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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 78

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 78)
Language
German
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74 rückgelassen. Es war jedoch ein ebenso kühner wie glücklicher Gedanke des fürsorglichen Vaters, namentlich durch Vermittlung seines ihm in innigster Liebe ergebenen Bruders R. Bunim Gins, z. Z. in Mattersdorf, die Witwe behufs Wieder Verheiratung dem damals gleichfalls verwitweten R, Moses Sofer, dem gefeiertsten Meister Oesterreich-Ungarns, vorzuschlagen. Trotz eines Buben- Streiches, der die verwandtschaftliche Verbindung dieser ersten Koryphäen ihrer Zeit zu hintertreiben suchte82), wurde schon am 23. Chescliwan 1812 in Eisenstadt die Verlobung83) und bei Beginn des Winters die Vermählung gefeiert, die nicht nur dem Hause des R. Moses Sofer eine grosse Zukunft84) sicherte und der Familie des R. Akiba Eger erhöhten Glanz verlieh, sondern auch die beiden früher nur lose verbundenen Leuchten Israels aufs innigste geistig verknüpfte, ohne dass durch dies vertraulichere Verhältnis die geradezu ehrfurchtsvolle Hochschätzung des nur allzu bescheidenen Schwiegervaters gegenüber der Grösse seines Schwiegersohnes je sich verringerte. Er sah vielmehr in R. Moses Sofer den ״um vieles Grösseren“, dem er darum auch später öfters die ihm zur Begutachtung vorgelegten Fälle zur Entscheidung übertrug 85). Andrerseits suchte R. Moses Sofer gar bald seinen weitreichenden Einfluss geltend zu machen, um seinem Schwiegervater eine seiner Grösse und seinem Verdienste mehr entsprechende Stelluug zu verschaffen. So schlägt er ihn bereits 1813 (4?) zum Rabbiner in Trietsch in Mähren vor, was sich je- (s. 'ת I 198), den כתב סופר verfasste und 1872 starb, 2) R. Simon S., Rabbiner in Mattersdorf und Krakau, den bekannten Abgeordneten des Österreichischen Reichsrates, gest. 1883, und 3) )oseph S. — Von den Söhnen des ersteren bekleiden heute Simchoh Bunim S. das Rabbinat in Pressburg und Salomo S. das Rabbinat in Beregsas. Vgl. dessen 1 חום המשלש S. 13 b und 14 und 111, auch Schluss daselbst. Ihr Bruder ist der reiche und gelehrte Jizchak Lob S. in Drohobycz (S. in נחלת אבות S. 62 No. 151.) 85I S. ח״ס על אה״ע I 55, 56 v. J. 1832. Gleich vor dieser Verbindung glaubte R. A. E. in übertriebener Geringschätzung seiner selbst dem künftigen Schwiegersohn gegenüber bemerken zu müssen, dass seine Tochter keine בת ת״רז (!) sei. S. ibid. I. S. 14. Im Jahre 1814 schreibt er von ihm an seinen jüngeren Bruder Samuel כבודו גדולה מכבודי בחורה וביראה באלף מדרגוח S. ibid. II S. 40.

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