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Central-Verein-Zeitung · 1936-04-30 · 18 (30.4.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
18 (30.4.1936)
Date
1936-04-30
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Jüdisches Leben Dr. Max Osborn: Judendarstellungen in der Kunst In einer Zeit der Sammlung und Orientierung erfreut das Bemühen, rein deskriptive Arbeit zu leisten ebenso wie die Veröffentlichung neuer wissenschaftlicher Ergebnisse. Gerade für den wichtigen Fragenkomplex „jüdische" Kunst bedeutet ein Vortrag wie der von Max Osborn interessante Fingerzeige. Denn es ging dem Redner nicht darum, ein vielbeackertes Material zusammenzustellen und unter vielleicht selten gehörten Gesichtspunkten zu ordnen, er wollte auch typologische Arbeit leisten. Darunter fällt z. ■ B. die Feststellung, daß an den Kirchen und Kathedralen, wie in Naumburg, oder in den Schweizer Psalterien die Deutung der Judendarstellungen negativ, realistisch zu werten ist. Und auch im Psalterium Ludwigs des Heiligen, in dessen Blättern Lot einen Judenhut und seine Frau ein langes saltenloses Gewand ähnlich dem der Naumburger Stiftcrfiguren tragen, wird der Jude gleich dem im Machsor der Leipziger Stadtbibliothek als Jude charakterisiert. Es gelang Max Osborn, über Michelangelo und Rembrandt hinaus, ein Material zusammenzustellen, das unsere Bewunderung erregt, weil es zum Teil neu gesammelt wurde. In diesem Sinne nahm jeder der Zuhörer besondere Anregungen mit nach Hause und das Gefühl, daß der Kreis dieser Judendaxstellungen noch lange nicht abgeschlossen ist. 0. v. Dr. Fritz Eisenberg: Zeitgenössische Lyrik und Prosa Im Nahmen der kulturellen Veranstaltungen bei Weil sprach Dr. Fritz Eisenberg „Zeitgenössische jüdische Lyrik und Prosa". Anregung zu einigen Vortrags stücken hat er aus Veröffentlichungen der C. - B. - Z e i t u n g erhalten; so brachte er aus Beitrügen unseres Blattes Gedichte von Arno Nadel und Jacob Picard sowie die schöne Erzählung Bin Gvrivns „Erste Liebe", die mit zarten Mitteln Empfindungen und Lebens- — jüdischer Geist art junger Menschen in dem an die moderne Welt Anschluß suchenden Ghetto des Ostens darstellt. Ferner^sprach Eisenberg kürzere Gedichte von Else Laster-Schüler, Silbergleit, Franz Werfel und den in Berlin lebenden Frauen Anita Goldberg und Grete Striem-Boas. Die Gedichte Werfels stammen aus seiner frühesten Periode; es seien dem Sprecher die großartigen, in jeder Hinsicht wirklich jüdischen Gedichte aus Werfels letztem Band „Schlaf und Erwachen" empfohlen. Auch von Hofmannsthal hörte man Jugenddichtungen: „Terzinen der Vergänglichkeit" und den Schluß vom „Tod des Tizian", von Ernst Lissauer kräftige Balladen über Beethoven, Bruckner, Homer. Den Beschluß bildeten einige der herrlichen, hymnischen, zeitlosen Zeitdichtungen Karl Wolfskehls aus dem Buch „Die Stimme spricht", Palästina- Gedichte von Ludwig Strauß und ein aus dem Jiddischen übersetztes lebensfrohes lyrisches Stück von Bialik. Eisenberg sprach dies alles in seiner einfachen, schmucklosen Art, die tatsächlich mehr Sprechen als Rezitieren ist; sein verständnisvoller Vortrag brachte die Dichtungen zu Verständnis und Wirkung, so daß