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Azriel Hildesheimer

Person · http://data.judaicalink.org/data/ep/1000007

Also known as (18 names)
he
הילדסהיימר, עזריאל בן יהודה ליב · עזריאל הילדסהיימר
–
Glei-Hildesheimer, Esriel · Glei-Hildesheimer, Israel · HILDESHEIMER, ISRAEL AZRIEL B. LEIB · Hildeshaimer, Azriel ben Meir · Hildesheimer · Hildesheimer, Esriel · Hildesheimer, Ezriel · Hildesheimer, Israel · Hildesheimer, J. · Hildesheimer, Jsrael · Hildesheimer, Meir · Hl̋deshaymer, Azar'ēl · Hîldeshaimer, 'Azrî'ēl · Hîldesheimer, Ezrî'ēl · Israel Hildesheimer · הילדסהיימר, עזריאל
Born
1820
Place of birth
Halberstadt
Died
1899
Place of death
Berlin
Occupation
Rabbi
Geb. 20. Mai 1820 in Halberstadt,Gest. 12. Juli 1899 in BerlinSohn des Löb Glei und der Golde Goslar, 1826 zur „Hascharat-Zwi“- Schule in Halberstadt, nach Abschluß der Schulpflicht 1834 Talmudstudium bei Ortsrb. Mathias Levian sowie bei den Stiftsrabbinern Joseph Eger und Gerson Josaphat. Mit einem Zeugnis des letzteren (24. Okt. 1837) nach Altona zur Jeschiwa von dessen Lehrer Jacob Ettlinger, dort 4 1/2 jähr. Studiumkurzzeitig auch Schüler bei Isaak Bernays in Hamburg. Durch paralleles Privatstudium der Schulfächer hatte er 1842 erst das Niveau der Tertia erreicht, bestand aber nach weiterer Vorbereitung am Gymnasium in Halberstadt 1843 die Abiturprüfung. Verlobung mit Henriette- Jettchen Hirsch (1824-1883), Schwester der Gebrüder Josef und Gustav-Mordechai Hirsch, die ihn als kapitalkräftige Fabrikanten fortan aller Nahrungssorgen entheben. 1. Nov. 1843 imm. Berlin, 1845 zum Studium der orientalischen Sprachen nach Halle, 4. Aug. 1846 prom. das. Rückkehr nach Halberstadt. Am 26. Aug. 1846 heiratet er seine Verlobte und lebt im Haus seines Schwiegervaters als Privatgelehrter (AZJ 1848, S. 15), sammelt Schüler um sich, ist auch Assessor des Rabbiners und Nachfolger seines Bruders als Sekretär der jüd. Gemeinde. Sommer 1851 Rb. in Eisenstadt und Gründung einer Jeschiwa, die bis zu 150 Schülern anwächst. Verhandlungen wegen Aufnahme als „zweiter Rb.“ und Jeschiwaleiter in Preßburg (1861). Seit Februar 1867 Verhandlungen um Wechsel an das Berliner Bet-Midrasch, da er sich in Ungarn als orthodoxer Modernist auf verlorenem Posten weiß. „Ich mache mir nämlich gar keine Illusion, dass ich mich über die wichtigsten Fragen in Cultur- und Schulangelegenheiten mit meiner Partei [...] in der Minorität bin, was ich besonders durch die vielen schriftlichen Vorstellungen der gedole rabbanim bimedinathenu gegen meine Abhandlungen über die Seminar- und Schulfondfrage [...] gesehen“ (Briefe, S. 49, vom 18. Apr. 1867). Der „Israelitisch-Ungarische Kongreß“ im Dezember 1868 offenbart die doppelte Opposition der Neologen und der Altorthodoxen und Chassidim. 2. Sept. 1869 Stiftsrb. in Berlin und zugleich Rb. der orthodoxen Gemeinde „Adass Jisroel“. Auf sein Gehalt von 400 Tl. verzichtet er schon nach einem Jahr zugunsten seiner Lehrhauskollegen. Unter seiner Leitung werden am 10. Okt. 1869 die Gemeindeschule, am 5. Aug. 1870 die eigene Synagoge und am 22. Okt. 1873 das orthodoxe Rabbinerseminar eingeweihtdie organisatorische Spaltung von der Gesamtgemeinde wird durch das Austrittsgesetz vom 28. Juli 1876 ermöglicht. 1888 Gründer des Palästinahilfsvereins „Lemaan Zion“1897 der „Vereinigung traditionell-gesetzestreuer Rabbiner“. Zu den Dozenten am Seminar zählen seine Söhne Hirsch H. (1855-1910) und Meier H. (1864-1934) sowie dessen Sohn Esriel (Erich) H., der spätere Leiter der Tel-Aviver Stadtbibliothek.
(1820–1899), rabbi and scholar. German-born Esriel (‘Asri’el) Hildesheimer set out upon his rabbinical career in 1846. By that time he had completed his training under the tutelage of Ya‘akov Ettlinger—the preeminent contemporary German Orthodox halakhist—and received a doctoral degree from the University of Halle. He spent the years 1846–1851 as secretary of the community in his hometown of Halberstadt before being appointed rabbi of Eisenstadt, the well-known Jewish settlement in the Burgenland section of western Hungary. There he founded and developed a famous post–primary school yeshiva that combined intensive Torah learning with a full range of secular studies.

