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Central-Verein-Zeitung · 1936-05-27 · 22 (27.5.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
22 (27.5.1936)
Date
1936-05-27
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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Im Md wären sich die'GSgntr ziemlich' ebenbürtig. Ten Ausschlag für den unverdient hohen Sieg gab aber letzten Endes die größere Durchschlagskraft der Berliner Stürmer, die in Sommerfeld einen überlegten Führer hatten. Rundenkämpfe im Tennis In den Rundenkämpfen der Berliner TenniZvereine gab es am 24. Mai bereits die erste Entscheidung. Durch ihren 6 :3-Sieg gegen Tenniselub „Grunewald" 4. Herren sicherte sich JSG 33 2. Herren den Sieg der Gruppe B der 2. Klysse. In der ^-Gruppe siegte Tennisclub „Grunewald" 2. Herren gegen Bar Kochba 3. Herren mit 7 :2 Punkten und hat noch - gegen die dritte Mannschaft des eigenen Vereins zu spielen, um ebenfalls Guppensieger zu sein. Sonst spielte Tennisclub „Grunewald" 3. Herren gegen JSK 2. Herren und gewann mit 6 :3. In den Begegnungen der Damen schlug Tennisclub „Kaiserallee" 1. Damen die gleiche Vertretung des JSK glatt überlegen mit 9 :0 Punkten. Das gleicht Ergebnis erzielte dis 2. Damenmannschaft des Tennisclubs „Grunewald" gegen JSK 2. Damen. 8. F. Bayern Vorschlussrunde um die Deutsche Makkabi-Meisterschaft in Niemberg Frankfurt a. M. konnte zu dem Fußballspiel seine stärkste Mannschaft stellen, während Nürnberg wegen Spielverhinderung Mittelstürmer und Linksaußen ersetzen mußte. Die. erste Halbzeit stand im Zeichen Frankfurts, da sich Nürnbergs Ersatzspieler nicht in die Mannschaft einsügen konnten. Bald lag Frankfurt mit 3 :0 in Führung. Nachdem Nürnberg' ein schönes Kopfballtor erzielte, ging es mit 3:1 für Frankfurt in die Pause. Nach Seitenwechsel zeigte sich ein ganz anderes Bild; die zweite Halbzeit gehörte ganz den Nürnberger», welche bis zum Spielschluß durch zwei weitere Tore gleichziehen konnten. Das Spiel mußte verlängert werden. In der ersten Verlängerung versiebte Nürnberg eine todsichere Sache. In der letzten Minute, als schon die Zuschauer das Spielfeld räumten und an eine Spielwiederholung glaubten, gab der Frankfurter Hersch einen hohen Weitschuß aufs Türnberger Tor ab. Nürnbergs schwer verletzter Torwart bricht, nach dem Ball springend, zusammen. Dadurch landet der Ball hoch im Netz, den Frankfurtern zum glücklichen Sieg verhelfend. Das Spiel war von Beginn bis zur letzten Minute ein spannender Kampf zweier guter gleichwertiger Mannschaften, welcher die Zuschauer begeisterte. Ergebnis: 4:3. A. M. Mannheimer Hockeybesuch in München Am 17. Mai trafen sich in München die ersten Mannschaften des RjF Mannheim und des JTSV in einem Freundschaftsspiel Das fair durchgeführte Spiel endete gerecht unentschieden 0 : 0. Was die Mannheimer an Stocktechnik voraus hatten, ersetzten die Münchener durch unerhörten Kampfgeist. Wenn die junge Münchener Elf in diesem Tempo weitermacht, wird sie in kurzer Zeit zu den besten Mannschaften zu zählen sein. Spielermaterial und der Wille zum Sieg sind hervorragend. st. Rhfeiniand»W estf alen Bonn siegte im Endspiel um den Klopfer-Pokal Der Bezirk Mittelrhein des NjF-Sportbundes hatte schon eine gewisse Sensation durch das Vordringen von Düren, des Tabellenletzten, in