Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1945 (6.2.1962)
- Date
- 1962-02-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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6 — Martes, 6 de Febrero «te 1962 LA SEMANA ISRAELITA Weltkonferenz der Wizo Am Dienstag, den 6. Februar, reist die Delegation cer OSFA, an deren Spitze die Präsidentin der Organisation Dra. Hadassa K. de Grinberg steht und der die Damen Sofia de Nissensohn, Estela Schapira, Maria de1 Cohen, Graciela de Mordoeovich, Rebeca der Schagorodsky, Sofia de Kesner und Maria de Herrendorf ange- ■ hören, zur Teilnahme an der XIV. Konferenz der Weltwizo per Flugzeug ab. i Ferner gehören der Delegation noch folgende Damen ' en: Rosa oe Nijensohn. Esther Bernstein, Juana Hirschfeld. Berta Gerchunoff, Ana Nijensohn, Sofia Elkin, Rosa j Friedemberg, Ana Daien. Yona de Avida, Eva de Swar-! sensky und Carlota de Tonn. Alle diese Damen sind ak- ¡ five Mitarbeiterinnen der Ortsgruppen der OSFA, die sich! an diesem Datum in Israel treffen. j Die WIZO-Organisation, die für ihre fruchtbare Arj beif durch vier Jahrzehnte als lebendige Kraft im Leben und in der Entwicklung der Medinat anerkannt ist, lei- . stet der Regierung eine konkrete und lebenswichtige Kooperation bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Pro- ■ bleme sozialer wie auch ökonomischer und kultureller i Natur. I Aus diesem Grunde dürfte die periodische Konferenz ¡ dieser grossen Organisation zweifellos das Interesse des f Jisrhuw wachrufen, für den sie ein wichtiges Ereignis . dar stellen wird. Diese Konferenz unterstreicht die Eigenschaft der ' WIZO als einzige Weltorganisation der zionistischen Frauen aus allen Teilen der Welt, die sie miteinander j verbindet lind sie mit geistigen Banden an das Geschick der Medinat Israel knöpft. 1 Repräsentantinnen von über 55 Föderationen werden j an d'T Konferenz teilnehmen, die als solche den Beginn einer neuen Arbeitsperiode einleitet. Einesolchen Konferenz beizuwohnen und an ihr t?ilzurehmen, wird wahrlich eine wichtige Erfahrung für eine jede der Delegierten sein, die bei den zukünfti-' gen Arb liten der einzelnen Föderationen diese Erfahrung j zu nützen wissen wird. | Vor der Weltkonferenz der Weltwizo werden die De-; legiert :n aus don lateinamerikanischen Ländern an der i La'einamerikanischen Konvention teilnehmen, deren Ab-! teilung unter Leitung von Frl. Estela Schapira ihren Sitz in Buenos Aires hat. j Die Delegierten werden ebenfals an dem Seminar ' teilnehmen, das gemeinsam mit der .JVTZO von der Jew-: ish Agency zu dem Zweck veranstaltet wird, ihnen die j Möglichkeit zu bieten, das Land unter seinen vielfältigen; Aspekten kennenzuleincn. i In Anbetracht der verdienstvollen Arbeit, die die WIZO durchführt, und der Wichtigkeit der Angelegenheit, I dio die Weltkonferenz behandeln wird, steht ein erfolgreiches Resultat dieses Treffens zu erwarten, das sich in der künftigen positiven Tätigkeit zugunsten der Sicher- I beit und Verankerung der Medinat Israel auswirken ' wird. | I* * YsRA KÍI B RÍEFMA R*K É*N* Í c AR WIEDERVERXAEUfER — ALLE NEUAUSGA- J BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS c Agenda Filatélica oficial I de! Estado de Israel, * J VIAMONTE 550. £/B — Bueno« Aire«, Rep Argentina J Kein Gesuch der Familie Eichmann Jerusalem. — Die Familie des Adolf Eichmann hat nicht um die Erlaubnis ersucht, den Verurteilten noch einmal vor seiner Hinrichtung sehen zu können, falls das Todesurteil vollstreckt wird. Diese Information erteilte der Justizminister im Parlament in Beantwortung einer Anfrage. (ITA) Juden in Jugoslawien Wien. — In den Gemeinden des Landes sind heute 6.500 Juden als Mitglieder eingeschrieben; darüber hinaus dürfte cs noch weitere 500 Juden in Jugoslawien geben, die zu keiner Gemeinde getiören. Sie sind in 35 Gemeinden organisiert. 