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Der Jugendbund · 1927-07-07 · 12 (7.7.1927) · p. [Seite]

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Ein jüdisches Konversationslexikon. Ein jfldisches Lexikon in der Art des großen oder, kleinen „Meyer" ujid „Brockhaus" gab es bisher in deutscher St räche nicht. (Vor 25 Jahren erschien in englischer Sprache die 12bändige „Jewish Enzyclopedia" und vor dem Kriege ein dieser ahnliches Werk in Kußland.) Nach achtjähriger vorbereitender Arbeit gelängt jetzt im Jüdischen Verlag, Berlin, die erste Jüdische Enzyklodädie in deutscher Sprache zur Ausgabe. Sie besieht aus vier starken Bänden in Lexikenformat und wird von Dr. Georg Herlitz und Dr. Bruno Kirschner, Berlin, bei Mitarbeit von mehr als 230 der hervorragendsten jüdischen Gelehrten und Schriftsteller in den meisten Ländern der Welt und unter der Fachredaktion von Prof. Dr. Ismar Elbogen, Dr. Joseph Meisl, Dr. Aron Sandler, Dr. Max Soloweitschik, .Dr. Felix A. Theilhaber, Dr. Robert Weltsch, Rabb. Dr. Max Wiener herausgegeben. Das Werk umfaßt in etwa 15 000 Stichworten und Verweisungen das Gesamtgebiet der jüdischen Geschichte, Religion, Literatur und Wissenschaft, die Biographien aller bedeutenden jüdischen Persönlichkeiten der Vergangenheit und Gegenwart, die Darstellung aller aktuellen jüdischen Fragen usw., so daß es ein umfassendes und dabei streng objektives Nachschlagewerk des Wissens vom Judentum geworden ist. Die Enzyklopädie, von 'der gleichzeitig auch eine Ausgabe in monatlichen Lieferungen erscheint, bringt auf ihren etwa 3000 Seiten weit mehr als 2000 Illustrationen, Noten und Tabellen, außerdem viele Kunstbeilagen. Von den 230 Mitarbeitern seien hier genannt: Julius Bab, Rabb. Dr. Leo Baeck, Prof. U. Cassuto, Florenz, Prof. Simon._Dubnow, Dr. Alfred Einstein, Dr. Arthur Eloesser, Dr. Ismar Freund, Rabb. Dr. Felix Goldmar.n, Dr. Ludwig Holländer, Dr. Richard Lewinsohn, Morus, J. Mieses, Leo Motzkin, Paris, Arno Nadel, Prof. Franz Oppenheimer, Chefredakteur Dr. Felix Pinr.er, Jakob Rosenheim, Rabb. Dr. Caesar Seligmann, N. Sokolow, London, Prof. Ch. Weizmann, London, Arnold Zweig usw. „Die Pücherschau der Jugendbewegung, Jugendpflege und Jugendfürsorge". Unter diesem Titel läßt Fritz Taeuber, der Begründer des Reichsjugjndringes, unter Benutzung des Archivs der deutschen Jugendverbände und anderer amtlicher und privater Quellen, im Verlag der Deutschen Bücherbank, Berlin NW 40, Lehrter Straße 48 B, eine Bibliographie mit Charakteristiken erscheinen. Das Werk wird, auf Grund sorgfältigster Vorarbeit, unter Berücksichtigung aller Randgebiete, eine solche Vollständigkeit erreichen, daß es, zumal später Nachträge erscheinen werden, jedem, der irgendwie in der Jugendarbeit steht, unentbehrlich sein wird. Bei sofortiger Bestellung und bei Sammelbestellungen erheblicher Preisnachlaß (regulärer Ladenpreis 2 Mark). Näheres vom Verlag. Gestalten und Momente aus der jüdischen Geschichte. Herausgegeben von Professor Dr. J. Elbogen. Verlag: Der Heine-Bund, Berlin. Man hat oft darüber geklagt, daß in der jüdischen Literatur die Heldengeschichte so sehr zu kurz gekommen ist. Der bedeutsame erzieherische Nutzen, die Festigung berechtigten Stolzes auf die große Vergangenheit, das sind Gründe, aus denen heraus man ein Buch begrüßen muß, das die großen Männer und Frauen unseres Volkes und die bedeutsamen Momente seiner Geschichte in glücklicher Auswahl herausstellt. Man wird das Buch, das in gefälligem Gewände der Heine-Bund von Prof. Elbogen herausgeben ließ, gerade in unseren Arbeitsgemeinschaften und Junggruppen mit gutem Erfolge verwenden können: darüber hinaus aber muß