Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 22 (27.5.1936)
- Date
- 1936-05-27
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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SooFtblaff der 4. Beib[. 27. Mai Nr. 22 Tennisturnier des Rot-Weiss Leipzig Siege von Frau Friedleben (Frankfurt a. M.) und Rudi Strauss (Barmen) Anläßlich seines zehnjährigen Bestehens veranstaltete der jüdische Tennisclub „Not-Weiß"- Leipzig (im Sportbund des RjF) ein Einladungstennisturnier, das eine seiner Bedeutung gemäße großartige Beteiligung fand. Aus allen Teilen des Reiches, aus Makkabi - und RjF-Vereinen waren die besten Vertreter des jüdischen Tennissports erschienen. Von der Spitzenklasse vermißte man lediglich den jungen Levin-Goldschmidt (Tennisclub „Grunewald"), der in seiner augenblicklichen Form sicherlich in die Entscheidungen eingegriffen hätte. Alles wäre ideal gewesen, wenn nicht der Wettergott — am 23. Mai wenigstens — einen Strich durch die Rechnung und das Spielen unmöglich gemacht hätte. So blieb das Turnier auf den Sonntag beschränkt und ergab infolge der großen Hetze, die jedoch alle Spieler in gleicher Weife betraf, vielleicht für die älteren Spieler einige Beeinträchtigungen. Es ist ein besonderes Verdienst der Turnierleitung, daß die Kümpfe in der kurzen Zeit fast bis zum Abschluß gebracht werden konnten. Die sportliche Ausbeute war großartig. In allen Konkurrenzen gab es selten schöne Kämpfe und dramatische Höhepunkte. Im H e r r e n e i n z e l hatten sich bis zur Endrunde Rudi Strallß (Barmen) und Kurt Wolf ooöoaoaoooooooöOöoooooooooaoö<> Das Endspiel um die RjF-Reichsmeisterfchaft im Fußball findet am 1. Juni zwischen Schild Beuthen—RjF Stuttgart in Stuttgart- Feuerbach, 15)4 Uhr, statt. <o<*xxx>o<><><><><x><><><>^^ (Tennisclub „Grunewald") durchgespielt. 8:8 gewann der Berliner den ersten Satz; er stand im zweiten bereits mit 5:3 im Gewinn, verschlug jedoch seinen Dtatchball, mußte den frischeren Gegner gleichziehen lassen und war daraufhin so erschöpft, daß er dem wesentlich jüngeren Strauß den Sieg kampflos überließ. Strauß zeigte sein bekanntes, auf Sicherheit ausgebautes Defensivspiel, dessen Taktik es ist, den Gegner zu zermürben und zu ermüden. Man kann gespannt sein, ob ihm das gegen Levin-Goldschmidt, der unbedingt variierter und offensiver spielt als Strauß, bei späteren Turnieren ebenso gelingt. Vor dem Eintritt in die Schlußrunde hatte Strauß den Breslauer Bar Kochbaner Buch Walter und Wolfs den Berliner Bar Kochbaner Herbert Brück verblüffend glatt geschlagen. Eine Riesenüberraschung erlaubte sich der „Grunewald Junior Peter Simon, der sein Einzel gegen Dr. Bill Fuchs gewann und gegen den späteren Sieger Strauß zwar glatt, aber erst nach stets offenem und interessantem Spiel verlor. Das Dameneinzel war sozusagen eine Familienangelegenheit. Die beiden Schwestern Frau Friedleben und Frau H e m p (beide Bar Kvchba-Franksurt) bestritten die Endrunde. Frau Friedleben, die allen ihren Konkurrentinnen um Klassen überlegen war und von ihrer Kampfkraft und ihrem Können, das sie vor zehn Jahren und mehr befähigte, auf internationalen Turieren eine erste Rolle zu spielen, kaum etwas eingebüßt hat, gewann leicht 6:2, 6:0. Dritte Plätze belegten Frau Dr. G i d i o n (Tennisklub „Grunewald") und