Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 18 (29.4.1892)
- Date
- 1892-04-29
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Cgfctiüjtaftigen, innerhalb de» Alle» gemeiusamenreinen «nfchenthnm» da» eigene religiäst Denken und Leben sich t qOckKv* sei dir Ansgabr der ReligsimSscbnlen. — Die der in der Reliaioasschule und im stLdtischen Gymy^«i> unterrchtetrn Schüler betrug im veiHkffenen Jahre f jf81.) 1י Schüler, '10 Schülerinnen). 8n der au» 4 Knaben, 4 Mädchenklaffen und einer Selekta bestehenden Aaftali antrrrichteten 4 Lehrer und 1 Lehre!:,«. Loa der Synagoaengemeinde Königsberg i. Pr. liegt «1>» der SO. Bericht Über die Religion«schule, erstattet von ^,ton b««ährten Dirigenten Herrn De. Bamberzer, vor. Die ' Schnle zählt« 348 Schüler (188 Kunden und 100 Mädchen), Ihr ausser von dem Herrn Dirig»:nten. von 4 Lehrer« in S Kaaderklassen bez. IV» und .Vd und parall. I u. II, sowie in S Mädchenklasse» beg. HI», Md und parall. I g. II, n»d in einer für Seeundaner und Primaner eingerichteten Etlektn unterricht« »urden. E» wird daun de« Weiteren beriihtrt über da« am 1. Juni v. I. begangene SV jährige Untsstdiläum de» erste« Lehrer» der Ansialt Herrn Dr. 8- Wmard Volsfberg. I« Anschluß an.den Schulvericht be» ■i, findet sich der IS. Rechenschaft«bericht de» Beüleidungsverein» i-‘,t" |4f arm« Zägsinge der ReligionSschole pro 1891/98. Ein-!A nohme und Ausgabe balaneiren mit 971 M. 6 Pf. — 3 ■ Die unter der tüchtigen Leitung de» Lern» Rabbiner Dc. Knoller stehende Semeinde-Religions-lliiterricht-anstalt S Breslau versendet ihren «9. Jahnsbericht. Es wurden 6 Knabenuud in 4 Mädchenklaffr« 490 Schüler und Shülerinnen unterricht«:. Bon der Schuustrianstalt der ,, Breslauer Synagogeagrmeiude liegt uns d«r 42. Jahresdericht. erstattet von dem «erehrten Dirigent,:« der Anstatt, Herrn Dr. Samuelsohn, vor. Die Anstalt zählte i« 9 ״ . A»«benuud Mädchenvafstn 294 Schüler und Schülerinnen, di« außer von dem Herrn Rabbiner und dem Herrn Diri- -eilten von 3 Lehrern Unterricht empfingen. Bei beiden Anstatt kN fiel in diesem Jahr« auf Anordnung de« Dyna- Ezeavorsiande« die ״äffentlich« Prüfung" an». Herr Dr. unneljohn knüpft hieran die Hoffnung, daß ,:« für immer r^fei (Wir künnen diesen Wunsch auch für andere Anstalten »nt theilen; gegen öffentliche Prüfungen spreckn» viele txreda» ««fische Einwendungen — dafür spricht nur die Gewohnheit. Der Referent.) Aum Schluß gedenken wir der Thätigkeit dn hebräischen Schule in Mannheim, die unter der umr. flcheigrn Lettung de» Herr Rabbiner Dr. Appel steht. I» , dieser Anstatt, der Lemle Moses'schea Klamtstiftuua, wird , -n»: in hebräischru DiscipUnen unterricht^: sie zählt« >m ver- > tzainenen Jahre in 7 Knaben- und Mädchenvassen 278 » EäMer and Schülerinnen (141 K. u> 187 M), die von den« Dirigenten, einem Rabbiner, zwei Hauptiehrern, einem Leseer und «ine« Cantor, also im Ganzen von 0 Herren »«errichtet wurden. Treffend ist die Rkahnung an di« Eltern, £ dir «nch anderweitig Gehör finden dürfte, ifie Bannizwa- Teiemonir nicht als Abschluß für da» Erlernen de» m Helwäisthen zu betrm^e«. ihr« Kinder viel mehr dm zur Ab- 2׳ folinrung sämmtlicher Staffen in der Anstalt zu lassen.*) Aeui», 24. April. Von einem Besuche m Warschau י znrückgek«hrt. kann ich Ihnen zu den vielen trüben Verhältnissen, die bereit» in Ihrem Blatte, hm sichtlich der rnMcheu Juden eingehend« Besprechung fanden, nur soviel r nrtttheilen, daß es tau« trauriger noch werden kann, als e» " jetzt da ist. Mtt gräßter Ungeduld harrt All«» auf die zu arginisirenden russischen Lomttä'« behns» -,«,;etter Au»- ..Weotderuug nach Argentinien. ,Rur fort — gleich wohin! 'schwebt es den Meisten aus den Lippen — dmn da» Elend nicht meh» zu ertragen*. Allein rum allen ^seiten kommen •) Lnch Achluß M Obige» Mit ns» «ch «in »veetcht »der di« i Giiuchchnsi »tut, rrstmm >w ihre» DkiMM« »L.