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Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen · 1913-01-01 · 4, 5 und 6 (1913) · p. Seite 44

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Journal
Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
Volume
1 (1912-1913)
Issue
4, 5 und 6 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 44 (sequence 44)
Language
German
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44 Redner verfolgte diese Familiengeschichte von ihren ersten Anfängen bis zu den Söhnen Rabbi Akiba Egers. In ausführlicher Darstellung verweilte er bei der Schilderung der Persönlichkeit des grossen Vorfahren. Er wies darauf hin, was noch heute die Persönlichkeit Rabbi Akiba Egers für uns bedeute. Sie sei für uns nicht nur die letzte allgemein anerkannte Autorität auf religiongesetzlichem Gebiete, sondern auch die Verkörperung des reinsten jüdischen Idealismus. Dr. Eger führte sodann im einzelnen aus. wie die Tätigkeit der neu zu gründenden Vereinigung gedacht sei und in welchem Geiste sie wirken solle. Im Anschluss an die Reden wurde den Erschienenen ausser dem bereits erwähnten Stammbaum noch ein Abdruck einer im Jahre 1837 erschienenen Elegie auf den Tod Akiba Egers. sowie ferner ein volkstümlicher Auszug aus der bekannten Biographie von Akiba Eger, die von Rabbiner Dr. Vre sehn er verfasst ist, überreicht. Einstimmig wurde sodann die Gründung der „Vereinigung der Familie Eger" beschlossen und die Satzungen der neuen Vereinigung ihrem Hauptinhalte nach festgestellt. Der Verein bezweckt die Pflege des Gefühls der Zusammengehörigkeit unter den Mitgliedern der Familie Eger. die Pflege des Studiums der Familiengeschichte, die Schaltung und Fortführung eines Stammbaumes, die Sammlung der auf die Familiengeschichte bezüglichen Literatur, die Herausgabe von noch ungedruckten Werken Akiba Egers. von Werken aus der Familiengeschichte und verwandte Bestrebungen. Von Zeit zu Zeit sollen Versammlungen von Familienmitgliedern (Familientage) einberufen werden, mindestens in jedem zweiten Jahre. Der zweite Familientag wird für März nächsten Jahres in Posen geplant. Mitglied der Vereinigung kann jede Person werden, die nachweislich von Rabbi Akiba Eger oder einem seiner Vorfahren abstammt und dem Juden turne angehört sowie die Ehegatten solcher Personen, wenn die Ehe besteht oder durch den Tod aufgelöst ist. Der Jahresbeitrag wurde auf mindestens 10 Mark festgesetzt. In den Vorstand der neuen Vereinigung wurden folgende Persouen gewählt: 1. Dr. Joseph Eiger in Berlin 1. Vorsitzender. 2. Siegfried Caro in Berlin 2. Vorsitzender. 3. Rechtsanwalt Dr. Leo Eger in Berlin 1. Schriftführer. 4. Rabbiner Dr. Bleich rode in Berlin 2. Schriftführer. 5. Hermann Goldberg in Charlottenburg L Kassenwart. 6. Dr. Walter Karo in Berlin 2. Kassenwart. 7. Geh. San.-Rat Dr. Jakob Eger in Berlin Beisitzer. 8. Redakteur Fritz Engel in Berlin Beisitzer, 9. Rechtsanwalt Dr. Richard Otto Frankfurter in Berlin Beisitzer. 10. Frau Ulla Wo I ff -Frank in Berlin Besitzer. 11. Simon Eger in Königsberg-Pr. Beisitzer. 12. Jacques Eger in Paris Beisitzer, 13. Juljusz Eiger in Warschau Beisitzer. 14. Alexander Sal. Schreiber in Sereth Beisitzer. Ihren Beitritt haben bereits über 200 Personen erklärt. Eine Liste der Mitglieder 4er Vereinigung wird demnächst versandt werden. Das Interesse an dem Familientage zeigte sich nicht nur in der Zahl der Anwesenden, sondern auch in zahlreich zugegangenen Schriften und Telegrammen. Es waren über 150 Briefe aus aller Herren Länder eingegangen und telegraphische Begrüssungen aus: Berlin, Dresden, Posen? Wien, Lemberg, Krakau, Monte Carlo, Nizza Sereth, Petersburg, Moskau, Riga, Dün*aburg, Wilna, Minsk, Warschau, Lazy, Orenburg, Hornel, Jekaterinoslaw. Das Wort ergriff sodann Rechtsanwalt Dr. Jalowicz (Berlin), der im Namen <ler angeheirateten Verwandten sprach und seiner Freude Ausdruck gab, in eine Familie von jüdischem Geistesadel aufgenommen worden zu sein. Sodann sprach die Schriftstellerin Frau Regina E i g e r-L i 1 i e n t h a 1 (Warschau)

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