Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 77)
- Language
- German
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73 freute Gemeinde M. Friedland 8 Wochen darauf (am 25. Ijar) fast einstimmig beschloss, das Wochengehalt ihres Kabbiners von 12 auf 1 (j TL, eine lür damals ausserordentlich ansehnliche Summe, zu erhöhen, obwohl erst 3 Monate vorher seine Revenuen durch Gemeindebeschluss fixiert und erhöht worden waren. Nach demselben sollte ihm nämlich 1% von jedem gerichtlich eingetragenen Erbteil oder sonstigen, testamentarischen Vermächtnis, im Falle der Vermögenslosigkeit wenigstens ein Honorar für seine Bemühungen entrichtet werden; ebenso 1% des wirklichen, Steuerpflichtigen Vermögens (סכום), wenn keinerlei Testament durch den Rabbiner aufgenommen wurde (S. Anhang V.). So konnte R. Akiba sorglos seiner kleineren Gemeinde, seiner grossen Familie und seinem weitreichenden Berufe leben. Bald aber trübte sich sein Glücksstern vorübergehend durch ein trauriges Familienereignis. Sein hochbegabter und tiefgelehrter Schwiegersohn R. Abraham Moses Kalischer (s. S. 49), der 1805 durch den Einfluss R. Akibas in der Nachbaigemeinde Schneidemühl zum Rabbiner gewählt und dort unter den schwierigsten Verhältnissen überaus segensreich gewirkt, namentlich durch den Beistand seines Schwiegervaters, ״vor dessen Autorität bereits damals jeder Widerspruch verstummte,“ den inneren, lang entbehrten Frieden wiederhergestellt hatte, war im Frühjahr 1812 in der Blüte seiner Jahre gestorben 80) und hatte die damals etwa 25jährige Tochter R. Akibas, שרל, als Wittwe mit zwei unmündigen Töchtern, Glückei und Radisch 81), zu- האלברשדט ברי״יץ שטוב יותר להשאר פה הסכמתי בדעתי שלא לעבור ע״ד רבים באם אנשי ק״ק א״ש ימחלו לי על דיבורי . . ה׳ עקיבא. Den פתה הבית על יו״ד, Krakau 1891, in dem dieses Schriftwechsels Erwähnung geschieht, (S. Lewin a. a. O. S. 245 u. 246 Anm.) habe ich nicht zur Einsicht erlangen können. 80) S. Brann, Geschichte des Rabbinats in Schneidemühl, S. 122, 123. 81) Radisch heiratete später ihren Grossvetter, Joseph b. R. Bunim Gins s2j Durch Verbreitung des bodenlosen Gerüchtes von der ungewöhnliehen Hässlichkeit der Sara E. 83) Die hierbei S.E. zugesicherte Mitgift betrug 1200 rheinische Gulden. 84) Die Tochter des R. A. Eger gebar dem R. Moses Sofer (Schreiber): 1) Abraham Samuel Benjamin S , Amtsnachfolger seines Vaters, der schon in frühester Jugend mit seinem Grossvater gelehrte Korrespondenz pflegte