Frau Rosenzweig (Rot- Weiß-Leipzig). Im Herrendoppel konnten lediglich die Vorschlußrunden ausgespielt werden. Auf der einen Seite gewannen die vorjährigen RjF-Reichsmeister Wolfs —v$t Fuchs gegen Simon (Berlin)— Mann (Mannheim) mit 6 :5, 5 :6, 6:3, und in der anderen Spielhälfte. schlugen K a tz e n st e i n (RjF Hamburg) — B u ch w a l t e r die westdeutsche Kombination Sander — S t r a u ß, von denen Strauß noch unter den Anstrengungen des vorangegangenen Herreneinzels litt, mit 9 :7, 6:1. Die Schlußrunde konnte infolge einbrechender Dunkelheit nicht mehr ausgetragen werden. Das Los entschied zugunsten von Wol'ff—Dr.. Bill Fuchs. In der ld - K o n k u r r e n z für Herren siegte Bodlaender (RjF Breslau) vor Albert Meyer (Tennisclub „Grunewald"). Dritte Plätze belegten hier Ali Gans (Tennisclub „Grunewald") und Aßner (Rot-Weiß-Leipzig). Das Gemischte Doppel kam erst am 25. Mai zum Austrag, und zwar ohne die bereits abgereisten Berliner. Die Vorschlußrunden ergaben Siege von Frau Friedleben — Dr. Fuchs über Frau Rosenzweig—Mann mit 3 :6, 6:2, 6:3 und von Frau ^emp-Sud)» Walter über das Leipziger Paar Frau Wallfisch—Heppner. Im Schlußspiel blieben dann Frau Friedleben — D r. Fuchs mit 6 :3, 6:2 nach interessantem Kampf siegreich. Das Leipziger Turnier hat die Spitzenspieler des RjF-Sportbundes und des Deutschen Makkabikreises in sportlichem Wettkampf einträchtig und fair miteinander vereint. Die Leistungen aus beiden Seiten waren hervorragend. Welcher Verband hat die besten Spieler? Diese Frage bedarf der Klärung außerhalb einer Turnierveranstaltung. Sie wird erst dann beantwortet werden können, wenn sich die Verbände zu dem Verbandskampf entschlossen haben, den der RjF-Sportbund auch im Tennis dem Deutschen Makkabikreis angetragen hat. M. F. Sportbetrieb überall Berlin ISG-Leichtathleten noch nicht in Form Die JSG 33 führte am 24. Mai als zweite leichtathletische Veranstaltung dieses Jahres einen Bezirk s m a nnschastskamps durch, in dessen Rahmen sich die Aktiven, die in vier Bezirke eingeteilt waren, erbitterte und 'interessante Kämpfe lieferten. Nach wechselvollem Verlauf sicherte sich der Bezirk Norden im vorletzten Wettbewerb, der Olympischen Staffel für Männer einen entscheidenden Vorsprung, der ausreichte, um mit 129 Punkten vor 116 des Bezirks Süden, 109 des Kurt Wolf beim Tennislurnier des Rot-Weiss, Leipzig Fot. Martin Dzubas, Berlin Hot Statt Mud Step Sonntag, 31. Mai, und Montag, 1. Juni München Fußball: Turnier (Teilnehmer P. T. G. Augsburg, Hakoah Karlsruhe, Hakoah Stuttgart und ITUS München). Handball: Männer: Turnier (Schild Frankfurt a. M., RjF Wiesbaden, ITH8 München I und II). — Frauen: Turnier (Schild Frankfurt a. M., RjF Wiesbaden, ITUS München I und 111. Leichtathletik: Wettkämpfe mit Sportlern aus dem Reich. Sonntag, 31. Mai Berlin Tennis: Tennisclub Grunewald-^VTH 04 Hannover (Herren, Damen und Junioren). Tennisclub „Grunewald", Berkaer Straße. Breslau Fußball: RjF Breslau 1. Jugend—JSG 33 -Berlin 1. Jugend, 9 Uhr; RjF Breslau I—JSK Berlin I, 18 Uhr; Bar Kochba Breslau I—Hagibor Berlin I, Wk Uhr. Handball: RjF Breslau I—JSK Berlin I, 10% Uhr. Alle Spiele: Breslau-Krietern. Lüäveestdeutsohlaiid ■ Fechten: RjF - Reichsmeisterschasten, Offenbach a. M. (In der Hauptsache sind Frankfurt