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Der Jugendbund · 1926-12-16 · 23 (16.12.1926) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
2 (1926)
Issue
23 (16.12.1926)
Date
1926-12-16
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Die Arbeit In Bezirk des Westdeutschen Landesverbände« ist von einem beherzigenswerten Versuche Westerwälder Landvereine für die aktive Mitarbeit seiner Mitglieder zu berichten. Der Jüdische Jugendbund Dierdorf setzte für Referate auf Heimabenden Prämien aus und hat damit eine außerordentliche Steigerung der Mitarbeit erreicht, ein Verfahren, das zur Nachahmung empfohlen wird. In Nordwestdeutschland worden die Jüdischen Jugendbünde Osnabrück und Bad Oeynhausen neu gegründet und haben ihre Arbeit in erfreulichem Umfang bereits aufgenommen. In Lünen und Ahlen ist die Gründung eines Vereins in Angriff genommen. Aus den Berichten der Vereine geht hervor, daß in allen Vereinen die tätige Winterarbeit eingesetzt hat, nur in Wunstorf und Nienburg wurde die Arbeit infolge des Wegzuges aller jugendlichen Gemeindemitglieder eingestellt. Eine erweiterte Vorstandssitzung des Landesverbandes findet am 23. Januar in Detmold statt Aus Sachsen liegt uns ein Bericht der Hebräischen Sprachschule in Dresden vor, die weite Teile der jüdischen Jugend erfaßt und eine erfreuliche Form der Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Jugendvercin gefunden bat. In Dresden und Chemnitz arbeiten starke Schülergruppen. Rabbiner Dr. Klein sprach im Anschluß an die Tagung des Mitteldeutschen Landesverbandes in der neugegründeten Jüdischen Jugendgemeinschaft Halle, die voraussichtlich noch in diesem Jahre dem Verband beitreten wird. Der Jüdische Jugendbund Stralsund ist auf der Berliner Tagung dem Verband beigetreten; dies ist um so mehr zu begrüßen, als es uns dadurch möglich ist, unsere Werbearbeit in Pommern zu im Verband intensivieren. Die Werbearbeit in der Lausitz wird durch den Jugendbund Forst geleistet, dessen rühriger Vorsitzender, Herr Prediger Jastrow, den Jüdischen Jugendbund in S a g a n kürzlich wieder begründete. In Berlin arbeitet neben dem alten Berliner Jugendbund der Jüdische Jugendbund Norden mit etwa ICO Mitgliedern und der Bund jüdischer Pfadfinder (Bip), der ebenfalls dem Verband beitreten wird. Der Jüdische Jugendbund Schneidemühl hat die Vorarbeiten für eine Errichtung des Bezirksverbandes Grenz-, mark in die Hand genommen, dem etwa sechs bis sieben Vereine angehören werden. Aus Süddeutschland liegt lediglich der Bericht des Badischen Landesverbandes vor. Die Vereine arbeiten intensiv. Um die Jahreswende rindet eine Vortragsreise von Rabbiner Dr. Hahn statt. Die Gründung eines Oberbadischen Bezirksverbandes, dem eine ganze Anzahl kleiner Landvereine angehören werden, wurde unter Führung von Bruno Danziger, Freiburg, in Angriff genommen. - Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden hat für Zwecke jüdischer Jugendbewegung für das laufende Etatsjahr den Betrag von 15 000 Mark bewilligt. Wir hoffen, einen größeren Betrag hiervon für unsere Arbeit zn erhalten Unser treuer Verbandsfreund Karl Goeritz feiert am 19. Dezember die Hochzeit mit unserer Verbandsfreundin Irmi Franck aus Chemnitz. Wir wünschen auch an dieser Stelle unseren Freunden alles Gute -und erboffen uns ihre gemeinsame Mitarbeit für die Zukunft. Für sämtliche Redner kommt die Fahrtvergütung 3. Klasse eventuell Honorar oder auch angemessene kostenlose Unterbringung und Verpflegung in Frage. Unter der Rubrik „Bemerkungen" haben wir bei denjenigen Rednern, die Honoraransprüche stellen, das Wort „Honorar" vermerkt. Nähere Auskunft bezüglich der Forderungen sind wir gern bereit, auf Anfrage hin zu erteilen. Es empfiehlt sieb überdies im 'nteresse der Kostenersparnis, von direkter Verbindung mit dem Referenten abzusehen und wegen eventueller Zusammenstellung einer Tournee mit der Verbandsleitung in Verbindung zu treten. 