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Jüdische Presse · 1936-12-11 · 42 (11.12.1936) · page 6

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SeiteÖ Rabbilsaac Hertzog — Nachfolger von KabbiKook Der Rabbinische Rat* * det äua 42 Räbbinem - und 28 vom Waad Leumi ernannten Laien besteht, wählte mit 3t gegen 31 Stimmen Rabbi Isaac Rertaog zum aschkenasischen Oberrabbiner von Palästina an Stelle des verstorbenen Rabbi Ji2chak Hakohen Kook. Rabbi Hertzog, der im Jahre 1888 in Lomza (Polen) geboren ist, im Jahre 1899 nach London kam und 1919 sein Rabbinerdiplom erwarb, wurde 1916 Rabbiner in Belfast und 1919 Rabbiner in Dublin, Wo er bis zuletzt amtierte. Rabbi Jacob Meir wurde ׳zürn Oberräbbiner der sephardischen Gemeinden Palästinas Wiedergedfählt. Ein halbes Jahr Hafen Tel-Aviv Der Hafen von Tel-Aviv besteht nunmehr bereits eiii halbes Jahr. Ein jugoslawisches Schiff hat als erstes am 19. Mai seine Ladung im Hafen von Tel-*Aviv gelöscht. Damals verfügten die jüdischen Bootsleute nur über einen •Leichter und ein kleines Motorboot, das sie entliehen hätten. Im Läufe dieses ersten halben Jahres ankerteti vor der Reede von Tel-Aviv 69 Fracht* und: Personendättipfer und 20 Segelboote. 26.193 Tonnen Ladung wurde in diesem Zeitraüm gelöscht. Heute arbeiten im Hafen von Tel-Aviv 120 Bootsleute, 70 Packer, 110 Träger, 40 verschiedene Facharbeiter und 80 Chauffeure, außerdem zahlreiche Beamte des Hafens und der Schiffsagentur. Der Gesellschaft, die das Verladen und Ausladen im Hafen besorgt, stehen heute 24 große Boote und 3 Motorboote zur Verfügung. Demnächst sollen noch 18 Boote mit 25 Tonnen Fassungskraft und 3 starke Motorboote in Dienst gestellt werden. Chaussee Chedera—Tel-Aviv Die neue Chaussee C h e d e r a—T e 1 ־ A v i v ist bis auf wenige Kilometer bereits fertiggestellt. Ueber den Alexandria-Bach wurde bei Maabarot eine provisorische Brücke geschlagen. Durch die Chaussee Chedera—Tel- Aviv werden die meisten Siedlungen im Emek Chef er (Waadi Hawarit) mit Chedera und dem Süden verbunden. Eine elektrische Straßenbahn Haifa—Tel-Aviv? . Die arabische Presse bringt Einzelheiten über den Plan, eine elektrische Straßenbahnlinie von Haifa nach Tel-Aviv zu führen. Die Linie söll in der Nähe der Küste angelegt werden und die großen jüdischen Kolonien passieren. Angeblich ist die Ruthenberg-iGesellschaft schon damit beschäftigt, die Leitung zu legen. Daß die Regierung die Chaussee zwi- I LITERATUR__ Rabbi I. L; Zirelsohn: ״Sefer Lew Jehudo.“ Kischinew 1935. Selbstverlag des Verfassers. Rabbiner Zirelsohn in Kischinew, der bereits im alten zaristischen Rußland eine bedeutende Führerrolle in der russischen Judenheit spielte (er war einer der wenigen religiösen ״duchowne“ Rabbonim, die auch gesetzlich als ״Kazone“ anerkannt waren) und heute einer der ältesten und angesehensten Rabbiner im neuen rumänisehen Reich' ist, legt uns wieder eines seiner interessanten, sympathischen Werke vor. Der erste Teil ist der Halacha gewidmet und enthält 106 Responsen über verschiedene zum Teil ganz moderne (mit den modernen Erfindungen und der neuesten Technik zusammenhängende) Probleme. Die Entscheidungen sind klar und sachlich und oft sehr mutig. Sie zeugen von klarem Blick und reichem Wissen nicht'allein auf jüdisch-talmudischem Gebiet. Der zweite Teil, der eine Anzahl Reden und Ansprachen bringt, enthält eine Fülle interessanter Gedanken. über verschiedene aktuelle Fragen und zeigt den• Verfasser nicht als weltfremden Rabbi, sondern als verständigen Führer