Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 8 (1933)
- Issue
- 8 (9.1933)
- Date
- 1933-09-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Franz Kafka 1× ep/1025205
- Franz Rosenzweig 1× ep/1004530
- Franz Werfel 1× ep/1000003
- Hermann Vogelstein 1× ep/1013458
- Judah Halevi 1× ep/1002737
- Julius Bab 1× ep/1011035
- Julius Galliner 1× ep/1020768
- Ludwig Strauss 1× ep/1009287
- Max Dienemann 1× ep/1011813
- Max Grunwald 1× ep/1000088
- Richard Beer-Hofmann 1× ep/1006750
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Überschrift „Unsere Pflicht — unser Recht" vorangestellt ist, will im Geiste und Sinn unvergeßlicher und unvergessener Frontkameradschaft in Erinnerungen und Dokumenten das Bild des jüdischen Frontkämpfers im Deutschen Heere erstehen lassen, — ein Bild, das zeigen soll, wie auch wir Juden in jenen Jahren unsere Pflicht bis znm Aeußersten getan haben. Der Schocken-Verlag in Berlin, weiteren Kreisen als der Verlag der Bnber-Rosenzweigschen Schriftverdeutschung bekannt, veröffentlicht in diesen Tagen einen Verlagsalmanach eigner Art, mit Beiträgen von: Martin Bnber, Leo Baeck, Franz Rosenzweig, A. D. Gordon, Richard Beer-Hofmann, Franz Werfel, Franz Kafka, Ludwig Strauß, Gerhard Schalem u. a., eine große Erzählung von S. I. Agnon (aus dem Hebräischen), ausgewählte Stücke aus dem altjüdischen Schrifttum (Talmudische Gespräche, Jehuda Halevi, Mose ibn Esra usw.), schließlich im Anhang eine kurze statistische Information über Palästina. Der mehr als" 130 Seiten starke, gm ausgestattete Almanach wird von: Verlag, um weiteste Verbreitung z:r ermöglichen, zum Verkaufspreis von 60 Pfg. abgegeben. Eine schöne und wertvolle Gabe zum neuen jüdischen Jahr. ' Auch das Augustheft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums bringt eine Reihe gediegener Aufsätze, die nicht nur für Fachgelehrte verständlich sind. Max Grunwald, der bekannte Forscher ans dem Gebiet der Volkskunde, führt seinen Bericht über neuere Arbeiten auf sagenkundlichem Gebiete zum Abschluß. B. Weinryb stellt die Geschichte des jüdischen Buchdrucks in Polen dar und beleuchtet sehr lehrreich das Zusammenwirken der kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bedingungen für die Entwicklung dieses Erwerbszweigs. Es ist äußerst erfreulich zu sehen, wie diese älteste der bestehenden jüdischen Zeitschriften trotz aller materieller Schwierigkeiten fortfährt, der Wissenschaft zu dienen. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von RM. 10.— an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet. Das Augustheft der Zweimonatsschrift der „Morgen" (Philo- Verlag, Berlin) ist vor kurzen: erschienen. Es enthält, unter dem Motto: „Unser Wille zum Leben" stehend, Beiträge zu den Fragen der Zeit, aus der Feder von Hans Bach, Heinrich Stern, Heinz Kellermann, Max Dienemann, Julius Bab, Julius Galliner, Jakob Horowitz, Hermann Vogelstein, Kurt Bergel, Betty Markus, Paul Schreiber, Max Schindler und Martin Göetz. Jvar Kreuger und seine Zeit von Uan (Adolf Nau). Neue Verlags-Gesellschaft, Berlin W. 8. — Brosch. 2.85 RM, in Leinen geb. 3.85 RM. Ein Streichholz — man zündet es an und wirft es weg ohne zu ahnen, welche ungeheure volkswirtschaftliche Bedeutung'seiner Herstellung und seinem Vertrieb dieser Ware zukommt. Uan, ein Mitarbeiter Kreugers, gewährt uns nicht nur einen Einblick in die Zündholzindustrie', er gibt uns darüber hinaus einen Querschnitt durch die Wirtschaftsentwicklung der letzten 30 Jahre. Er zeigt die Fehler und Mängel unseres Wirtschaftssystems. Wir erleben den Riesenanfschwung'eines Konzerns mit all seinen Folgeerscheinungen, Verflechtung von Wirtschaft und Politik, Durchführung gewaltiger Finanzoperationen, die dem Unternehmen und seinenüFuhrer zun: Verhängnis werden. Er weist ans die falsche Stcnerbelastung der Unternehmungen und die mit der Entwicklung nicht schritthaltende Wirtschaftsges'etzgebung hin. Sie zwingen den Wirtschaftsführer zu Gesetzesumgehungen. Die Richtigkeit dieser These findet ihre Bestätigung in dem Ausstieg und Zusammenbruch anderer Unternehmungen. Man denke an Favag, Nordwollkonzern u. A. Zu spät — nach den Zusammenbrüchen entschließt man sich zu gesetzgeberischen Reformen. Es sei an die deutsche Aktienrechtsnovelle von 1931 erinnert. Wenn man auch Uan vielfach nicht folgen kann, so z.B. in der Erklärung der heutigen Weltkrise (S. 25), so muß man doch zusammenfassend feststellen, daß der Verfasser die inneren Zusammenhänge der Wirtschaft erkannt und eine Lösung des Rätsels „Kreuger" gegeben hat. . ' Dr. Josef Kahn pei-sonalnotiren. Geboren: M a i n z: 21. 8. 33 eine Tochter des Herrn Siegbert Frohwein. 22. 8. 33 eine Tochter des Herrn Rechtsanwalt Dr. Sigwart Süssel. Genf: 22.8. 33 eine Tochter des Herrn Ingenieur Deszö Steru. Barmizwoh: M a i u z : 23. 9. 33 Rudolf Simon, Sohn des Herrn Rechtsanwalt Dr. Paul Simon. Verlobte: A p p e n h e i m — F ü r f e l d : Fränl. Erna Lazarus mit Herrn Alex Kahn. O st h o f e n — Mannhei nt : Fränl. Hilde Herz mit Herrn Arnold Kohl. Vermählte: Mainz: Otto Mannheimer mit Ruth Mannheimer, geb. Häußer. 60. Geburtstag: Mainz: 27.9.33 Frau Jenny Luck. 70. Geburtstag: Al a i n z : 2.10. 33 Leopold Herz. 75. Geburtstag: M ainz: 23.8. 33 Bernhard Baer. 80. Geburtstag: G tl tt 1 e r s b l tt m : 24. 8. 33 Frau Daniel Rüb. 84. Geburtstag: Alzey: 17.10.33 Frau Abraham Mendel Wwe., geb. Fröhlich. 87. Geburtstag: Bl a i n z: 18. 9. 33 Albert Beck. 89. Geburtstag: B o d e n h e i m : 25. 8. 33 Frau Betti Blum Wwe. Gestorben: Ba d-Kr euzu ach (früher Sprendlingen): Frau Fanny Natt, geb. Koppel, 59 Jahre alt. W o r m s : 25. 8. 33 Leopold Reinheimer, 76 Jahre alt. Framersheim: 25. 8. 33 Heinrich Scheuer, 88 Jahre alt. M a i u z: 26.8. 33 Leo Ganz, 65 Jahre alt. H e ch t s h e i m : 24. 8. 33 Moritz Weiß, 55 Jahre alt. B ü r st a d t : Frl. Jeanette Simon, 95 Jahre alt. 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