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Jüdische Wochenschau · 1961-11-14 · 1923 (14.11.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1923 (14.11.1961)
Date
1961-11-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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TUS und KUNST •Pst der Juden” i>«} MElKf •^biibrei, ung; "'urden hatte îg^Sr „A*«* on pr*gçwlcl1 íis ’ derSohn de, «’ ÍX ¡¡»«tai bbi£bUr?ers' tfftßfcK, Tel Aviv iichischen Eni Scheidungen, t . «m die er von vielen Per- . «ne be. «nlichkeiten ersucht wurk. Obwohl er keinen offihellen Titel eines Landesnbbiners hatte, war er unbestritten das geistige Oberhupt der Provinz Posen, kirde von den Nichtjuden is „Papst der Juden” be- »ichnet. pflegte Meinungsaistausch mit sehr vien„.r , ■.-»!. ien grossen Persönlichkei- ^bon»n. »n und schlichtete durch ¡eine autoritativen Gutach- Gins. n,berl76i.jn nach Jip v Sfl*w ilne aumriiauver Rawv n'*,,ei* bn Streitigkeiten “»bi Benjamin (hen Gemeinden. in mander später && eipsik «ar. in leitete öaim-in issa. wohin er ■rheiratete. e« deschiwa. Im brannte die da- Lissa ahnnd nilie seines megervaters verue Vermögen, gezwungen, ein «unehmen. obn Widerwillen e. sieb ter rahiktionen 'bejah- Bereits mit 15 Die Berliner und die Hamlurger Gemeinde wurden iirch die übertriebenen Heformbestrebungen der unentwegten Neuerer wiederblt aus dem Gleichgewicht gebracht, doch aufgrund seises Gutachtens wurde den ieformatoren eine Grenze gesetzt. Er entschied, dass ter Gottesdienst in hebräischer Sprache unter Wahrung der überlieferten Foruen stattfinden müsse, sonst ¡¡eher unterlassen werden solle. Da die Reform in den Abfall vom Judentum einer Schiller unnündete und Mischehen und id es zog ihn r zum Lebrhenach Märkisch Rabbiner ber von 1191 bis e- bis er 1815 übersiedelte, rher. 1813. hat- Tochter Sorei ihmten Pressier Moses Sous verbreitete im als einer Isten rabbini-;n seiner Zeit ropa. Besonl wurde seine Lehrmethode, ler anzog. und chärfe in ha- Massentaufen nach sich zog, gab die Geschichte dem Sabbi Akiba Eger recht 1831 brach in Deutschland tine Cholera-Epidemie aus, die auch Posen schwer ieimsuchte. Rabbi Akiba Iger erliess kluge und tolerante Verhaltungsmassregeln, insbesondere für die Hohen Feiertage, sorgte mit tiefem, menschlichem Verständnis und in aufopferungsvoll mutiger Weise für die Krankcij, Hess sich trotz seiner schwachen Konstitution und der unmittelbaren Lebensgefahr von seinen Krankenbesuchen nicht zurückhalten und verbrachte mitunter ganze Nachte mit Krankenpflege. Seine Verdienste in der Bekämpfung der Cholera wurden von höchster Stelle anerkannt, und König Friedrich Wilhelm III. lobte ihn für seinen selbstlosen Kampf gegen die Seuche in einer königlichen Order an den Verwaltungs-Chef der Provinz. Nachher wandte sich Rabbi Akiba Eger noch mehr der sozialen Fürsorge zu und gründete mehrere Wohlfahrtsanstalten, die noch lange Zeit nach seinem Ableben segensreich wirkten. Rabbi Akiba Eger zeichnete sich durch besondere Bescheidenheit und durch Idealismus aus, hatte viel Verständnis für Bedürftige und erlaubte manches, was bisher als verboten galt, wenn es um Rücksichtnahme auf Mittellose ging. Sonst aber war er prinzipientreu und schart in seinen Forderungen. Aus seinem „Eleh Diwrej ha-Brith” (1819) stammt der Satz: „Wenn jemand auch nur ein Tausendstel der Vorschrif. ten unserer Talmudisten verletzt, würde