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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1958-08-01 · 8 (Agosto, 1958) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XX (1958)
Issue
8 (Agosto, 1958)
Date
1958-08-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Agosto 1958 BOLETIN INFORMATIVO 11 BLITZLICHTER VON EINER REISE... (Fortsetzung von Seite 7) Grundlage zusammengef a s s t werden, um ihr so das Gefuehl der Zugehoerigkeit zum juedischen Volk auf breiterer Basis zu vermitteln. Selbstverstaendlich sprach ich auch mit Kollegen und Freunden ueber diese Probleme und bin begeistert von der Grosszuegigkeit, mit der die nordamerikanischen “Communities” es zu loesen versuchen. Vor allem kann sich wohl keiner dem Eindruck entziehen, den die Jewish Centers hervorrufen. Rabbi Philipp Goodman, der Verwaltungsdirektor des National Jewish Welfare Board, der mir in besonders freundschaftlicher Weise behilflich war, ermoeglichte mir den Besuch eines der groessten juedischen Jugendzentren in der Lexington Avenue und 92. Strasse von 11 Stockwerken, dem etwa 10.000 Jugendliche angeschlossen sind. Hier findet der juedische Junge oder das juedische Maedchen grossangelegte Spielraeume, Schwimmhallen, Handballplaetze, Gymnastikraeume, Konzerthallen, Bibliotheken, Vortragsraeume, Kurse fuer schoepferische Kunst, Dramatik und, was in U. S. A. sehr wichtig ist, ein Restaurant. Aus dem Vortragsprogramm entnahm ich, dass die groessten juedischen und auch nichtjuedischen Persoenlichkeiten sich zu Vortraegen und künstlerischen Darbietungen zur Verlegung stellen. Alle Altersklassen finden sich zusammen und entwickeln ihre Arbeit in Gruppen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass dieses Jewish Center seine finanziellen Mittel vor allem Juden deutschen Ursprungs, wie z. B. den Familien Warburg und Kaufmann, verdankt. Solche Jewish Centers finden wir in allen Stadtteilen von New York und in allen groesseren Gemeinden der U. S. A., wenn auch wohl nicht immer so grosszuegig und kostspielig. In ihnen spueren wir, dass die Frage der Bewahrung unserer juedischen Jugend nicht so sehr eine Frage der Ideologie ist, als eine Frage der Grosszuegigkeit, mit der wir bereit sind, die Mittel fuer unsere Jugend zu schaffen. Aber vergessen wir nicht, dass wir ja noch immer erst am Anfang stehen, waehrend unsere Brueder in USA doch schon eine Zeit des Aufbaues hinter sich haben. Diese Jewish Centers sind nicht der einzige Weg, um unsere Jugend juedisch zu retten, — man kennt in USA viele, — aber er ist einer der wichtigsten. JEWISH THEOLOGICAL SEMINARY Einen unvergesslichen Eindruck machte auf mich auch der Besuch des Juedisch-Theologis chen Rabbinerseminars, I das in dem sehr grosszuegigen Gebaeude der United Synagoge, dem Gemeindeverband der konservativen Gemeinden, sein Heim hat. Auch da wieder beeindruckte die fuer europaeische Verhaeltnisse unvorstellbare Grosszuegigkeit der Organisation. Unter den etwa 125 Studenten, die sich auf den Rabbinerberuf vorbereiten — unabhaengig davon existiert in demselben Gebaeude ein Lehrer — und Kantorseminar, traf ich einen jungen Menschen aus Buenos Aires der bereitwilligst von seinem Leben und Lernen im Seminar erzaehlt. Trotz alles Schoenen und Interessanten, das ich hoere, spueren wir doch von die Problematik, die mit der Tatsache verbunden ist, dass nur ein einziger suedamerikanischer Hoerer das Seminar besucht. In den beiden anderen Seminaren in USA —dem orthodoxen und dem der Reform— ist die Situation nicht besser. Wo soll der Nachwuchs fuer die rabbinische Betreuung der 500.000 Juden auf diesem Kontinent herkommen? In unserer Generation hat die europaeische Katastrophe einige Rabbiner, Lehrer und Kantoren ■auf