das Endspiel um Klopfer-Pokal in Bonn. Gegen den Pokalverteidiger und westdeutschen Meister Bonn gab man den Dürenern natürlich keine Chance, aber beinahe hätte die Mannschaft eine wirkliche Sensation zuwege gebracht denn nur unter besonders glücklichen Umständen kanren die Bonner zu einem 2:1-Erfolg. Sie benötigten aber 104 Minuten Spielzeit und muhten für den entscheidenden Treffer einen Elfmeter zu Hilfe nehmen, dessen Verhängung eine sehr harte Maßnahme war. Die Bonner erösfneten den Kamps gegen den Wind. Im Gefühl der technischen Ueberlegenheit 'spielte Bonn zwar genauer, aber die Dürener waren so eifrig und schnell, daß der Kampf ständig offen Jüdisches Leben Ignaz Maybaum: Der Chaluz und der BaaLhabajit Auf einem Gemeindeabend in der Dresdener Synagoge stellte Dr. Ignaz Maybäum die Figuren des Chaluz und des Baalhabajit gegenüber. Er betrachtete die jüdische Wanderung unter drei Aspekten: die Raumsuchende Wanderung, diejenige aus Zions liebe und die Chain zische Wanderung. Auch die erste der genannten Wanderungsformen sei von einer Glorie umgeben, da Pas ewige Wandern des Juden „bis hin zum Allmächtigen" als sein Schicksal (wie in Gersons Roman „Web ohne Ende") auszufassen sei. Die f ionsliebe, die kein sicheres, sondern ein höheres eben ersehnt, brachte er in der Gestalt Jehuda Halevis nahe. Dieser äußere Zwang als tiefer Sinn für den Zionsliebenden habe nichts zu tun mit der Bagatellisierung der Diaspora. Die dritte Form der Wanderung, die Chaluzische Wanderung, nennt er jede, die von einem jüdisch-politischen /Ideal getragen ist. Allerbestes Menschenmaterial, jugendliche Idealisten von edelstem Format ließen sich von der chaluzischen Idee ergreifen. Es sei nun die Frage, ob der Chaluz eine jüdischl e g itime G e sta l t ist. Ohne Zweifel sei der Chaluz Jude in seiner ganzen Existenz, in Privatleben und öffentlicher Grundstellung; aber weil er alles auf das politische Leben beziehe, werde er §um Problem. In ihm verkörpere sich die Figur des M a k k a b ä e r s; der Talmud lasse aber den Makkabäer nur soweit gelten, als er sich nach pharisäischem, d. h. religiös bestimmten Grundsätzen ausrichte. Bon diesem Standpunkt aus sei die, Machtverwaltung keine Sachs für jüdische Menschen: deshalb sollten wir Juden m Palästina keine polis, keinen Staat, sondern eine Hebärische Gesellschaft (Society) anstreben. Für das Judentum sei die Idee des Gottesknechtes im „Jesaja", der das Joch des Himmelsreiches trage, nicht aber ein tragischer Heroismus, verbindlich. blieb. Düren ging''durch einen unhaltbaren Trester - des Ersatzlinksaußen in Führung. Erst spät in der zweiten Spielhälfte, als der Schiedsrichter eine Abseitsstellung nicht erkannte, gelang der Ausgleich. Eine Verlängerung wurde, notwendig. Sie begann in Sturm und Regen. Die, Dürener kämpften gegen den Wind und wurden durchweg in ihrer Hälfte festgehalten. Trotzdem war die Mannschaft stark genug, den Bonnern kaum noch eine Torchance zu lassen. Kurz vor Schluß ging ein Dürener Verteidiger einen Bonner Stürmer hart an, der auf dem glatten Boden zu. Fall kam. Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter, Jnow verwandelte ihn, womit Bonn einen überaus glücklichen Pokalsieg erfochten hatte. Die 2. Mannschaften trennten sich mit einem 0 : 4- Sieg für Düren. J. G. ITV 02 Köln—RjF Düsseldorf 3:0 Auch in Köln wurde am 21. Mai F u ßb all gespielt. RjF Düsseldorf war Gast des ITV 02 Köln, dessen Mannschäft wieder eine beachtliche Spielstärke erlangt hat. Das kluge Spiel der Kölner Läuferreihe brachte es zuwege, daß die Gäste selten einmal richtig auskamen; zudem war der Düsseldorfer Angriff zu weich und unentschlossen. Mit 3 :0 (1:0) kamen die Kölner zu einem nie gefährdeten Sieg. Auch ihre Schüler konnten mit 6 :1 einen klaren Erfolg davontragen. J.G. Leichtathletische Bezirksmeisterschaften der RjF-Jugend Am 21. Mai fanden in G e l s e n k i r ch e n die Jugendmeisterschaften der Bezirke Industrie und Westfalen im Landesverband West des RjF-Sportbundes statt. Teilnehmerzahl und Leistungen waren zufriedenstellend und erfreulich. Der erfolgreichste Teilnehmer war der als Boxer bekannte Dortmunder Bloch, der die 100 Meter der ersten Altersklasse in 11,6 Sekunden, die 800 Meter in 2.20,1 Minuten, den Weitsprung mit 5,40 Meter und den Hochsprung von 1,75 Meter (Leine) gewann. Die hartumkämpften Staffeln der einzelnen Jahrgänge, in denen man mit viel Beifall auch eine Mannschaft des Ring Essen begrüßte, die auf den dritten Platz kam, würden von Dortmund, Duisburg, Bochum, Gelsenkirchen und Wuppertal gewonnen. . Die erfolgreichste Sportgruppe war Dortmund, die auch in den niedrigen Altersklassen fast sämtliche Siege erzielte. ,8. B. Krefelder und Bonner Frauen siegreich Zwei Frauenspiele gab es am 21: Mai im Bezirk Mittelrhein des RjF. Die Krefelder Meisterclf hatte es in Köln nicht schwer, einen 8 :3-Erfolg herauszuwerfen, denn die Kölnerinnen traten nur zu acht an und hatten zudem in der Torhüterin einen Versager auszuweisen. Düren brachte ebenfalls keine vollständige Mannr c nach Bonn, ergänzte sich jedoch durch einige Spielerinnen des Platzvereins und verlor nach interessantem und schönem Kampf nur 1:0, wobei der Treffer erst kurz vor Schluß fiel. J. G. Westdeutscher Makkabi- Fussball In Westdeutschland fanden am 21. Mai zwei weitere wichtige Kämpfe um den Dr. Heymann- Gedächtnis-Pokal statt. In beiden Spielgruppen ist man nun einer Klärung schon wesentlich näher gekommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürfte es abermals zu einem Endspiel zwischen dem diesjährigen westdeutschen Meister, Hakoah-Essen, und dem Vorjahrsmeister, Makkabi-M.-Gladbach, am 14. Juni, kommen. Allerdings müssen zuvor noch Köln gegen Düsseldorf in der einen Gruppe und Essen gegen den Cupverteidiger Jtus Duisburg Und dieser noch gegen Hakoah-Wuppertal in der anderen spielen. In Wuppertal begegneten sich auf dem neuen Platz deS Hakoah im Pokalspiel tue beiden Namensvetter aus Wuppertal und Essen. Wuppertal, komplett antretend, stellten die Essener nur fünf Mann aus ihrer Meisterelf mit sechs Leuten aus ihrer spielstarken 2. Mannschaft gegenüber, die sich jedoch fast alle tadellos bewährten. So gab es einen nicht allzu stark überlegenen Sieg des westdeutschen Meisters Hakoah-Essen, der aber mit 2:0 (1:0) für die tapfere Wuppertaler Elf immerhin noch .sehr schmeichelhaft niedrig erscheint, da der Essener den größten Teil der Spielzeit vor dem mehr als stark verteidigten Tor der Wuppextaler lag und in. der 1. Halbzeit durch Maas und nach der Pause, durch Stang zwei mehr als verdiente Tore erzielte. Einen äußerst flotten, sehr