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Jüdische Rundschau · 1907-03-22 · 6 (22.3.1907) · p. Seite 34

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
III (1907)
Issue
6 (22.3.1907)
Date
1907-03-22
Page
Seite 34 (sequence 6)
Language
German
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54 LITERATURBLATT No. G 'iegt, sondern lediglich ans bibliographisch-wissenschaftlichem Interesse. Jnd mir als ein bibliographisches Werk will das Buch betrachtet werden. Nun kann man eine bibliographische Zusammenstellung ebensowohl von dem Standpunkte der kritischen Auswahl wie von dem der Vollständigkeit aus betrachten. Eine kritische Auswahl ist hier offenbar getroffen worden; den wenn auch recht unbedeutende Schriften mit aufgeführt sind, so sind doch die Mehrzahl der genannten und zum Teil kurz charakterisierten Schriften von Bedeutung für den Fragenkomplex. Ausserdem geben die Hinweisungen auf andere. Literaturzusammenstellungen die Handhabe, die Literatur zu vervollständigen. Immerhin haben wir eine Reihe von Büchern vermisst, die unbedingt in dieser Bibliographie einen Platz hätten finden müssen und die wirklich wichtiger ,als Carels kleines Schriftehen sind. Allgemein über die Blutlüge handeln u. a. auch: Paulus Cassel, Über den armen Heinrich und den Blutaberglauben. Dann: Zur Psychologie und Gelchichte des Blutritualwahnes. (Der Prozess Simon von Trient und Leopold Hilfiner.) Von Br. Max Grunwald. Wien 1906. (123) Die Blutüige (Eiess Damim) von J. B. Levinsolm. Aus dem Hebr. übers, von Albert Katz. Berlin: H. Schildberger (1.892). (124) Das hebräische Original erschien zuerst 1837, eine englische Über- Setzung von Dr. L. Loewe in London: Longman, ׳■Brown, Green & Longmans 1841. Über den Ursprung' der wider diie .luden erhobenen Beschuldigung, bei der Feier ihrer Ostern sich des Blutes zu bedienen, nebst kurzer Dar- Stellung des jüdischen Rituals in Bezug aut den Genuss des Blutes. Hist.- krit. Versuch von Dr. Karl Ignaz Corve (d. i. Joachim Heinrieh, Rafael Btesenthal). Berlin: L. Lembach jun. 1840. (125) Hierin gehören auch die Papstbulleu, die ebenso■ wie Ganganellis Gutachten hätten erwähnt werden müssen: Die Päpstlichen Bullen über die Blutbeschuldigung. (Von Stern.) München: A. Schupp 1900. Ferner von antisemitischer Seite: Samiiiei-ütitachten iibgr die Ritual- und Blutmordtrage von gebildeten deutschen Männern alller Stände. 1. Aufl. Cnstrin: H. Brand 1901. (126) Über eine Frankfurter Blutbeschuldigung gibt es eine wenig bedeutsatne Schrift: , ' ' ־ Eine Blutbeschuldigung in Frankfurt a. M. im Jahre 1804. Aut Grund der Prozess״Akten. Geschildert von Louis Neustadt, Magdeburg: 1892. (127) Von der Konitzer Literatur vermissen wir u. a.: 0er Blutmord in Könitz mit Streiflichtern auf die staatsrechtliche Stellung der Juden im Deutschen Reiche. Nach authent. Quellen dargest. von einem besorgten Vaterlandsfreund; Vorw. von M a x Li e b.e rman 11 ,v 0 11 S onn e nb e rg. 12. Aufl. Berlin: Dcutscbnat. BUchh,. 11. Verl.- Anstalt (1901). 128) ״״) Enthüllungen zur Konitzer Mordaffaire. Auf Grund eigener Lrmittelungen und׳ Beobachtungen von (Rechercheur) Gustav George. Berlin: G. Koenig (1900). ' B29) Zum Polnaer Prozess hätte erwähnt werden können: Zum Polnaer Ritimlmordprozess im Stadium vor dem zweiten Urteile. Ein Brief an die fierrerr Professoren d. gerichtl. Med. Von M. N. Dor. J. A. Bitteva. Berlin 19001 (130)

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