ihn reicher Beifall lohnte. —US Lehrhaus Berlin Donnerstag-Reihe: 2. Abend, 7. Mai, Aula, Jvachimsthaler Straße 13, 20.15 Uhr, Max Wiener, „c-entimentales und natürliches Judentum". Es beginnen folgende Arbeitsgemeinschaften: Treitel, 1. Wanderung in die Natur, Strausberg—Tiefensee: Sonntag, den 3. Mai (Frühlingsflvra des Laubwaldes und Plankton). Treffpunkt: Schlesischer Bahnhof, Bahnsteig Strausberg, 9.45 Uhr, Fahrkarte nach Strausberg. — Kalisch, Gegenwartsfragen des palästinensischen Rechts, 4. Mai, 20.30 Uhr, Prinzregentenstraße 69/70. — Nathan- Barczinski, Das palästinensische Volkslied, 4. Mai, 20.30 Uhr. Marbnrger Straße 5III. — Pollak, Weltwirtschaftliche Jnformationsstunde, 4. Mai, 20.30 Uhr, Auguststraße 17 (Jugendheim). — Gut mann. (Bibel). Die israelitischen Propheten. 5. Mai, 20.30 Uhr, Marbnrger Straße 5 III. — Iospe, Singkreis, 5. Mai, 20.30 Uhr, Fasanenstraße 79/80 (Vortragssaal). — Treitel, Bau und Leben der Pflanzen und Tiere (Mikroskopische Hebungen), Ergänzung von Wanderungen, 5. Mai, 20.30 Uhr, Marburger Straße 5III. — Kauder, Geschichte der Juden in Spanien, 6. Mai, 20.30 Uhr, Prinzregentenstraße 69/70. — Weltmann, Jüdische Dichter der Gegenwart, 6. Mai, 20.30 Uhr, Fasanenstraße 79/80. — Kaufmann, Einführung in die Geschichte der Philosophie, 6. Mai, 20.30 Uhr, Fasanenstraße 79/80. — Kuhn, Biologische und psychologische Grundlagen der Erziehung. 6. Mai, 20.30 Uhr, Marburger Straße 5 III. — Eisende r g , Hebungen in freier Rede, Ausdruck, szenische Uebungen, 6. Mai, 20.30 Uhr, Lützowstraße 16III. Verlegung: Schildberger / Wert heim, Jnstrumentalgemeinschaft, Beginn am 13. Mai, 20.30 Uhr, Fasanenstraße 79/80 (Vortragssaal). Praktische Kurse: Englisch, Französisch. Spanisch, Italienisch, deutsche und fremdsprachliche Stenographie und Korrespondenz. Buchhaltung. Bilanz und Abschlußtechnik. Pläne und Auskünfte im Sekretariat (10 bis 13 und 16 bis 18 Uhr). — Hörerkarten und Teilnehmermarken für die Arbeitsgemeinschaften nur im Sekretariat und an den Abenden selbst erhältlich. Das Rabbiner-Seminar zu Berlin versendet sein Vorlesungszeichnis für das Sommerhalbjahr 1936 (5696). Demnach lesen Dr. Jechiel Weinberg u. a. über Talmud. Dr. Samuel G r ü n b e r g u. a. über Bibeleregese und hebräische Grammatik. Dr. Jacob Fr ermann über Geschichte der Juden in Deutschland seit dem 16. Jahrhundert, Literaturgeschichte seit dem 16. Jahrhundert. Einführung in die rabbinische Praxis. Dr. Esriel Hildesheimer u. a. über Geschichte der Juden in Italien, 13. bis 17. Jahrhundert, Das Zeitalter der Geonim, seit L-aadja. Dr. Alexander Altmann u. a. über Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie. Rabbiner Abraham Wolf über Talmud. Die Aufnahmeprüfung findet am Sonntag, den 3. Mai, 9 Uhr, die Eröffnung des Sommersemesters um 17 Uhr statt. Den Eröffnungsvortrag hält Rabbiner Dr. Esriel Hildesheimer über „Die Jeschiwoth in gaonäischer Zeit". Eine neue Synagoge im Berliner Osten In den Berliner Vororten macht sich in steigendem Maße das Bedürfnis nach Bet- und Versammlungsstütten geltend. Synagogenweihungen sind deshalb in der Berliner Umgegend gar nicht so selten, wie man meinen sollte. So wurde auch in diesen Tagen