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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-12-01 · 12 (Diciembre, 1964) · p. Seite 4

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
12 (Diciembre, 1964)
Date
1964-12-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 DICIEMBRE 1964 BOLETIN INFORMATIVO DER 5. KONGRESS DER CENTRA Wege fuer das lateinamerikanische Judentum Vom 9. bis 15. Oktober trafen sich Delegierte der Mitgliedergemeinden und Institutionen der Centra als Gaeste der (Congregacao Israelita de Sao Paulo, zur 5. interkontinentalen Tagung dieser repraesentativen Institution juedischer Gemeinschaften Lateinamerikas. Die SCI “B’ne Jisroel” wur. de bei dieser Zusammenkunft —die von der Gemeinde Sao Paulo organisatorisch hervor ragend vorbereitet worden war— durch ihren Praesidenten, Dr. Hans Reich, und durch den Autor dieser Zeilen vertreten. Fast eine Woche dauerten die Diskussionen ueber eine Anzahl von Problemen, die uns alle sehr nahe angehen. Mit sehr eindrucksvollen Festgottesdiensten am Freitag den 9. und Sonnabend den 10. Oktober, wurde der Kongress eroeffnet. Die Festpredigten hielten Oberrabbiner Professor Dr. Pinkus (Sao Paulo) und Rabbiner Dr. Nathan Blum (Buenos Aires). Ein Vortrag von Herrn Professor Dr. Fritz Bamberger, uns schon von seinem Besuch in Santiago bekannt, ueber das Thema iCNeue Wege im religioesen Judentum” folgte am Samstag Abend. Am Sonntag begannen die eigentlichen Arbeitssitzungen mit dem Rechenschaftsbericht des Praesidenten, Herrn Rudolf Hirschfeld, der den anwesenden Delegierten ein Bild ,von der Arbeit der Centra seit dem letzten Kongress in Santiago im Jahre 1962 gab. Der Nachmittag war drei Referaten gewidmet, welche die verschiedenen Aspekte unserer Einordnung auf diesem Kontinent und die Frage der Zukunft des lateinam e r ikanischen Judentums beruehrten. Herr Professor Dr. Rattner von der Universitaet Sao Paulo sprach ueber wirtschaftliche und soziale Probleme. der allgemein bekannte Schriftsteller, Dr. Alfred Hirschberg, bezog sich auf Fragen juedischer Institutionen und Herr Dr. Hardy Swarsensky behandelte in einem meisterhaften Referat “Wir und Israel”, lebenswichtige Fragen fuer unsere Gemeinschaften. Am Montag Vormittag hoerten die Delegierten einen Bericht ueber das juedische Leben in Bolivien, den der Direktor der juedischen Schule in La Paz, Herr Professor Herbert Haber, abgab. Alsdann referierten Herr Curt Wilk (B. Aires) und der Ehrengast des Kongresses, Herr E. G. Loewenthal (London ,- Frankfurt am Main), ueber die Arbeit des Leo Baeck-Instituts. Weiterhin informierte Herr Uli Lewinski (Buenos Aires) die Delegierten ueber die Fortschritte in der Arbeit des Rabbiner-Seminars in Buenos Aires. Alle diese Probleme wurden eingehend debattiert. Am Nachmittag desselben Tages bezogen sich die Herren Rabbiner Dr. Meir Rosenberg (Buenos Aires) und Oberrabbiner Professor Dr. Pinkus (Sao Paulo) auf Fragen der religioesen und kulturellen Zukunft des Judentums auf diesem Kontinent, Referate denen eine langanhaltende und ausserordentlich hochstehende Diskussion folgte, in deren Verlauf besonders auf die Notwendigkeit finanzieller und moralischer Unterstützung des Rabbiner-Seminars hingewiesen wurde, als eines der wichtigsten Faktoren zur Erhaltung des lateinamerikanischen Judentums. Weiterhin wurde auch die Wichtigkeit des Leo Baeck-Instituts betont. Die Gemeinden sollen ihre Mitglieder auffordern, sich dem Institut anzuschliessen und die noch in Privatbesitz befindlichen Dokumente, die fuer die Geschichte des Judentums in Deutschland von Wichtigkeit sein koennten, diesem zur Verfuegung zu stellen. Am naechsten Tag informierten die Vertreter der Jugendorganisation der Centra (Jazit) die Versammlung ueber die bei ihrer Sondertagung gefassten Resolutionen. (Es wurde beschlossen, dass das naechste Jugendfuehrer- Seminar