a. M., O f f e n b a ch a. M., Wiesbaden, Stuttgart und Berlin vertreten. Die etwa 40 Meldungen find auf alle Waffengattungen verteilt.) Beginn: SJ4 Uhr, Gemeindesaal. -VTH 04 JSG 33- Rheinland-Westlal en Fußball: Diplomspiel JTV 02 Köln 1. Schüler— JTB 02 Köln 2. Schüler, .Köln-Mülheim, Fort 11. Hamburg Fußball: Schild-Hamburg komb —RjF Minden, Lokstedter Schildsportplatz, 16.30 Uhr. Montag, 1. Juni Berlin Tennis: Tennisabteilung der JSG 33 Hannover (Herren, Damen und Junioren). Anlage, Friedrichsruher Straße. Breslau Fußball: RjF Breslau 1. Jugend—JSG 33 Berlin 1. Jugend (Rückspiel). 9!/> Uhr; Bar Kochba Breslau I—JSK Berlin I, 10% Uhr; RjF Breslau I— Hagibor Berlin I, 16 Uhr. Handball: Bar Kochba Breslau 1—JSK Berlin I, 17)4 Uhr. Alke Spiele: Breslau—Krietern. Südwestdeutschland Fußball: RjF Bonn I-JSpV Osfenbach, Offenbach, Platz am Buchrainweiher, 16 Uhr; vorher 2. Mannschaften. Hockey: Pfingstturnier des Bar Kochba Frankfurt a. Main. Die Jugendboxkämpfe um das vom „Sportblatt" der C.-V.-Zeitung gestiftete Wanderbanner müssen vom 31. Mai/1. Juni auf einen der letzten Julisonntage verlegt werden. Sie finden im Bereich des Landesverbandes Westdeutschland des Spvrtbundes des RjF statt. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben. Bezirks Westen und 101 des Bezirks Osten siegreich zu bleiben. Wenn man auch in Betracht ziehen muß, daß in einigen Konkurrenzen lediglich auf Sieg gelaufen wurde und nicht auf Zeit, muß man, abgesehen von einigen recht guten Leistungen, feststellen, daß ein großer Teil der JSGer noch nicht in der erwarteten Form und Kondition ist. Man hatte den Eindruck, daß es sehr vielen an systematischem Training mangele. Trotzdem verdienen einige Leistungen hervorgehoben zu werden; so der SPeerwurf von Klaus Pförtner, der mit 44,90 Meter bereits einen ansprechenden Saisonstart hatte, die neue RjF-Bestleistung im 2 0 0-Meter-Lauf für Frauen, die Elisabeth Kann mit 28,9 Sekunden aufstellte, und die 800-Meter-Zeit eines 15jährigen Jugendlichen von 2,16.9 Minuten. Wienskowitz schonte sich diesmal offensichtlich. Für die 1500 Meter genügten ihm 4,33.4 Min., und für die 5000-Meter- Strecke gebrauchte er 17,10.4 Minuten. In den Mädchenwettbewerben bewies Gisela Schneider ihre Vielseitigkeit. Ergebnisse: . Männer 200 Meter: 1. Harry Bergmann 23,9, 2. Heinz Cohn 24,0, 3. Erich Bergmann 24,4; 400 Meter: 1. Henoch 55,9, 2. Fröhlich 56,0, 3. Erich Bergmann 59,3; 1500 Meter: 1. Wienskowitz 4.33,4, 2. Silberstein 4.36,5, 3. Fröhlich 4.39,0; Speerwerfen: 1. Pförtner 44,90 Meter, 2. Mello 35,30 Meter, 3i Lindenheim 35,18 Meter; Diskuswerfen: 1. Mundstock 29,61 Meter, 2. Chaim 25,31 Meter, 3. Nachmann 24,79 Meter; 500 Meter: 1. Wienskowitz 17.10,4, 2. Dombrower 18.08,8, 3. Laskau 18.20,0; Weitsprung: 1. Krüger 5,56 Meter, 2. Pförtner 5,54 Meter, 3. Bergmann II 5,51 Meter; 4 -mal 100-Meter-Stasfel: 1. Westen 49,0, 2. Süden 49,8, 3. Norden 50,8. Frauen 200 Meter: 1. Elisabeth Kann 28,9 (neuer R j F. - R e k o r d), 2. Gerda Bogel 29,1, 3. Lina Kann 30,1; Diskuswerfen: 1. Lili Henoch 27,36 Meter, 2. Gisela Schneider 25 Meter, 3. Lotte Lindenbaum 24,85 Meter; Jugend: 100 Meter männl. A: 1. Haurwitz 12,7 (Vorlaufzeit 12,6); 100 Meter männl. II: 1. Salomon 13,1 (Vorlaufzeit 12,6); 800 Meter männl. A: 1. Koch 