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M. Y. Ben-Gavriel: Palästina 1936 Elegie auf den Tod der Bäume Denkt ihr daran, wie wir die Steine hoben Und Löcher gruben in den harten Karst Des kahlen Berges?
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Neue Funde in Palästina zusammenhängenden Handwerksweisen herbeiführen werden: bei den Synagogen stieß man auf einzelne erhaltene Baureste; in der Katakombe aber, unter der Erde, vor dem natürlichen Verfall geschützt und, wenn auch von Kreuzfahrern durchstöbert und teilweise ausgeplündert., so doch vor der Zerstörung in Kriegen bewahrt, sind geschlossene Baustücke erhalten, an denen nun die Studien der Forscher besser ansetzen können. … Mit Spannung darf man dem Fortgang der Ausgrabungen sowie den weiteren Veröffentlichungen über die Resultate entgegensehen, zu denen ihre wissenschaftliche Verarbeitung führen wird. Das archäologische Material über Palästina, das vor wenigen Jahrzehnten noch ungemein dürftig war, wird immer reichhaltiger Es wird das Bild von den kulturellen Leistungen der Juden des Altertums vervollständigen und ihr Eigenes deutlicher erscheinen lassen.
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Alfred Wiener: Juden und Araber in Palästina I>er primitive Nationalismus. Und wird überhaupt die nationale Auffassung der jüdischen Einwanderer umzuformen sein? … Todestage", Berlin s. a. (1929) S. 25.— Ernste Beachtung verdienen die Bekenntoisse Moses Calvarys über das Verhältnis des Westjuden, insbesondere des deutschen Juden zum jüdischen Nationalismus, zum Volkstum, zu Palästina. (Jüdische Rundschau, Nr. 83, 22. Oktober 1929, S- 556.) Calvary schreibt unter dem Titel „D eutsche Juden in Palästina": „...
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M. Y. Ben-Gavriel: Engländer und Juden in Palästina Wiederholt wurde die Behauptung aufgestellt, eine Reihe von hohen englischen Beamten in Palästina seien antisemitisch eingestellt, dem jüdischen Element und seinen Forderungen durchaus abgeneigt und mit ihren Sympathien ungeteilt auf arabischer Seite.
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Aus dieser Grundstimmung ergibt sich eine von vornherein ablehnende Haltung gegen jedes Element, das nicht in das jahrhundertealte, von Beamtengeneration auf Beamtengeneration überlieferte Schema hineinpaßt. Palästina nun stellt eine in aller Kolonialgeschichte und Kolonialpraxis neuartige Konzeption eines Mandatsgebiets dar, also auch eine geschichtlich neuartige Aufgabe. … Der Beamte, der aus irgendeiner englischen Kolonie nach Palästina versetzt wird, ist gewohnt, mit Farbigen zu tun zu haben, die zu verstehen er sich nur soweit bemüht — wie jeder weiße Mann, der nicht gerade Forscher oder Detektiv ist —, als er es notwendig hat, um seinen Amtsbereich in Ordnung zu halten.
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So muß der englische Beamte also zu dem Schluß kommen, daß nur die Anwesenheit des jüdischen Elements im Land und die unglückselige Balfour-Deklaration das Regieren erschwere. Gäbe es nur Araber in Palästina, dann wäre der Dienst nicht anders als in irgendeiner Kolonie des Empire, es wäre eine reine unkomplizierte Frage der Macht und der Erhaltung der Macht. … Der Engländer in Palästina darf nicht über Juden und Arabern und auch nicht zwischen ihnen, sondern muß mit ihnen stehen. Das ist die einzige Möglichkeit für das Land und für das Empire. 420
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Es entstanden Kräfte, die auf die Ordnung der Dinge in Palästina, wenn auch indirekt, Einfluß nahmen, mit denen aber der Zionismus kaum mehr als durch gelegentliche Höfüchkeitstelegramme in Kontakt kam. … Die englische Regierung aber hat immer ein feines Ohr für die außenpolitischen Wünsche der indischen Moslemin gehabt und kommt solchen Wünschen sogar zuvor, wie die niemals dementierte Meldung zeigen kann, daß die indische Regierung auf den Plan einer Gesetzgebenden Versammlung in Palästina von bedeutendem Einfluß gewesen sei. Dazu kommt die Eigenart der englischen Regierungsmethoden in Palästina, die in dem doppelten Gesicht des Mandats begründet ist.