vom 7. bis 21. Februar unter Leitung von Rabbiner Loewenstein in Lima abgehalten werden soll. In der Generaldebatte am Dienstag Nachmittag, die Herr Dr. Hans Reich leitete, wurde im Wesentlichen die Notwendigkeit festgestellt, die zweite Generation staerker als bisher zu den Arbeiten der Gemeinden und der Centra heranzuziehen, und dementsprechend den jeweiligen Landessprachen groesseren Raum zuzugestehen. Mit der Wahl der neuen Exekutive und Festlegung des Sittees der Centra fuer die Geschaeftsperiode 1964— 1966, fand die Tagung ihren Abschluss. Als Sitz der Centra wurde wiederum Montevideo bestimmt, und auch der Praesident, Herr Rudolf Hirschfeld sowie der amtierende Vize-Praesident, Herr Hans Leschnitzer, wurden wiedergewaehlt. Die “B’ne Jisroel” ist in der Exekutive durch ihren Praesidenten, Herrn Dr. Hans Reich vertreten, und durch die Herren Kurt Hofmann und Rabbiner Loewenstein in dem erweiterten Ausschuss. Die Zusammenkunft schloss mit einem von der Congregacao Paulista gegebenen Abschiedsbankett bei welchem die Chor — und Tanzgruppe der Gemeindejugend auf trat, die sehr applaudiert wurde. Auch Gelegenheiten zu privaten Kontakten unter den Delegierten, durch Einladungen in Privathaeuser war reichlich vorhanden. Neue Bekanntschaften wurden geschlossen und alte Freundschaften wieder aufgefrischt. Im Anschluss an den Kongress begab sich der groesste Teil der Delegierten nach Rio de Janeiro, wo sie sehr herzlich empfangen wurden. Aus diesem Anlass veranstaltete die Gemeinde einen Festgottesdienst unter Leitung von Oberrabbiner Professor Dr. Henrique Lemle, in dessen Verlauf Herr Professor Dr. Bamberger eine Ansprache hielt. Abschliessend darf gesagt werden, dass die 5. Tagung der Centra neben der sehr erheblichen laufenden Arbeit die bewagltigt wurde, Gelegenheit zu ausserordentlich interessanten Erfahrungen bot. In den meisten Gemeinden in den spanisch sprechenden Laendern wird man sich immer mehr der Tatsache bewusst, dass die -Entwicklung an einem entscheidenden Punkt angelangt ist. Wenn unsere Gemeinschaften ihren Bestand fuer die Zukunft sichern wollen, muessen sie in weitaus staerkerem Masse den Kontakt zu der nicht mehr deutsch sprechenden Jugend finden, nicht nur sprachlich sondern auch geistig. Die Arbeit und die Atmosphaere des Kongresses fanden ihren Niederschlag in den Resolutionen, von denen wir nachstehend einige veroeff entliehen: Der 5. Kongress der CEN¬ TRA entbietet seine Gruesse den Laendern dieses Kontinents in denen sich das juedische Leben frei entfaltet und an deren friedlichem Aufbau sie teilnimmt. Der 5. Kongress der CEN¬ TRA verurteilt jede Form religioeser, nationaler oder rassischer Diskrimination, als Verstoss gegen Menschenrechte und Menschenwuerde. Die kuenftige Kongresssprache ist spanisch und portugiesisch. Juengere Kraefte sollen in verantwortliche und leitende Positionen berufen werden, um auf diesem Wege die Einordnung unserer Gemeinden in das latein-amerikanische juedische Leben zu beschleunigen. Die Gemeinden sollen alle Massnahmen ergreifen, um die juedische Jugend, insbesondere die jungen Akademiker, in ihre Reihen zu integrieren. Die Gemeinden werden ersucht darueber zu wachen, dass die an ihrer Spitze stehenden Maenner und Frauen ihren juedischen Pflichten insbesondere gegenueber Israel, gerecht werden und durch ihr Leben ein Beispiel fuer die Gemeinschaft geben. Die CENTRA weist die Gemeinden auf die Notwendigkeit einer gründlichen juedischen Erziehung aller ihrer Kinder hin. Sie soll die Gemeinden bei dem Ausbau des j u e dischen Unterrichtswesens, bei der Schaffung von juedischen Schulen orientieren und fordert zur Mitarbeit an schon bestehenden auf. Rabb. Egon Loewenstein UHRBM REPARATUEEN Garantió — Economie SALO SPIEGEL Pasaje Agustín Edwards 1078 RELOJES JOYAS Teléfono 87925 W. I, Z. 0. Liebe Chaweroth: , Wir freuen uns, Ihnen berichten