2.23,7; 800 Meter männl. B: 1. Guttmann 2.16,9; Kugelstoßen männl. A: 1. Markwald 10,50 Meter; Weitsprung männl. A: 1. Haurwitz 5,15 Meter; Speerwerfen männl. A: 1. Markwald 37,95 Meter; Speerwerfen männl. B: 1. H. Schmoller 31,69 Meter; Mädchen Weitsprung: 1. Gisela Schneider > 4,61 Meter; 75 Meter: 1. Gisela Schneider 10,8. M. F. Makkabi-Meisterschaften im Turnen Am 24. Mai führte der Deutsche Makkabikreis seine diesjährigen Kreismeisterfchaften im Turnen durch. Man sah im allgemeinen trotz äußerst schwieriger Kürübungen gute Leistungen, zumal wirklich nur die. Besten aus den Makkabivereinen beteiligt waren. Auch die Organisation ließ, abgesehen von der mangelhaften Orientierung der recht zahlreichen Zuschauer, nichts zu wünschen übrig. Deutscher Makkabimeister wurde auch in diesem Jahr Mannheimer, der 30jährige Berliner Bar Kochbaner, der im Neunkampf der Sonderklasse alle Geräte gleichmäßig gut beherrschte und für feine Kürübung am Reck mit Recht die Höchstpunktzahl erhielt. Er erhielt ferner den Ehrenpreis des Neichsausschusfes jüdischer Sportverbände. Ergebnisse: Sonderklasse Männer (8 Teilnehmer): 1. Adolf Mannheimer (Bar Kochba Hakoah- Berlin) 340 bei 360 erreichbaren Punkten (Reck 115 Punkte, Barren 73 Punkte, Pferd 144 Punkte, Freiübung 38 Punkte); 2. Werner Hecht (Makkabi Düsseldorf) 325 Punkte; 3. Klaber (Hakoah Essen) und Jankowitz (Bar Kochba Hakoah Berlin) je 293 Punkte. — Sechskampf Frauen Sonderklasse: 1. Hansi Alexander (Bar Kochba Hakoah Berlin) 219 bei 240 erreichbaren Punkten (Reck 38 Punkte, Barren^79 Punkte, Pferd 65 Punkte, Freiübung 37 Punkte); 2. Bertel Königsberg und Hilde Matzdorff (beide Bar Kochba Hakoah Berlin) je 198 Punkte: 3. Hilde Grünebaum 194 Punkte. — Siebenkampf Männer Mittelstufe: 1. Kurt Wallhausen (Bar Kochba Stadtoldendorf) 239 von 280 erreichbaren Punkten. — Dreikampf Jugend: 1. Weg (Bar Kochba Hakoah Berlin) 104 von 120 erreichbaren Punkten; 2 Flatow (Bar Kochba Hakoah Berlin) 88 Punkte. M. F. Bar Kochba Hakoah in der Makkabi- Endrunde In Berlin fand am 24. Mai eine der Zwischenrunden um die Makkabi-Mei sterschasten im Handball und Fußball statt. Kurze Sportnotizen Jüdische Amateure als USA-Repräsentative Neben Murray Kravitz und Marcus C o h n. die mit der amerikanischen Ländermannschaft im Mai in Wembley gegen England boxten, sind es noch zwei Amateurboxer, die in Amerika in vorderster Linie stehen und berechtigte Aussicht haben, in die Box-Lündermannschast berufen zu werden: das sind der zwanzigjährige Federgewichtler Ben Levinsohn aus Washington und der Halbschwergewichtler Johnny L a s i n s k y. Lewis Führer der amerikanischen Fechter Zum Führer der amerikanischen Fechtermannschaft ist Joseph L. Lewis ernannt worden. Lewis ist ein alter Routinier, der schon die Olympischen Spiele 1928 und 1932 mitgemacht hat. In Los Angelos wurde er im Florettfechten hinter dem Italiener Marzi Zweiter. Jüdische Erfolge hei südafrikanischen Meisterschaften Bei den südafrikanischen Meisterschaften gelang es dem Makkabiah-Sieger Dr. H u r w i tz, über 4 Meilen (6436 Meter) einen schönen Erfolg zu landen. In 20.42,4 Minuten ließ er seine Gegner glatt hinter sich. Von Pech war dagegen der HürdenläuferKiel verfolgt. Der 20jährige, dessen Eltern im übrigen aus Steiermark stammen, fand sich