenbildungen aller Art zusammengehalten wurde, von den verschiedenen Jugendvereinigungen bis zu einer Vereinigung vom Typus der Cbewra kadischa, von den Literaturvereinigungen bis zu der eigentlichen Religionsgemeinde, von den verschiedenen Geselligkeitsvereinigungen bis zum ..Centraiverein" . und der „Zionistischen Vereinigung''. Es war eine mit zahlreichen Armen die Gemeinschaft umfassende Organisation, und hier können wir ausebaulich sehen, dass Organisation nichts Totes, nichts Bürokratisches sein muss. sondern lebendiger Wille des Menschenherzens sein kann, das sich den Weg zum Bruder sucht und Gemeinschaft mit ihm aufrechterhält. Diese Gemeinschaft des Judentums aus Deutschland ist zerstreut in alle Teile der Welt. Wir wissen jetzt, was das heissi: Zerstreuung, Diaspora. Wissen wir auch, wie sich das Judentum der Diaspora gegenüber verhielt? Die grosse Leistung des pharisäischen Judentums, also des rabbinischen Judentums, also des Judentums, das für uns trotz der liberalen und zionistischen Epoche das gültige ist, war diese: Die Diaspora wurde organisiert. Es wurde bewirkt, dass das Volk der Zerslreuung ein Volk sein konnte, eine innig miteinander zusammenhängende Gemeinde. Man sage nicht, dass man damals, zur Zeit der Pharisäer, eine Zerstreuung des jüdischen Volkes nicht in dem Masse kannte, wie dies heute der Fall ist. Die Zerstreuung damals erstreckte sich im Räume des Mitteimeergebietes, und dieser Raum hing noch in sich zusammen. Heute dagegen erstreckt sich die Zerstreuung des jüdischen Volkes über die ganze Welt. Aber man muss doch bedenken, dass die Entfernung von Babylon bis nach Palästina — für uns heutige eine Entfernung von wenigen Stunden — damals dasselbe bedeutete, wie heute eine Entfernung von Berlin nach Palästina. Und Italien zur Zeit der Römerherrschaft, da die jüdischen Gemeinden von der pharisäischen Organisation der Diaspora mit erfasst wurden, war zu jener Zeit von Palästina so weit, wie heute die Länder der Uebersee von Europa entfernt sind. Wenn einst das Mittelmeergebiet der Ort der jüdischen Zerstreuung war, beute die ganze Welt der Raum ist, über den Juden zerstreut sind, so hat sich an der Aufgabe nichts geändert. Sie ist nicht schwerer geworden, denn wir haben heute andere technische Möglichkeiten, den Raum zu überwinden. Der Brief Jeremias von Jerusalem nach Babylon brauchte Monate, bis er sein Ziel erreichte. In viel kürzerer Zeit waren die Verhandlungen zwischen dem Judentum Südafrikas und den Berliner jüdischen Stellen erledigt, so dass unmittelbar vor der Einwanderungssperre noch mit der „Stuttgart" Hunderte von jüdischen Familien ins Land gebracht werden konnten. Die Aufgabe, die Diaspora zu . organisieren, ist aber auch nicht leichter geworden. Als ein über die ganze Welt zerstreutes Volk ein Volk zu sein, eine Gemeinschaft zu sein, die miteinander verbunden ist, wie es eben eine Gemeinschaft ist, das ist die jüdische Aufgabe. Das Judentum hat zu allen Zeiten diese Aufgabe als lösbar angeschen. Das Judentum ist gerade darin Judentum, dass es die Fähigkeit hat, als Volk der Zerstreuung eine Einheit zu sein. Man könnte sagen, das ist eine Aufgabe für die Menschen unter uns, die in unserer Gemeinschaft führende und leitende Stellung einnehmen. Das ist gewiss richtig. Aber was der einzelne dazu beitragen muss, das ist die Treue. Durch