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IM KULTU Julius Bab: Kulturarbeit der deutschen Juden / Josef Kastein: Geheimnisvolle Welt / Unveröffentlichtes von Johann Jacoby, Gabriel Riesser, Franz Kafka / Ernst Simon: Von Palästina nach Deutschland / Erich Rott: Vom Kurfürstendamm nach En Charod / Friedrich Brodnitz: Schmelztiegel Palästina / Aufsätze über Jüdischen Journalismus / Disraeli-Lasalle / Figuren zwischen den Zeiten / Heinz Cohn: Neuordnung im jüdischen Schulwesen / Schulaufsätze: „Mein Berufswunsch und die Wirklichkeit" / Erziehungsfürsorge / Die Kleinstadtgemeinde. … / Erneuerung der Bibelwissenschaft / Max Wiener: Religion und Volkssitte / Max Grünewald: Autorität ESSAYS UNI Margarete Susman: Stifters Abdias / Michael Graupe: Stefan George / Berta Badt-Strauss: Solomon Schechter / Ludwig Feuchtwanger: Die Gestalt des „Verworfenen Juden" / Das gute jüdische Herz / Der Davidsschild / Das möblierte Zimmer. SONDE Jüdische Jugend / Deutschland und Palästina / Diaspora / Religiöse Fragen.
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Ignaz May bäum: Die geschichtliche Aufgabe des deutschen Judentums Martin Buber als Dank für Herrlingen Die entscheidende Kraft in der Palästina Wanderung des modernen Judentums rührt daher, daß hier ein geschichtliches Ziel der jüdischen Aktivität voranleuchtet Daß der Aufbau Palästinas für so viele ein beglückender Inhalt ist, läßt sich aus der wirtschaftlichen Bedeutung, wie groß diese auch sein mag, nicht erklären. … Anstatt dieser geschichtlichen Aufgabe pionierhaft entgegen zu gehen, ist es heute gang und gäbe, uns eine Gegenwart hinzustellen, die uns nicht gehört. Das deutsche Judentum ist mit Palästina verbunden. Aber deshalb darf das deutsche Judentum nicht seiner Gegenwart beraubt werden. Gegenwart hat nur der, der aus seiner eigenen Situation Zukunft erringen kann.
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Diese negative Funktion äußert sich am sichtbarsten dadurch, daß es die Eroberung des Arbeitsmarktes durch die jüdische Arbeiterschaft ebenso stört, wie es sein Gegenspieler, die bolschewistische Propagandazelle in Palästina, zu tun versucht. Damit ist aber das Problem der Strukturänderung in der Gesellschaft Palästinas natürlich keineswegs erschöpfend dargestellt. … Der Vorgang, den Europa seit fünfzig oder siebzig Jahren genau kennt, wiederholt sich in Palästina, wobei aber die Gefahr, anders als in Europa, über Nacht zu einer elementaren, die Gesamtwirtschaft in Frage stellenden werden kann.
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Anzeigen New York wohnen allein mehr als zehnmal soviel Juden denn in ganz Palästina, trotz unermüdlicher Agitation. Von den 887 000 Einwohnern der amtlichen Schätzung vom 1. September 1926 sind i58 000 Juden i7,8°/o, Christen 78000 8,8%, Mohammedaner 64i 000 72,270/0. Von Palästina als einem {'üdischen Lande kann also noch lange keine lede sein. Was im großen Publikum gleichfalls fast ganz unbekannt ist, das ist der Umstand, daß es in Palästina eine andere jüdische Kolonisation gibt, die vom Zionismus nichts wissen; will und nicht nur älter, sondern auch viel bedeutender als die zionistische ist.