1.400 leben in Belgrad, 1.400 in Zagreb, i 000 in Serajewo, die übrigen sind über das ganze Land verteilt. Von diesen 35 Gemeinden haben nur sieben ein normales Gemeindeleben. Die sefardischeu und aschicenasischen Gemeinden haben sich vereinigt. In ganz Jugoslawien gibt es einen Rabbiner, nämlich in Serajewo. Im Jahre finden etwa sechs oder sieben religiöse Eheschliessungen statt, davon sind die Hälfte Mischehen. Vor dem Krieg lebten in Jugoslawien 75.000 Juden. Hiervon waren zwei Drittel Sefarden, ein Drittel Aschkenasim. 80.000 Juden fanden den Tod 15.000 überlebten die Schrecken des Krieges, hiervon wanderten 8.000 zwischen 1948—1952 nach Israel aus. Der Basler Raw Hundert Jahre sind ver-' gangen seit. Dr. Arthur Cohn; der Basler Raw, das Licht der Welt erblickte. Dieser \ bedeutende Repräsentant des orthodoxen Judentums,: der 1926, erst 64 Jahre alt,j starb, ist durch seine mehr j als vierzigjährige Tätigkeit in Basel und durch seine j Mitbgeründung der „Aguj dath Jisrael“ in die jüdische; Geschichte eingegangen. j Rabb. Cohn stammte aus Ostpreussen und studierte am Hildesheimer’schen (orthodoxen) Rabbinerseminar \ sowie an der Berliner Universität. Mit 23 Jahren wur- . de er zum Rabbiner der Ge-; meinde Basel berufen, de-1 ren geistiges Oberhaupt er bis an sein Lebensende blieb; Dass er diese angesehene Gemeinde ganz in seinem 1 religiösen Sinn beeinflusste, versteht sich von selbst. Da- ' neben schuf er ein „Chewra- Shass“, eine engere Lerngemeinschaft zur Durchführung intensiveren Thora- und Talmudstudiums. Dadurch, dass die ersten zionistischen Weltkongresse; (seit 1897) fast durchweg in Basel stattfanden, wie auch I einige der späteren, lag es . dem Gemeinderabbiner ob,' diese offiziell zu begrüssen. , Doch Dr. Cohn trat auch in persönlichen Kontakt zu Dr. Theodor Herzl, den er be- 1 wunderte und verehrte. : Auch glaubte er anfangs, dass das orthodoxe Juden- , tum, das er vertrat, aufs I engste mit der zionistischen , Bewegung zusammenarbei- ' ten könnte, da beide in der > extrem-liberalen assimilatorischen Richtung sozusaj gen gemeinsame Gegner be-. sassen. Doch die späteren I Kulturdebatten auf den Zionistenkongressen mussten Rabb Cohn davon überzeugen, dass der gesetzestreue Flügel innerhalb der zionistischen Bewegung eine Minderheit bildete, dass die religiösen Anschauungen des „Misrachi” von der Mehrheit der zionistischen Delegierten nicht geteilt wurde. So wurde Arthur Cohn Befürworter einer Weltorganisation des orthodoxen Judentums, wie sie in der „Agudat Jisrael” zu Kattowitz, im Mai 1912, vor nunmehr fünfzig Jahren geschaffen worden ist. In diesem Organismus erblickte er die Garantie für die Aufrechterhaltung der religiösen Einheit in seinem Lager. Dass diese von ihm heiss ersehnte Einheit in der Folgezeit doch nicht zustande kam, dass für mindestens zwei Jahrzehnte heftige Meinungskämpfe zwischen Aguda und Misrachi in der Frage der Aufbauarbeit in Erez Israel an der Tagesordnung waren, ist von diesem ehrlichen Kämpfer für das religiöse Ideal aufrichtig beklagt worden. In seinen „Tagebüchern” erwähnt Herzl den Basler Rabbiner mit Hochachtung und Anerkennung. Der Geist dieses Hauses lebt fort: Einer der Söhne von Raw Cohn war der allzufrüh heimgegangene Rechtsanwalt Dr. Marcus Cohn, Basel, der zuletzt eine hohe Staatsstellung in Israel bekleiden durfte. Sein Sohn, Dr. Chaim Heinrich Cohn, lebt im Ruhestand in London, nachdem er durch viele Jahre segensreich an AB» XXIII. — N«. 