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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 38. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 38.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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ger 4e am 6c36ct$ Extemporalia, ProbtiÄstltze ifcl&fer» e^usgi'CfNcintMr schreiben zu lasst». Nicht selten bestudet ' ch «tu Mut tinmal wöchentlich «rkomeiender Uulerricht«- rgsstand auf de« Lectionsplau gerat« auf den Sabbath «gchcht, so daß «in seinen Saddalh b« dachten der jüdischer @4ifer diese» Gegenstand nie «itnehmen kann. Ach kannte ei«» Angendfreund, der keine» geraden Strich au« freier Hand zieh» konnte, weil — an seiner Schul« Zeichnen Immer am Tonnebend war. Luch der Kall kam schcm öfter» vor, daß Aus »chmeprüfungen oder Abtturienlenexainen von den Dt« reetwe» auf Sabbath« oder jüdisch« Feierta,;« angesetzt wurden, so »aß de» jüdischen Schüler »nr die Wahl blieb, entweder rckßstöse Gebote zu übertreten, »der ein halbe« Jahr zurückzubleike». Da« find scheinbar kleinliche aber doch »ich« zu unUrjchttzende Uebelstände, di« durch de» „guten Willen" der betr Horden Schulbehörden leicht gehoben «erden können. Gl« «üjftm bet Behandlung der jüdischen Schulfrag« zur Sprach« gebracht werden, damit anch an ihre Lbhülfe gedacht werde. Der andere in drn These» vermißte Punkt betrifft dt« Thekuohme an de» «enorganifftten jüdisch« Religion«unterrk&l. An 9tr. 3 wird, wie bereit« früher kemerkt, der Zwang zu« Besuch« der jüdische» Elementarschule für unzuläsfig erach^t. Dasselbe wird wohl vom Standpurkt der Gewissen«» frech «ft auch für di« Thellnahme am jüdische« Reltgiontunterricht: «nüzuspreche« sein. Allein sowohl in Bezug auf den Mchtbesuch der jüdischen Elementarschule alt auch Betriff« der Nichttheilnahme am jüdsschen Religiontunteri-icht wird doch von den betrefftnden Eltern di« Führung de« Nachweise« gefordert wert» müssen, daß st« ihren Sinder» bi« ^um zurückgrlegtm schulpflichtigen Lebensalter anderweit Unterricht in der jüdischen . Relhsion ertheileu lassen. Dieser Psttcht wird sich die OderaufstchSiehtrd« der Schul« in keine« Falle entziehen dürfen. Hiermit glauben wir dir Forderungen an die Behörden erschöpfend besprochen zu haben, wir wollen nunmehr die For» Ixnmgoi skizztren, die zur Hebung und Fö-derung de« jüdischer Religionsunterricht an die Gemeinden selbst zu stellen find. — Berichte und Correspondenzen. ve»1schl«»ß. Worts» 7. September. Da» hiesige Somit« der „Alliance Asr. llniv." versendet ei» Circular folgenden Anhalt«: „Dir Frag; einer «tnergtschea Propaganda für die Zwecke der Alliaier Asraelft« Universelle in Deutschland beschäftigt seft längerer Zell da« hiesig« Lokalcomite der Alliance. Dasselbe hat sftrbei di« lleberzengung gewonnen, daß «in« durchgreifend« Fördcrung dieser Zwecke nur durch «in« besttnrntr Organisation de« .ssraelitrnbnnde« in Deutschland und turch Feststellung seine« Verhäftuzsse« zur Centrale tu Pari» zu erlangen sei. Auf de» Antrag de« hiefiegm Lokal-Lomüe« ist von der \ G-neialversamlung der Berliner Mitglieder der «. Z. U.! am 2t Üchrtl x. beschlossen worden, rin« Del^girtrn-Bersamm-! lung «dtguladea. (Vgl.. Wochenschrift Nr 26 unter „Berlins l An ll uschlnß daran hat da» hiesig« Lokal» Eomlte die Berufung ^der gedachte» Deftgtttenversammlung hierser auf Anfang Movarber in Aussicht genommen und mtt den Borbereitungea p» pecielle» Au»führuug der vert-ourilSmärmer»Wahl, aft» seiner Mitte «ine «oaewissio», bestehend au« de» drei