wiederum ein neuer Betraum, den die „Israelitische Vereinigung zu Karlshorst-Friedrichsfelde" in Berlin-Oberschönewcide geschaffen hat, seiner Bestimmung übergeben. Der Raum ist von jüdischen Handwerkern und Arbeitslosen — entsprechend den heutigen Verhältnissen — in der denkbar einfachsten Weise ausgestaltet worden und läßt dabei noch die notwendige weihevolle Atmosphäre entstehen. Bei der Einweihungsfeierlichkeit wurden zunächst die Torarollen an ihre Stätte geleitet. Alsdann richtete der Vorsitzende der Vereinigung, David, Worte der Begrüßung an die sehr zahlreiche Erschienenen und dankte namentlich allen Organisationen für ihr? Unterstützung bei der Schaffung dieses Betraumes. Rabbiner Dr. Max N u ß b a u m zündete das Ewige Licht an ■ und hielt eine wirkungsvolle Weiherede, in der er aus die Notwendigkeit hinwies, daß heute jedes Bethaus wie zu alten Zeiten auch eine Versammlungsstätte sein müsse. Nach ihm sprachen Rechtsanwalt PH. K o z o w e r für die Jüdische Gemeinde und George Go etz für den Preußischen Landesverband. Zum Abschluß der schlichten Feier sangen Kantor L i ch t e n st e i n und der Chor. R. M. Der Jüdische Museumsverein E. V. Berlin veranstaltet am 30. April, 20 Uhr 15 Min., in den Räumen des Jüdischen Museums, Berlin N 24, Oranienburger Straße 31, einen Lichtbildervortrag von Professor Dr. Franz L a n d s * berger über „Jüdische Porträtierkunst". Gäste willkommen. Ein Beth-Hachasanim ist im Anschluß an die Jüdische private Musikschule Hollaender, Berlin- Charlottenburg 4, Sybelstraße 9, eingerichtet worden. Die Leitung hat Dr. Oskar Guttmann. Lehrkräfte sind Oberkantor Leo Ahlbeck, Jakob Dhmont und Dr. Aron Ohrenstein. In den rein mustkaüfchcn Fächern unterrichten die Fachlehrer der Musikschule. Für jüdische Arbeit — Für die Heimstätte der Juden. Aus Anlaß der Ereignisse in Palästina veranstaltet die Jüdische Gemeinde zu Berlin am Montag. 4. Mai, 20.30 Uhr, eine Kundgebung tn der Synagoge Prinzregentenstr. 69/70. Es sprechen: der Vorsitzende der Gemeinde Direktor Heinrich Stahl, Rabbiner Dr. Mar Wiener, Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee. Edith H e r r n st a d t - O e t t i n g e n liest Stücke aus der Bibel, der W i n a w e r s ch e Chor trägt lithurgische Gesänge vor. Eintritt frei. Der Verband Polnischer Juden E. V., zu Berlin, verlegt zum 1. Mai 1936. seine Geschäftsräume nach Berlin W 35, Kurfürstenstr. 42 ö. I (B 2 5524) [cm der U-Bahn Kurfürstenstr., in der Nähe des Gen.- Konsulats der Republik Polens. Die Sprechstunden fallen infolge des Umzuges am Donnerstag, dem 30. April 1936, und Montag, dem 4. Mai 1936, aus. zur Pause durch Tore von Sternberg und Winkler mit 4 :0 und erhöhten bis zum Schluß durch Sternbcrg und Adler auf 6:0. Unentschieden 1 : 1 lautete das Ergebnis bei den Jugend Mannschaften der beiden Vereine trotz technischer Ueberlegenheit der Hamburger, und im Spiel der Frauen hieß es zum Schluß 0 :0. Die Berlinerinnen vermochten selbst gegen nur neun Hamburger Spielerinnen kein Tor zu erzielen. U. F. Nachwuchsboxen beim IBC Berlin Im Rohmen einer zweiten Nochwuchsveranstaltung, die ebensogut gelang wie die vor einigen Monaten durchgeführte erste dieser Art, sah