Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 1 (1912-1913)
- Issue
- 4, 5 und 6 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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43 c) Die Lichtbilder werden gegen Hinterlegung einer Garantiesumme leihweise abgegeben. Die hiefür massgebenden Bedingungen, sowie eine Liste der Lichtbilder stehen zur Verfügung. 8. Die Künstler werden gebeten, das Archiv über ihre neugeschaffenen Werke, über die neu eingehende Literatur etc., auf dem Laufenden zu halten, 9. Alle Zuschriften und Sendungen sind zu richten an den Leiter des Archivs, Herrn Karl Schwarz, Berlin W. 30, Asciiaffenburgers trasse 20. Persönliche Rücksprache nach vorheriger Anmeldung. Der Eger'sche Familien tag in Berlin. Am 20. März 1913 fand in Berlin der 1. E g e r-Tag statt. Zu der Versammlung waren etwa 250 Familienangehörige erschienen, darunter eine stattliche Anzahl aus Russland, Polen, Oesterreich und den verschiedenen Teilen Deutschlands, die den grossen Saal des Logenhauses bis auf den letzten Platz füllten. Die Tafel, an der das vorbereitende Komitee Platz genommen hatte, bestehend aus den Herren Simon Eger (Königsberg-Pr.), Siegfried Caro (Berlin). Dr. Joseph Eiger (Berlin), Rechtsanwalt Dr. Leo Eger (Berlin), Redakteur Fritz Engel (Berlin), Rechtsanwalt Dr. Frankfurter (Berlin) und Frau Schriftstellerin Ulla Wolff-Frank (Berlin), zierte ein altes Oelgemälde des grossen Ahnen Rabbi Akiba Eger, das bei den Erschienenen pietätvolles Interesse fand. Die Tagung wurde durch Dr. Joseph Eiger (Berlin) eröffnet. Er begrüsste zunächst die Erschienenen, insbesondere die zum Teil aus weiter Ferne herbeigeeilten Verwandten. Er schilderte, wie das Interesse für die Familientradition in der Familie Eger stets lebendig gewesen ist, wie es sich durch mündliche Ueberlieferung, von Generation zu Generation, durch das Misch na Studium, durch die Biographien von Kämpf, Bleichrode, Lewysohn und Wreschner und durch die Angaben die sich in den Chroniken von Halberstadt, Lissa, Ungarisch-Brod finden, wach erhalten hat. Die Grabsteine auf den alten jüdischen Friedhöfen in Halberstadt, Worms, Frankfurt am Main, Prag, Wien, die Eger-Synagoge (i. J. 1745 gegründet) in Prag, die Fränkel-Eger-Stiftung aus dem Jahre 17ti4 in Halle, die Friinkelsche Stiftung in Breslau sind noch heute Zeugen einer grossen Vergangenheit. Dann ging der Redner dazu über, darzulegen, wie der Gedanke einer Familienvereinigung Gestalt gewonnen und durch die tatkräftige Initiative der Frau Ulla Wolff-Frank schliesslich zur Einberufung des Eger-Tages geführt habe. In weiten Kreisen habe der Aufruf zu der Tagungbegeisterte Gefühle ausgelöst; dafür zeuge das Erscheinen so vieler angesehener Persönlichkeiten und die schon jetzt erfolgten reichlichen Geldspenden. An grösseren Beiträgen haben gestiftet: die Brüder Juljusz, Boleslaw und Bronislaw Eiger (Warschau) und Dr. Maryan Eigner (Krakau)................ 11.000 Mark Moritz Eiger (Warschau) ................ 1.000 „ Hermann Goldberg (Berlin-Charlottenburg)....... 1.000 „ Das Bankhaus Goldfeder (Warschau), dessen Inhaber nicht zur Familie gehören, „Aus Verehrung für die Persönlichkeit Akiba Egersa................... 1.000 „ Die Summe der einmaligen Spenden hat sich seitdem noch erhöht. Rechtsanwalt Dr. Eger (Berlin), der darauf den Vorsitz übernahm, verbreitete sich eingehend über die Geschichte der Familie Eger an der Hand eines von ihm entworfenen Stammbauraes, den jeder Teilnehmer in einem Exemplar erhielt. Der-