Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1936-12-11 · 42 (11.12.1936) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
42 (11.12.1936)
Date
1936-12-11
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2629891-2630637-2630679--5394-2637726
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Nr. 42 Seitrf Am Schabbos Chanuka Paschas Mi־ kez, den 12. Dezember» halt Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner S. Fürst im Bethaus der Adas4isroebSchiffsehul um 11 Uhr vors mittags eine D r o sch o h. Generalversammlung der Adas-Jisroel Schiffschul Unter dem Vorsitz des Obmannes, Herrn Siegmund Bon di, fand am Sonntag die Generalversammlung der Adas-Jisroel-Schiffschül statt, in seiner Eröffnungsansprache gedachte der Vorsitzende des in der Berichts- Periode verblichenen Rabbi Josef Baumgarten s. Z. 1., der Führer der religiösen Judenheit, die in den letzten Jahren verschieden sind, und der verstorbenen. Mitglieder. Er legte namens der Adas Jisroel ein Treuegelöbnis zum Staat und zum vaterländischen Gedanken ab, dessen Erneuerer, Bundeskanzler Dr. Dollfuß, uns stets eiii leuchtendes Beispiel bleiben wird.; Der Vorsitzende berichtete weiters über den Ver•? lauf der eingeleiteten Aktion zur Erlangung der selbständigen orthodoxen Gemeinde, deren Führung ihm in freundschaftlichstem Einvernehmen mit Herrn Kommerzialrat Moriz Leitner oblag. Mit Rücksicht auf die allgemeinen Verhältnisse wurde die Aktion zurückgestellt, doch bleibt natürlich das Ideal unserer Kreise unverändert in einer autonomen orthodoxen Gemeinde bestehen. Herr Medizinalrat Dr. R e i n i n g e r leitete den Tätigkeitsbericht des Vorstandes mit Dankesworten für den Nestor der Wiener Othodoxie, Wolf Pappenheim, ein, der nun unter großem Beifall zum Ehrenm i t g 1 i e d ernannt wurde. Zwischen der jüdischen!Orthodoxie und der Reform klafft ein unüberbrückbarer ■Gegensatz weltanschaulicher und religiöser Natur, erklärte der Redner. Die Beseitigung des erzwungenen Beisammenseins kann daher nur eine Frage der Zeit und eine Frage der Form sein. Schließlich feierte der Referent!das geistige Oberhaupt der Gemeinde, Rabbi Jesaja :Fürst, anläßlich der Vollendung seines 80. Lebensjahres, aus welchem- Anlaß ihm eine besondere Aus- Zeichnung durch den Herrn Bundes- Präsidenten zuteil wurde. Nach Verlesung des Rechenschaftsberichtes durch Herrn David Breuer eröffnete der Vorsitzende die Debatte. Als erster Redner betonte Herr Kommerzialrat jMoriz Leitner die Einvernehmlichkeit, die zwischen ihm und dem Obmann, Herrn Sigmund Bondi, »während der. ganzen: Zeit da die Bestrebungen zur Erlangung einer unabhängigen orthodoxen Gemeinde aufgenommen worden .sind bis auf den heutigen Tag besteht. Da die Kultusgemeinde noch im Jahre 1934 jede Konzession an die Orthodoxie entschieden ablehnte, während bei den nichtjüdischen Stellen und Behörden sehr viel Verständnis für unsere Bestrebungen gefunden wurde, mußte mit der größten Agilität die bekannte Aktion aufgenommen werden. Die Eingaben der Adas Jisroel an das Unterrichtsministerium stehen bis auf den heutigen Tag aufrecht und die Orthodoxie wird selbstverständlich auf die Erlangung der Autonomie niemals verzichten, auch wenn die diesbezüglichen Bestrebungen augenblicklich eine Unterbrechung erfahren haben. Herr David B o n d y sprach sich für die stärkere Zusammenarbeit mit den übrigen orthodoxen Gemeinschäften in Wien und für stärkere Heranziehung unserer Brüder aus dem Osten aus. Herr Jakob Fuchs, der nach 35jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand der Adas Jisroel sein Mandat vor einiger Zeit zurückgelegt hat, nahm in sachlichen Aeußerungen zum ׳ Rechenschafts- ־bericht Stellung. ־ ’ Herr Emanuel Lamm setzte auseinander, daß das Amt des Vorstandes der Adas-Jisroel-Schiffschul ein Ehrenamt ist, an das sich auch große Pflichten knüpfen. 