mit den schlechten Bahn- und Wetterverhältnissen gar nicht ab und mußte sich im 120-Vards-Hürdenlauf' in genau 15 Sekunden mit dem 2. Platz begnügen. Acht Tage vorher hatte Kiel im Rahmen eines Hochschulwettkampfes gegen eine kombinierte Mannschaft aus Oxford und Cambridge bereits 14,5 Sekunden für die kurze Hürdenstrecke erreicht. Jüdischer Fussball-Proß bei „Leeds United“ Für die kommende Saison hat sich der „erstklassige" englische Fußballklub „Beecks United" den jungen jüdischen rechten Verteidiger Leslie G o l d - b e r g verschrieben, der erst 18 Jahre alt, bisher Amateur, bereits als Schüler oftmals zu repäsentativen Ehren in Schüler-Länderkämpsen gegen Schottland, Irland und Wales kam. „Könige des Ringes“ Unter diesem Titel veröffentlicht James Butder, eine der größten Boxautoritäten Englands, eine Geschichte des Boxsports. Wir entnehmen diesem Werk, daß u. a. Jack Dempsey jüdischer Abstammung ist. Sein Urgroßvater war ein jüdischer Hausierer namens Abraham Levy. Eine große Anzahl jüdischer Boxer ist außerdem erwähnt, so vor allem Benny Leonard, den Butler für den größten jüdischen Boxer der neueren Zeit hält und an die Spitze aller bisherigen Leichtgewichtler der Welt stellt. 210 Kämpfe hat Leonard bestritten und davon lediglich vier verloren. 14 Jahre hielt er den Weltmeistertitel und zog sich dann ungeschlagen zurück. Man hört weiter von Tid „Ked" Lewis, von Harry Greb, Harry Lewis und Abe Attell, um aus der Geschichte der letzten 40 Jahre nur einige der erfolgreichen jüdischen Kämpfer zu nennen. Damenmeeting der Hakoah Wien Am 21. Mai veranstaltete die Hakoah Wien ein Damensportfest, an dem die besten Wiener Leichtathletinnen teilnahmen. Bon der Hakoah siegten Fräulein Gottlieb im Hochsprung mit 1,40 Metern und im Standweitsprung mit 2,48 Metern sowie Fräulein Neumann im 100- Meter-Lauf, für den sie 13,2 Sekunden benötigte. In der 10 X 200-Meter-Staffel wurde die Hakoah- Staffel ehrenvoller Zweiter. Einige Rahmenwettbewerbe waren der männlichen Jugend Vorbehalten. Hakoah siegte in der Olympischen Staffel für Jugend A in 3.57,4 und der Jugend L in 4.07,4. „Quer durch die Moldau“ Bei einem Wettschwimmen „Quer durch die Moldau" konnten Mitglieder des Hagibor (Prag) zu schönen Erfolgen kommen. In der Klasse der Senioren wurde Beran Zweiter und Beck Dritter. Bei den Junioren langte es für Sabudko ebenfalls zum 2. Platz. Finczus wieder Wiener Ringermeister Bei den Ringkampfmeisterschaften von Wien gelang es dem Hakoahner Finczus seinen Titel im F e d e r g e w i d) t mit Erfolg zu verteidigen. An 3. Stelle in dieser Klasse landete mit Schneider ein weiterer Hakoah-Mami. Auch in den schweren Gewichtsklassen, die nachgeholt werden, gehen die Repräsentativen des Wiener Makkabivereins mit besten Aussichten auf die Matte. Bar Kochba Hakoah Berlin hatte als Gegner den Bar Kochba Breslau und konnte in beiden Spielen überraschend hohe Siege landen. Das Fußballspiel stand zur Pause erst 1:0. Hatten sich bis zu diesem Zeitpunkt die Breslauer ziemlich tapfer gehalten, ließen sie in der zweiten Spielhälfte vollkommen nach, so daß es den Berlinern nicht schwer fiel, sich mit 7 : 0 nachdrücklichst für das Endspiel zu empfehlen. Das Handball spiel wurde 10 : 3 gewonnen, trotzdem die Berliner mit fünf Ersatzleuten antraten.