man' ihm weiteste Verbreitung wünschen. Ho. Palästina-Album „Erez-Israel"; Großformat 27 X 36, 10 Bilder im Kupfertiefdruck und Form. 16X24, 32 Bilder im Halbleinenband. Orient-Verlag. Alleinvertrieb: Buchhandlung „Jalkut", Berlin-Charlottenburg. Wort und Bild sind Genossen, die in zahlloser Masse tagtäglich auf uns eindringen. Ihr Unterschied besteht darin, daß sich das geschriebene und gesprochene Wort vornehmlich an den Verstand wendet, während das Bild, die Photographie, eher Eindruck auf das Gemüt, die „Seele", zu machen sucht. Das Palästina-Album, das der Orient-Verlag vorlegt, dat diese gemüthafte Wirkung, weil es geschmack- und eindrucksvolle Bilder aus dem Heiligen Lande jüdischer Sehnsucht zeigt und weil es das Bildmaterial in vorzüglicher Technik wiedergibt. Freunde des Bildes werden ihre Freude daran haben. —er.. ^jp^mn^km^^ ^iw4wffw! Schöne Stunden haben wir in der „Etania" verbracht. Wir dürfen aber nicht mit der Abreise von oben das Interesse an ihr verliefen. Die „Etania" braucht uns dringend. Wir sind ihr und unserem Judentum einen Dienst schuldig. Wir wollen uns zusammenschließen zu einer ,,^WfH*W<£**t*<# <ttflWHi>Ukfr1M6fywwnwMt w c&M\tyvmlu Ich rufe Euch auf, Frau und Mann, jung und alt, folgt alle meinem Ruf. Schreibt sofort an mich, wo ihr auch seid, und ich ■werde Euch weitere Auskunft geben. Einen frohen „Etania"-Gruß entbiete ich Euch JAKOB BLOCH IHRINGEN a. K- Aus dem Leben des Verbandes Tagungen. Im Berichtsmonat hielten die Landesverbände Pfalz-Saar und Grenzmark ihre Delegiertentagungen ab. Die Pfalz-. Saartagung am 26. Juni in Neunkirchen nahm einen be-> sonders erfreulichen Verlauf. Fast 200 Freunde nahmen an ihr teil. Sie stand unter d'em Motto „Idee und Verwirklichung In der jüdischen Jugendbewegung'. Eingeleitet wurde sie durch einen ausgezeichneten Vortrag des Sprechchores des Saarbrücker Jugendbundes, unter Leitung von Irvin Eppstein. Aribert de Jonge, Hamborn, sprach über „Jugendnot und Judennot". Er führte die heutige Jugendnot auf den Krieg und seine Folgen zurück. Die Jugend müsse sich an der allgemeinen Kulturarbeit beteiligen, wenn,sie aus der Not herauskommen wolle. Hierfür seien die Forderungen unseres Verbandes: Neutralität, Autorität, Gemeinschaft und Sport, von besonderer Bedeutung, hierdurch sei es auch möglich, die schwere Frage „Deutschtum und Judentum" zu lösen. Die Berichte der Vereinsführer gaben ein Bild reger Tätigkeit. Zum Schluß sprach Fritz Schwarzschild über „Jüdische Jugendbewegung als Wirklichkeit" und entrollte in klarer Weise ein Bild von der Tätigkeit eines Jugendvereins, wie es dem Verbände vorschwebt. Zum Vorsitzenden wurde einstimmig Rabbiner Dr. Jacob, Saar« brücken, wiedergewählt. Zweiter Vorsitzender wurde ReSe* rendar Fritz Wertheimer, Kaiserslautern; Schriftführer Hein« rieh Moritz, Saarbrücken; Kassierer Hermann Oppenheimer, Landstuhl. Die Tagung wird Uns von allen Seiten als eine ein« drucksvolle Kundgebung für den Verbandsgedanken bezeichnet, Die ■ Tagung des Landesverbandes Grenzmark fand am 19. Juni unter Leitung des Vorsitzenden, Rabbiner Professor Dr. Rosenzweig, in Schneidemühl statt. Vertreten waren die Vereine Schneidemühl, Deutsch-Krone, Krojanke, Schlochau und Flatow (als Gast). Von vornherein möchten wir erwähnen, daß die Vereine Deutsch-Krone und Krojank« leider immer noch nicht ihren Beitritt zum Verbände vollzogen haben« Wir hoffen, daß die Landesverbandsleitung ihren Vereinen klarzumachen weiß, daß ein solches Beiseitestehen auf die Dauer nicht angängig ist. Der Tagung wohnten die Delegierten des Bezirksverbandes jüdischer Gemeinden der Grenzmark

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