harten, aber fairen Kampf lieferten sich in D ü s s e l d o r s der dortige - jüdischer Geist Es falle zwar der äußere Gegensatz zwischen den Makkabäern vom Jahre 63 und dem heutigen Chaluzischen Orden in die Augen, der durch seine hündische, fast asketische Kleidung zwischen Uniform und Bauerntracht den Gentleman-Stil bewußt verneint. Gemeinsam aber sei ihnen das politisch ausgerichtete Lebensideal. In der Kwuza lebe sich der Wille zum Judenstaat aus: statt Familie, statt Gemeinde — die Oeffenklichkeit. Die Problematik des Chaluz werde durch die Gegenüberstellung zu der anderen jüdischen Glaubensfigur, dem jüdischen Hausvater, dem B a a l - habajit, besonders fühlbar. Die Kwuza löse die Familie aus: sie wäre höchstens als eine Notordnung, eine Uebergangsordnung hinzunehmen, aber wo sie die Erfüllung einer jüdischen Utopie ist, eine antibürgerliche Einstellung, lehnt sie der Redner scharf ab. Der Baal-Habajit ermögliche dagegen die jüdische Familie, Frau und Kinder; freilich „benafschau jowi lachmau" (mit seiner Seele holt er sein Brot) , Dev Baal-Habajit sei zugleich jüdische Glaubensgestalt und weltliche Figur; er habe priesterliche Funktion in der Familie und in der Gemeinde; durch ihn seien wir ohne Staat eine Gemeinschaft und ohne Kirche eine echte Glaubensgesellschaft. So ungerecht wie der? Pharisäer („heuchlerischen" Pharisäer) habe die Kritik auch den „verbürgerlichten" Baal-Habajit behandelt. Aber während jetzt die Wissenschaft, die jüdische wie auch die christliche, dem Pharisäer endlich sein Recht gebe, entscheide sich gerade heute ein großer Teil unserer Juden gegen die pharisäische Haltung. Die nicht-palästinensische Wanderung aber werde nach Maybaums Ansicht ebenso im Zeichen des Bavl-habajit stehen, wie die Wanderung Abrahams: ein Erbauen des Zeltes und des Altars. Die Erziehung der Kinder im Sinne des Baal-Habajit umfaßt: Tauro, Chuppo und ' Mäkkabiversin 'gegen Makkäbi-M.-Gladbach. Auf Grund der besseren 1. Halbzeit und des durchschlagskrästigeren Sturmes , gewannen die harten Gladbacher den Kampf verdient mit 4: 2-'(2:1). Kurz nach Beginn vergab Kleimnann, der beste Mann von Düsseldorf, einen Handelfmeter. M.-Gladbach ging kurz darauf in Führung, doch glich Düsseldorf im Anschluß an eine Ecke wieder durch Ehrlich aus. Kurz vor der Pause gingen die Gladbacher durch ihren besten Mann, Hans Falkenstein, abermals „in. Führung.. Nach Halbzeit, gelang Kleinmann nochmals der Ausgleich, Beide Mannschaften 'kämpften ' erbittert um den Sieg. M. R. Südwestdeutschland RjF Darmstadt gewinnt südwestdeutsche Jugendhandballmeisterschaft 'Das mit Spannung erwartete Entscheidungsspiel zwischen RjF Darmstadt und RjF Wies-' bckden, das recht viele Zuschauer sah, fand in Wiesbaden statt. Die körperliche Ueberlegenheit der Darmstädter entschied das Spiel. Die kleinen Wiesbadener Jungen, die vorbildlich fair spielten, zeigten in der 1. Halbzeit einen technisch vollkommenen Kampf. Durch einige Versehen der Wiesbadener Hintermannschaft stand es jedoch beim Halbzeitpfiff 3 :1 für Darmstadt. Nach einbr Fehlentscheidung des Schiedsrichters siel kurz nach Anpfiff das vierte Tor gegen Wiesbaden. Dann spannten sich aber noch einmal die Wiesbadener und vermochten mit ungeheuerer Energie zwei Tore aufzuholen (4,: 3). Fast sah es nach einem Wiesbadener