die ganze Lehre zusammenbreehen.” Zusammen mit seinem Schwiegersohn Moses Sofer gehörte er trotz dieser Traditionstreue zu den mildesten Persönlichkeiten der Orthodoxie. Seine ungeheure Volkstümlichkeit. seine Beschei. denheit und seine grenzenlose Hilfsbereitschaft sind die Quellen vieler Sagen, Geschichten von wunderbaren Heilungen und einer reichen Folklore, die in mehreren Büchern überliefert sind. (Siehe z. B. „Hachut Hameschulasch”). Zu seinen Schülern zählen grosse Talmudgelehrte, von denen Jakob Löwy, der Verfasser des mehrbändigen Talmud-Wörterbuches, einer der pouulärsten ist, und Rabbi Zwi Hirsch Kalischer. Zu seinen Lebzeiten wurde weniger als die Hälfte nicht diesem Neubau in fünf, in aber zehn, in fünfzehn Jahren? oder Nach menschlichem Ermesi Al- »n wird man dann die erst i, die kürzlich wieder errichtete il ir- Synagoge sehliessen miisäsen. sen, denn es gibt so gut wie keinen Nachwuchs mehr <jV1) in 1er Gemeinde. Das rdim Schmuckstück des Neubaus ... ist die ... Mikwe. das rilgrjj. tuelle Tauchbad im Keller Lh der Synagoge. Sie hat DM ,ffan. 60.600 gekostet und ist hoeh- Ae]] modern ausgestattet, ent- , j. spricht allen Vorschriften ^es der Halacha und wird mit; ejn Regenwasser gespeist. 'jljf Und wie viele Frauen in m. der Gemeinde benutzen die Mikwe? Auf diese Frage des Yßj. Gastes herrschte verlegenes debt Schweigen; aber der Ge- .'eS meindesekretär konnte dann ¡.y doch mitteilen, dass im Lauäeilk ^er atzten drei Jahre V.J zwei Uebertritte von christliehen Frauen zum Juden- 1 .je tum in der Gemeinde statt- ,wU landen und diese beiden Frauen haben die Mikwe aus benutzt! (Ein Tauchbad koi, ARMON :k*»««stes TOURISTENHOTEL Ü)LE MIT KV EHI1AFT KUK(Í,E ~ ANGE' £RS jI.T - rUFUGE TERRASSE fESTÜ* „ MIT voixPENSlON Tel. 23111 *instr< »rhfstf-'un*> *st unbedingt - »’S**1» stet also DM 30.000.—1... In der benachbarten Gressstadt — mif dem Auto in dreiviertel Stunden bequem zu erreichen — gibt es eine noch prächtigere Synagoge, ebenfalls mit einer Mikwe, die ebenfalls nur bei Konversionen von Christinnen benutzt wird. Aber das Prestige erfordert es, dass jede Synagoge auch;hre Mike hat; und di? Gelder stehen für diesen Zweck zur Verfügung. „SYNAGOGA” Die grosse Ausstellung jüdischer Kultgeräte und jüdischer Kunst „Synagoga”, die in Recklinghausen begann und dann in Frankfurt a. M. gezeigt wurde, zieht Tausende und Abertausende an. Die Besucher sehen nier die Reste einer grossen Kultur, die in den düsteren Jahren der Nazizeit vernichtet wurde. Ein jüdischer Freund. der in Frankfurt Führungen durch diese Ausste'lung macht, konnte mir erschütternde Beispiele der ' ölligen Unwissenheit von deutschen Erziehern geben. Ein Reiigionslehrcr fragte z. B.: „Bringen die Juden auch heute noch Opfer dar?” (Er suchte vergeblich nach Opfermesser und Opferaltar in der Ausstellung). Ein Schüler sah bewundernd auf den köstlichen Thora-Schmuck und meinte anerkennend; „Die Juden müssen wirklich sehr reich gewesen sein.” Man spricht hier von den Juden wie von einem untergegar.genen Volk, von den Azteken oder den Etruskern etwa... Und dieses Volk siebt Kiwi J. BsRKadurl; Jüdisches Leben einst und jetzt. — Ner-Tamid Verlag München 1961. Dem Buch wurde ein Vorwort. des Herausgebers, Dr. Hans Lamm, vorangestellt, das dieser Ausgabe eine sympathische persönliche Note gibt und umsomehr zur Lektüre einlädt. Das Buch zerfällt in zwei Teile, wie das Leben der meisten Menschen unserer Generation: es berichtet von früher und von heute. Das Einst ist das Caiauer Judenhaus, das die Kulisse, der Hintergrund, das magnetische Zentrum einer grossen jüdischen Familie war, deren Schicksal in einer natürlichen und lebendigen Form dargestellt seiner Werke publiziert; 1822 „Chalukah Derabbanan”, 1S25—30 „Hagahoth le-Schischah Ssidrej Mischnah'’, 1830—34 „Giljon Haschass” und 1834 „Teschuwoth”. 