diesen Kontinent gefuehmt. Aber wir koennen fuer unsere Zukunft —Gott behuete— nicht mit Katastrophen rechnen, die zur Loesung dieser Frage beitragen. Und wer denkt nicht an die vielen Gemeinden auf diesem Kontinent, die ohne jegliche Betreuung durch Rabbiner oder Lehrer ihre juedische Gegenwart gestalten? Waehrend mir diese Gedanken durch den Kopf gehen, besichtige ich eine herrliche Bibliothek. In ihr zeigt mir die liebenswuerdige Bibliothekarin und die ausserordentlich hilfsbereite Sekretaerin der United Synagogue alte, sehr wertvolle Manuskripte —unter ihnen einen Originalbrief des grossen spanischjuedischen Gelehrten und Denker Maimonides— und jahrhundertealte Buecher, die das Entzuecken des Bibliophilen hervorrufen. Dann werde ich auch mit dem organisatorischen Apparat der United Synagogue bekannt gemacht. Rabbi Bernard Segal erklaert mir, wie die mehr als 600 angeschlossenen Gemeinden religioes, kulturell und erzieherisch mit Material versorgt werden. Hier wird mir bewusst, wie isoliert von den grossen Quellen wir in Suedamerika unsere juedische Arbeit leisten muessen. Aber liebenswuerdig wird mir fuer die Zukunft bereitwilligst Unterstützung zugesagt. LEO BAECK- INSTITUT Ein weiterer Besuch, von dem ich heute berichten moechte, galt dem Leo Baeck - Institut. Die Leser des “Boletín Informativo” sind aus frueheren Berichten ueber die Absichten und Plaene dieses Institutes informiert. Meine Unterhaltung mit den Leitern war der Frage der Organisation und Intensivierung der Taetigkeit des Leo Baeck-Institutes in Chile und auf diesem Kontinent gewidmet, die sich leider noch in den Anfanesstadien befindpt EXPOSICION PERMANENTE PE CUADROS- OLEOS-A COA PEIAS CLASES DE DIBUJO Y PINTURA PARA NIÑOS Y ADULTOS DIBUJOS TEXTILES Y PE PROPAGANDA BELLAVtSTA ShDEP.6 TELEPONO 3?0¿m Herr Carlos Guggenheim, der in Chile bisher die organisatorische Arbeit dankenswerterweise geleistet hat, hat diese nunmehr dem Schreiber dieser Zeilen uebergeben. In der Unterhaltung lerne ich die Probleme kennen, mit denen das Leo Baeck-Institut zu kaempfen hat und die zu einem wesentlichen Teil auch finanzieller Natur sind. Man beklagt sich ueber das mangelnde Interesse der ehemaligen deutschen Juden an allem, was einst Glanz und Groesse der Juden in Deutschland bedeutete. Neben der finanziellen Unterstuetzung ist vor allem die Sammlung des Materials, das die Zerstoerung ueberdauert hat, notwendig —Stammbaeume, Protokolle von Vereinen, Berichte, alte Dokumente—. Alles wird wissenschaftlich verarbeitet, um kuenftigen Generationen von den Leistungen des Judentums in Deutschland Kenntnis zu geben. In der New Yorker Zentrale befindet sich eine grossangelegte Bibliothek, in der alle wissenschaftliche Arbeiten und Buecher von Juden in Deutschland gesammelt werden. In Geldschraenken liegen die Korrespondenz von Maennern wie Leo Baeck, Max Wiener, Caesar Seligmann, Max Dienemann und anderen. Nach mehrstuendiger Unterhaltung verabschiede ich mich mit der festen Absicht, mich darum zu bemuehen, dass auch unsererseits diese wertvolle Arbeit in weitestem Masse unterstuetzt wird. Rabb. Egon I. Loewenstein. FABRICA DE MUEBLES Bodenhoier y Villalón Ltda. Muebles finos, Arquitectura Interior, Tapicería. Cortinas COLON 2265 (por Vlvaceta 700) Fono 69610 Feinster Qualltaet Spezialitaet europ. Stil ALFRED RUSCHIN 6 - 8 PM. — Tel. 36235 Santa Rosa 276 - D ÏÏSCHWAESCHE BETT- und Medizinal - Körper - und Gesichtsmassage Parafin Umschlaege zum Abnehmen EDITH HEYMANN gelernt in Deutschland, diplomiert In Venezuela Mac Iver 376 — Dep. 61 - Tel. 392095 Diplomiert in Buenos Aires Stets grosse Auswahl von erstklassigen Stoffen am Lager RODOLFO LEESER Estado 25 — 6 p. 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