man un 15 Kämpfen Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren im Ring, die sich, technisch mehr oder 'minder versiert, eifrig und stets begeistert abwechslungsreiche, nie uninteressante Kämpfe lieferten. Ergebnisse: Hans Danzigcr (10 Jahre) schlägt Horst Littwitz, Peter Rosenthal (9 Jayre) schlägt Horst Blumenthal, Lutz Rosenthal (13 Jahre) schlägt Rudi Dannenbauin, Heinz Löwenthal <14 Jahre) schlägt Georg Fließ Kurt Link (11 Jahre) schlägt Robert Strich, Hans Treitel (12 Jahre) schlägt Werner Joseph, Herbert Giesen (13 Jahre) schlägt Kurt Leyser, Manfred Zigclmaun (16 Jahre) schlägt Peter Tichauer, Siegfried Baer (15 Jahre) schlägt Hajo Bode-Marx. Dieter Weißbarth schlägt Theo Link und Kurt Loszinski (15 Jahre) schlägt .Siegfried Loewinski nach Punkten. Unentschieden trennten sich Hans Koslowski und Manfred Herzfeld, Berthold Löwenthal und Erwin Abraham und Bernd .Elbogen und Peter Jacob. U. F. Ergebnisse der Verbandsspiele im Handball In den Verbandsspielen am 26. April gelang es der 1. Frauenmannschaft des JSK gegen die .1. Frauenmannschaft des Bar Kochba ein 1:1- Unentschieden zu erreichen. Der JSK war in der ersten Spielhälfte in Führung gegangen, und erst Mitte der Nachpausenzeit überwanden die Bar Kochbanerinnen die gute und mit Glück spielende JSK-Torsteherin zum Ausgleichstor. Das Spiel der 2. F r a u e n Mannschaften des Bar Kochba und der JSG 33 endete 1 :0 für die ihr Tor nach der Pause erzielenden JSG-Mädels. In einem Gesellschaftsspiel überraschte die gute Form der Handballmannschast des IBC .Makkabi, die JSG 33'II verdient mit 7:4 (3:2) Toren zu schlagen vermochte. Weitere Ergebnisse: JSG .33 HI—Bar Kochba IV 2:6 (2:2); JSG 33 V—JSK II 3 : 3 (2:2); JSG 33 VII-Bar Kochba A. H.; JSG 33 IX —„Makkabi" Jugend 5:1; Bar Kochba 3. Jugend —Bar Kochba 1. Knaben 4:1 (2 :1). M. F. Ergebnisse der Fiissball-Vcrbandsspiele 1 vom 26. April JSK I-Hakoah I 1:1 (0:1) [Gesellschaftsspiels: Hakoah 1. Jugend—Hakoah 3. Jugend 5 :3; JSG 33 1. Jugend—JSG 33 3. Jugend 5 :0; Hakoah V— JSG 33 A. H. 2:1; Hagibor V—Hakoah IV 3:2; JSG 33 II—Hakoah III 2 : 0; Hakoah 2. Jugend— Hagibor 2. Jugend 4 :0; Hakoah 3. Schüler—Hagibor 2. Schüler 1:2; Hakoah 6. Schüler—Hagibor 4. Schüler '2 :1; Hakoah 1. Schüler—Hakoah 2. Schüler 2:1; Hagibor 3. Schüler—JSK 2. Schüler 2 :0; Hakoah II—JSG 33 III 7:1. Gruppenkegeln der SKV Die Sportkegler-Vereinigung im RjF-Sportbund veranstaltete am 26. April ein Gruppenkegeln, an dem sich etwa 200 Kegler beteiligten. Beste Einzelkegler waren im Bezirk Westen Beiser mit 731 Holz und im Bezirk Osten Groß mit 737 Holz. Mitteldeutschland Makkabi-Vorrunden in Leipzig In seinem Vorrundenspiel um die Deutsche Makkabi-Meisterschaft mußte der Leipziger Bar Kochba im Fußball eine knappe 1 :2-Niederlage durch Jtus-Nürnberg hinnehmen. Das Fehlen zweier bewährter Spieler machte sich bei den Bar Kochbanern stark bemerkbar, dem Sturm fehlte dadurch der nötige Druck vor dem Tor, anderer- Jüdische Boxer im Ausland Im Nahmen des Petersen—Mac-Avoy-Kampfes am 23. April in London siegte Jackie B r o w n> der .Exweltmeister im Fliegengewicht, gegen den bekannten Engländer Ted Green. Der auf 9 Runden angesetzte Kampf war bereits