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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1898-06-24 · Heft 25 (24.6.1898) · p. Seite 300

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
62 (1898)
Issue
Heft 25 (24.6.1898)
Date
1898-06-24
Page
Seite 300 (sequence 12)
Language
German
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-- 300 ~^— und Italien, und die Forscher auf diesem Gebiete werden dasselbe alS eine werthvolle Quelle begrüßen. Die Familie, deren Chronik dieses umfangreiche Werk uns erzählt, ist mit der Doppelkrone der Lehre und des guten Namens geschmückt, die in Israel immer als das höchste Gut galt. Die Spur der edlen und frommen Männer, die ihr angehörten und noch angehören, wird nicht verwehen, denn auf dem Wegö, den sie wandelten, folgt ihrer Jedem ein ganzes Geschlecht. Die Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums (Berlin S. Calvary u. Comp.) hat auch in den letzten Heften viel Interessantes und Gediegenes gebracht. Das Dezemberheft 1897 enthielt folgende Artikel: M. Weinberg, Die Organisation der jüdischen Ortsgemeinden in der talmudischen Zeit (Schluß). M. Rahmer, Nachtrag zu dem Artikel: Die hebr. Traditionen bei Hieronymus. D. Feuchtwang, Erklärung einer Talmudstelle. H. Brody, Zum Freundschaftsepigramm Juda Halewis an Salomo Jbn Almuallim. David Kaufmann, Ein Brief R. Benjamin Cohen Vitalis in Reggio an R. Josua Heschel in Wilna aus dem Jahre 1691. Besprechung. Bibliotheca Friedlandiana, edid. Samuel Wiener. Von M. Brann. — Das Januarheft 1898 hatte folgenden Inhalt: M. Rahmer, Die hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus. III. David Rosin s. A., Die Religionsphüosophie Abraham Jbn Esras. Moritz Steinschneider, Die italienische Litteratur der Juden. David Kaufmann, R. Josef Aschkenas, der Mischnakritiker von Safet. Besprechungen. Jewish Life in the Middle Ages by Israel Abrahams. Von B. Badt. — Das Februarheft brachte folgende Artikel: I. Baßfreund, Der Bann gegen R. Elieser und die veränderte Haltung gegenüber den Schammaiten. David Rosin s. A., Die Religionsphilosophie Abraham Jbn Esras (Fortsetzung). Moritz Steinschneider, Die italienische Litteratur der Juden (Fortsetzung). Max Freudenthal, Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland. Besprechungen. Urtext und Uebersetzungen der Bibel in übersichtlicher Darstellung. Von Ludwig Blau. — Moritz Steinschneider, die hebräischen Handschriften der k. Hof- und Staatsbibliothek in München. Von David Kaufmann. — Das Märzheft enthielt: M. Rahmer, die hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus. III. (Schluß.) David Rosin s. A., Die Religionsphilosophie Abraham Jbn Esras (Fortsetzung). Moritz Steinschneider, Die italienische Litteratur der Juden (Fortsetzung). Martin Schreiner, Sarnau'al b. Jahjä al-Magribi und seine Schrift „Ifhäm al-Jahüd“. Max Freudenthal, Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland (Fortsetzung). Besprechung. Spinoza in Deutschland. Gekrönte Preisschrift. Von Max Grunwald. Bon N. Samter. . Im Aprilheft waren nachstehende Aufsätze enthalten: D. Feuchtwang, Assyriologische Studien. IV. David Rosin s. A., Die Religionsphilosophie Abraham Jbn Esras (Fortsetzung). Moritz Steinschneider, Die italienische Litteratur der Juden (Fortsetzung.) Martin Schreiner, Samau'al b. Jahjä al-Magribi und seine Schrift „Ifhäm al-Jahüd“ (Fortsetzung). Max Freudenthal, Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland (Fortsetzung). Besprechung. Die Handschriften-Verzeichnisse der königlichen Bibliothek zu Berlin. Zweiter Band. Verzeichniß der hebräischen Handschriften von Moritz Steinschneider. Von Samuel Poznanski. — Nachbemerkung von M. Brann. Die Nr. 25 der „Mittheilungen ans dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus" (Expedition Magdeburgerstraße 13, Zeitungsliste 4173) hat folgenden Inhalt: Zur Wahlbewegung. — Eine von den Juden geschaffene Industrie. — Stenographie und Antisemitismus. — Zur Abwehr. — Aus dem antisemitischen Lager. — Die Juden in Europa. — Briefkasten. Sprerhfaal. Sehr geehrter Herr Redakteur! ezugnehmend auf die Notiz des Herrn Goldfchmidt-Hamburg im Sprechsaal Nr. 6, dürfte der NB p rWtt EIS nicht dem