Sieg aus. Aber das unfaire Spiel der Darmstädter, das besonders in den letzten Minuten unangenehm auffiel, vernichtete die letzte Kampfkraft der Wiesbadener Jungen. Noch dreimal mußte dann der Tormann von Wiesbaden den Ball passieren lassen. Die körperlich stärkere Mannschaft hat den Sieg und damit die südwestbeutsche Arbeitsgemeinschaftsmeisterschaft davongetragen. Dem Jugendspiel folgte ein Freundschaftsspiel der Männermannschaften beider Vereine. Nach anfänglich offenem Kampf in der 1. Halbzeit zog Darmstadt in der 2. Halbzeit mächtig los und konnte seinen Vorsprung immer mehr vergrößern. Das Ergebnis von 12:5 zeigt die deutliche Ueberlegenheit der Darmstädter. R—I. Mainzer Erfolge gegen Heilbronn Drei Spiele gegen Heilbronn wurden in Wiesbaden ausgetragen und alle von Mainz gewonnen. Sehr interessant verlief der Kampf der 1. Fußballmannschaft, der auf Grund ausgezeichneter Stürmerleistungen von Mainz sicher mit 5:3 Toren gewonnen wurde. In der 2. Halbzeit kamen die Heilbrunner wesentlich besser auf und statteten dem Mainzer Tore außerordentlich gefährliche Besuche ab. Ergebnisse: Fußball: RjF Mainz II — RjF Heilbronn II 5:3; RjF Mannheim A. H. — RjF Heilbronn A. H. 2:3. — Handball: R;F Mainz Frauen — RjF Heilbrönn Frauen 2:1, Bcfch. Mitteldeutschland Vorschlussrunde um die Makkabi” Handballmeisterschaft Das Spiel zwischen Bar Kochba Leipzig und Bar Kochba Frankfurt a. M. hatte einen spannenden Spielverlauf, zeigte aber. wenig befriedigende Leistungen. Beim Stande von 4; 4 gab der Unparteiische einen Pfostenschuß (!) als Tor für Leipzig, obwohl weder die Leipziger Spieler noch der Torrichter von dem Erfolg überzeugt waren, aber trotzdem nicht gegen die falsche Entscheidung auftraten. Kurz darauf fiel in der noch bestehenden Verwirrung der Frankfurter Spieler der sechste Treffer — und damit war das Spiel entschieden. Bis dahin war es vollkornmen ausgeglichen, und beide Mannschaften gaben sich nicht viel nach. Bis zum Schluß war Frankfurt dauernd im Angriff, aber Leipzig verteidigte mit fast der gesamten Mannschaft, H. V. P. Dresden: Bar Kochba—Schild Die ersten Mannschaften von Bar Kochba Dresden und Schild Dresden traten, was seit 1934 nicht mehr der Fall war, zu einem Fußballkampf an. Die ersten zehn Minuten verliefen torlos, Eine vom Mittelstürmer Gordonowicz zum Linksaußen Goldberg gegebene Vorlage ermöglichte diesem das Maasse jod. Das klingt hausbacken, sei aber echtes Judentum. Die Sorge um den Lebensunterhalt enthalte dadurch die Weihe, daß Israels dauernde irdische Existenz als Wunderzeichen Gottes bestimmt sei: der späteste Enkel soll noch von seinem Ahn Und dessen Bund mit Gott zeugen. (Jes. Kap. 8, 18.) Die jüdische Wanderung aber habe kein anderes iel, als jene jüdische Zukunft, in der „Gott wird önig sein auf der ganzen Erde". 13. Bi Max Eschelbacher: Einführung in das talmudische Recht Die Franz-Rosenzweig-Gedächtnis-Stiftung H a m bürg veranstaltete in Gemeinschaft mit der Mittelstere für Erwachsenenbildung eine sich über drei Abende erstreckende Arbeitsgemeinschaft, in der Rabbiner Dr. Eschelbacher (Düsseldorf) in das talmudische Recht einführte. Einleitend behandelte er das Recht und seine Entwicklung im allgemeinen . . . Recht sei älter als Gesetz; alles Recht gehe auf das Urrecht, das Naturrecht zurück, das