Identifiers

DBpedia
Azriel_Hildesheimer
Deutsche Biographie
pnd118704796.html#adbcontent · pnd118704796.html#ndbcontent
GND
118704796 · about
Library of Congress
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Steinheim-Institut
bhr?gnd=118704796 · bhr?id=718 · query.html?kategorie1=GND&text1=118704796
VIAF
42136152 · 42136152
Wikidata
Q384859
catalogue.bnf.fr
cb124138875 catalogue
de.wikipedia.org
Esriel_Hildesheimer de
en.wikipedia.org
Azriel_Hildesheimer en
hub.culturegraph.org
118704796 hub
www.deutsche-digitale-bibliothek.de
118704796
www.isni.org
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Sources (9)

Hildesheimer, Esriel

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Geb. 20. Mai 1820 in Halberstadt,Gest. 12. Juli 1899 in BerlinSohn des Löb Glei und der Golde Goslar, 1826 zur „Hascharat-Zwi“- Schule in Halberstadt, nach Abschluß der Schulpflicht 1834 Talmudstudium bei Ortsrb. Mathias Levian sowie bei den Stiftsrabbinern Joseph Eger und Gers…
Geb. 20. Mai 1820 in Halberstadt,Gest. 12. Juli 1899 in BerlinSohn des Löb Glei und der Golde Goslar, 1826 zur „Hascharat-Zwi“- Schule in Halberstadt, nach Abschluß der Schulpflicht 1834 Talmudstudium bei Ortsrb. Mathias Levian sowie bei den Stiftsrabbinern Joseph Eger und Gerson Josaphat. Mit einem Zeugnis des letzteren (24. Okt. 1837) nach Altona zur Jeschiwa von dessen Lehrer Jacob Ettlinger, dort 4 1/2 jähr. Studiumkurzzeitig auch Schüler bei Isaak Bernays in Hamburg. Durch paralleles Privatstudium der Schulfächer hatte er 1842 erst das Niveau der Tertia erreicht, bestand aber nach weiterer Vorbereitung am Gymnasium in Halberstadt 1843 die Abiturprüfung. Verlobung mit Henriette- Jettchen Hirsch (1824-1883), Schwester der Gebrüder Josef und Gustav-Mordechai Hirsch, die ihn als kapitalkräftige Fabrikanten fortan aller Nahrungssorgen entheben. 1. Nov. 1843 imm. Berlin, 1845 zum Studium der orientalischen Sprachen nach Halle, 4. Aug. 1846 prom. das. Rückkehr nach Halberstadt. Am 26. Aug. 1846 heiratet er seine Verlobte und lebt im Haus seines Schwiegervaters als Privatgelehrter (AZJ 1848, S. 15), sammelt Schüler um sich, ist auch Assessor des Rabbiners und Nachfolger seines Bruders als Sekretär der jüd. Gemeinde. Sommer 1851 Rb. in Eisenstadt und Gründung einer Jeschiwa, die bis zu 150 Schülern anwächst. Verhandlungen wegen Aufnahme als „zweiter Rb.“ und Jeschiwaleiter in Preßburg (1861). Seit Februar 1867 Verhandlungen um Wechsel an das Berliner Bet-Midrasch, da er sich in Ungarn als orthodoxer Modernist auf verlorenem Posten weiß. „Ich mache mir nämlich gar keine Illusion, dass ich mich über die wichtigsten Fragen in Cultur- und Schulangelegenheiten mit meiner Partei [...] in der Minorität bin, was ich besonders durch die vielen schriftlichen Vorstellungen der gedole rabbanim bimedinathenu gegen meine Abhandlungen über die Seminar- und Schulfondfrage [...] gesehen“ (Briefe, S. 49, vom 18. Apr. 1867). Der „Israelitisch-Ungarische Kongreß“ im Dezember 1868 offenbart die doppelte Opposition der Neologen und der Altorthodoxen und Chassidim. 2. Sept. 1869 Stiftsrb. in Berlin und zugleich Rb. der orthodoxen Gemeinde „Adass Jisroel“. Auf sein Gehalt von 400 Tl. verzichtet er schon nach einem Jahr zugunsten seiner Lehrhauskollegen. Unter seiner Leitung werden am 10. Okt. 1869 die Gemeindeschule, am 5. Aug. 1870 die eigene Synagoge und am 22. Okt. 1873 das orthodoxe Rabbinerseminar eingeweihtdie organisatorische Spaltung von der Gesamtgemeinde wird durch das Austrittsgesetz vom 28. Juli 1876 ermöglicht. 1888 Gründer des Palästinahilfsvereins „Lemaan Zion“1897 der „Vereinigung traditionell-gesetzestreuer Rabbiner“. Zu den Dozenten am Seminar zählen seine Söhne Hirsch H. (1855-1910) und Meier H. (1864-1934) sowie dessen Sohn Esriel (Erich) H., der spätere Leiter der Tel-Aviver Stadtbibliothek.
