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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-02-01 · 2 (Febrero, 1963) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
2 (Febrero, 1963)
Date
1963-02-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 BOLETIN INFORMATIVO FEBRERO 1963 DIE EXEKUTIVE DER CENTRA TEILT MIT: CENTRA 1960-1962 Der Abschluss des fbuergerlichen Jahres soll Gelegenheit bieten, in kurzen Zuegen ueber die Taetigkeit der Centra 1960-1962 zu berichten. In Montevideo erfolgte ,1956 die Gruendung. Montevideo war der Sitz zweier Kongresse; Montevidec hat die Ehre, seit der Gruendung den Sitz der Exekutive zu beherbergen. Konnten wir in den ersten 5 Jahren dank der Freundlichkeit der N.C.I. in ihren Bureaus unsere Arbeit entfalten, so haben wir nunmehr zur Durchfuehrung der immer groesser werdenden Verwaltung ein eigenes Bureau in der calle Buenos Aires 484. Zwar lag bei der Gruendung der Centra schon eine Idee vor ueber die Aufgaben dieser neuen Organisation, aber erst allmaehlich zeichneten sich die Linien ab fuer ihre Betaetigung und ihren Wirkungskreis. sentlich am Auf- und Ausbau dieses Instituts. Ausser der Centra gehoeren zu den Gruendern und Foerderern die Congregación Israelita de la República Argentina und der Consejo Mundial de Sinagogas. Im neuen Semester werden 15 Studenten eintreten, darunter der Sohn des Herrn Rabbiner ¡Dr. Winter. Die Centra kann mit Stolz auf dieses Werk hinweisen, das im Laufe der Jahre dazu beitragen wird, den Mangel an Rabbinern und Lehrern zu beheben. Ueber jeden Kongress ist ausfuehrlich berichtei worden. Im Vorwort zu dem Kongressbericht 1960 sagten wir: “Die Mittel sind jetzt da. Nun heisst es, mit diesen Mitteln das Beste zu leisten, zu tun, was unsere Gemeinschaft noetig braucht: Arbeit fuer die Jugend, Arbeit fuer juedische Kultur“. In diesem Sinne hat die Centra gearbeitet und kann stolz auf ihre Erfolge sein. JUGENDARBEIT t Nach langen ¡Verhandlungen, die unser Praesident, Rudolf Hirschfeld, und unser Vize-Praesident, Hans Leschnitzer, direkt in Jerusalem mit der Jewish Agency fuehrten, traf Anfang des Jahres 1962 aus Israel Moshe Amiram zur Betreuung unserer Jugend-Organisationen i n Sued-Amerika ein. Er ist in Argentinien geboren, in Israel erzogen, wirkte u.a. vorbildlich in der israelischen Armee, leitete in Barcelona eine juedische Jugend-Organisation und bringt so alle Faehigkeiten mit, um auch auf diesem Kontinent arbeiten zu koennen. Er wirkte in Buenos Aires; Santiago, Lima, Asunción, Cochabamba und ist nun dabei, seine Taetigkeit in Brasilien fortzusetzen. Die Centra, zusammen mit der Jewish Agency, finanziert und organisiert seine Arbeit. Die Gemeinden reissen sich um ihn, da er es versteht die z.T. fuehrerlose Jugend den Gemeinden und Israel nahe zu bringen. Nach den bisherigen Jugendlagern und Seminaren in Piriapolis Campos de Jordao und Laguna de los Padres bei Mar del Plata, wurde das 4. Jugendseminar in Teresópolis unter der Leitung der Herren Oberrabbiner Dr. Henrique Lemle, Prof. Sztulman und des neuen Scheliach M. Amiram zu einem vollen Erfolg. Es nahmen ca. 50 Jugendliche aus den der Centra angeschlosj senen Organisationen teil j und benutzten die dort er- | worbenen Erfahrungen, um diese in ihren Heimatgemeinj den praktisch auszuwerten, j ten. ¡ KULTUR — ARBEIT Waehrend in den grossen I Gemeinden ein