'Wer diesen Pflichten nicht vollauf gerecht ׳wird und aus irgendwelchen Gründen nicht geeignet oder nicht gewillt ist, mit dem Einsatz seiner ganzen Kräfte für die Adas Jisroel zu arbeiten, müßte sich allein verpflichtet fühlen, den von ihm eingenommenen Platz einem jüngeren, arbeitsfähigeren Menschen zu räumen. Herr Sigmund Stern brachte eine Resolution ein, die dem Vorstand und allen Mitarbeitern den Dank für die Führung der Bestrebungen um die Anerkennung einer .selbständigen orthodoxen Gemeinde ausspricht und den neu zu wählenden Vorstand beauftragt, wachsamen Auges die weitere Entwicklung zu verfolgen, und auch weiterhin mit allen Kräften nach dem Ideal der selbständigen orthodoxen Gemeinde zu streben. Die Resolution wurde unter lebhaftem Beifall angenommen. Abschließend erwiderte Herr Sigmund Bondi auf die in der Debatte gestellten Anträge und Anregungen. Die Werbung neuer Mitglieder muß tatkräftig durchgeführt werden. Unsere Brüder aus dem Osten sind uns .stets willkommen und wir werden sie mit offenen Armen empfangen. Die Aufnahme eines zweiten Dajan in der Schiffschul wird von Tag zu Tag dringender. Vor Schluß der Generalversammlung fandnoch die Wahl des Vorstandes statt, der sich nunmehr aus folgenden Herren zusammensetzt: Kommerzialrat Sigmund Bondi» David Breuer, Franz Fischmann, Josef Herzog, Rudolf Kohn, ,Kommerzialrat Moritz Leitner, Franz Neumann, Wolf Pappenheim, Medizinalrat Dr. Isidor Reiniger, Leopold Riehter, Josef Schick, Nathan Schiff, Salomon Schreiber, Ernst Spitzer, Julius Steinfeld, Michael Sternfeld, Berthold Stroh, * Joachim “Wosner, , Wintersport, Erholung und Gasteiner Badekuren finden Sie im schünen, U E A E V E I Ml sonnigen Winterkerort TO UT VI M «B I E I PH Ifuvhanc Hfac4an«fl unter Aufsicht der Adas-Jisroel• ImliriiCHI«) W(«91C«VI19 Schiffschul. Wiener KUche, Zen■» tralheizung u. Thermalbäder im Hause, Bad S 2.50. Anfragen rechtet. erbeten Die Damensportschuhe sind nicht plump! Bata macht sie breit, bequem und dennoch zierlich. Der Modell- Zeichner rechnet richtig mit dem Schönheitssinn der Frauen, der viel ausgeprägter ist als bei Männern. Nie wUrden Frauen in plumpem Schuhwerk ski- oder edslaufen. Eher verzichten! Das weiß Bata und daß er es richtig weiß, sehen die Damen an allen seinen Modellen! י Die Paroißf ■Söiiale״ Äi*bdl! Vpn besonderer Seite tfcird uns geschrieben: Die Generalversammlung der Adas Jisroel und die Neuwahl des Vorstandes sind nuü vorbei. Das mag der Anlaß für die folgende Betrachtung sein: Wenn bis nun das Hauptaugenmerk aüf den Amud Hoawaudoh gelegt wurde und auf diesem Gebiete beachtenswerte Erfolge erzielt werden konnten, so war doch der Amud von Gemiläs Chassodim ein wenig vernachläs'sigt. Aber gerade heute, wo das Los der Juden so schwer und das Schicksal der glaubenstreuen Juden doppelt schwer ist, muß eine Kehilloh ihr stärkstes Augenmerk auf die soziale Arbeit legen. Da ist. vor allem die Mizwoh des ,,Wechosakto bau״. Das Helfen, vor allem durch Rat und dann praktisch durch Schaffung einer aktionsfähigen Kreditka ss e, um durch kleinere Darlehen augenblicklicher Not zu steuern. Darüber hinaus ist es oft durch verhältnismäßig kleine Beträge möglich, ganzen Familien bederech Kowaud zu einer Parnosso zu verhelfen. Den