nach 41 Sekunden Dauer infolge eines schweren k. o.» Schlages beendet. Am gleichen Abend trennten sich der Franzose Maurice H o l tz e r und der Engländer Benny Sharkey nach acht Runden unentschieden. * Dave Crowley, ein englischer Federgewichts boxer, der sich in diesen Tagen auf einer Amerika-Tournee befindet, konnte seinen ersten Kampf auf amerikanischem Boden zu einem eindrucksvollen Sieg gen Al Gilette machen. * Buddy Baer, der Bruder von Max Baer, verlor gegen die französische Schwerseits war die Hintermannschaft der Gäste deren bester Teil. Viel mehr Schwung und Spannung lag über dem vorangegangenen Handball spiel zwischen Bar Kochba-Leipzig und Jtus-München. Leipzig ging hierbei mit 7:6 als glücklicher Sieger hervor. Nach 60 Minuten Spielzeit trennte man sich 4:4; die dadurch bedingte Verlängerung brachte immer noch keine Entscheidung, da es dann 6 :6 hieß. Erst bei der zweiten Verlängerung gelang den Leipzigern gleich zu Beginn der siegbringende Wurf, der eines der schönsten Handballspiele der letzten Zeit auf Leipzigs jüdischen Sportfeldern abschlvß. K—n. Nordwestdeutschland Turnausscheidungen bei VTH Hannover Am 26. April trafen sich in H a n n o v e r etwa 60 Turner aus Hamburg, Bremen, Herford, Bielefeld, Göttin gen und Hannover zum Ausscheidungskampf für den Reichsgerätewettkampf in Berlin. Der hierfür vorgeschriebene Zehnkampf der A-Klasse galt gleichzeitig als Wettbewerb um den Rudolf-Meinrath- Wanderpokal, während die L-Klasse in einem Sieben-Kampf um den Wanderpreis des VTH 04 Hannover kämpfte. In beiden Wettbewerben blieben wieder die beiden Vorjahressieger erfolgreich und gelangten so in den endgültigen Besitz der Wanderpreise. Es wurden hervorragende Leistungen gezeigt, die die zahlreich erschienenen Zuschauer wiederholt zu Beifall hinrissen. Sämtliche Turner der A-Klasse erzielten die zur Teilnahme am Reichsgerätewettkampf notwendigen Punkte. Gelungene Vorführungen der Knaben- " und Mädchenriegen, sowie der Fechtgruppe brachten interessante Abwechslung in die im übrigen vom VTH 04- Hannover glänzend organisierte Veranstaltung. Ergebnisse: Herren - Zehnkamps Klasse A: 1. Werner Rothenberg, Göttingen, 84% Punkte. 2. Ludwig Fleischmann, Hannover, 83%, 3. Kurt Stiefel, Hannover, 82, 4. Ernst Schartenberg, Hannover, 80%, 5. Walter Cohn, Hannover, 12Vi. — Herren-Siebenkampf Klasse B: 1. Walter Kaunitz, Hannover, 60/4 Punkte. — Altersstu se Sechskamps: 1, Max Fraenkel, Hannover, hQVi Punkte. — Damen-Vierkampf: 1. Ilse Willner, Hannover, 33 Punkte. W. N. Ostpreussen Turnbetrieb in Königsberg Die Sportgruppe des RjF Königsberg veranstaltete am 19. April ein Musikturnen. Zahlreiche Angehörige und Freunde der Mitglieder waren der Einladung gefolgt und spendeten reichen Beifall. Kinder- und Jugendriegen g e w i ch t s Hoffnung Lenglet in sechs Rnnden nach Punkten. Buddy, der noch nicht 21 Jahre ist und bereits viele k. o. - Siege in seinem Rekord hat, darf laut Bestimmungen der Boxbehörde höchstens sechs Rnnden im Ring stehen. Der bisherige britische Titelhalter im Leichtgewicht Jack Kid Berg mußte sich am 25. April die bisher schwerste Niederlage seiner Laufbahn gefallen lassen. In der neunten Runde des Kampfes