das gleiche hebräische Giaubenswort, aber auch durch die helfende Tat, mit der der Jude in einem Teil der Weit den notleidenden Teilen der Diaspora beisteht, sind wir über die weiten Räume hinweg eine zusammenhängende Gemeinde. Vor allem aber sind wir über die weiten Räume hinweg eine Gemeinde, weil wir aus der gleichen Vergangenheit leben. Die jüdische Geschichte, diese von Propheten uud Märtyrern gestaltete Geschichte, diese Geschichte, die unser Adel ist. ist der gemeinsame Mutterboden, aus dem wir wachsen, wir hier, jene dort Und weil die jüdische Geschichte, von der Bibel angefangen bis in die Gegenwart, unsere gemeinsame Heimat bleibt, bleiben wir eine Gemeinschaft, ob der eine Teil dieser Gemeinschaft in diesem Klima, der andere in jenem Klima lebt. Unsere Geschichte ist unser Adel. Dieses stolze Wort begleitet jeden von uns, der in die Welt hinauszieht. Auch der, der leer von Hause fort muss, kann ein Erbe sein. Caesar Seligmann Zu seiner Entpflichtung als Rabbiner Ende dieses Monats wird Dr. Caesar Seligmann, Rabbiner in der Gemeinde Frankfurt a. M.. entpfliebtet. Au diesem Zeitpunkt sind es gerade 50 Jahre, dass er sein erstes rabbinisches Amt am Hamburger Tempel antrat. Seligmann gehörte von Anfang an zur religiösliberalen Richtung, d. h. zu der Richtung, die Judentum nicht als etwas Fertiges und Abgeschlossenes erachtet,- sondern es als in den steten Fiuss der Entwicklung hineingestellt empfindet. Er war nie Parteirabbiner, er hat stets das Ganze des Judentums vor Augen gehabt, er war nie blind für die Fehler, die gemacht worden sind, und hatte Verständnis für Art und Recht der Orthodoxie. Hat er doch selbst in seiner grundlegenden „Geschichte der jüdischen Reformbewegung", in der er die Summe der Entwicklung im 19. Jahrhundert zog, darauf hingewiesen, wie falsch es war, dass man in ,.den Flegeljahren der Reform"1 auf die Bedürfnisse der Orthodoxen nicht gebührend Rücksicht nahm. Er hat in einem Referat, mit dem er im Dezember aus seinem lange Jahre geführten Amt als Vorsitzender der Vereinigung religiös-liberaler Rabbiner schied (Vgl. C.-V.- Zeitung Nr. 51 vorn 23. Dezember 1937). unter den in den letzten Jahren gemachten Fehlern auch den gerügt, dass sich die liberale „Laienweit" dem nationalem Gedanken im Judentum verschloss. Dieses Bekenntnis wrar nicht ein aus der Zeit geborenes, er blieb damit nur einer frühzeitig gewonnenen Erkenntnis treu, dass in allen jüdischen Seelenregungen unbewusst ein Gegebenens bestimmend ist, das nicht aus dem Verstand und der Erkenntnis stammt. Er .hat das, als von dem Kampf um Zionismus noch gar nicht die Rede war, als Prediger am Tempel in einer Predigt niedergelegt, in der er ausführte, dass man nicht aus dieser oder jener Erkenntnis heraus Jude ist. sondern einfach, weil man es ist und nichts anderes sein kann. Er hat das nicht mit dem Wort „national" benannt, sicher, weil er Judesein von jeder politischen Zwecksetzung und politischen Organisation fernhalten wollte, aber dass damit ein unbewussi Nationales bezeichnet ist, hat kein Geringerer als Achad Haam gespürt, der ganze Absätze aus dieser Predigt zum Beweise dafür zitiert, dass Einsichtige immer die Selbstverständlichkeit und Unmittelbarkeit des jüdischen Gefühls, sein Freisein von jedem Crund und jeder Zwecksetzung gewusst haben. Allerdings hat Achad Haam, merkwürdigerweise, den