Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1937-07-08 · 27 (8.7.1937) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
27 (8.7.1937)
Date
1937-07-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2277379-2277516-2277543--12029-2281607
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

10 entity mentions

Seife 4 C-V>Zettüft£j Kr.ff*gJutiT937j geliefert. Das Haus des Juden Friedman in P o dk i j c e wurde in Brand gesteckt. Dem zwanzigjährigen Juden Jacob Kaltmann wurden beide Beine. infolge der Verletzungen bei dem Pogrom in Brest-Lito wsk amputiert Ungarn Der ungarische Innenminister Dr. Josef Szell besuchte bei einem Aufenthalt in der Grenzstadt Salgotarjan die Synagoge und den Sitzungssaal der Jüdischen Gemeinde, wo ihm die Mitglieder. des Gemeindevorstandes vorgestellt wurden. Er erklärte dabei, dass er die Juden für ein. staatstreues Bevölkerungselement halte. ' - Gegen das Gebäude des Gymnasiums der- Pester Israelitischen Religionsgemeinde wurden in letzter Zeit mehrfach plamnässig vorbereitete Anschläge Verübt. . Die Täter, die rechtsradikalen Kreisen angehören, konnten von der Polizei ermittelt werden. Ans jüdischen Auslandsorganisationen Auf der Jahresversammlung der Anglo- Jewish-Association in London wurde Leonard G. M o n t e f i o r e einstimmig zum Präsidenten der Vereinigung wiedergewählt. Der 65. Jahresbericht der Anglo-Jewish-Association untersucht die Lage der Juden in einer Reihe von Ländern. Montefiore berichtete bei dieser Tagung auch über die in diesen Blättern mehrfach erwähnte Umgestaltung des Joint Foreign Committee, in dem die Association in Zukunft statt durch neun nur noch durch drei Mitglieder vertreten sein wird. Als Vertreter der Anglo-Jewish-Association im Joint Foreign Committee wurden neben dem Präsidenten Sir Philip Magnus und Leonard Stein gewählt. * Der Executiv-Direktor des Joint Distribution Committee Josef P. Hyman hat am 30. Juni die Ueberfahrt nach Europa angetreten. Am gleichen Tage begab sich der stellvertretende Vorsitzende des Joint. Alexander Kahn, nach Europa, um hier umfassende Erhebungen über die soziale Lage der jüdischen Massen durchzuführen. Der Joint veröffentlicht soeben den Bericht für 1936, der eine eingehende Schilderung über die wachsende jüdische Not in Mittel- und Osteuropa gibt. Der Joint habe in diesen Gebieten im vergangenen Jahr 2 185 135 Dollars ausgegeben. Staatsbesuch auf ICA-Kolonien Der Präsident der Republik Argentinien hat kürzlich bei einem Besuch der Provinz Entre Rios auch die Kolonien der ICA Santa Isabel und Palmar besichtigt. Der Präsident sowohl wie der Gouverneur der Provinz Entre Rios gab seiner Genugtuung über die günstige Lage der ICA-Kolonien Ausdruck und lud den Leiter dieser Kolonien. F. Kaplan, ein, ihn in seinem Sonderzuge zu begleiten, um ihm Aufgaben und Arbeit der ICA zu erläutern. Neue jüdische Geschichtsforschung In einer Zeit, wo die jüdische Geschichtswissenschaft mit mannigfachen materiellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. ist es beson- Nacht gerade vor meinem Fenster kein Ende finden kann. Doch nach einer Weile wird das Geräusch schwächer, verliert sich. Es ist kein Spiel, sondern eine Art japanischer Nachtwächter ohne Lampe, dafür aber mit Stöcken, deren unaufhörliches