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(An dieser Stelle geben wir gerne Zuschriften Raum, die in schicklichem Ton Angelegenheiten von allgemeinem Interesse oder gerechtfertigte Beschwerden enthalten. Die Redaction.) Curorle in Palästina. Ein hervorragendes und dankenswerthes Moment in den Colonisations- und Culturfragen Palästinas bietet das köstliche Klima und das Vorhandensein der zahlreichen Thermen. … Im Gegensätze dazu stellt er nun die Behauptung auf, daß die Juden schon vor Jahrtausenden in Palästina und Vorderafien eine Mischung mit indogermanischen Elementen und wahrscheineich auch mit Angehörigen der mongolischen Race eingegangen hätten.
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Wenn sich in den letzten Jahren durch die rege Propaganda der Zionisten die Meinung herausgebildet hatte, dass in diesem Lager die jüdischen Palästina-Bestrebungen den entschiedensten Ausdruck, ja eine last aggressive Form gefunden hätten, so war der letzte Zionisten- Kongress in Basel geeignet, diese Ansicht ganz und gar zu erschüttern. Schon vorher hatte sich nahezu allgemein in den Reihen der Zionisten der schwere Irrtum eingebürgert, als wäre Palästina ohne einen Charter kein Feld zionistischer Tätigkeit. Aber wenigstens war man doch der Ansicht gewesen, dass man dann auf Palästina warten müsse und dass alles zu bekämpfen sei, was auf andere Konzentrationen oder auf weitere Zerstreuung der Juden hinausliefe.
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Das klassische Beispiel eines jüdischen Kolonisten begegnete uns in Rechoboth in einem Manne, der jahrelang in einer altehrwürdigen Gemeinde in Süddeutschland als Klausrabbiner gewirkt hat.'1] Vor 13 Jahren, er stand bereits an der Schwelle des Alters, entschlossen sich er und seine Frau nach Palästina auszuwandern, um dort Bauern zu werden. Dieser inoffizielle Rabbiner von Rechoboth lehnt jede Titulierung ab. Er will nichts anderes sein und heissen als Bauer und fühlt sich in diesem Beruf glücklich und zufrieden.
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Von amerikanischen Juden ist dieses Institut mit einem Kapital von 20 000 Dollars gegründet und dafür ein jährliches Budget von 10 000 Dollars garantiert worden. Ihr Leiter ist der Botaniker Arons o n , der in Palästina den Urweizen entdeckt hat. Im Anschluss hieran sei das von N a t h a n S t r au s s zur Bekämpfung der Malaria in Palästina begründete und von Dr. … Mit Aronson nicht zu verwechseln ist der gleichfalls rühmlichst bekannte Zoologe A h r oni, der in Palästina viele bisher unbekannte Tierarten aufgefunden hat. Der Weg zwischen Atlit und K a i f a gehörte zu den schönsten Partien unserer Reise.
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487 .Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 488 zu ermessen, die diese jüdischen Kolonien für Palästina besitzen. Noch mehr aber bedeuten diese Leistungen für uns Juden im Abendland. … Geradeso wie es in unseren Grossstädten türkische, japanische und andere Basare gibt, würde sich auch mit Erfolg ein jüdischer halten lassen, in dem man die prächtigen gewerblichen Erzeugnisse des „Bezalel" und des übrigen jüdischen Palästina, ferner die bekannten Arbeiten der Juden in Damaskus u. a. zu kaufen bekäme. Gewiss, noch bescheiden ist, was bis jetzt in Neu-Palästina geschaffen worden, winzig, an amerikanischem Massstab gemessen, aber — es ist j ü d i s c h und eröffnet weite Perspektiven für die Zukunft des Judentums.
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459 Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 460 nach Palästina zogen und die Kolonie Katra gründeten. Er .besitzt mehrere russische Orden, darf seinen Sohn in Petersburg studieren lassen und gibt auch den Schiedsrichter ab bei den verschiedenen Prügeleien unter den Angehörigen der zahlreichen in Palästina vertretenen russischen religiösen Sekten. … Vom Postamt begibt man sich in das jüdische Gasthaus in Jaffa. Ueber das jüdische Hotelwesen in Palästina darf man das Urteil fällen, dass es jedem, der die jüdischen Speisewirtschaften anderwärts, z. B. in Italien, durchgekostet hat, eine angenehme Ueberraschung bereitet.