Namen des Autors, den er zitiert, nicht genannt, sondern nur von einem w-esteuropäischen Rabbiner gesprochen. Weil aber Seligmann um diese Dinge wusste und alle Regungen und Bestrebungen im Judentum der Gegenwart aus ihnen ableitete, hat er, was kaum bekannt ist, als erster den uns heute so geläufigen Ausdruck „Wille zum Judentum" geprägt. Ein Rabbiner, der so geartet ist, kann garnicht anders, als in all seinem Tun auf die Einheit bedacht sein. In diesem Streben nach Einheit gehört vor allem seine Führung' bei der Aufstellung der sogenannten „Richtlinien"; in ihnen kam vor allem der Wille zum Ausdruck, der Zersplitterung und dem schrankenlosen Subjektivismus der Vielen ein Ende zu machen. Dass jener Versuch damals an dem. Nichtverstehen der „Laien" scheiterte, ändert nichts an der Bedeutsamkeit des Wollens. Seligmann war der Wortführer in der Erarbeitung der Richt- Richtiinien und in dem Streit um sie. Was damals ausgesprochen und niedergelegt war, ist nicht verweht und verloren, es beginnt erst jetzt seine formende Bedeutung. Sein Einheitsstreben kam zum Ausdruck in der Initiative zur Gründung der Vereinigung für das religiös-liberale Judentum, deren Organ er Jahre hindurch klassisch geleitet hat, allen Stimmen Gehör gebend und imn\er auf die Innehaltung eines gehobenen Niveaus bedacht. Es kam weiterhin zum Ausdruck in der tätigen Mitarbeit an der Gründung der World Ü n i o n for progressive Judaism. In besonders wirksamer Weise aber äusserte es sich in der Initiative zur Herstellung eines Einheitsgebetbuches für religiösliberale Synagogen und^ in der leitenden Arbeit daran. Hier war aus der Arbeit der Reformatoren eines ganzen Jahrhunderts eine Summe gezogen, verhängnisvolle Fehler wurden ausgemerzt, Neues aus religiösem Geist geschaffen. Vorangegangen war die Schaffung eines Gebetbuches für die Bedürfnisse der Westend-Synagoge in Frankfurt a. M., die innerhalb der iiberalen Synagogen eine Sonderstellung einnimmt. Gerade aber mit dieser Synagoge und ihrem Gebetbuch die Hunderte und Tausende Entfremdeter heimgeholt und in die Synagoge zurückgeführt hat, wurde er ein 'mazdik horabbim, „einer der viele zur Bewährung anleitet". Wer jüdische Lehre vertreten will, andere für sie gewinnen. Schwankende befestigen, Verirrte heimholen will, darf sie nicht als ein abseits vom Leben Stehendes betrachten, im Gegenteil: er KALENDER Apri! 1938 Nissan 5698 2. Sonnabend t. Roscb Chodesch Nissan569S Wocbenabschnitt: Tasria 3. B, M. 12—13, Parscbat hachofcsch 2. B M. 12,1-20 Haftara: Jech. 45,1&-46,18 9, Sonnabend 8. Schabbat Hagadol. Wochen* abschnitt: Mszora 3. B. M. 14—15 Haftara: 2 Kön. 7,3-20 14. Donnerstag 13» Bodkin Chamez 15. Freitag 14- Erew Pessach (1. Seder* Abend) 1S. Sonnabend 15.1. Tag Pessach. Tora-Vorv lesung: 2. B. M". 12,21-51, 4. B.' M. 28,16—25 Haftara: Jos. 5,2-6,1 17. Sonntafl 16- 2. Tag Pessach Jora-Vor« lesung: 3. B. M. 22.26-23,44. 4. B. M. 28,16-25 Haftara: 2 Kön. 23,1-8, 21-25 1. Omer-Tag 18. Montag 17. 1. Halbfeiertag Pessach. Tora-Vorlesung: 2. B. M. 13,1-16. 4. B. M. 28,19-25 2. Omer-Tag 13. Dienstag 13- 2. Halbfeiertag Pessach. Tora-Vorlesung: 2. B. M. 22,24-23,19. 4. B. M. 28,19-25 3. Omer-Tag 20. MittWOCO 19- 3. Halbfeiertag Pessach, Tora-Vorlesung: 2. B. M. 34,1-26. 4. B. M. 28,19-25 4. Omer-Tag 21. Donnerstag 20. 4. Halbfeiertag Pessach. Tora-Vorlesung: 4. B. M. 9.1-14. 