seiner Gemeinde. Der Ertrag dieses Werkes ist dem agudistischen Palästina-Fonds, dem Keren-Hajischuw, gewidmet, wofür dem Verfasser besondere Anerkennung und Dank gebühren. S. Ostersetzer. Otto Zarek: ״Moses Mendelssohn“, Amsterdam, Querido-Verlag. Vergangenen Jänner sind es 150 Jahre geworden, daß Moses Mendelssohn, diese überaus problematische Gestalt des Judentums, gestorben ist. Zu diesem Anlasse ist das Buch Zarelcs entstanden. Zwischen dem Autor und dem Helden seines* Buches bestanden überhaupt keine seelischen Verbindungen. Zarek hat einige Bücher durchgeblättert, die er in der Bibliothek der israelitischen Kultusgemeinde in Wien vorfand, und hat dann, auf seine Routine und seine . bedeutende Stilfertigkeit gestützt, eine Biographie Mendelssohns geschrieben. Was auf diese Weise, ohne seelische Bindung und Erlebnis, entstand, hat nicht die Kraft, die Lügengewebe und die falschen Ansichten über Mendelssohn zu zerstreuen. Im Gegenteil: es fügt noch neue Märchen zu den Legenden hinzu, die die Person dieses verwachsenen, stotternden jüdischen Philosophen umranken. Zarek macht beispielsweise aus Mendelssohn den Wegbereiter des. deutschen Nationalismus. In Fehde mit Friedrich dem Großen, war laut Zarek Mosche mi-Dessau der Apostel des deutschen Nationalgedankens und er hat den Typ des jüdischen Preußen geschaffen. Aber das wäre noch das wenigste. Einige Irrtümer mehr oder weniger zählen wahrhaftig nicht viel in den tausenden Jahren der jüdischen Geschichte. Aber das mag uns schon mit Recht empören, daß Zarek, dieser vornehme Fremde auf dem Gebiete der jüdischen Literatur, indem er das Leben seines Helden in den Rahmen der jüdischen Geschichte einfügen will, allerhand wirres Zeug zusammenträgt und verzapft. Nur einige Beispiele von diesen Irrungen und Wirrungen: Rabbi Akiba, der große, heilige Held den jüdischen Lebens und Wissens, kommt in Zareks Buch stets als Ben Akiba vor. Wahrscheinlich, weil in seinem Kopfe Ben Akiba aus Gutzkows ״Uriel Acösta“ herumspukt, Der Rambam war Fischhändler und hat persönlich (nicht brieflich, rnemento: ״Iggeret Teman“) die Juden im Jemen getröstet und ist dann in Palästina gestorben. Der Pseudo-Messias Sabbetai Zewi war laut Zarek ein... polnischer Jude, Jiddisch und Deutsch sind derart grundverschieden voneinander, daß der Bachur Mansche nicht einmal die vom Torwächter an ihn gerichtete Fraget’ ״Wie heißt du?“ versteht. ״Lernen“, wäre das einzige deutsche Wort, das er herauszustottern imstande war. Davon hat Zarek selbstverständlich auch;JÜDISCHE?ftf&SSE י. Nr. 42i . ■.. ... sehen Tel-Aviv und JPetach Tikwa auf 30 Meter verbreitem läßt, jdeh ^biächÄÄ-ZeittÄtemifiÄ?^ : säffiÄeh&äng Mft 'dem gepianten Bäti : gebitabht.' גי*י ־ ־'־ .. T . _ Der Vizekönig von Indien über Palästina Die arabische Presse veröffentlicht den Wortlaut des , Antwortschreibens, das der Vizekönig von Indien, Lord Williügdon, auf die Denkschrift erteilt hat, die־ihm; vor einiger Zeit eine Abordnung indischer Mohammedaner' zwecks Unterstützung der Forderungen der Araber Palästinas überreicht hatte. Lord Willingdon geht in Seiner Antwort davon aus, daß die Regierung für die unter den Mohammedanern, herrschenden Stimmungen Verständnis und Interesse habe. ׳ Im Anschluß daran aber weist der Vizekönig die in dem ־ Memorandum enthaltenen Behauptungen und Forderungen als unbegründet zurück; Vor allem, so schreibt er,. ist die Behauptung nicht*richtig, daß. die Regierung die, Araber ihres Bodens beräubb. f Noch wichtiger ist es zu betonen, so heißt es in dem