gegen Walsh sah sich der Ringrichter gezwungen, den Kampf zugunsten des neuen Titelhalters, der Berg vollkommen zusammengeschlagen hatte, zu stoppen. ¥ Jack H y a m s, ein englischer Nachwuchsboxer, errang am 20. April im klolborn Ltackion die Mittelgewichts Meisterschaft von Süd- England durch einen überlegenen Sieg über den bisherigen Titelhalter Frank Hough. Alan rechnet damit, das Hyams nun auf Jvck MacAvoy im Kampf um den englischen Titel treffen wird. zeigten ihre Künste, dann folgten gymnastische und rhythmische Hebungen einer Hausfrauengruppe und ein allgemeines Geräteturnen von Männer¬ und Jugendriegen. 60 Mitglieder veranschaulichten den Zweck planvoll betriebener Leibesübungen. Eine Musterriege bewährte sich in Vorführungen am Hochpferd. Die Veranstaltung machte den besten Eindruck und hat zweifellos ihren Werbezweck erfüllt. Voraus gingen dje vom Landesverband ausgeschriebenen A u 8 s ch e i d u ng e n für die R e i ch s ge r ä te küm p s e. Die Prüfungen bestand aU einziger Martin Lew in. Tilsit. Die tüchtige Tilsiter Sportgruppe war zu der Königsberger Veranstaltung in stattlicher Zahl erschienen. W. Tilsit siegt überlegen Ein Fußball- Freundschaftsspiel Tilsit— Königsberg leitete am 19. April den Sommerfport ein. Die Tilsiter Mannschaft bewies, daß ihr fleißiges Training nicht vergebens war. Sie zeigte sich in Angriff und Abwehr überlegen und siegte mit 11:2. W. Südwestdeutschland Städtekampf im Fechten In Stuttgart standen sich am 25. und 26. April die Mannschaften vom RjF Wiesbaden, Stuttgart und Frankfurt- O f f e n b a ch zum Städtekampf im Fechten gegenüber. Die Frankfurterinnen Lilo Schwab, Liesel Koch und Grete Schloß zeigten Schaukämpfe, die gute Schulung bewiesen. Im Städtekampf besiegten die routinierteren Wiesbadener die Stuttgarter mit 11 : 5. Hier konnte lediglich Theißebach (Stuttgart), der aber keinen sehr sauberen Stil focht, sämtliche Gefechte gewinnen. Die Wiesbadener konnten auch einen Sieg über die sonst sieggewohnte Frankfurt-Offenbacher Mannschaft, die allerdings nicht in stärkster Aufstellung anireten konnte, sehr sicher mit 11 :5 erringen. Eine gute Klingenführung zeigten Dr. Kronenberger und Dr. Meyer (Wiesbaden), während Kornblum nicht ganz in der sonst an ihm gewohnten Form focht. Stuttgart mußte noch eine zweite Niederlage -< gegen Frankfurt — mit 4 :12 hinnehmcn. Der weitaus beste Mann aller Gefechte war Kurt Merzbach (Frankfurt a. M.). L. B. Punktgleichheit der führenden Vereine im Handball j Bei den Männern ... Bar Kochba Frankfurt a. M. erreichte Punktgleichstand mit dem RjF Darmstadt durch einen 10:3 - Sieg über die allerdings ersatzgeschwächte Mannschaft des Schild. Der Sturm des Bar Kochba war von Anfang an. überlegen und zeigte weite Kombinationen, doch gelang es Schild, bis zur Halbzeit das Tempo annähernd mitzuhalten und so bis dahin sogar ein 2:1- Ergebnis zu erzielen. Nach Halbzeit wurde der spätere Sieger noch wesentlich besser, der Sturm befand sich dauernd vor dem Schildtor, während die Schildmannschaft, besonders die schwache Verteidigung und Läuferreihe, völlig ausgepumpt schien, so daß Bar Kochba die meisten seiner Tore durch fast unaufgehaltene Durchbrüche erzielen