Baale Batim, die durch die Ungunst der Zeit finanziell herabgekommen sind, muß in diskretester Form tatkräftigst geholfen werden, aber das darf nicht privater Initiative überlassen bleiben, damit muß eine eigene Stelle sich planmäßig befassen. Weiters ist es eine Forderung der Stunde, den jungen Menschen, die in den Jeschiwos ihre besten Jugendjahreverbracht haben und nun ins Wirtschaftsleben treten sollen, durch Errichtung einer umfassenden Stellenvermittlung zu helfen. Es ist nur halbe Arbeit geleistet, Bachurim in die Jeschiwos zu schicken, wenn sie nach ihrer Rückkehr einfach ihrem Schicksal überlassen bleiben. Es ist der Augenblick zur rettenden Tat gekommen. Wir müssen uns zusammenschließen zur gemeinsamen Arbeit, um unsere hehren Ziele zu erreichen! Husyatiner Rebbe שליט״יא verläßt Wien In unseren, schweren Tagen lebt nur noch ein wirk- •licher Enkel des berühmten ״Ryziner“, der so unendlich viel Segen über das jüdische Volk gebracht ־und die großrabbinische Familie׳ Friedmann begründet hat. Es ist dies der H us y a tin er R e b b e, Großrabbiner Israel Fried mann, der nach Kriegsausbruch in Wien seinen ständigen . Wohnsitz aufgeschlagen hat. In den nächsten Wochen verläßt.nun der greise Rabbi unsere Stadt, um in Erez Jisroel auf geheiligtem Boden sein Lebenswerk fortzusetzen. Den Rabbi begleiten nicht nur die Liebe und Anhänglichkeit des engeren Kreises , seiner zahlreichen Chassidim in Wien wie inr allen anderen Städten und Ländern, sondern auch die Ehrerbietung aller glaubenstreuen Juden, denen das geistige Erbe des ״Ryziner" s. Z. 1. heilig ist. '! Der Husyatiner Rebbe, der stets jedes öffentliche Hervortreten peinlich vermied, stand der Agudas Jisroel bei ihrer Gründung sehr nahe. An die Kattowitzer Gründungskanferenz hatte er ein sehr warm gehaltenes Begrüßungsschreiben gerichtet. Seit jeher unterstützt er alle religiösen Bestrebungen und Institutionen durch seinen Namen, wie er denn überhaupt — dem politischen Getriebe abhold —p an positiver Aufbauarbeit gern mittut. So war er immer Mitunterzeichner der- Aufrufe der Rußlandhilfe des Keren Hathora, der Jeschiwas Chacbme Lublin, des Tiferes Bachurim in Wien und des Keren Hajischuw in Lemberg. Möge Haschern ihn uns noch viele, viele Jahre in voller Rüstigkeit und Geistesfrische erhalten. עמו, ש. Eine Monographie über Uriel Birnbaum. Soeben erschien eine Biographie Uriel Birnbau ms im Verlage der Wiener ״Jüdischen Kunststelle“ aus der Feder von Graf P o l zer-Hoditz," des gewesenen Kabinettchefs Kaiser Franz Josefs. Uriel Birnbäum, der Sohn Nathan Birnbaums, wird von dem Verfasser als Dichter, Maler und Denker enthusiastisch ge•!■ feiert. ״Der verborgene ungehobene Schatz von Uriel Birnbaums Werk“, schreibt Graf Polzer, ״muß ans Licht gehoben werden, um unser selbst willen, damit sein Leben, das eine Ehre für seine Zeit ist, nicht zur Schande seiner Zeitgenossen werde.“ Jüdische Eltern! Von der ״Pirche Agudas Jisroel“ in Wien werden wir um Veröffentlichung dieses Aufrufes ersucht: Wir jungen Juden, Kinder religiös jüdischer Eltern, wissen von den tausend Qualen und Sorgen, welche ehrliehe jüdische Eltern haben, wenn sie vor der Aufgabe stehen, ihre Kinder in der Großstadt religiös zu erziehen. Jüdische Väter und Mütter sorgen dafür, daß ihr Kind im Elternhause durch Beispiel und Ermahnung in die heiligen Satzungen unserer Thora eingeführt wird. Sie sorgen dafür, daß ihr Kind in eine Schule kommt, in der die religiöse Erziehung in ihrem Sinne fortgesetzt und gefördert wird und sie schicken daher ihr Kind nur in