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Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 466; Der Jordan. (Spezialaufnshme für „Ost und West".) man einem Pärchen sonderbarer Nachtschwärmer. Man will nämlich die Nachtwächter kontrollieren.
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469 Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 470 Palmengarten in Rischon le Zion. (Spezialaurnalime für „Ost und West".) deren Anblick den Höhepunkt aller unserer Rciseein- Francs geschätzt wird. … Diese Kolonien sind eine mittelbare Wirkung zahlreichen, sehr schweren Opfern. Wenn man die Karte von Palästina überblickt, den ganzen Westen entlang südlich von Jaffa angefangen bis hinauf nach Kaifa, ferner die Gegend, rings um den Tiberias-See und nördlich davon bis hoch in den Libanon hinein, so sieht man. dass alle diese Gegenden mit einem Netz jüdischer Siedlungen überzogen sind, das sich zum Teil auch schon östlich über den Jordan hinauswagt.
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"473 Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 474 (8p e Rechoboth. Jüdische Kolonie. i laufnahme für „Ost und West melt Beiträge, die zu 6% verzinst werden. Oder man gibt .Aktien zu 500 Mark aus.
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Nr. 4 89 Gewinnaussichten, weil sich Tel-Awiw in nächster Zeit bis zum Meeresstrand erstrecken wird und das Hotel also nicht nur von der Touristensaison im Frühjahr, sondern auch von der Badesaison im Sommer profitieren könnte. Nähere Auskünfte können vom Palästina-Industrie-Syndikat, Berlin W15, Bleibtreustraße 34/35, oder von Herrn Dr. Arthur Ruppin in Jaffa eingeholt werden. … Februar findet im Herrenhause in Berlin die Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Malaria in Jerusalem statt, in deren öffentlicher Sitzung die ersten Autoritäten über die sanitären Verhältnisse in Palästina Bericht erstatten werden. Die Gesellschaft, deren Vorsitz die Herren Ministerialdirektor Kirchner, Oberhofmeister Freiherr v.
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Wir sind letzten Endes solidarisch mit j eder die Erdbewohner versittlichenden Kraft; wirkt sie ohne Nebenmotive rein, so muß sie mit uns parallel gehen. ARJEH TARTAKOWER / BODENFRAGE UND BODENPOLITIK IN PALÄSTINA Man kann ruhig behaupten, daß die Bodenfrage die zentrale Frage des palästinensischen Wirtschaftslebens der Gegenwart ist. Solange nicht diese Frage, die sich insbesondre im Lauf des letzten Jahrhunderts in unheilvollster Weise verwirrt hat, einer halbwegs befriedigenden Lösung entgegengeführt wird, kann von einer gesunden Entwicklung Palästinas keine Rede sein. Das' Land Palästina tritt in die neue Phase des wirtschaftlichen und politischen Lebens mit der Last einer Bodenfrage, wie sie an Schwere und Kompliziertheit wohl wenige Länder bisher zu tragen hatten.
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Geldsendungen für den zu bildenden Fonds: An die Redaktion der Zeitschrift: „Palästina'4 Berlin-Halensee. Ringbahnstr. 125. Berlin-Wien, 2. April 1902.
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127 128 DIE ENTDECKUNO VON JPALAESTINA. Von Martin Buber. Wie viele Juden haben Palästina in der Seele? Wohlgemerkt: nicht „die Heimstätte", sondern Palästina; und nicht im Geiste, sondern in der Seele. Oder noch deutlicher: wie viele Juden sehen Palästina? … Wir leben Man sollte hinfahren, nicht bloss „um Land und Leute kennen zu lernen", sondern um ein eigenes Palästina in die Seele zu bekommen. Das können freilich nur wenige. Jener Freund wollte daher nach Palästina gehen, um es in sich aufzunehmen?