Schreiben weiter, daß an der Nachricht, es . drohe den ׳; mohammedanischen heiligen Stätten in Palästina irgend . eine Gefahr, nichts Wahres ist. Es ist unrichtig, daß England seine Zusagen in dieser Beziehung nicht eingehalten habe. Der Schutz'der heiligen Stätten ist durch das Palästina-Mandat g e s i c h e r t. Der Vizekönig geht in seinem Schreiben sodann auf die Bedeutung der Balfoür-Deklaration ein. Ich stimme euch darin zu, so schreibt er, daß die Balfour- Deklaration durch Ereignisse der Kriegszeit veranlaßt worden ist. Ihr werdet andererseits aber mir darin zustimmen, daß man nicht behaupten kann, daß, sobald der Krieg vorbei ist, auch die Ziele hinfällig geworden sind, um deretwillen die Deklaration erlassen wurde, sowie ihr Zweck und ihre Bedeutung. Es ist klar, daß der jetzige Zustand kein guter ist, und ,die Regierung sucht eine Lösung. Ich verstehe den Willen der Araber Palästinas, ihren Bestand zu erhalten: die Palästina-Regierung sorgt ständig dafür. Es muß auf die starke Zunahme der arabischenBevölkerungin Palästina hingewiesen werden (seit 1922 um 50 Prozent), und dies insbesondere in denjenigen Gebieten, in denen Juden wohnen. Die arabische Pflanzungswirtschaft hat sich stark entfaltet (von 59.000 auf 135.000 Dunam), und das ist ein Beweis für einen bedeutenden wirtschaftlichen Fortschritt. Bis 1919 hat es keine arabische Einwanderung nach Palästina gegeben, denn die wirtschaftlichen Verkeine Ahnung, daß gleich die erste Glosse des Remoh zum Schulchan Aruch mit einem More-Zitat beginnt. Er faselt allerhand Grünes vom Verhältnis des traditionellen Judentums zum *philosophischen Werke des Rambam. Auch die Daten vom Lebenslauf Mendelssohns sind unrichtig. Der Schwiegervater Mendelssohns hieß nicht Vogel, sondern Abraham Guggenheim. Nicht er hat Mendelssohn in sein Haus eingeführt, er war sogar bei der Verlobung seiner Tochter nicht anwesend, und die Novelle von Berthold Auerbach über .die Einzelheiten dieser Verlobung ist von A bis Z Legende. Zarek zitiert sie aber als historisches Dokument. Lion Feuchtwanger: ״Die Söhne“ Vor kurzem erschien im Querido-Verlag, Amsterdam, das zweite, in *sich völlig abgeschlossene Buch der Trilogie über den jüdischen Historiker Josephus Flavius, ״Die Söhne“, als Fortsetzung des .bereits vergriffenen Buches von Lion Feuchtwanger ״Der jüdische Krieg“. Wie Feuchtwanger hier die brennenden Fragen des römischen Weltreichs aufzeigt, den uralten und heute wieder so aktuellen Gegensatz zwischen Nationalismus und Weltbürgertum gestaltet, das hat eine zwingende und selbstverständliche Realität, wie wenn die Menschen dieses Buches nicht vor 2000 , Jahren gelebt hätten, sondern heute über die Erde gingen. Feuchtwanger malt seinen Helden, Josephus Flavius, auf dem Hintergrund großen historischen Geschehens, auf dem Hintergrund einer Zeit, die wie kaum eine andere abenteuerlich und bunt, tief aufgewühlt war von den ewig großen Fragen europäischer Kultur. Dieser . spannende Roman Feuchtwangers ist ein Epos von suggestiver Kraft, ein großes Kunstwerk. Jüdisches Fest, jüdische Bräuche. Herausgegeben von F. Tieberger. Jüdischer Verlag, Berlin. (Sehr freigiebig ausgestattet., 500 Quartseiten.) Es soll ein Führer zu 1 den religiösen Gütern des Judentums sein. ״Dem Suchenden soll es den Sinn unserer Feste und Bräuche erschließen, dem mit ihnen Vertrauten geschichtliche und gedankliche Zusammenhänge aufhellen.