25 Jahre lang war ihm vergönnt, in Posen zu wirken, und im Alter von fast 76 Jahren verschied er am 12. Oktober 1837. Zwei Jahre später wurde der zweite Teil seiner „Tschuvvoth” publiziert, und weitere AVerke erschienen 1858 „Neuerungen des Rabbi Akiba Eger”, 1841—48 „Tossefetb RAE”, 1859 „Hagahoth Scbulchan Aruch”, 1889 noch ein Band bisher unveröffentlichter „Tsehuwoth” und 1929 eine Sammlung „Die Schriften des RAE”. Die Hauptgebiete seiner Schriften sind talmudisches und Zivil-Recht, Eherecht, Kommentare zu Maimonides und Rechtsgutachten. Seine Nachkommen, die Egers, Aiger oder auch anders heissen, sind ausserordentlich zahlreich und 1913 hatte eine Konferenz der „Gesellschaft der Familie Eger”, die in Berlin stattfand, 250 Teilnehmer. Die bedeutende Persönlichkeit. des Rabbi Akiba kommt in der deutschsprachigen Fachliteratur nicht zum Ausdruck, da diese vornehmlich von „Fortschrittlern” verfasst ist, denen der streng Konservative ein Dorn im Auge war. Aber seinen lauteren Charakter, sein tiefgründiges Wissen und seine Geistesschärfe werden uneingeschränkt anerkannt. man in einem eigentümlichen Zwielicht. In einem Vierteljahrhundert in Israel, stets beschäftigt mit Bibel- Arbeit aller Art. habe ich einen Vers aus dem Propheten Secharja nicht so oft gehört wie während meines zweiwöchigen Aufenthaltes in Deutschland: „Denn wer euch antastet, der tastet seinen (Gottes) Augapfel an.” (Secharja 2:12). Pastoren und Diakonissen, christliche Laien aller Art, Studenten und Mittelschüler erwähnten dieses Bibelwort im Gespräch .. Es ist ein Wort des Schuldbekenntnisses, das heute in Deutschland gehört wird. Die Kirchen versuchen eine besonders tiefgehende Revision: wahrend sie früher vom verworfenen Israel ausgingen, wird heute von deutschen Kanzeln allenthalben über die Stelle im Römerbrief (11:18) gepredigt: „So sollst du wissen, dass du die Wurzel nicht trägst, sondern die Wurzel trägt dich.” Also: das Christentum trägt nicht das Judentum, sondern das Judentum — die Wurzel — trägt die Kirche. Das bedeutet eine theologische Wendung um 90 Grad und diese Art von christlichem Philosemitismus (im Gegensatz zum christlichen Antisemitismus) hat Aussicht auf Bestand. Wenn die vielen Millionen Christen in Deutschland (und in der Welt) sich ihrer jüdischen Wurzel wieder bewusst werden, bahnt sich sachlich-geschichtlich ein neues, besseres Verhältnis zwischen Judentum und Christentum, zwischen Juden und Christen an. BUECHER NEUE wird. — Und dann schildert der Autor mit gesundem Humor in einer gefälligen aber durchaus nicht unkritischen Art Erlebtes in Israel. — Man könnte sagen, die beiden Teile des Buches enthalten zwei Welten. Eine solche Bemerkung ist richtig, aber es sind zwei Welten, die durch uns Menschen, durch uns Juden zusammengehalten und in irgendeine,- eigenartigen Form sogar zu einer Einheit, wenigstens in unserem Bewusstsein, gebracht werden. — Alexander Ramati: Das ungelobte Land, Süddeutscher