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(Esriel Hildesheimer, „Rabbi Esriel Hildesheimer, Bibliographie seiner Schriften“ in Alei Sefer. A Journal of Hebrew Bibliography and Booklore 14, 1987)Mitarbeiter der Zschr. Der Orient (1848-50), u. a. „Materialien zur Beurtheilung der Septuaginta“, Orient 1848, Nr. 30ff; mit Ve…
(Esriel Hildesheimer, „Rabbi Esriel Hildesheimer, Bibliographie seiner Schriften“ in Alei Sefer. A Journal of Hebrew Bibliography and Booklore 14, 1987)Mitarbeiter der Zschr. Der Orient (1848-50), u. a. „Materialien zur Beurtheilung der Septuaginta“, Orient 1848, Nr. 30ff; mit Verteidigung des masoretischen Texts„Michtav be‘inyan ha-h. aqirah ‘al ši‘ur ha-dam“, Šomer S. iyyon ha-Nä’äman, S. 63-64„Be’ur sugya’ Qiddušin daf 14b“, ebd., S. 395Nur „Esriel“ gezeichnet ist der Beitrag „Besugya’ H. agigah daf 9“, ebd., S. 115Übs. Minh. ah T. ehorah von Salman b. Moses Bonhard, über die den Frauen zukommenden Ritualvorschriften, Preßburg 1858, 36 SErster Bericht der seit sechs und einem halben Jahre bestehenden, und seit sechs Monaten von der hohen k. k. Statthalterei-Abtheilung zu Oedenburg anerkannten provisorischen Lehranstalt für Rabbinats-Kandidaten zu Eisenstadt, Wien 1858Offener Brief an [...] Leopold Löw, Wien 1858, mit Verteidigung der Eisenstädter Jeschiwa„Die [Ludwig] Geigersche Broschüre „Notwendigkeit und Maass einer Reform des jüd. Gottesdienstes“ beurtheilt“, Israelit-Separatdruck Mainz 1861, 56 S. [Expl. GJ Köln, Bm1-Hil]„Auch einige Worte über die Verwendung des ungarischen ’Schulfondes’„, Der Israelit 3 (1862), S. 298ff, 308-311, 315ff„Der von der Rabbinercommission zu Pesth veröffentlichte Entwurf zur Gründung eines Rabbinerseminars“, Der Israelit 5 (1864), S. 357-360, 373-377, 386f, 399f„Noch einmal über die Jeschiba- Angelegenheit“, Der Israelit 6 (1865), S. 682-693; 7 (1866), S. 9-11, 47, 83f, 102-104, 188-190, 213f, 347-349, 363f, 383-385, 398-401[Zweiter] Bericht der öffentl. Rabbinats-Schule zu Eisenstadt, Prag 1868Kommentar zu Nethivoth ‘Olam, dritter Teil des Sefär ha-Kerithuth, Halberstadt 1869Dritter Bericht über die öffentliche Rabbinatsschule zu Eisenstadt, Halberstadt 1869Festrede, gehalten am Œimh. ath Torah 5631 in der Synagoge der Adath-Israel-Gemeinde in Berlin, 1870„Rede zur Eröffnung des Rabbiner-Seminars“, in Jahres-Bericht des Rabbiner- Seminars für das orthodoxe Judenthum pro 5684, Berlin 1875, S. 84-89Einladungsschrift zu der ... öffentlichen Prüfung der Religions-Schule der Gemeinde Adaß-Jisroel, Berlin 1879 [Expl. GJ]Die jüdische Solidarität. Vortrag, gehalten im Sefath-Emeth-Verein, Berlin 1880Die astronomischen Kapitel in Maimonidis Abhandlung über die Neumondsheiligung, Berlin 1882Halachoth Gedoloth mit Einleitung und Anmerkungen, Berlin 1888-1892, 825 SMiddot Bet ha-Miqdaš šäl Hordos bimesächät Middot uvekitve Yosef bän Mattithyahu, 1974. Werkausgaben. Gesammelte Aufsätze, hrsg. Meier Hildesheimer; Frankfurt 1923Briefe / ’Iggarot, hrsg. Mordechai Eliav, Jerusalem 1965-66Šeelot utešuvot Rabbi ‘Äzri’el ‘al ’Orah. H. ayyim - Yoreh De‘ah, Responsen, Bd. I zu OH, hrsg. von Meir Hildesheimer mit einer Einleitung, Tel Aviv 1969; Bd. II zu EE und HM mit Homilien, 1976.
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Hildesheimer, Esriel

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(1820–1899), rabbi and scholar. German-born Esriel (‘Asri’el) Hildesheimer set out upon his rabbinical career in 1846. By that time he had completed his training under the tutelage of Ya‘akov Ettlinger—the preeminent contemporary German Orthodox halakhist—and received a doctoral degree from the University of Halle. He spent the years 1846–1851 as secretary of the community in his hometown of Halberstadt before being appointed rabbi of Eisenstadt, the well-known Jewish settlement in the Burgenland section of western Hungary. There he founded and developed a famous post–primary school yeshiva that combined intensive Torah learning with a full range of secular studies.
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