nnftr. zeichneten Miegliedem (Prof. LazanB^-vr. betraut. Am Begriff un« de« übernommenen Aastrageü j» entledigen, gehen wir von der Ansicht au», daß di« angeregte» Krag» nur dann auf ein« allsttttge und den Zwecken der A. A. U. förderlich« Erörterung zu rechnen haben, wenn dft in Au«sicht genommene Deligirtenversammlung sich einer recht zahlreichen Beschickung au« allen Theilen de« deutsche» Vater» lande« zu erfreuen haben wird. Wir geben un« der Hoff» nung hin, daß Sie, hochgeehrter Herr, gern un« tu dieser Beziehung zur Seite stehen wolle». E« kommt un« darauf an, au« der Provinz oder dem enger» Vaterland«, de« Sie angehören, die Namen einiger Glauben«genossm kennen zu lernen, welch« neben dem lebhaften Interesse für dft Zweck« der A. A. U. auch berett und im Stande sein dürfte», der gedachten Delegirtenversammlung beizuwohnen, und die wir dann unserem Somit« al« die unter d, «tnzuberufende» ver» trauenümänner präsentiren können." Werkt». Zn der „Züd. Presse" widmet vr. Berliner dem am 1b Aug. verstorbenen Herrn Zos. Salomon, eine« freilich nur im engen Kreise seiner Freunde hochgeschätzten, durch Geistegbildung, Rechtlichkeit und Främmigkit au«ge» zeichneten Geschäftgmannr, einen Nachruf. Wir erfahre», daß der 1799 in Berlin Geborene bet R Akiba Eger s. «., damals ju Märk. Frtedland, in Pension gegeben wurde» demselben nach Posen folgft, gute rabbinisch« Kenntnisse erwarb, daun fleißig Hegel hörte und sich viel mit Physik beschäftigte. Unter dem Namen L. Bernhardt schrieb, er nach Zunz' Zeugniß, für dessen Zeitschrift, den Aussatz: „Ueber die empyrisch« Psychologie der Zuden im talmudischen Zeitafter" (1822.), unter de« Namen Z. Saling di« Hegel gewidmete Schrift: „dft Gerechtigkeit in ihrer geistgeschichtlichea >Entwickelung" (1827) und mehrere Aussätze in Michelet', Zeitjch.-ist ,cher Stanke" (1880.) Der Redakteur diese« Blatte« hatte öfter da« vergnüge», Herrn Solomon in Hause seine« damal» hier in Stettin wohnhafteu Sohne«, Her I)r. med. @. Salomon (jetzt in Hamburg,) za sprechen; er erkannft in ihm wohl den kennt» nißreiche» vftlbewanderten Selbstdenker — daß derftlb« aber auch ein Gchriftstellen sei, davon hatte er bi« zum Erscheine» jene« Nekrologe« keine Ahunng — welch rührender Beweis seftenster Beschetdenhett! KokSerg, 10. September. (Orig.Eorr.) Zhr Blatt eröffnet soeben -in« Serie von Leitartikeln au« der Feder de« Herr« vr. Rahmer: „Zur jüdischen Schulfraqe!" — Ach kann nicht umhin, Ahnen zu dem schätzbaren Material eine» keinen Beitrag au« der jüngsten Gegenwart zu lftfern, dft sehr geeignetist, dir„jüdisch« Schulfrage" al« brennend zu beleuchten. — Wie in allen jüdisch« Gemeinde» Preußen«, so ist auch unser« Religftngschuft besftebt, durchau« nur di« schulfrei« Zeit» namentftch aber dft Bormittaggstunden de« Sonntag« und dft Rachmittaggstunde» de« Mittwoch« für ihren Lektion«pftr» auüzunutzen. Run hat e« eben plötzlich im laufenden Sommer» semester de» Rector unserer höheren Töchterschule gefallen, t» seine« Lectionüpla» zwei Stund«» Unterricht in Handarbeiten (der hier al« obligatorisch gflt) auf Mittwoch Nachmittag zu derselbe» Zett anzusetzen, in der fett Jahren dft Mädchen Religiongunterricht erhalte», ohne e» aber der Mühe Werth zu halten, de» Leiter unserer Religi»n«schule hiervon zu verständigen. Dft Folge hier«» war, daß Zögling« der Religion«, schul«, dft gleichzeitig auch dft höhere Töchftrschuü betzfth«^ zu« Widerspruch pget .dft. in letzterer griteud« Schchnch«^

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