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Dieser Weg ist das Bild im engeren Sinne: das Gemälde, die Zeichnuog, die Radierung. Die Maler haben bisher Palästina in der sogenannten orientalischen Manier gemalt, mit glühendem Farbenreichtum und unsäglicher Stimmungsarmut. Wir warten noch auf den Künstler, der uns ein jüdisch gesehenes Palästina geben wird. … Ich meine die Radierungen und Zeichnungen Hermann Strucks, die Adolf Friedemanns Buch „Reisebilder aus Palästina" (Verlag von 'Bruno Cassirer, Berlin 1904) begleiten. Ueber den Text zu sprechen, der instruktiv und gut geschrieben, von konkreter Sachlichkeit erfüllt und von einer starken'Gesinnung getragen ist, ist hier nicht der Ort.
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DREI PALÄSTINA-BILDWERKE. Palästina, 300 Bilder, Einleitung von Sven H e d i 11. Herausgegeben von Georg Landauer. Verlag Mayer & Jessen, München 1925. Preiß und Rohrbach, Palästina und das Ostjordanland, mit 210 Tiefdrucklafeln und 21 farbigen Bildern. Verlag Julius Hoffmann, Stuttgart 1925 Karl Gröber, Palästina, Arabien und Syrien, die Länder der heiligen Schrift, mit über 300 Abbildungen in Kupfertiefdruck.
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DATEN UND MATERIALIEN Ein neues Besiedlungsschema für Palästina Zu dem Aufsatz von Prof. Ballod, den Davis Trietsch in diesem Hefte bespricht, erhalten wir von J. Oettinger im Haag die nachstehenden, ergänzenden und berichtigenden Ausführungen. … Dazu kommt der spezielle Vorzug, daß die gesamten Niederschläge in Palästina in die Winterzeit fallen und dort den landwirtschaftlichen Kulturen in dieser Jahreszeit zugute kommen, während dies bei den klimatischen Verhältnissen Europas nicht der Fall sein könnte.
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Alfred Wiener: Juden und Araber in Palästina I>er primitive Nationalismus. Und wird überhaupt die nationale Auffassung der jüdischen Einwanderer umzuformen sein? … Todestage", Berlin s. a. (1929) S. 25.— Ernste Beachtung verdienen die Bekenntoisse Moses Calvarys über das Verhältnis des Westjuden, insbesondere des deutschen Juden zum jüdischen Nationalismus, zum Volkstum, zu Palästina. (Jüdische Rundschau, Nr. 83, 22. Oktober 1929, S- 556.) Calvary schreibt unter dem Titel „D eutsche Juden in Palästina": „...
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638 MENORAH Zu den Prozessen in Palästina: High Court (Gerichtsession) in Tiberias Die Oberrichter begeben sich in feierlicher Prozession zum Gerichtsgebäude OSKAR STRNAD Anläßlich seines 50.
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304 Davis Trietsch: es, daß die Begründung der meisten Kolonien ohne Zusammenhang mit den städtischen Judengemeinden erfolgte, auf die sie sich hätten stützen können, und wenn man gehofft hatte, dadurch dem herkömmlichen Zug der Juden in. die Städte zu steuern, so war das Resultat doch oft genug, daß die Kolonisten eher den Zusammenhang mit den Kolonien lösten und ganz in die Städte abwanderten, zum Teil sogar Palästina überhaupt wieder verließen. Jüdische Kolonien in einem fremden Lande — und ein solches ist ja Palästina für diese Einwanderer in jedem praktischen Sinne — brauchen ein gewisses Mindestmaß, das nicht zu klein gefaßt werden sollte, wenn dem jüdischen Bedürfnis nach Zusammenleben und gut ausgebauten gemeindlichen Einrichtungen Genüge geleistet werden soll, ohne daß dadurch der Einzelne eine zu große finanzielle Belastung erfährt. … Eine Kolonistenwirtschaft unter Zuhilfenahme einer vielfach größeren Zahl arabischer Arbeitskräfte konnte ebenfalls zu keiner gesunden Ansiedlungstätigkeit führen, und die Beschäftigung jüdischer Arbeiter war in weitaus der größten Zeitspanne der bisherigen Tätigkeit in Palästina nicht nur deshalb unmöglich, weil kein jüdisches Arbeiterelement verfügbar war, sondern auch, weil es eine unmögliche Sache gewesen wäre, unter Kolonisten, die fast alle auf fremde Gelder angewiesen waren, einen Unterschied zwischen eigentlichen Kolonisten und Arbeitern zu machen.