Zusammenschlagen die Menschen daran erinnern soll, vorsichtig mit Feuer umzugehen und das ausserdem — Einbrecher verscheuchen soll---hat man mir erzählt — --verscheuchen soll . . . versch . . . Scheusslich! Dieser Ruck, dieses Schaukeln, dieser Stoss! Was ist das nur? Ach, so! Ein Erdbeben als Willkommensgruss! Ich ziehe die Bettdecke über den Kopf. Das hätte ruhig noch ein bisschen auf sich warten lassen können. Man muss nicht in den ersten 24 Stunden gleich alles kennen lernen wollen. Es gibt doch noch einen kommenden Tag, kommende Wochen, Monate.., Stadtplan Das Zurechtfinden ist ein schweres Unterfangen. Die Strassen, die in Windungen herab und hinauf vom Wohnhaus zur Stadtbahnstation und zur Hauptstrasse führen, muss man sich bildlich merken. Strassenschilder gibt es nicht aus dem einfachen Grunde, weil es keine Slrassenbezeichnungen gibt. In den ersten Tagen sieht eine Strasse aus wie die andere, man wagt sich nicht allein heraus. Man sieht keine Elektrische, keine Omnibus-Haltestellen, man erkennt nicht, ob Taxis frei sind oder nicht. Es bedarf erst eines Winkes der „Alteingesessenen", um aus den in unübersehbarer Fülle und Farben herunterhängenden Plakaten das Erkennungszeichen für den „tram-stop" herauszufinden. Möglichst unauffällig aufgestellte halbhohe Pfähle, die von einer kreisrunden Scheibe gekrönt sind, bezeichnen Omnibushaltestellen. Unbesetzte Taxis zeigen kleine rötliche Schilder. Aber all das merkt man erst mit der Zeit, keineswegs sofort. Verstärkt wird dieses Gefühl der Unsicherheit, dass man nichts sprechen und nichts lesen kann. Man glaubt sich auf einen anderen Planeten versetzt. Und so setzt man in den ersten vierzehn Tagen keinen Schritt allein ders erfreulich, dass die „Zeitschrift f ü r die Geschichte der Juden in Deutschland" (Philo-Verlag, Berlin W 15) ihr Forschungsziel beharrlich weiterverfolgt und mit dein soeben erschienenen zweiten Hefte ihres 7. Jahrgangs wiederum reiche wissenschaftliche Erträge vorlegt. In einer einleitenden Abhandlung „Judenrecht als wissenschaftliche Disziplin" würdigt Professor Dr. Ismar Elbogen die bedeutsamen Forschungsergebnisse, ■ die ein führender Mitarbeiter der Zeitschrift, Professor Guido K i s c h , auf dem Gebiete der Rechtsgeschichte der Juden gezeitigt hat. Grundlegend erscheint uns Kischs Unterscheidung zwischen jüdischem Recht, das heisst dem Recht der Juden, das sie aus Bibel, Talmud und den späteren Rechtsquellen entwickeln, und dem Judenrecht, das heisst dem Recht für Juden, mit dem Fürsten, Länder, Städte das Leben der unter ihnen lebenden Juden regelten, und das die Rechtsbücher beschreiben. Mit dem folgenden Aufsatz „Die geistigen Strömungen des 18. Jahrhunderts und. das Judenproblem" veröffentlicht Selma Stern-Täubler einen gekürzten Abdruck aus dem Manuskript des 2. Bandes ihres bekannten Werkes' „Der Preussische Staat und die Juden". Die kenntnisreiche Forscherin erklärt die Grundzüge der Judenpolitik des Königs Friedrich Wilhelms I. von Preussen, die keine so einheitliche Linie zeigt wie die seiner beiden Vorgänger. Sie führt auf quellenmässiger Grundlage den Nachweis, dass jene Uneiuheitlichkeit der Judenpolitik nicht nur aus der eigenwilligen Persönlichkeit des Soldatenkönigs, sondern auch aus den allgemeinen