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Die Lösung der fast unlösbaren Araber- oder Judenfrage in Palästina ist aber die Voraussetzung der Existenz Palästinas als geordnetes Gemeinschaftswesen. Über die axiomatische Wichtigkeit dieser Tatsache kann keine Prosperity, keine englische Besatzung und keine Pause in der Politik hinwegtäuschen. Es ist ausgeschlossen, daß auf die Dauer in ein und demselben Lebensraum zwei voneinander beinahe restlos getrennte Wirtschaftskörper existieren können, wie es sinnlos ist, den Versuch zu wagen, Palästina anders aus dem großen arabischen Lebensraum herausheben zu wollen denn als binationales, aber autonomes Gebiet innerhalb der künftigen großarabischen Union.
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Nie ist die Rede von der Liquidation der Judenstaatsidee, einer Idee, mit der der allgemeine Zionismus ideologisch im Grunde ebenso verbunden ist wie der' Revisionismus; diese Liquidation, sei das Resultat der politischen Ereignisse in Palästina wie auch immer, ist schon als Faktum sichtbar. Nie ist die Rede von der Krise, in die die jüdisch-nationale Ideologie geraten ist. Diese längst latente Krise konnte dadurch erkennbar werden, daß Palästina für die Raum suchende Auswanderung des heutigen Ausmaßes an Bedeutung immer geringer wird. Die jüdische öffentliche Meinung wird von jüdischen Politikern gemacht.
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Beide nahmen mit den patriarchalischen und halbpatriarchalischen, den arabischen und den „jüdischen" Wirtschaftsformen den Kampf auf: Palästina wurde Europa nahegerückt. Plötzlich trat überdies etwas ein, mit dem man, zumindest in diesem Umfang, in den Gründer jähren kaum gerechnet hatte. … Die Folge dieser Tatsache, über die, wie gesagt, die Schrittmacher der Idee, Palästina mit Juden zu besiedeln, sich ebenso wenig Sorgen gemacht hatten, wie etwa — um einen naheliegenden Vergleich heranzuziehen — über die sehr reale Existenz der Araber in Palästina, läßt sich etwa mit den Folgen der ersten Goldfunde in Klondyke vergleichen.
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Rousseau........ 249 Maybaum, Ignaz, Zionismus und Zionsliebe........ 510 Meyer, Edith L., Zwei Psalmen........... 118 Michael, Suse, Umgang mit sich selbst........ 111 Nußbaum, Max, Dialogische Geschichte......... 142 Ottenheimer, Hilde, Aschkenasim und Sefardim ...... 360 Prinz, Arthur, Am Wendepunkt .......... 405 ,, , ,. , Jüdische Wanderungspolitik heute und morgen . 53 Prinz, Joachim, Amerika — hast du es besser?....... 104 E. R.-J., Drama: Palästina........... .181 ,, . Vollendete Tatsachen............ 49 Reichmann-Jungmann, Eva, Gruß an Leo Baeck . . 416 Rein, Marianne, Regenwind (Gedicht) . . - ... . . . 503 Reißner, Hanns, Auswanderung — hundert Jahre später . . 287 Roenau, Ernst, Saekularisierung des Judentums....... 149 Rosenheim, Uri, Aus „Elegien einer Jugend" ....... 206 Rosenstock, Werner, Die subjektive Judenfrage...... 516 Rousseau, J. … Lunel...... . . - . 466 Schoeps, Hans Joachim, Zur jüdisch-religiösen Gegenwartssituation 98 Scholem, Gerhard, Kabbalaf orschungund jüdische Geschichtsschreibung 26 Seifensieder, Jakob, Marianne von Eybenberg . . . . . . . 123 Simon, Ernst, Die Bibel im neuen Palästina . ..... 325 Sinsheimer, Hermann, Alvaro Mendez — Herzog von Mytilene . . 241' Stillschweig, Kurt, Entwicklungslinien des Nationalismus . . 5. 59 , .. , Minoritätenproblem und Teilungsplan . . 185 Strauß, Eduard, Martin Buber . . . . . . . . . . . . 453 Slurmann, Manfred, Elegien . . . . 458 Swarsensky, Hardi, Ende der Bünde?