wesentlicher! Teil der kulturellen Arbeit durch die Herren Rabbiner geleistet wird, bestand in den kleinen Gemeinden immer wieder der Wunsch, dass man auch ihnen geistige Kost zukommen laesst. Die Centra sorgte zunaechst fuer einen Austausch der geistigen Fuehrer, der aber auch wieder in erster Linie den grossen Gemeinden zu Gute kam. Wir erinnern daran, dass mit Hilfe der Centra Profesor Dr. Ernst Simon von der Hebraeischen Universitaet in Jerusalem kam und im Auftrag des Leo Baeck Institutes in den Gemeinden unseres Sprachkreises Vortraege hielt, die bis heute ihren tiefen Eindruck hinterlassen haben. In der letzten Arbeitsperiode wurden fast alle Kleingemeinden des Kontinents besucht. Rabbiner aus unseren Gemeinden machten sich auf die Reise und besuchten in verschiedenen Laendern die kleinen Gemeinden. Rabbiner Dr. Fritz Winter (Montevideo), besuchte Curitiba, Porto Alegre, Cochabamba und Asunción. Rabbiner Harf (Buenos Aires) kam ueber Santiago nach Lima, Guayaquil, Quito, Cali und Bogotá. Oberrabbiner Dr. Lemle (Rio) besuchte Belo Horizonte, Rabbiner Dr. Rosenberg (Buenos Aires) Córdoba, Rabbiner Loewenstein (Santiago) Lima, La Paz. Cochabamba und Concepción (Chile). Alle Herren predigten, hielten Vortraege, hatten eingehende Besprechungen mit den Vertretern der Gemeinden und der Jugend, erforschten die Wuensche, nahmen Anregungen entgegen und gaben sie der Centra weiter. RABBINERSEMINAR MONEDA 1037 Fast seit der Gruendung der Centra waren wir um die Errichtung eines Rabbiner- , seminars bemueht. Wir setzten uns mit allen massgebenden Instanzen in Verbindung und versuchten, unseren Ein- | fluss auf die geistige Richtung des Projektes zu nehi men. Nach langen Verhandlugen, die durch das finanzielle Problem erschwert wurden, kam es im Maerz 1962 zur Gruendung des Seminars | in Buenos Aires. Die Centra I ist mit allen ihren Mitgliedern an der Entwicklung j stark interessiert und hilft! finanziell zu ihrem Teil we- TAGUNGEN In der vergangenen Berichtsperiode hielt 'die Centra regionale Tagungen in Porto Alegre und Buenos Aires ab, und in Santiago den 4. Kongress, ueber den bereits ausfuehrlich berichtet wurde. Daneben gab es zahlreiche Konferenzen u n d Besprechungen, zum Teil in Montevideo, zum Teil am Sitz der einzelnen Organisationen. Zu uns gehoeren nunmehr in 9 Laendern 22 Organisationen und Gemeinden, davon neu Córdoba und Asuncion. Unsere Jugendorganisation (Jazit) besitzt in 8 Staedten 15 Verbaende als Mitglieder. Ein grosser Teil der Arbeit, die speziell durch Herrn Curt Wilk (Buenos Aires) geleistet wird, ist dem Leo Baeck Institut gewidmet. Die Centra kann mit Stolz darauf hinweisen, dass unter ihren Fittichen bereits zwei kraeftige Kinder herangewachsen sind: Der Verband der Rabbiner mit Sitz in Montevideo unter der Leitung der Herren Rabbiner Dr Winter und Loewenstein und die Organisation der Jugend, ebenfalls mit Sitz in Montevideo unter der Leitung von Félix Sachsei, Jorge Steinfeld ■und Pedro Hirschfeld. Beide sind auf dem besten Wege, Schrittmacher fuer das Endziel der Centra zu werden. Bei ihnen geht langsam die Verschmelzung aller Sektoren zu einem geeinten, suedamerikanischen Judentum vorwaerts. Und idas ist auch unser Bestreben. Wir wollen keine Trennung, sondern mit allen unseren Kraeften zur Erhaltung eines starken lateinamerikanischen Judentums beitragen. ANZEIGEN ANNAHME £uer das BOLETIN INFORMATIVO NUEVA YORK 52 OF. 412 TEL. 87765 ) (jtntuwucíacC 5^r V j i Ab 15. FEBRUAR 1963 in unserem Gemeindehaus in Vi¬ ña del Mar, Calle ALVAREZ 490. JEDEN FREITAGABEND um 19 Uhr, mit Predigt des Herrn Gemeinderabbiners. JEDEN SCHABBESMORGEN um 9 Uhr vormittags. Wir bitten, auch die Feriengaeste am Gottesdienst teilzunehmen. GRUNDSTEIN* DER SÏ1GIE 1 IW Am 6. Januar 1963 konnte unsere Gemeinde der Grundsteinlegung zu einer neuen Synagoge und einer Modell- Schule im Terrain hinter unserm Gemeindehaus in der calle Alvarez, beiwohnen. Es war eine schlichte aber sehr ergreifende Feier zu welcher der Herr Botschafter Israels, Herr Eliecer Dorón und der Generalkonsul, Herr Samuel Goren, erschienen waren. Als besonderer Gast wohnte Herr Henry Levy, Vertreter der Claims Conference und des Joint Süd-Amerika, eigens aus Buenos-Aires kommend, der Feier bei. In seiner Begruessungsansprache erlaeuterte der Praesident unsrer Gemeinde, Herr Boris Zeldis, die Bemühungen seiner Vorgaenger im Amt, um unserer Gemeinde zu einer neuen Schule und einer neuen Synagoge m verhelfen und dankte dem Zufall, der es ihm ermoeglichte, nun den Grundstein zur Verwirklichung dieser Bemühungen zu legen. Es folgte eine sehr interessante Rede unseres Herrn Botschafters und darauf ergriff Herr Henry Levy das Wort, um, in Yiddisch, sich an die Anwesenden zu richten und seiner Genugtuung darüber Ausdruck zu geben, der Grundsteinlegung eines Gebaeudes des Wissen und des Vertrauen in Gott, beiwohnen zu duerfen und gab seiner Gewissheit darueber Ausdruck, diese Gebaeude bald fertig sehen zu koennen und dazu finanziell, mit einer Hilfe der Claims Conference, beizutragen. Weitere interessante Reden hielten die Herrn Gil Sinay vom Comité Representativo und Herr Dr. Reich von der Sociedad Bené Jisroel im Namen ihrer respektiven Institutionen, gefolgt von einer kurzen aber herzlichen Ansprache des Generalkonsuls und einer weiteren Rede des Generalsekretaers des Vaad Hajinuj. Nach der Verlesung des Psalms 132 durch Herrn Tichauer, des Chasan unsrer Gemeinde, ergriff der Rabiner Herr Günther Friedlaender das Wort, der seine Ansprache an diejenigen der Anwesenden richtete, die, gleich ihm, in der verruchten Kristallnacht vor den brennenden Synagogen Deutschlands das Kaddisch beteten und die er nun besonders darauf hinwies, nicht zu vergessen, dem Allmaechtigen dafür zu danken, heute die Genugtuung zu haben, der Grundsteinlegung zu einer neuen Synagoge beiwohnen zu dürfen. Er ermahnte sie weiterhin, sich ihrer Pflicht, gegenueber dem Schcksal einerseits und ihrer Gemeinde anderseits, klar zu werden und dazu beizutragen, den persoenlichen Wohlstand den die meisten gottlob gemessen, der ganzen Gemeinde zugute kommen zu lassen und mitzuarbeiten, damit das Niveau der Gemeinde mit dem persoenlichen Wohlstand seiner Mitglieder in Einklang komme. Nach einem Gebet wurde die Urkunde in einem bronzenen Etui verstaut und dieses, an blau weissen Baendern von den Ehrengaesten gehalten, in die Erde versenkt und mit Zement vermauert. Damit war diese schlichte aber so aussergewoehnlieh bedeutende Feier beendigt und die Anwesenden verliessen die Zeremonie, zumeist mit Traenen in den Augen aber Stolz, Genugtuung und Zuversicht im Herzen. Dr. A. Schneider. Die Urkunde wird in die Erde versenkt.

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