Ideenkämpfen, die damals das Innere des preussischen Staates bewegten, abzuleiten ist. Der Tradition der Zeitschrift gemäss stehen neben diesen allgemeineren Aufsätzen solche, die der territorialgeschichtlichen Forschung dienen: Rabbiner Dr. Max Dienemann schildert die Organisation der jüdischen Gemeinden in Elsass- Lothringen 1S71 bis 1918, Rabbiner Dr. Max Freudenthal steuert aus seinem Arbeitsgebiet einen kulturgeschichtlich interessanten Beitrag „Die heilige Genossenschaft der Männer des Bundes Abrains zu Fürth" bei, während Berthold R o s e n t h a 1 seine Heimatgeschichte der badischen Juden durch Bekanntgabe von Briefen Mannheimer Juden aus den Jahren 1695 bis 1697 ergänzt. Einem Vorgänger Meyer Amschel Rothschilds, dem Oberhofagenten Feidel David, der im 18. Jahrhundert Finanzberater der hessischen Landgrafen war, widmet Oswald L a s s a 11 y eine biographische Studie. Kleinere Forschungsbeiträge und Buchbesprechungen beschliessen in gewohnter Weise das inhaltsreiche Heft. " F.F. Di% Hugo Neumann Vor 25 Jahren, am 12. Juli 1912, starb Professor Dr. Hugo Neumann, der berühmte Berliner Kinderarzt und Sozialhygieniker. Nach seinem Tode schrieb Profesor Lennhoff: „Die Kinder der Armut und des Elends müssen Trauer anlegen, ihnen ist ein Freund und Beschützer dahingegangen, wie sie niemals warmherziger, aufopferungsvoller und zugleich kenntnisreicher einen besessen haben." Professor Dr. Hugo Neumann, der nur für die armen Kinder gelebt hatte, hinterliess ihnen auch sein ganzes Vermögen und wirkt für sie weiter durch seine Werke und durch die vielen Anregungen, die er, zu ihrem Wohle, gegeben hatte. Noch heute steht sein „Kinderhaus" in der Blumenstrasse in Berlin, kenntlich an den vor die Tür. klammert sich ängstlich an den Arm eines „Alteingesessenen". Auch mit einem neuen Zeitbegriff muss man rechnen lernen. Ein „Ganz-nah-von-der-Bahn-wohnen" bedeutet ungefähr einen Weg von 25 Minuten, ein „Vonder-Omnibus- oder Elektrischen-Haltestelle-umdie-Ecke-rum" einen 15-Minuten-Irrgang durch enge Gassen, wobei für den Neuling eine wie die andere aussieht. Doch nachdem die ersten vierzehn Tage um sind, meldet sich der Drang nach Selbständigkeit. Der Wunsch wird wach, nun einmal auf eigene Faust loszugehen, Tokio und Umgebung „ohne Aufsicht zu entdecken". Ich bin ganz verwegen, behaupten die Alteingesessenen, einfach so mir nichts dir nichts loszugehen. Ausgerüstet mit einem Lageplan von Tokio und mit ungefähr zwanzig kleineren und grösseren Zetteln (von befreundeter Seite aufgezeichnete Strassenkreuzungen und Gebäude und von deren' Amahs mit japanischen Schriftzeichen versehen) ziehe ich los. In einem anderen Lande wäre das Auto das bequemste Verkehrsmittel, um schnell an Ort und Stelle zu gelangen. Man sagt, Stadtteil, Strasse und Hausnummer, und man wird richtig abgesetzt. Hier gibt es zwar Taxis die Hülle und Fülle (sie sind ungewöhnlich billig und die Fahrer ausserordentlich geschickt), nur — man setzt sich in der ersten Zeit, da man selbst nicht Bescheid weiss, nicht gern hinein, weil man ent-. weder mit einstündiger Verspätung oder oft überhaupt nicht ans Ziel kommt . . . Es gibt nämlich keine Strassenschilder in dieser Sechs millionen- Stadt. Man fährt mit dem Auto nur so von ungefähr in eine bestimmte