Drucker zuzuschreiben sein, sondern dem Verfasser selbst, dessen Einleitung zum mit den Worten schließt: p“th 13TH£>Ö fp 2"1p- Am Schluffe ges darauffolgenden Gedichtes heißt es: p*sb Ttt p ITWÖ- Im zweiten Theile seines tp"j Nr. 81 schreibt er wörtlich: lpn mB? a^irn 21-nv nv nvw trsüö ^«nv' bs rrr bsb b’njttn rw -w nibjn “pia1 vbw 12VN 22m vn'2 D’jw maroi mnaiöi mm« nos '"sv invn '121 aomaiDI- «2 rnn p mwö BIS ist durch seine An- Wendung im Sendschreiben Nathan Ghazatis (abgedruckt bei Thomas Coenen, Jdele Verwachting der Joden, Amsterdam 1669 S. 99) besonders verdächtig. Dessenungeachtet ist die Schlußfolgerung Rosenthal's, der Verfasser müßte demnach Sabbathianer gewesen sein, zurückzuweisen. Duo quum faciunt idem, non est idem. Bei Nathan Ghazati ist fc$2 allenfalls als Perfektum zu nehmen, während beim dasselbe als Optativ zu lesen ist! Die Hoffnung aber aus die baldige Ankunft des Messias dürfte gerade damals besonders rege gewesen sein; selbst die großen Antisabbathianer, wie R. Jakob Sasportas, der den "j approbirte, werden diesen Wunsch recht lebhaft empfunden haben. Uebrigens find solche und ähnliche recht häufig. Der t£?12S WW Krakau 1598, trägt das Datum pptpfc pp selbst das Grabdenkmal des Sabbathai Kohen (gest. 1663, zu einer Zeit, wo die verhängnißvolle Wirksamkeit des 2£"tp in Europa noch gar nicht bekannt war) enthält den ^1*0^ ITWÖ 82 DT7I ID*"®- Das Buch Dnsnn ^2^8 (Frankfurt a. O. 1680) hat als Jahreszahl p ppttftt 82^ 82 ‘Tin; im m8Öfi (bei Johann Wüst in Frankfurt a. M. 1699, merkwürdiger Weise auch am Sabbath gedruckt, weshalb der Korrektor einige Druckfehler zu entschuldigen bittet S. 3 b) lautet dieselbe mPJÖ2 1T)taJ pl und der Yyv 1686 hat wiederum N18 V'bV 82D- Recht bezeichnend ist der ft*® im Buche WED ,W*^8 p“sb bxN 82 -TH 72 mm Frankfurt a. O. Außer den beiden von Herrn Goldschmidt angeführten Editionen des Uri Phöbos ben Ahron Halewi in Amsterdam besitze ich von demselben nur noch eine einzige, und zwar ^18 mit der Jahreszahl tsfovt h'li' 12- Hochachtungsvoll Holleschau, 13. April. Rabbiner Dr. I. Freimann. * Verehrter Herr Redakteur! Ihrer Zeitung Nr. 15 vom 15. April d. I. finde ich unter Oesterreich-Ungarn Erwähnung eines Toastes, den der Graf Geza Andrassy gelegentlich eines zu seinen Ehren in Budapest stattgefundenen Bankets ausbrachte. Während ich mit aufrichtiger Befriedigung die von besagtem Herrn gesprochenen Worte wiederholt gelesen, kann ich nicht umhin, dem Theile derselben zu widersprechen, wo es heißt, daß er „in Mexiko die Tausende im Elend schmachtenden Juden gesehen habe, die gerade so leben wie unsere Juden vor dem Jahre 1848, eine verfolgte unterdrückte Rasse auf dem freien demokratischen Boden". Hier muß einJrrthum obwalten, und ich nehme an, daß der Herr Graf sich in der Nennung des Landes geirrt hat. Ich wohne hier seit 30 Jahren, habe aber in der ganzen Zeit von den Tausenden von Juden, die in Mexiko verfolgt und unterdrückt im Elend schmachten sollen, weder gesehen, noch je etwas gehört. Die wenigen Juden in diesem Lande wohnen meistentheils in den größeren Städten und nehmen im Handel und Verkehr hervorragende Stellungen ein, sind wohlgelitten, angesehen und gesellschaftlich in den besten Kreisen ausgenommen; sie sind in keiner Beziehung irgend welcher Belästigung unterworfen, sondern erfreuen sich derselben Privilegien, derselben Achtung wie jeder andere Bewohner dieses Landes. Noch ist es nicht vorgekommen, daß in einer Zeitung oder sonst im persönlichen Verkehr ein gehässiges oder überhaupt ein Wort gebraucht worden wäre, um auf den konfessionellen Unterschied hinzudeuten. Weder politisch noch gesellschaftlich nimmt der Jude hier eine Ausnahmestellung ein. Dieses ist meine in einer langen Reihe von Jahren gemachte Erfahrung, die ich Sie bitte, der Wahrheit zur Ehre und um irrigen Auffassungen entgegenzutreten, in Ihre geschätzte Zeitung aufzunehmen, die ich regelmäßig zugeschickt erhalte und mit vielem Interesse lese. Chihuahua, Mexiko, 29. Mai. Mit Hochachtung, ergebenst H. Nordwald. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. Verantwortlich für die Redaktion: Max Bauchwitz in Berlin.

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