“ Dies erhabene!Ziel wird aber nicht einmal annähernd erreicht.. Am Fiasko ist vor allem der Herausgeber schuld. Ihm fehlt das richtige Verständnis für die religiöse Weihe. Schreibt erschreckend verschnörkelt, tischt die banalsten Gedanken mit Entdeckermiene auf. Dabei versagt seine Feder sogar bei der Transkription der hebräischen Wörter. Neben ״gam zu letowa“ und Schalom lesen wir auf einmal״ ־Betuchin“ statt Bittachon und ״schkoch“ (!?) soll eine volkstümliche Form von jejjascher kochacho sein. Die Mesusa wird folgendermaßen definiert: Ein schmales Röhrchen aus Glas, Holz oder Metall, das etwa 5 bis 10 Zentimeter lang ist; vom Pergamentstreifen wird erst in zweiter Reihe gesprochen. Seine Mitarbeiter hat der Autor auch nicht richtig ausgewählt. Ueber!Schawuoth schreibt ausgerechnet Herr Max Dienemann. Ueberhaupt sind Reformrabbiner oder der Reform nahestehende favorisiert: frischgebackene unjüdische Sitten werden den uralten Bräuchen des Judentums gleichgesetzt. Selbstverständlich gibt es auch einige Oasen in dieser Wüste, So z. B. die Artikel des Altmeisters der Volkskunde, Max Grunwald; ein schöner Artikel Arno Nadels über die synagogale Musik und insbesondere einer von Prof, Dr. Max Eisler über Bau und Einrichtung der Synagogen. Der' Lektor ׳.des Verlages hätte strenger seines Amtes walten sollen. ist die Lage hat hältttisse im Lahde waren schlecht. Heute Mß c h% VÄ d I •dis;Länbftdürftft die dör allgemeine wirf?**' ^.eirbesSeft wurde; ifegönübcr'deM•Völkerbund als . ״ Diesen,,Verpflichtungen zufolge tnuß die;'die jfe'ijricftttiüg. des Jüdisehen N a t i ö n a 1 h e i m s erleichtern und gleichzeitig die religiösen uhd bürgerlichen Rechte der Araber Schützern Wird nicht von den Extremisten aüf/beideö Seiten ein Druck* äüsgeÜbt, däirm Ist *es möglichj beide Verpflichtungeh (dife^gdg'eriüber deri -Juden- Und. die gegenüber den Arabern )miteinander zu vereinbaren. ... ^^׳os ך '9 Die Südapester an tis e mi tischen St 11deuten haben gegen die drei Großbanken eiite Demonstration veranstaltet. Als Vorwand diente die Behauptung; daß diese Banken zu. 80 Prozent Juden beschäftigen. % Der Gerichtshof in Szeged hat die Verbreiter jener Flugzettel freigesprocheh, welche, mit einer jüdisehen Karikatur verunziert; die Käufer aufforderten; nicht bei Juden zu kaufen. 9 Die Palästina-Regierung hat sich bereit erklärtt. die Hilfspolizisten in Tel* Aviv vollständig aus Regierungsmitteln zu besolden, während sie bisher dies nur zur Hälfte getan hat. Etwa hundert Hilfspolizisten dürften in die reguläre Mannschaft der Tel-Aviver Polizei. eingereiht werden. . Am Mittwoch, den 9. Dezember, begann in Ch u r vor dem Kantonalgericht der P rozeß gegen den 25jähngen Studenten der Medizin. David Frankfurter. der im Februar 1936 den Leiter der nationalsozialistischen Landessteile für die Schioeiz, Wilhelm Gustloff, erschossen hat. 9 Auf der Friedenskonferenz der Länder des amerikanischen Kontinents erklärte der argentinische Außenminister de Lamas, es sei notwendig, daß eine gewisse Zahl von Ein 10 an d e r e r n in den siidamerikanischen Ländern zu g elassen werde, doch müßten die Einwanderer ein geioisses kulturelles Niveau• besitzen und keine Analphabeten sein, auch dürfe es sichnicht um Menschen handeln, die mit destruktiven Ideen infiziert sind. , . 9 Die Le mb er g er Polizei verhaftet e am Samstag den Präsidenten des Studentenvereines ״Bratnja ׳ Pomoc“ Maryan Wardynski, welcher der eigentliche Führer der pogromartigen Ausschreitungen gegen jüdische Studenten an der Lemberger Universität in den letzten ־ Monaten gewesen ist. 9 Nach dem Muster ähnlicher Gesellschaften in anderen Ländern ist in Tel-Aviv eine jüdische ״M e e r e s- Liga“ gegründet worden, die es sich zur Aufgabe macht,■ Propaganda für den Seemannsberuf unter den Juden zu, treiben. 