Gegend. Fast alle Stadtteile sind wenigstens so gross wie Berlins Stadtteil Charlottenburg, wenn nicht noch grösser. Was uns als Strassenbezeichnung erscheint, ist nur die Unterabteilung eines Stadtteils. Auch die Nummernbezeichnung ist beileibe nicht die Hausnummer, sondern eine Katasterbezeichnung. Es gibt etwa 100 Häuser mit der gleichen Nummer im gleichen Stadtteil, doch diese liegen nicht etwa beieinander, son- Florentiner Wickelkändeni von Euca deHa Robbia, die es schmucken. Es ist jetzt an das Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde vermietet und dient, Hugo Neumanns Testament gemäss, vornehmlich dem armen Kinde, dem Verein „Kinder« hilf e". Hugo Neumann hatte dieses Haus aus eigenen Mitteln geschaffen und erhalten; er wollte damit ein Beispiel für zusammenfassende Säuglings- und Kinderfürsorge bieten. Gleichzeitig gewährte er in einer Wöcbnerinnenunterkunft den Müttern der unehelichen Kinder Hilfe und Zuflucht Hugo Neumann war am 25. Oktober 1858 in Berlin geboren, als Sohn des wohlbekannten Zigarrenfabrikanten J. Neumann, der zu den tatkräftigsten Mitgliedern der Armenkommission der Berliner jüdischen Gemeinde zählte, und seine Gattin, Julie Neumann, die gleichfalls in der Waisen-Kommission und anderen Ehrenämtern der jüdischen Gemeinde wirkte und dem jüdischen Mädchenstift und dem Komitee für Chanukabescherungen vorstand. Was der Sohn an seelischen und materiellen Gütern von seinen Eltern ererbte, bedeutete für ihn nur eine moralische Verpflichtung, um damit Gutes zu tun. Er fühlie sich nur als Verwalter seines Vermögens, das ihm dazu dienen sollte, anderen zu helfen. Er war frei von Selbstsucht und Eitelkeit. Grosse äussere Anerkennungen lehnte er mit feinem gütigen Lächeln ab. Er stand am liebsten im Verborgenen, hinter seinem Werke und liess sich nicht einmal gern mit seinem Titel „Professor" anreden, der ihm 1907 verliehen worden war, nachdem er sich auf Grund vieler wissenschaftlicher Arbeiten 1893 als Privatdozent an der Berliner Universität habilitiert hatte. Schon 1887 hatte er, nach Beendigung seiner Assistenzzeit am Moabiter Krankenhause, eine Poliklinik für Kinderkrankheiten ins Leben gerufen. 1897 erwarb er denn das Haus in der Blumenstrasse 97 zur weiteren Ausgestaltung der Poliklinik und zur Gründung neuartiger Wohlfahrtseinrichtungen. 1899 gab er „als Quintessenz seiner zehnjährigen Erfahrungen in der Poliklinik", wie Geh. Med.-Rat Professor Heubner im Nachruf sagte, „das reizend geschriebene Lehrbüchlein über die Behandlung der Kinderkrankheiten", betitelt „Briefe an einen jungen Arzt", heraus das viele Aurlagen erlebte. Von grosser Bedeutung war dann sein 1900 erschienenes Buch über die „Unehelichen Kinder von B e r 1 i n". Schliesslich gründete er mit Hilfe von Toni Liebermann und anderen Wohltätern die Kinderheilstätte Borgsdorf, vor den Toren der Stadt. Er selbst spielte mit Kindern wie ein Kind und verlebte seine Sonntage am liebsten draussen bei ihnen in Borgsdorf. Dort erzählte er ihnen, während er mit ihnen im Grase lag, selbst ersonnene Geschichten. Sie sind gedruckt und heissen „Dyrotzer Geschichten", denn in Dyrotz war sein erstes Ferienheim. Emma Waldenburg. Die Gemeinnützige Wohmmgsberatmig der Jüdischen Gemeinde, Oranienburger Strasse 29, sucht