1. Oberrabbiner Dr. Altmann, Trier. Die in der Novembernummer „Der Jugendbund" angeführten Themen des Herrn Dr. Altmann in Trier sind seinem vorjährigen Repertoire entnommen und in seinen soeben erschienenen und in den nächsten Tagen herauskommenden Werken „Jüdische Weltnnd Lebensperspektiven" und „Homiletische Weckrufe an die zeitgenössische Judenheit" enthalten. Seine noch unpublizierten Vortragsthemen sind: a) Das Problem der Erziehung in jüdischer Schau. b) Der Jude und sein Heimatsehnen. c) Aus Seelenmachtswelten; lyirsche und epische Gedichte. Bemerkungen: Honorar nach Uebereinkunft. Unbemittelten Vereinen werden nnr die Spesen berechnet. 2. Rabbiner Dr. Beermann, Heibronn am Neckar. Themen: a) Gibt es einen Gott? Rednerliste b) Die Kulturbedeutung des Gottesglaubens. c) Glauben und Wissen. d) Was hat die Menschheit an unserer Bibel? e) Vom Wert des Lebens. f) Der Sinn und Segen der Synagoge. g) Kants Charakterbild und Lebensleistung. h) Schopenhauer als Mensch und Denker. i) Was hat uns Nietzsche zu sagen? k) Ein Ausflug in die Welt des Uebersinnlichen. 3. Hilde Kayser, Bremen, Parkstraße 81. * Thema: Rezitationen ernster und heiterer Art. Dr. Robert Salonion, Trier, Christophstraße 29. T h m e n : a) Ueber altjüdische Rechts- und Sittenformen. b) Ueber den klassischen Prophetismus. c) Ueber die Anfänge des Christentums. d) Ueber den Eirfluß des Geldes und der ökonomischen Prozesse auf den jüdischen Geist; eine geschichtliche und systematische Betrachtung. e) Ueber unsere staatsbürgerliche Gesinnung. Lehrer Wilhelm Ullmann, Kastrop. Themen: a) Jüdische Jugend und Religionsgesetz. b) Das Kreuz auf Golgatha. BÜCHERSCHAU Hans Jansoni „Esther nnd Achardis e", El- Franzisverlag, Düsseldorf. In diesem Buche wird das Zauber- und Traumdeutewesen Assyriens zur Zeit des Propheten Jona in Gegensatz gestellt zu den Absichten des einen einzigen Gottes, der sich in einem einzelnen assyrischen Hofastronomen Achardi&r offenbart. In außerordentlich anschaulicher Weise wird das ganze Leben dieser Zeit vor unseren Augen ausgebreitet. Der Schwerpunkt liegt im Sittlich-Religiösen. Besonders stark ist die Ausdeutung und Darstellung der Wirkung des Propheten Jona. Aus den wenigen Zeilen des Prophetenbuches wird ein ausgeführtes Gemälde. Von demselben Verfasser sind auch verschiedene Romane und ein Versbuch erschienen mit dem Titel „D e r Waldspringer" (Preis 3 Mark), „Die Schandbank" Greis 1,20 Mark), „Die Nachtwandlerin" (Preis 0,50 ark) and ein Versbuch ,,R i n g e 1 r e i g e n", voll von rheinischer traumvoller Romantik. Der Verfasser ist bereit, bei Bezug durch den Verband auf diese Bücher einen besonderen Rabatt von 20 Prozent zu gewähren und außerdem dem Verband zu seinen Gunsten .«och einen besonderen Erlaß zuzugestehen. Herr Rabbiner Dr. David. Bochum, hat eine Folge von Heftchen über die Propheten herausgegeben, die in kurzer, aber eindrucksvoller Weise wertvolles Material für unsere Heimabende geben. Er ist bereit, diese Heftchen für unsere Vereine wie folgt abzugeben: Heft 1: Arnos und Hoiea. 0,35 Mark; Heft 2: Jesaj"a, 0,35 Mark; Heft 3: J e r e m i a , 0,35 Mark, zusammen für 1 Mark. Geschichte der Wiener Juden bis 1914: Der Schuljugend erzählt von Dr. Max Grunwald. Im Anschluß an die Jahrhundertfeier des Tempels der Inneren Stadt gewidmet vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wiea. Wien 1926. Selbstverlag der israelitischen Kullusgenieinde. Vor wenigen Monaten feierte die Wiener jüdische Gemeinde das hundertjährige Bestehen ihres Tempels in der — 13 —

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