die religiös-jüdische Schule. Es gibt aber noch einen dritten Faktor neben Elternhaus und Schule, der auf den Charakter, auf die sittliche und religiöse Einstellung des Kindes von ebenso großer Bedeutung ist: die Gesellschaft und der Freundeskreis. Und hier beginnt die Tätigkeit der Agudas Jisroel. In der ״Pirche Agudas Jisroel“ ist eine Institution geschaffen, in der die Kinder nicht nur unter gleichgesinnten Kindern 1׳ e r n e n, sondern auch Kurzweil treiben können. Die glücklichsten Stunden verbringen die Mitglieder der ״Pirche A, J.“ in den kameradschaftliehen Zusammenkünften, in den gemeinsamen Schiurim. Hier leben wir in einer Atmosphäre bewußter Religiös!־ tat und hilfsbereiter Kameradschaft. Jüdischer Vater, jüdische Mutter! Schicken auch Sie Ihr ,Kind in die ״P i r c h e Agudas J i s r 0 e 1“, Sie machen es glücklich. Eine große Zahl junger, ehrlicher jüdischer Mensche» werden es dort mit offene» Armen empfangen, Pirche Agudas Jisroel, II., Schiffamtsgasse 17. Auskünfte und Anmeldungen" allabendlich 7 bis 9 Uhr, Er^uenhitfeder ״Aäass Jisroel“ Unser nächster 5-׳Uhr*Tee findet Dienstag, den 15. Dezember, im Lokal der- ״Wienea״ statt, Die Voran* stalterinne» desselben, Frau Sari Sternfeld und Frau Amy Periberger, beehren sich, die P. T,# Mitglieder um gütiges Erscheinen zu bitten. Gäste sind *gern gesehen. — Der Vorstand. Agudas-Jisrocl-Mädchengruppe. Am Schabbos Parschas Mikeä hält Herr Däirtd Bondy um halb 11 Uhr vormittags im Restaurant ״Wienea“, li., Obere Donaustraße 91, unseren Schäbböä- Vorfrag. ״Jawneh“, Verein zur Förderung des Studiums von Bibel Und Talmud, Wien, IV., Panigigasse 5. Am Sonntag, den 13. Dezember 1936, Um halb 8 Uhr abends, findet im großen Festsaal des Hotel Continental, It., Taborstraße 6, eine Chanukah-Feier statt. Ungarn Skandalaffären in der ungarischen Neologie £ Von unserem Korrespondenten , f Die neologen Juden Ungarns haben in defc4e|Msh Zeit eine Reihe von Skandalaffären erlebt: So die Sittlichkeitsanklagen der G;emeinde Baja gegen ihren Oberrabbiner. litt Verlauf des Prozesses kam es zu Verurteilungen von Vorstandsmitgliedern wegen Meineides und zum Aufmarsch der Unterwelt vor dem Richterstuhl. Die zentralen Organisationen der Neologen (LandeSkanzlei, Rabbinerverband) versagten vollkommen, so daß die Rabbinerfrage in Baja zum vielerörterten Lieblingsthema der antisemitischen Presse geworden ist. Endlich wurde jetzt reiner Tisch auf dem Vergleichsweg gemacht. Der Oberrabbiner verließ unter Wahrung seiner Pensionsansprüche die Gemeinde. Statt der berüchtigten Unifikation der Orthodoxen mit den Neologen, hat jetzt die ungarische Neologie ein neues Steckenpferd. Sie will die Pester Israelitische Kultusgemeinde mit jener in Ofen unifizieren. Der Weg dazu ist aber wieder mit Skandalen gepflastert. Zuletzt hieß es, daß die Wahlen innerhalb der Ofener Gemeinde darüber entscheiden sollen, ob die Mitglieder unionistisch oder autonomistisch gesinnt sind. Die Wahlmacher der Pester Israelitischen Kultusgemeinde behaupteten unentwegt, daß sie die Majorität hätten. Im letzten Moment haben sie aber das Hasenpanier ergriffen Und beim Ministerium durchgesetzt, daß bis zur ministeriellen Bestätigung des!neuen Landesstatuts keine Kultusgemeindewahlen stattfinden. Das diesbezügliche Gesuch hat der Vorsitzende der Israelitischen (Neologen-) Landeskanzlei gefertigt, derselbe Hofrat Stern also, der Präsident der Kultusgemeinde ist. Der oberste Hüter der israelitischen (neologen) Autonomie hat also in einer interkonfessionellen Frage eine äüßerjüdische