dringend: Wohnungen jeder Art und Grösse, insbesondere billigere Kleinwohnungen, und Koehstuben in allen Stadtgegenden. Ausserdem ist grosse Nachfrage nach leeren Zimmern. Auskünfte an Interessenten können nur mündlieh, Sonntag bis Freitag von 9 Uhr 30 Min. bis 12 Uhr. erteilt werden. An jedem ersten Sonntag im Monat ist die Stelle geschlossen. Die Inanspruchnahme ist kostenlos. dern sind völlig wahlos über eine riesige Fläche verstreut. Und so bleibt eine Fahrt mit dem Taxi für den Neuankömmling immer eine „Fahrt ins Blaue", die, wenn sich das gesuchte Haus trotz des dem Fahrer übergebenen, genau aufgezeichneten Lageplans und trotz mehrfacher Anfragen bei den verschiedensten Polizeiboxen (in denen die Polizeibeamten mit der grössten Bereitwilligkeit Auskunft geben) nicht finden lässt, unweigerlich in „dem Hotel" Tokios, nämlich im „Imperial-Hotel", endet. Nach Tmentwegtem Kratzen hinterm Ohr (das untrügliche Zeichen für Nicht-mehr-ein-noch-aus-wissen) — der letzte Ausweg für den Taxichauffeur — doch meistens leider keiner für den Fahrgast! Hier gibt es in der ersten Zeit nur einen Weg, um ans Ziel zu kommen: angeborener Ortssinn, seine eigenen zwei Beine und — die Eisen- oder Stadtbahn. Und nun versteht man auch den ersten Einkauf; Visitenkarten, Visitenkarten von besonderer Art. Sie zeigen auf der einen Seite den Namen in lateinischen, auf der anderen in japanischen Schriftzeichen. Damit hat sich aber der" Einkauf keineswegs erschöpft. Auch ein genau aufgezeichneter Lageplan des Hauses, in dem man wohnt, auch zweiseitig gezeichnet und beschriftet, wird eingehandelt, über dessen Bedeutung man sich im ersten Moment nicht klar ist, dessen weise Einrichtung man aber bald segnet. Jede schriftliche Einladung, die ins Haus schneit (auch die allereinfachste Einladung kommt schriftlich, da die meisten Leute keinen Telephonanschluss haben), ist beim ersten Male begleitet von einem genauen Lageplan, der das Finden des betreffenden Hauses erleichtert, aber keineswegs hundertprozentig sicher macht. Baden Das Wetter ist an diesem schönen Tage so wunderbar warm, dass meine Gastgeber mich ans Meer entführen. In einstündiger Fahrt sind wir in Zuchy, der Sommerresidenz der kaiserlichen Familie, das Auto bringt uns in $m &m*%cm Schachaufgabe Nr. 102 von Justizrat M. Höflem (Bamberg). Matt in drei Zügen. 1 Weiss: Kf8, Df6, Lbö, Sa4, Sa7. Bc2 (6) Schwarz: Kaö, Lei, Lfl, Bc7, d6, e3, e2, fö (8) * Lösung der 'Aufgabe Nr. 100: 1. Leo—d6, (drohend 2. Sg4—f6 matt) » . « Sb2—a4 2. DhS—a8 matt » * , Sb2—dl, 2. DhS—hl „ 0 « . Sb2— c4. 2. Tc7—c5" „ s. % Sb2—d3, 2. Sg4xe3 „ . . . Sf7Xcl6, 2. DhS—e5 „ Ein ,,Springer-Valve"-Problem. Um die Drohung zu parieren, öffnet der Sb2 der schwarzen Dame die Diagonale nach fö, schliesst ihr aber gleichzeitig eine andere Wirkungslinie, nach a8 oder nach hl. — Einfache Valve. Das gleichzeitige Schliessen der Wirkungslinien anderer schwarzer Figuren, hier der beiden Türme, ist eine Doppelvalve. Auf 1. Dh8—ho antwortet Schwarz SfT—gö! Lösung der Aufgabe Nr. 101: 1. Td2—e2, (drohend Te2—eö matt) » « , Lf3Xe2, 2. f2-f4. LglXd4. 