Verlig München 1961. Das ist einmal ein ganz anderes Buch, als es sonst von und über Juden geschrieben wird. Man verzichtet auf Apologetik. Auch der Jude hat ein Recht darauf, nicht unbedingt ein Zerrbild des Menschen zu sein, der — je nach dem Standort des Betrachters —, entweder alles Schlechte oder alles Gute in sich verkörpert. Das jüdische Volk hat auch ein Recht darauf, seine Misse'äter 2U haben, so zu sein, wie andere Völker auch sind. Bereits llerzl hat das gesagt und geschrieben, als er von der Normalisierung unseres Volkes träumte. Das vorliegende Buch zeigt den reuen jüdischen Menschen im Kampf mit, sich selbst, cs schildert, gekleidet in die Form eines spannend geschriebenen Romans, den Werdegang eines Juden, der noch Europäer ist, und kern Orientale sein will, zu einem Israeli, der nicht mehr seine Werte nach anderen misst, sondern nach dem eigenen Gesetz, der durch die Verwurzelung in der eigenen Kultur im eigenen Lande im eigenen Volk erst recht 'verthaff wird. Es ist ein interessant geschriebenes Buch, dessen Lektüre nicht nur Unterhaltung und Belehrung bietet, sondern au-'h menschliches Verständnis für Probleme, deren Erkenntnis schwieriger als ihr Erfühlen ist. Tm Zeichen der Hoffnung. Ein Lesebuch, Max 1-lueber Verlag, München 1961. — Dieses, von Erwin de Hsar herausgegebene Sammelbuch ist ein ausgezeichneter Qu/xschnitt durch die deutsche Literatur. AVir finden auch einig; künstlerische Reproduktionen. Gedicble. Frcsa alle- Art, Musik und darstellende Kunst sind in diesem Florilegium enthalten. Eine Reihe jüdischer Dichter und Schriftsteller, u. a. Heinrich Heine. Holmannsthal, Alfred Polgar, Lasker-Schüler, Alfred Döblin und Nelly Sachs sind vertreten. Auch eine Rede des ersten Bundespräsidenten, Professor Heuss, anlässlich der Einweihung eines Mahnmals (auf dem Gelände des früheren KZ Bergen Belsen) wurde abgedruckt Man versteht den guten Willen dieses Abdrucks aber ßegreift auc-h, wie wenig eine solche Rede in einen literarischen Zusammenhang hineingehören würde, wenn die A’ergangenheit überwunden wäre, was sie nicht ist Die Rede ist ein Dokument eines lange verdeckten Humanismus, aber wohl kaum ein Produk. künstlerischen Schaffens. Das Buch ist eine Fundgrube für Freunde der deutschen Literatur, geschickt zusammcngestellt, gut. geordnet und ausgezeichnet gedruckt. — HEBREO SIN MAESTRO rot AHARÖN ROSEN pasó (el) 333 .296 arar adelante nx^n .2 9 7 ha-ta t : T pierna *733 .298 ré-guel aldea 3D3 .2 99 k‘far t : noche nV1? .300 ¡ai-la t : — "•nnx nTxp 13X3 T 13®*1 “ T nV’Vs .D*nnxn t : - - -t: t “ 1327 D3; — t 3®n Dl’31 , n^xa ^Tix-^n1? . T : n^xD?n*?-X3 Dn^X3 HD - : V 4 : T ••3X f X *73X ,H3Dp r t - 1 : 3,27,3 4 T 'p’n *73 tj1? 350*7 vit1- *?® ‘man 3ix3 .Dipan nKri nriK n^xa ,nrnn nxin ,pim cñm D?pa DJ pinn rmin nnxi .pio px ...n» n-Dptfn Dxn j^xiBñ D"3D nnxi . - .. . . - t “ m 7DT ,m nx ti nnx V T 4 V T vt- ÎDDX npx? rgpn ,2 9t .2 92 ** T Tpi .2 93 .2 94 pînn .295?nD3“)3 nVx*? ,h -*7n 127 p-1 n3313 T)S?02' TD1?! 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Jerusalem, Israel, Publicado por el Brit Ivrit Olamil Hebraeisch ohne Lehrer 291 Eisenbahnzug 292 voll 293 Knabe 294 bis 295 weit, fern 296 ging vor übe: 297 weiter 296 Fuss 299 Dorf 306 Na¿f.t Egged ist der Name einer Ueberland-Auiobus Kooperative, heyitem — ihr wart, yofi — Schönheit.

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