28,19-25 5. Omer-Tag Eruw Tawschüin 22. FreitSS 21 7. Pessach. Tora-Vorlesung: 2. B. M. 13,17-15.26 4. B. M. 28,19—25 Haftara: 2 Sam. 22 6. Omer-Tag 23. Sonnabend 22. 8. Tag Pessach. Tora-Vorlesung : 2. B. M. 14.22-16,17 4. B. M. 28.19-25 Haftara: Jes. 10,32-12,6 Schir haschirim. 7. Omer-Tag 38., Sonnabend 29. Wochenabschnitt: Achare mot 3. B. M. 16—18 Haftara: 1 Sana. 20,18-42 14. Omer-Tag t i; n t m * i i i: j f 111 ^! s i j i r 1 i j 11=; 11 i 11 n; 1 i j u s! 7: i i; i i j i; i m s 1; t; i;; e; 11; 1 i=i 111 f f w: 1?:; 11 ^; j i [ >: J i -i i: 11; i r; i i;; i m;-: i muss sie ständig den in der Welt um Herrschaft ringenden Gedauken gegenüberstellen und diese mit ihr sich auseinandersetzen lassen. Aus diesem, weit über eiue Kanzel hinausreichenden Bemühen ist seine in ein Buch zusammengefasste Vortragsreihe „Judentum und moderne Weltanschauung" entstanden, das in einer allerdings heute bereits wieder abgeklungenen Gedankenwelt die Auseinandersetzung des Judentums mit dem damaligen Weltdenken führte. Ueberflüssig, zu sagen, dass all diese jüdische Arbeit Seligmanns aus einer tiefen Frömmigkeit hervorging, für ihn handelte es sich bei ihr nie um irgendeine politische Doktrin, sondern um Judentum als religiöses Gebilde, als Erfüllung der Sehnsucht der SeeleD, als Mittel, dem jüdischen Menschen dazu zu verhelfen, dass er seine Seele und deren Sehnen entdeckte. Diese Frömmigkeit gab ihm die Kraft, über alle Enttäuschungen, die keinem leitenden Manne erspart bleiben, sich zu erheben und immer wieder den Kampf , um die Seelen und um die Wahrheit aufzunehmen. Wenn er jetzt von der äusseren Bürde des Amtes entpflichtet wird, so bedeutet das für ihn kein Aufhören in der Arbeit, vielmehr ein Freimachen seiner Kraft für alle Aufgaben, die er sich selbst noch stellen mag. Aller Wunsch ist es, dass ihm die Kraft und Frische dazu erhalten bleiben möge: ad meo weessrim schono. Max Dienemann. Amtsjubiläum von Max Eschelbachs Am 3. April blickt Dr. Max Eschelbacher aut eine 25jährige Tätigkeit als Rabbiner in D ü s s e 1 d 0 r f zurückT 1913 war er von Freiburg i. B. in die Grossgemeinde Düsseldorf berufen worden und wurde hier der Nachfolger von Dr. Leo Baeck. Die Düsseldorfer Gemeinde, die in Dr. Eschelbacher ihren aufopferungsvollen Seelsorger, ihren geistvollen Prediger und kenntnisreichen Lehrer verehrt, veranstaltet anlässlich des Jubiläums einen Festgottesdienst, um ihrem Rabbiner den Dank für seine segensreiche Arbeit auszusprechen. Dr. Eschelbacher wirkt seit langem in vielen jüdischen Spitzenorganisationen' an massgebender Stelle. Auch für die Arbeit des Jüdischen Centrai-Vereins hat er stets das lebhafteste Interesse gezeigt und sich ihm mit Wort und Schrift oft zur Verfügung gesteilt. Die C-V.-Zeitung zählt den Jubilar zu ihren wertvollsten Mitarbeitern; zahlreiche Aufsätze und Abhandlungen, vor allem aus dem Gebiet des jüdischen Rechts, Eschelbachers wissenschaftlichem Spezialgebiet — er ist bekanntlich Jurist und Theologe — sind an dieser Stelle erschienen. C.-V. und C.-V.-Zeitung schliessen sich gerne de. Reihe der vielen Gratulanten an, die Dr. Eschelbacher an seinem Ehrentage aufrichtig Glück wünschen. Jüdischer B«eh¥ertrleb Martin SERLIN-CHARLOTTENSURS, Sfi^WAKN«S?RASS£ 8 SSÜFs 96 1141 Bücher - üifyaSien - Seiiaiiplatfen VERSAND IN- UND AUS LAN 0