9 Bei einer in V enlo in der holländischen Provinz Limburg, hart an der deutschen Grenze wohnenden deutschen Frau wurden viele Pakete von Streichers ״Stürme r“. die zur Verteilung in Holland bestimmt waren, beschlagnahmt. Die Frau wurde verhaftet und wird über die Grenze abgeschoben werden. 9 Der Verband der polnis chen Judenin Amerika hat weitere 15.000 Dollar für Hilfsarbeit nach Polen übersandt. Insgesamt sind durch die Aktion, in Amerika bisher 50.000 Dollar aufgebracht und nach Polen überwiesen worden. 9 Die jüdische Siedlung P et ach Tikw a, die bereits 18.000 Seelen zählt, wird dieser Tage zur Stadtgemeinde erhoben werden. Den gesetzlichen Bestimmungen zufolge wird die Wahl der Stadtvertretung erst in einem Jahre stattfinden. 9 Während die Advokatenkammern, in- Warschau und Krakau den Ausschluß von Juden abgelehnt haben, nahm die Lubline r Advokatenkammer mit 104 gegen 56 Stimmen den Arierparag r aphen an. Der Beschluß verstößt gegen die polnischer Verfassung. 9 Die Abteilung für soziale Hilfe beim Vorstand der jüdischen Gemeinden Tel-Aviv und Jaffa hat ein Siechen heim eröffnet, in dem bereits eine Reihe von Männern und Frauen untergebracht sind, die sich bisher schutzlos in den Straßen herümgetrieben haben. Die Mehrheit des Stadtrates von Tel-Aviv hat nach stundenlanger Debatte die Wahl des von der Regierung gegen den Willen der Stadtratsmehrheit ernannten Bürgermeisters Israel Rokach in die Finanzkommission verhindert, 9 Der Wiener jüdische Zeichner Arthur Stadler hat den Bundeskanzler Schuschnigg inmehreren Sitzungen porträtiert. Die verkleinerte Wiedergäbe des ausgezeichnet gelungenen Porträts wird in Form von Ansichtskarten zugunsten der Oesterreichischen Winterhilfe im offiziellen Auftrag der. Vaterländischen Front verbreitet werden. 9 Einer in der ״Official Gazette“ veröffentlichten- Verfügung zufolge werden in Zukunft alle Strafprozesse und Zivilprozesse zwischen Juden aus dem Gebiet der Kolonie Rechowot in T el- Aviv, statt wie bisher in Ramie durchgeführt werden. 9 Der Geldumlauf in Palästina betrug Ende September 5,l!6l!.13l! Pfund in Banknoten und 577.000 Pfund in Münzen. 9 Auf der Weltausstellung, die 1937 in Paris stattfindet, wird P aläst ina mit einem eigenen Pavillon vertreten sein, 9 Die Schulverwaltung der Jüdischen Gemein de zu B erlin hat beschlossen, demnächst Kurse in der arabischen Sprache einzuführen. Die Mitglieder des von Bronislwo Hub er man n begründeten Philharmonischen Orchesters sind in Pal äst ina eingetroffen, ״Der deutsch-tschechische Leser und Uebersetzer“ Sprachzeitschrift zur Auffrischung, Erweiterung und Vervollkommnung in der tschechischen Sprache. Ein* vorzügliches und billigesMitte! zur schnellen und vollständigen Erlernung der tschechischen Sprache, falls schon einige Vorkenntnisse vorhanden sind. Gratishefte durch den Verlag Gustav Förster in Gablonz a, N. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Telephon Ä-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. E' * Älan fühle sich mit seinem Sportschuh verwachsen 1 Man ist doch mit ihm in Erinnerungen an• große oder liebliche Leistungen verbunden! Sportschuhe wechselt man ungern, an seinen Sportschuhen hängt man, Sportschuhe müssen jahrzehntelang dienen. Sie müssen allerdings vom Bata stammen, der ihnen Lebensdauer verleiht.

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