über allen nationalen, religiösen Rechten stehe. Er gab einen historischen Ueberblick über die jüdischen Rechtsquellen: Thora, Mischna Talmud, Schulchan Aruch. Von den Problemen des Arbeitsrechts wurde die Regelung für Schadenersatz behandelt. An hem Rat, den der weise Rab (B. m. 83a) erteilt, erkannte man, wie im jüdischen Recht die strenge Logik mit der Güte zusammenwaltet — juristische Vorschrift wird religiöse und religiöse wird juristische. Daß das Recht nicht nur ein Minimum der Moral darstelle, sondern daß man sich bemühe, weit darüber hinaus nach den inneren, höheren Forderungen der Ethik zu handeln (Middath Chassiduth), sei d i e jüdische Antwort auf alle Fragen. , > , Aus dem ausgedehnten Gebiet des talmudischen F a m i l i e n r e ch t s griff Dr. Eschelbacher die vermögensrechtliche Stellung der jüdischen Frau heraus. Eng verknüpft war mit Behandlung dieses Stoffs die Betrachtung der Stellung der jüdischen Frau in der Ehe sowie der Ausfassung des Judentums von der Ehe überhaupt. Führungstorfür, Bar-Kschba. Innerhalb der Letzten Viertelstunde vor Hatbzeitschluß sah Schild, trotzdem er zäh um den Ausgleich kämpfte, den Ball noch . dreimal in seinem Netz. Nach der Pause schien es zunächst, als ob der Schild-Sturm äktionsfreier geworden sei — aber nicht lange, dann setzte die Ueber- -legenheit Bar Kochbas wieder ein. Angesichts der gerade in Einzelphasen so' eindeutig bewiesenen Ueberlegenheit des Bar Kochba, nahm dessen tn fairem Kampfe errungener 8:0 (4 :0)-Sieg nicht wunder. , G. J. Ostpreussen Makkabi-Vereinsmeisterschaften in Königsberg Die leichtathletischen Makkabi-Veremsmeisterschäften des Bezirks Ostpreußen wurden am 21. Mai. in Königsberg als.Klubkamps zwischen Bar Kochba Danzig' und Bar Kochba K ö u i g 8 b e r.g ausgetrageu. Beide Vereine brachten zu den Kurzstreckenläusen gutes Material an den Start, so daß es spannende Kämpfe gab. In beiden Strecken, über 100_ unb 400 Meter, belegte Danzig .die ersten Plätze (Silberstein 11,6 Sek., Cohn 56 Sek.). Diese Zeiten spiegeln das tatsächliche Können der' Läufer nicht richtig wider, da der Lehmboden der noch unausgebauten Laufbahn ein schweres Handicap bedeutet. In den Sprnng- und Wurfwettbewerben, deren Ergebniste über guten Durchschnitt nicht hinausragten, zeichneten sich die Königsberger Wenglowitz und Loebinger aus und Verhalten Königsberg in der Gesamtwertung zu einem kleinen Vorsprung vor Danzig. Es war ein glücklicher Gedanke des Veranstalters, mit diesem Wettkampfe der Besten auch für die übrigen Aktiven eine allgemeine Leistungs- Prüfung zu verbinden und dadurch neben die Spitzenleistung die Breitenarbeit zu stellen. Die Beteiligung von 32 männlichen und 29 weiblichen Mitgliedern bewies, daß die großen Lücken, die durch den Fortzug zahlreicher Mitglieder entstanden waren, allmählich wieder vom Nachwuchs gefüllt werden können. Besonders erfreulich waren die Leistungen in der Mädchengruppe, in der 13jährige Mädels im 100-Ateter-Lauf 14,4 Sek., nn Hochsprung 1,22 Meter und im Kugelstoßen (4 Kilogramm) 6,75 Meter erreichten. Den Abschluß der wohlgelungenen Veranstaltung bildete ein Fußball freundschaftsspiel zwischen RjF. Tilsit und Bar Kochba König 8 berg. Die Königsberger zeigten, daß . sie aus ihrer letzten Niederlage gegen Breslau gelernt hatten. Ihr Zusamemnspiel