1945 Gegen MS-Zeichen! Augsburg. — In Ausburg werden Autokennzeichen mit Buchstabengruppen, die an Gliederungen oder Einrich- | tungen der nationalsoziali- | stischen Zeit erinnern, nicht ausgegeben. : Nach Auskunft des augsj burger Amtes für öffentli-! che Ordnung wären Buchi staben-Kombinationen wie | H.I, NS, KZ, SA, SS und I SD auch noch lange nicht; an der Reihe gewesen. Als i erste würde in etwa zwei j Jahren die Serie A bis HJ | in Frage kommen, aber bis | dahin werde wahrscheinlich I auch ein offizieller ministe-! rieller Beschluss darüber | vorliegen, welche Buchsta- I bengruppen nicht verwendet j werden sollen, i Bisher besteht bereits ein : Benutzungsverbot für die i Buchstabengruppe KZ. — I (AW'Z) der Synagoge Lessingstrasse zu Berlin und als Generalsekretär der „Israelitischen Union” gewirkt hatte. Seine in New York lebende Tochter ist die Gattin von Rabb. Dr. Naphtali Hartwig Carlebach, dem die jüdische Welt das hervorragende Werk über seinen älteren Bruder Oberrabb. Joseph Carlebach (Hamburg, 1883—1942) verdankt. Der Basler Raw hinterliess auch eine Anzahl gedruckter Predigten und Vorträge. Seines hundertsten Geburtstages zu gedenken, ist gewiss nicht nur eine Angelegenheit der Mitglieder seiner einstigen Gemeinde, sondern des gesamten religiösen Judentums, unabhängig von Parteischattierungen. Curt Wilk Wir wollen unsere Arbeit schnell abschliessen lüsssssssässs-! .iSMiistä-ar Glückwunsch-, Blumen-, Geschenk- und Beileid- ABLOESUNGEN zu Gunsten der Asoc. Filan trónica Israelita Cangallo 147S 1* 40-4900 — 40-9535 L U A C H (KALENDER) Dienstag, den 6. Februar Mittwoch, den 7, Februar Donnerstag, den 8. Februar Freitag, den 9. Februar Sonnabend, den 10. Februar Parschat TRUMA 2. B. M. 1 Haftara Könige I V Sonntag, den H. Februar Montag, den 12. Februar Dienstag, den 13. Februar Mittwoch, den 14. Februar Donnerstag, den 15. Februar Freitag, den 16. Februar Sonnabend, den 17. Februar Sonntag, den 18. Februar Montag, den 19. Februar Dienstag, den 20. Februar Mittwoch, den 21. Februar Donnerstag, den 22. Februar Freitag, den 23. Februar Sonnabend, den 24. Februar Parschat KI TISSA 2. B. M. XXX 1 Haftara Könige I XVIII 1 Sonntag, den 25. Februar Montag, den 26. Februar Dienstag, den 27. Februar Mittwoch, den 28. Februar Donnerstag, den 1. März 2. Adar I 3. Adar I 4. Adar I 5. Adar I 6. Adar I XXVII 19 13 7. Adar 1 8. Adar I 9. Adar I 10. Adar I 11. Adar I 12. Adar I 13. Adar I — XXX 10 27 14. Adar I 15. Adar I 16. Adar I 17. Adar I 18. Adar I 19. Adar I¡ 20. Adar 11 - XXXIV 35 39 21. Adar I 22. Adar I 23. Adar I 24. Adar I 25. Adar I Deswegen erledigt SOFORT Eure Beisteuerung für die Einheitskampagne für IS DIE DREI GROSSEN AUFGABEN DIESES JAHRES: HILFE FU!R DIE NEUEINWANDERER AUFBAU NEUER WOHNSIEDLUNGEN ERSCHLIESSUNG NEUER BOEDEN ANNAHMESTELLEN: CAMP ANA UNIDA PRO ISRAEL, COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376,3°, T. E. 47-3820 und saemtliche Sekretariate de» angeschlossenen Organisationen und Gemeinden