«. Sweu*^ IW» €**■«* »m 44 Bindern (M *tu *. M besucht. I|« ta » Stnffni 9m »Leh«» Mw l &*mta «b«n |tt> Ume»^ ״' tn. «qf bi» br» B>,ichN b«MesM« htstmMe UrbeU M r Mu»beeGtNpmg>nh1» b«r ine. Vi»«»1» »Kiel» i»m,xR abschrecknde Miltheilungen, sic) nicht vom Flecken zu heben da man nirgends hereinlasf«. Also weder vornoch rückwärt». Dieses,Hangen und l-onaen in schwebender Pein* — bedürfte der Feder eine» Käthe um da» unermeßlich« Leid zu schildern. D-r englisän Eonsnl erließ in Warschau ein« äffentliche Bekanntmachung, daß, nachdem Deutschland, Oesterreich und Amerika den russisch-jüdischen Emigranten streng entgegentreten und solch! zahlreich nach England sich wenden, er vor weirer-n Wandeiungen nach England energisch warnen müsse. — Klingt das anders als die prophetischen Wort« dr» Lord Byron: .Dir fr»(* H»1 ihr «eft. xr Auch» Me ftlaft. Der Mensch Me Hetimuh -- Juda nur dl« Gruff. Doch zum Begrabenwcrdn hat man immer noch Zett nnd vorläufig gilt'» muthig 1u-zuharren und die vielen Hilfsvercine, sowie Herrn Bawa Hirsch zu einer klaren Darstellung: ״wa« jetzt zu thu , sei* zu veranlassen. — Bei meiner Ankunft in Berlin sank ich riesige Plakate mtt der Einladung dem so ,unschuldig verfolgten" Antisemiten Sch aeider aus Wien Huldigo igen darzubringen, er werde hier eine Rede gegen die Juden halten «. i. w. — Doch dieser Mann verdient nicht, daß wir weiter über ihn berichten. Um mit etwa» Jnlmssanterem zu schließen, sei noch mitgetheilt, daß die Schriftstellerin Rahida R em y hier einen Bortrag über da» jüdische Gebet hielt, d,!r wahrhaft begeisternd wirkt« und alle Zuhörer zu nicht enlxn wollenden Beifallsäußerungen hinriß. Preokn», 21 April. Sestern beging der Rabbiner der hiesigenSynagogen-Gemeiol«, Herr Dr. F Rosenthak, die Fettr seine» 85jährigen AmtSjnbilänm». Der Jubilar, welcher in unserer Stadt noch nicht volle fünf Jahre seine segensreiche Thäugkeit ausübh hat e» in diestr Zeit vrr» standen, sich in den weitestcn!kreisen Verehrung und Lieb« zu erwerl«n. und di« Feier legte davon Zengmß ab» wie tief diese Empfindungen in den Herzen aller derer Wurzeln gefaßt haben, die im amtlichen oder private« Verkehr mtt ,hm in Berührung gekommen si rd. Schon am frühen Morgen trastn Glückwünschschreiben, Telcgram ne, Adressen, Blumenspenden, Geschenke u. dgl. in tmcher Zahl bei dem Jubilar ein. Die ersten, welche dem Jubilar pcriänlich ihre Glückwünsche darbrackten, waren di>: Mitglieder de» Lehrrr-ttollegium« der Religiontschnle der Synagoaengemeinde. welche vollzählig erschiene» waren. Hierauf folgte da» Lchcer- Kollegium de« jüdisch-theolog ich«, Seminar», in deffeu Namen der derzeitige Borsiyuide Dr. Rosiu in beredten und vom Herzen komme,de« Worten ans da» enge uud innige Berhältniß hinwiet., in welchem der Jubilar, obwohl er mcht au« dieser.Anstatt herv»rgegangen sei, doch stet» zu . derselben grstanden habe. Diese» innqe Bnhältniß zeige sich namentlich in der Gemeins,imkeit de» religrüjen Standpunkte», welche, ohne von der eigenen Ueberzeugung etwa» freundschaftlichen Beziehungen,; n welchen er zu dem Lehrkärper stehe, und <ndlch in t«r herzlichen Antheilmchme, welche er den Häreru der Austilt entgegrnbringe. und in der Verehrung und Lcheisterung, mtt welcher diese an ihm hängen. Vom Gememderwrstatid uud Repräsentanteakollegium erschien««» Deputationen unter Führung der Borsttzen» den Bank«.-r PringSheim und Just^rath Freund; ferner gratulierten noch Depatatiouen Ixr ersten und zweiten Bcü» dergestllschast, de» Rabbniate», t«S Synagogenvorsiaade» der alten Synagoge, der KultuSko «Mission, ver Lessing-Loge» de» israelitischen Mädchenheim», der Härer de« jüdisch-cheologischen Seminar», -in«» an» l«r Mtttr der Gemeinde her». an» gebildete« Komitee», jowi: einer Anzahl wohtthäkrger und gemeinnütziger Berrme.!Zeder einzelnen Deputaten «,!lwncteie der Jubilar schlagfertig uud beredt mtt herzlicheu die stst» eatgqMgebmchte Ltebe, d» allein 'e, tttz^«n ihm übertragvna Amtr eine