zu koennen, dass unsere diesjaehrige Modenschau im Estadio Israelita in jeder Beziehung ein grosser Erfolg ¡war. An diesem schoenen, sonnigen Nachmittag begruessten wir eine ueberraschend grosse Anzahl unserer Chaweroth und Freundinnen, und wir sind davon peberzeugt, dass alle auf ihre Kosten kamen. Die schoenen Modelle der Firmen Klein y Klein; Helvin, und Rose Marie Reid wurden von attraktiven jungen Damen unserer Kollektivitaet vorgefuehrt. Herr Walter Schueftan machte, in seiner altbewaehrten geistreichen Art, die Conference und unser guter Freund, Herr ¡Helmut Herzfeld untermalte die Schau musikalisch auf seiner foeruehmten Orgel. Fuer die technische Durchführung ¿es modischen .Teils danken wir nochmals Frau Friedl Burger. Die Hauptarbeit aber lag auf den Schultern von Frau Gertrud Weinstein, die das erste Mal das verantwortungsvolle Amt der “Directora de Fiestas”, innehatte, und ihre Aufgabe, mit Hilfe von Frau Susi de Jong und Ruth Rebolledo, und nicht zu ¡vergessen Frau Lene Back, natuerlich grossartig durchfuehrte. Bestimmt haben alle ¡unsere Chaweroth unseren hohen und lieben |Gast Golda Meir, die eine Woche als Sondergesandte der israelischen Regierung zur Mandatsuebernahme durch Praesident Frei bei uns weilte, gesehen und gehoert. Wir wollen aber nicht versaeumen, Ihnen zu erzaehlen, dass die Abendgruppe “Golda Meir”, ihrer Namensgeberin ein Begruessungsschreiben und ein Bukett uebersandte. 1 Jetzt sind ¡diese Festtage vor ueber und bald beginnen die Ferien. Wir wuensohen allen recht viel Freude \md recht gute Erholung, ¡damit wir nachher wieder mit frischen Kraeften ans Werk gehen koennen und sind sicher, dass niemand von Ihnen unsere Ferientagsaktion vergessen wird, denn, wenn wir schoene [Tage verbringen koennen, ist es nur recht und ‘billig, dass ¡wir sie den uns Anvertrauten auch ermoegliohen. I i In diesem Sinne Schalom, i Wizo Centro Henrietta Szold NUEVO EJECUTIVO SIONISTA Ampliando la información publicada en nuestra edición anterior, publicaremos a continuación la lista completa del ¡Ejecutivo de la Federación Sionista para el ejercicio 1964-1965. Presidente: HERMAN SCHACHNER, Primer Vicepresidente: AMELIA DE FLIMAN, Segundo Vicepresidente: LEON TCHIMINO, Secretario General: MAX EPSTEIN, Prosecretario: SIGFRIED FEIGER, Tesorero: ARON KAUFMAN, Protesorero: ISAAC NOVICK, Directores Consejeros: LEON GOMBEROFF; MIGUEL MALDAVSKY. Director del Keren Hayesod: GIL SINAY, Codirector: TEODORO FRIEDMAN, Director por Santiago: SALVADOR KLEINER, Secretario: WILLY ARDITI. Director de K. K. L.: MARTIN YOSIF, Codirector: MIGUEL YUDELEVICH, Codirector: ENRIQUE ALCALAY. Director de Alia: NATHAN GERSTNER, Codirector: ARNOLDO HEBEL, Codirector: MAURICIO JAIMOVICH. Codirector: PERLA JAIMOVICH, Codirector: GABRIEL COLODRO. Director de Relaciones: SAMUEL GLEISER, Codirector: RODOLFO BORZUTZKY. Directora del Mercaz Letarbut: ELLA DE RABINOVICH. Codirector: REGINA EPSTEIN, - Codirector: RABINO EGON LOEWENSTEIN, Director de Calcalit: JACOBO BENDERSKY, Codirector: LEON HORENCYK, Codirector: SALVADOR RUBINSTEIN. Director de Prensa: Dr. LEON BUTENSKY, Codirector: JOSE JEIFETZ, Codirector: LELY DE ALTSOHILLER, Codirector: FANNY DE SILBERMAN. Director de Provincias; KARL HEBEL, Codirector: JACOBO JAIMOVICH. | Codirector: FANNY DE MALDAVSKY. Director de Organización: HERNAN FISCHMAN, Codirector: ELIAS ARON, I Codirector: MIGUEL WEITZMAN, ¡ Codirector: ADOLFO HELLER, Codirector: ISAAC WAISBERG. Director de Difusión: BERNARDO EPSTEIN. ¡ Director de Relaciones Intersocietarias: DAVID ¡ RENNERT. Director de Estadística y Censo: KURT UNGER, Codirector: GUILLERMO ROSEMBLITT, Codirector: JACOBO STEINMAN,! Codirector: Dr. BERNARDO BAYTELMAN, Codirector: FELIX SENERMAN, ¡ Revisores de Cuentas: MOISES ABELIUK, NATHAN GORODISHER, Dr. EMILIO WEINTRAUB. j 8

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