konnte. Bei der unterlegenen Mannschaft war der beste Mann der Gründer der Vereins, Walter Gutheim. Die Zuschauer zeigten wieder disziplinloses Verhalten. . . . und bei den Frauen Dagegen konnte Schild Frankfurt a. Dh durch einen Sieg von 2:1 (1:1) über die bisher führenden Mädels des Bar Kochba Tabellengleichstand erzielen, obwohl die Schildmannschaft schon von der 8. Minute ab durch eine Verletzung nur noch mit zehn Spielerinnen spielte. Der Sieg ist der ausgezeichneten Hintermannschaft zu verdanken, doch hätte das Torverhältnis wesentlich höher ausfallcn können, wenn der nicht allzugute Sturm sich zu flacheren Schüssen entschlossen hätfe. So sielen beide Tore durch Strafstoß. Der Sturm des Bar Kochba war recht gut, zerschellte aber an der guten Hintermannschaft. st,. B. Weitere Ergebnisse: Fußball: RjF Darmstadt I —JTB Frankfurt a. M. 11:1; Schild Frankfurt a. M. Jugend — JTB Frankfurt a. M. 5 :1. Handball: Bar Kochba Frankfurt a. M. UH Schild Frankfurt a. M. II 7:0 (2:0). Rheinland-Westfalen Internationales Hockey in M.-Gladbach Am 26. April spielte der Hockeyclub Concordia Roermond gegen RjF M. - G l a d b a ch * Rheydt. Der Kampf spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab. Roermond konnte bis Halbzeit einen Torerfolg für sich buchen. In der zweiten Halbzeit verpaßte Gladbachs Jnnensturm zweimal den Ausgleich. Dann erfolgte ein starkes Drängen vorm M.-Gladbacher Tor, und Roermuvnd erhöhte seinen Sieg auf 2:0. Trotzdem die Roermonder technisch wesentlich besser waren, hätten die Gladbacher ein Unentschieden für ihren Kampfgeist verdient. Zehn Minuten vor Schluß setzte ein Platzregen ein, so daß das Spiel mit beiderseitigem Einverständnis abgebrochen wurde. II. 6. Pokalspiele am Mittelrhein Der Bezirk Mittelrhein des RjF-Sportbundes wickelte am 26. April die Vorrunde um den Dr.-Klopfer-Pokal ab. Von den vier angesetzten Spielen kamen nur zwei zum Austrag, und nur eines endete regulär. Durch Verzicht von Köln und Koblenz kamen Düsseldorf bzw. Düren kampflos eine Runde weiter, sodann trat Krefeld in M. - G l a d b a ch unbegreiflicherweise ohne Pässe an und wird bestimmungsgemäß mit Spielvcrlust bestraft. Dies ist um so härter und bedauerlicher, als die Krefeld er sich in ganz ausgezeichneter Verfassung befanden und mit 4 : 0 einen gegen den engsten Nachbarn noch nie in dieser Höhe erzielten Sieg erfochten. Die M.-Gladbacher ließen jeden Zusammenhang vermissen, hatten auch einige Ersatzleute mehr eingestellt als die Krefelder. Einen regulären Verlauf nahm lediglich das Pokalspiel Bonn gegen Neuwied. Aehnlich wie _im Vorjahre, mußten die Neuwieder eine Zweistellige Niederlage hinnehmen. Als die Bonner nach der verhältnismäßig langen Spielpause sich zusammengefunden hatten, waren sie nicht mehr zu halten, und nach einer Viertelstunde begann der Torreigen. Beim Seitenwechsel hieß es 4:0, und am Schluß mußte Neuwied über eine 10 :1-Niederlage quittieren. Die zweiten Mannschaften trennten sich mit einem 3: 0 (1 :0) für Bonn, nachdem beiderseits ein Platzverweis nötig geworden war. M.-Gladbach II siegte 1: 0 nach fairem Kampf über Krefelds zweite Elf, -1.0.

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