war schon erheblich besser, wenn auch immer noch ungenau. Beiden Mannschasten fehlt der planvolle Spielaufbau, während ihr Zerstörungsspiel mit Kraft und Eifer durchgeführt wird. Nach abwechslungsreichem Kampfe endete das Spiel mit einem 2:1- (1 :1-) Siege der KörngSberger. R. W. Nordwestdeutschland Hannovers Fussballsieg über Minden; Am 21. Mai empfing der VTH 04 Hannover den Nachbarverein aus Minden zu einem Freund» schaftsspiel. Das Spiel stand von Anfang an günstig für di« Gastgeber, gegen deren überlegene Technik die.Westfalen, trotz allen Eifers nicht aufkamen. Obwohl die. etwas hohe Grasnarbe des Platzes dem Zuspiel oft hinderlich im Wege stand, zeigte die hannoversche Mannschaft ein gutes Kombinationsspiel. Der Sturm, wieder der beste Teil der Mannschaft, fand sich oft zu planvollen Aktionen zusammen, denen auch die verstärkte Abwehr der Mindener auf die Dauer nicht widerstehen konnte. Nachdem biß Halbzeit eine 6:0-Führung erreicht war, legte sich der Plytzverein nach der _ Pause begreiflicherweise Schonung auf, so daß die Mindener das Spiel etwas gleichwertiger gestalten konnten. Das Ehrentor blieb ihnen aber trotz aller Bemühungen versagt. Ergebnis: 8 : 0 (6 : 0). . W. N. . Ernst Lochner t Horkheimer Frankfurt a. M./ Liebfrauenberg 39 l. Original englische Herrenstoffe Durch die Tatsache, daß die jüdische Frau oft durch eigene Arbeit Erwerb habe, gelange sie zu größerer Selbständigkeit,, die ihre Rechte in materieller Beziehung erweitern. Ausführlich widmete sich der Referent, der Besprechung der Ketuba, die der Frau nach Ableben des Mannes sein ganzes Vermögen zustchere, um sie Nach Möglichkeit sicherzustellen (Keth. 82t>). Am dritten Abend wurde ein Kapitel aus dem Prozeßrecht „Besitz und gerichtlicher Beweis" erörtert. Als Grundlage galt hier das talmudische Beweisrecht „Wer die Herausgabe einer Sache verlangt, trägt die Beweislast" (B. m. 2b). Bei der Erläuterung der Ausnahmen dieser Regel, die menschlich tief verständlich waren, wurde der Begriff der Ersitzung (Chasakah-Vermutung des Eigentums) geklärt. Das in dieser, vorzüglichen Arbeitsgemeinschaft gewonnene Wissen führte zu der tiefen Erkenntnis, daß das jüdische Recht, das Recht der Halacha eine einheitliche, großartige Schöpfung sei, würdig als ebenbürtig an die Seite anderer großer Rechtsschöpsnngen gestellt zu werden. 8«ata Meyer.' Lehrhaus Berlin Montag-Vorlesungen (20.30 Uhr, Aula, Ioachimsthaler Straße 13). Fortsetzung der Reihe „Gestalten der Bibel I": Fritz B a m b e r a g r , „Abraham und Isaak", 8. Juni (verlegt vom 25. Mai). Es folgen am 15. Juni: Max Nußb a u m, „Jakob und Laban"; 22. Juni: Manfred Swarsensky, „Joseph und seine Brüder". Terminverlegungen. Julius G l ü ck s o h n , Photographieren für Anfänger, wird vom 28. Mai auf Donnerstag, den 4. Juni, verlegt. — Lotte Pulvermacher, Biblische Darstellungen in der bildenden Kunst, wird vom 3. auf den 10. Juni verlegt. Auskünfte, Anmeldungen usw. im Sekretariat (10 bis 13 und 16 bis 18 Uhr). Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums E. V., hält ihre diesjährige Mitgliederversammlung am 4. Juni, 20 Uhr, Berlin W 62, Kleiststraße 10, ab. Dr. ph'il. habil. Fritz Kaufmann, Freiburg i. Br., wird über das Thema „Religion und Kunst" sprechen. _

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