Instanz angerufen. Der dritte Skandalfall hängt mit der L an desrabbinerschule zusammen. Professor Bernhard Heller dieses Instituts wurde entlassen und an seiner Stelle ein ziemlich unbekannter junger Mann, der das Glück hat, der Sohn des jetzigen Rektors zu sein, zur Ernennung heim Kultusministerium vorgeschlagen. Pr04 fessor Heller behauptete in einem offenen Briefe, daß dieser Vorschlag auf die Schwerhörigkeit und ein Miß-, Verständnis einzelner greiser Kommissionsmitglieder zurückzuführen wäre. Er wurde wegen dieser ־ Behauptung vom offiziösen ״Egyenlösdg" harsch abgekanzelt. Die Zeitung behauptete sogar, Professor Heller wurde entlassen, weil er es gewagt hat, an... der Landesrabbiner•; schule Bibelkritik zu treiben. Nun entwickelte sich eine interessante Zeitungspolemik. Ein gewesener Zögling* der Landesrabbinerschule und Professor an dem Israelitisehen Landeslehrerseminar erklärte: ,,Die größte Zierde der Rabbinerschule, Professor Bacher, hat drei Jahrzehnte lang ,selbstverständlich‘ Bibelkritik unterrichtet! Ebenso der unlängst verstorbene Oberrabbiner Kecskemdti. Da- ־ gegen wurde niemals offiziell protestiert. Bibelkritik gehört zum Wesen einer Rabbinerschule.“ (!) Aus Rumänien Von unserem Konrespondenten. — In Bukarest tagte eine gemeinsame K o n-. ferenz der verschiedenen Organisationen der rumänischen Juden. Die Zentralkanzlei der orthodoxen Juden war vom Vorsitzenden, Rabbiner Wesel- Turda, vertreten.. Es wurde beschlossen, durch eine Deputation beim Kultusminister über die Herabsetzung , der staatlichen Subvention für die israelitische Konfession Beschwerde zu führen. Kultusminister Iamandi hat die Deputation überaus freundlich aufgenommen und es als Ungerechtigkeit bezeichnet, daß die Subvention vpn 7 Millionen auf 1 Million herabgesetzt wurde. Er wird -— erklärte der Kultusminister’— selber die Deputation zum Ministerpräsidenten und Finanzminister führen und ihrer Bitte Ausdruck verleihen. — Das Kultusministerium hat zur Kenntnis genommen, daß die siebenbürgische Orthodoxie am 28. und 29. ds. ihren Landeskongreß abhält, hat sich aber gegen Großwardein als Kongreßort ent־' schieden und angeordnet, daß der Kongreß am Sitze der Organisation in Klausen bürg abgehalten werde, Die Wahlen sind bereits im Gange. Zweck des Kongresses ist, wie bereits mitgeteilt, das Präsidium und die Landesrepräsentanz neuzuwählen. — Die Hörer der medizinischen Fakultät der Universität Klausenburg haben durch Absperrungen die Teilnahme der jüdischen Hörer an den Aufnahmeprüfungen verhindert. — Gegen den Oberrabbiner Krausz der orfchodoxen israelitischen Kultusgemeinde in Nagybänya (Baiamare) wurde ein Attentat versucht, das die Wachsamkeit der Polizeibehörde vereiteln konnte. Die jugendlichen Attentäter gehören einer antisemitischen Organisation an, Affe aulwotten... S, 14,; Sie bezeichnen sich als Agudisten, dann müssen Sie auch den Mut haben, ihre Anonymität zu lüften. Ohne Kenntnis des Autors kommt eine VeröffentUchung nickt in Betracht, ״Jüdische Presse“, Wien, .... Nie wieder Grippe! Das sagt jeder, der sie einmal überstanden hat, der ihre Leiden gefühlt, um Arbeitskraft und Gesundheit gebangt hat! Aber mit dem Sage» allein ■ ist's nicht getan; Sie müssen auch etwas tun! Spüle!!!Sie * tägüch Ihren Mund mit ein paar Tropfen Alpä״Fran3* branntwein, in Wasser gelöst, und massieren Sie Ihrau Körper mit ״Aipa״! Dann kann die Grippe Ihnen nichts anhabe», dann sind Sie frisch, gestärkt, gesund! Darum empfiehlt auch der Arzt ״Alpa“!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.