Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 35 (1.9.1869)
- Date
- 1869-09-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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679 werde, da verlangte Moscheh einen Nachfolger. Und Gott sprach: 13 mi i^sr tr**, p p yiBnrr n« "p np. „Nimm Dir denJehoschua Gin Nun, einen Mann, in dem Geist ist." d3 inw n«"iD ’j-in, rroi *p ntPD :n"3"pn b“n *iy rw3jp '33 Vy Töyo owan 'bai 'o«dbibm psn vb hx own micn p’D nox ,D»nnn vrrer ]bi bN'jryb “ididi i'nnn -ioiy vwin» trett '»ro p*? w» nrrst njn “j1? »nftnrw iv-r 93 n"3"p"n *?"« 'pü. „Und Gott sprach zu Moscheh: Du Haft wohl gesprochen: wohlan ich will Dir zeigen alle Richter und alle Propheten, die ich an die Spitze meiner Kinder stelle, bis daß die Todten wieder aufleben werden. Rabbi Simon sagte: „Gott zeigte ihm das ganze Land," das heißt: er zeigte ihm den Josua an seiner Stelle stehend und den Athniel (den ersten Richter) belehrend und so Alle; und der Heilige, gelobt sei Er, sagte: Alle Diese, die ich Dir gezeigt habe, ein Sinn und ein Geist belebt sie Alle. Derselbe Sinn und derselbe Geist, die Thora, ihren heiligen Lehren und Gesetze zu befolgen, zu erfassen, zu lernen und zu lehren und sie den kommenden Geschlechtern unverkürzt und unverfälscht zu übertragen, dieser Sinn und dieser Geist, der Moscheh, Jvsua und Athniel beseelte, er hat sie alle beseelt: die Richter und die Propheten und die Männer der großen Synode und die Suggoth und die Tanaim und die Amoraim und die Sabboraim und die Geonim und die Rischonim und die Acharonim bis auf unsere Tage; in dieser Beziehung unterschied sich Moscheh nicht von Samuel, Elijahu nicht von Hillel, Rabbi JehUda der Heilige nicht von Rab Asche, Rab Acha nicht von Rabenu Hai. MaimonideS nicht von Rabbi MoseS JfferleS, R. Sabbatai Cohen nicht von Rabbi Jonathan Eibeschütz, R. Moscheh Sopher nicht von unfern Zeitgenossen: Rabbi Jakob Ettlinger, fstabbi Seligmann Bär Bamberger rc. Ein 'Sinn und ein Geist belebt sie Alle. Und dieser Sinn und dieser Geist hat seit Jahrtausenden unsere heilige Religion vor jeder Willkür bewahrt. Weder Samuel hat daS Judenthum umgestalten wollen noch Jecheekel, weder Schammai noch Rabbi Schimon ben Gamliel, weder Rabbenu Scherira noch Raschi, weder Rabbenu Ascher noch Rabbi Joseph Karo, weder Rabbi Jecheskel Landau noch Rabbi Akiba Eger. 'Bei all den Tausenden von Entscheidungen religiöser Fragen im Laufe der Jahrhunderte herrschte üNd herrscht die größte Gewissenhaftigkeit in Erforschung und Behandlung der Gotttslehre. Es ist wahr, im Schulchan Aruch ist das Religionsgesetz codistcirt; aber deßhalb war die BehandlungS- und Entscheidungsweise religiöser Fragen vor den Verfassern deS Schulchan Aruch keine andere als sie nach jener Zeit geworden. Die großen, mustergiltigen Werke des R. Jos. Karo nnv des R. Mos. JsserleS haben eine ungeheure pracnfche Bedeutung erlangt, aber sie haben i das Judenthum zu keinem andern Abschlüsse gebracht; als dasselbe schon früher gehabt hatte. Kein jüdischer i Gesetzeslehrer vor der Abfassung des Schulchan Aruch i Härte z. B. die Chalizäh aufheben können oder wollen, ebensowenig wie daö heutzutage Jemand vermag; denn ein Sinn und ein Geist belebt sie Alle, und sobald Jemand aus diesem Geiste und aus diesem Sinne heraustritt, so ist er kein jüdischer Gesetzlehrer mehr, sondern ein Ketzer oder Sectirer; auch solche hat e.S in Israel gegeben: Samaritaner oder Kuthäer, Sadducäer und Beothosianer, Karäer und Sabbatäer u. 's. w. Aber diese lösten sich los vom Mittelpunkte unseres Lebens und gingen unter. Auch die modernen Sectirer werden diesem Schicksale nicht entgehen. Sie theilen sich, wie PH. in der erwähnten Nr. 33 seiner Zeitung berichtet in zwei Classen: 1, tu Solche, welche die ewigen Grundprincipien des Inders thums anerkennen, das Gesetz aber und die Lehrd ihrer Willkür unterworfen glauben, waö sie „Entwickelung auf positiv - historischem Boden nennen; und % in Solche, für welche das Judenthum nur noch historische Bedeutung hat, d. h. die dasselbe als ein vergangenes, nicht mehr existirendeö betrachten. Gegen beide Richtungen - man verstehe unwohl', nicht gegen die Personen, sondern gegen die Richtungen — haben wir am kommenden Neujahrsfeste zu beten : n'jDn jbtjd npiD nyann Pdi rvs pspn nnViyi „ und das Unrecht möge verstummen und aller Frevel wie Rauch vergehen." Wir aber wollen mit den Worten desselben Gebetes schließen: „Mögen doch, o Gott, alle Deine Geschöpfe bilden einen einzigen Bund, um Deinem heiligen Willen mit ganzem Herzen nachzuleben. Gib, o Gott, Ehre Deinem Volke, Ruhm, denen so Dich suchen und^ Rechtfertigung, denen so auf Dich hoffen; g»b o Gott, Freude Deinem Lande, Wonne Deiner Stadt, laß hervorsprossen das Horn David, Deinem "Knechte, laß leuchten das Licht dem Sohne Jischai*s, Deinem Gesalbten, bald in unfern Tagen." Israel wird sich seine Hoffnung, seine Zukunft nicht rauben lassen, und Gott wird die, so auf Ihn hoffen, nicht beschämt werden lassen. So möge Er denn uns Alle einschreiben in das Buch des Leben- und des GiückeS, tröstlicher Hoffnung, freudiger Zuversicht und herrlicher Erfüllung D"n 1BD3 wbD uorrpi «aro» u»no.v >-6« doti - - .p« ,D'31D