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Alles, was die letzten Jahre an historischem Geschehen zu verzeichnen haben, alle auf die Gestaltung dieses Problems bezüglichen politischen Ereignisse, ob sie sich als Gründung neuer Parteien, als englische Regierungsmaßnahmen oder als Kampfhandlungen wie die des Jahres 1929 darstellen, sind letzten Endes ohne Einfluß auf die Existenz des Problems selbst. Der Gegensatz zwischen Arabern und Juden in Palästina ist eine geschichtliche Tatsache, die nicht durch „bösen Willen", nicht durch eine vom Zaun gebrochene Agitation irgendeiner arabischen Partei und nicht durch Propaganda von Mächten, die England oder den Juden Schwierigkeiten bereiten wollen, hervorgerufen wurde. … Dazu führten weltpolitisch die rasend schnelle Entwicklung der arabischen Völker vom politischen Objekt zum Subjekt der Politik, lokalpolitisch — in Palästina — der plötzliche Zusammenstoß zweier Arten von Lebenshaltung, zweier Weltanschauungen und zweier Weltalter: einer mittelalterlich feudalen Latifundienherrschaft und eines fellachischen Kulitums mit den Juden als Trägern moderner ökonomischer Theorie und Praxis.
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Die Türkei der Nachkriegszeit löste sich, indem sie nicht nur ökonomisch, sondern auch kulturell sich zu verwestlichen strebt, programmatisch aus dem orientalischen Ideenkreis, während Syrien und der Irak, im Überschwang eines neuen arabischen Nationalismus, das Schwergewicht auf nationale, von europäischen Ideen nur peripher bestimmte, auch der Wirtschaft erst in zweiter Linie Rechnung tragende Konsolidierung legen. In Palästina versucht eine jüdische Nation sich im Rahmen einer mehr oder weniger unabhängigen Gemeinschaft neu zu konstituieren. Alle diese Bewegungen aber stellen, von Palästina abgesehen, nichts historisch Einzigartiges dar; denn was hier geschieht, vollzieht sich auch in anderen Teilen des asiatischen Kontinents.
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Aber dieses strahlende ehrliche Buch, das unbeirrbar mit den Methoden der modernen Geschichts- und Sprachwissenschaft, besonders der Archäologie arbeitet und unbefangen alle Positionen der alttestamentlichen Forschung prüft, verwirft und sich zu eigen macht, ist ein echt jüdisches Werk über die Bibel; wird doch darin auf Schritt und Tritt ein zwanzigjähriges reiches Leben in Palästina sichtbar. Diese langjährige Vertrautheit mit Land und Leuten gibt der Arbeit Auerbachs trotz ihrer rationalen Methode Farbe und Leben. Ganz anders als etwa das alte frühgeschichtliche Europa oder Amerika lebt in der Tat der alte Orient noch im heutigen, und was in den Büchern der Bibel zu lesen ist, gewinnt unmittelbare Verständlichkeit durch das, was in Palästina noch bis in die jüngste Vergangenheit vom Verfasser erlebt wurde. Es ist so, wie Auerbach selbst sagt — und das macht sein Bibelbuch zum jüdischen Buch: „Die Gewohnheiten des Nomaden und des Bauern, die Formen von Gesprach und Verhandlung, des Volkes Brauch, Glauben und Aberglauben sind noch die gleichen wie vor 3000 Jahren.
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Cohen, Assessor on the League of Nations Advisory Comittee on the Traffic in Women and Children, ergänzte die wertvollen Ausführungen durch einen interessanten Arbeitsbericht. Die Bedeutung der Kulturarbeit in Palästina wurde als zweites Thema der internationalen Angelegenheiten erörtert. Frau Anitta Müller- Cohen (Wien) entwarf mit agitatorischer Beredsamkeit ein Bild des werdenden Palästina und der Arbeit der 292
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/ Suse Michael, Umgang mit sich selbst / Edith L. Meyer» Zwei Psalmen / M. Y. ben GavrieL Palästina für empfindsame Reisende / Jakob Seifensieder, Marianne von Eybenberg / Presseschau / Glossen / Buchbesprechungen PHILO VERLAG UND BUCHHANDLUNG G.M.B.H..