3. Sf7—d6 matt 2. ... g4Xf3 e. p. 6. ... £ÜO/\Ii 3. Td4Xf4 matt s » « d7—d6, 2. Te2—e6 und 3. Te6—f6 matt ,? LfS—e4, 2. Td4—döf und 3. Te2—eö matt. Richtige Lösungen der Aufgaben 100 und 101 gingen ein von: Bernhard Loeb (Bingen), Dr. med. J. Meyerhoff (Rotenfels), Gerda Loewkowitz (Konstadt), Hanna Marcus (Strausberg), H. Lindner (Burgkunstadt), Julius Cahn (Neuwied), Landgericht i. R. Emit Bacharach (Amberg), Tierarzt "Max Koschminski (Landsberg), Max Pniower (Hindenburg), Herbert Heimann (Ratibor), Gottfried Gumbel (Stuttgart), Siegmund Austerlitz (Giessen), Rechtsanwalt Dr. Ernst Boehm (Brieg), Michael Levy. Gottfried Gomp'ertz (Krefeld), Karl Bechhöfer (Nürnberg), Adolf Schuck (Breslau), Landgerichtsrat a. D. Dr. Karl Ulrich (München), Gustav Lewi, Fritz Riess, Sanitätsrat Dr. Ritterband, Dr. med. Herbert Picard (Berlin). Von Nr. 100: Justizrat Kurt Jacusiel, Arthur Liebert (Berlin). Von Nr. 101: Karl Nussbaum (Rheydt). Richtige Lösungen sind weiter eingegangen: Ton Nr. 96: Louis Rawicz (Berlin), von Nr. 97 und 99: Tierarzt Max Koschminski (Landsberg); von Nr. 98 und 99: Gerda Loewkowitz (Konstadt), Adolf Schuck (Breslau); von Nr. 98: Frau Tilde Adler (Landsberg), Moritz Hevnemann (Düsseldorf), Walter Joelsohn (Berlin), Martin Hirsch (Grottkau); von Nr. 90: Rechtsanwalt Leo Rothschild (Konstanz), Siegmund Austerlitz (Giessen), Hermann Speyer (Frankfurt a. M.), Dr. Th. Gernsheimer (Mannheim). Schachbriefkasten. T. A'. (Landsberg), L*. R. (Berlin). — Leider nicht verwendbar. ungefähr fünf Minuten zum idyllisch gelegenen Oertchen Hayana, neben Kamakura, der beliebteste Frühlings- und Herbstaufenthalt der Ausländer. Ich betrete zum ersten Male ein japanisches Hotel, und das bedeutet — die Schuhe vorher ausziehen, eine japanische Sitte, der sich die „Foreigners" respektvoll unterwerfen. Angel weit sind die Schiebetüren der Zimmer geöffnet, zu denen zwei Stufen hinaufführen. Jeder Besucher kann in das andere Zimmer hineinsehen, kann durch die verschiebbaren dünnen Wände jedes Wort im Nebenraum hören. Nur — man sieht nicht hinein, und man hört nicht hin! Die Zimmer sind mit Strohmatten, „Tatamis", ausgelegt. Ein Alkoven, dessen Empore mit einer schönen Pflanze odermit einem besonders wertvollen Kunstgegenstand geschmückt ist, bedeutet die einzige Unterbrechung im Räume. Dieser Alkoven — „Tokonoma" — befindet sich in jedem japanischen Zimmer. Meist hängt in dieser Wandvertiefung ein „Kakemono", ein japanisches Bild, das hier die Stelle des gerahmten Bildes in Europa einnimmt. Die japanische Sitte schreibt vor, dass dies der einzige Platz im Zimmer ist, in dem diese auf Seide oder Japanpapier gemalten Bilder aufgehängt werden dürfen, und strenge Regeln für die Dimensionen und andere Einzelheiten für die Anbringung sind dabei vorgeschrieben. Der Sitz vor der Tokonoma ist immer dem Ehrengast reserviert. Was den Neuankömmling zuerst so unsicher macht, ist die völlige Ungenierlheit, die geradezu hier selbstverständlich ist, und der auch wohl der Europäer mit der Zeit, bis zu einem gewissen Grade allerdings, unterliegt. Schnell sind wir all unserer Sachen ledig, reinin den Badeanzug. Baden im Meer, jetzt Ende März! Dass man seine Tasche mit Geld und Wertgegenständen ruhig offen liegenlassen kann, ohne dass sie gestohlen werden, will mir durchaus nicht in den Kopf. Ich werde ob' meiner Bedenken glatt ausgelacht. (Fortsetzung folgt.).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.