Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 11 (13.11.1936)
- Date
- 1936-11-13
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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St-iti- 6 Gfmeindeblalt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer 11 ISRAELITISCHER TEMPEL-VERBAND Lehrhaus des Tempels Arbeitsgemeinschalten 3a.bbiner Dr. Italiener: Ein. Gang durch die Geschichte der Jud.in (Oie -.panische Blütezeit), 14tägig, Montags, 20.15Uhr. RdDOirver Dr; Joseph Norden: Die Propheten, 14tägig, Montags, 28 15 Uhr. ODeikan:or Leon Kornitzer: Meisterwerke synagogaler Musik, |l4tägig, Donnerstags. *"! Beginn v rd noch bekanntgegeben. Dr Alfred \/ e i s : Hebräisch und Neuhebräisch für Anfänger und Fortgeschrittene. Wegen tirireihung in die ICurse ist vorherige Rucksprache mit Herrn Dr Veis eriorderlich; F. 44 77 67. VORTRÄGE Vortragszyklus Winterhalbjahr 1936 37 ,,Ruckblick des Juden der Gegenwart auf das 19. Jahrhundert." November: Rabbiner Dr. Italiener: Einleitender Vortrag. Die geistigen Strömungen des 19. Jahrhunderts S.Seite 9. Dezember: Rabbiner Dr. Max D i e n e m a n n-Offenbach a. M.: Religionsgesetz und- Lebensform; anschließend zwei Arbeitsgemeinschaften. * Januar: Rabbiner Dr. Max Wiener- Berlin: Philosophie und Weltanschauung, anschließend zwei Arbeitsgemeinschaften. februar: Rechtsanwalt Dr. Max Eichholz: Emanzipationskampfe (Gabriel Riesser); anschl. zwei Arbeitsgemeinschaften. Marx: Rabbiner Dr. Leo B aß?c k - Berlin, Präsident der Reichsver:retyrg'der Juden, in Deutschland: Vom 19. zum 20. Jahrhundert. . Die Arbeitsgemeinschaften finden im Heinrich-Levy-Saale, die Vorträge im Gabriel-Riesser-Saale bzw. im Großen Tempel statt. Die genauen Termine der Vorträge werden rechtzeitig bekannt gegeben Arbeitsgemeinschaften (außer den Neuhebräisch- KursenJ -jnd Vorträge sind unentgeltlich und jedem Mitgliede der C?e(meinde zugänglich. Anmeldungen für die Arbeitsgemein- .[ schaffen im Büro, Oberstraße 120, 44 64 60. Der Vorstand pH IctH llllgcll /II arahistfie \rheit Ste-inlieferungen nicht nachkam nml ilt-r ■iter zn streiken begann, nahm <lic Histn<lriit di 'i StlrMlhriuh in Pacht iiikI der Kibbiiz Jagur sti llte «lie Menschen für die Arbeit. So konnte die Fabrik — ohne ilie geringste Störung — :iinii normalen Arbeitsgang fortsetzen, es gab keine Arbeitslosen l>ei \esche-r. die Bautätigkeit stockte nieht, der Schlaf -h-s arabischen Streikkomitees war pariert und damit eine ifrul(e Gtrjfanr lür «Ten gesamten Jiskhiiw abgewehrt. I rt-1 siehe: schon nach wenigen Tagen kjamt-n die arabischen. Ar.l eiter wieder..waren sie wüvler l>ereit. <lie Arbeit fortzu- ■et/eB. >n wannten ~nii die arabischen Arbeiter an <l.ie jüdi-die \rl>. itsorgamsation — >ie war ja jetzt Pächter «les Steinbruchs! — und die llistadrilt "erklärte ihnen: „Wir sind l>ereit, euch wieder eii/usteIlen, «lorh iiiu-m ii wir uns einen Stamm vini Arbeitern schaffen, der «lie Wiederkehr solch einer Situation verbinden. ><> jüdische Arlieifcr werden daher «• i.er im Membnuh bleiben. JfMI arabische Arbeiter stellen l»ir nieder ein. Die "><» arabischen Arlieitijr. die! dem jüdischen Vrheiter Platz machen müssen. Wullen 'wir niiht arbeitslos -inaehcli. u ir siml In reit. ~ie in de i an.lc Kfcinltrüthon zu beschäftigen." I"ml weit« d« m^r-ibi-ehi-n \rl«-iter: ...Du :iidu-if• -~t 'lein •- er Hi 1 ein<in •so Men i .in ■half« 'llt (Ii ii-ii uns unterstellten sagte die IIjstadrat jei/f1 zusammen mit ilnii Arbeiter. Ks geht nicht in. «lafi er acht und iSlitn'dea am I age arbeitest. I>u sollkt daher auch nur acht n arbeiten. Du hast Iiis jet/t nur 11 Piaster am l äge it. •! r jüdische Arbeiter verlticnl mehr. Du sollst daher Im von IT l'iaster bekommen."*. I .iiheite't. heute im Steinbruch von Ni—rlier der jiidisihe kibbuz /usammeri mit dem {arabischen Vrlieitejr. so in aller Stillt-' -- durch das gemeinsame lip' jüdisch-arabische Verständigung getan, als ■ : irtikicl iiu-4'rer jiidisdien Zi-itiingeti /iisanunen kujriuell. .' j II wer — ich muH <lies(- I rage stelltj-n -— würde Nc-schcr n haltet", wenn niiht der Mensrfj des Kibbuz. nenn erj«:hige. der \eraiitworlan* fyr <lie Gesamtheit — über Oeries |ih hinaus — /u trauen gewillt ist? lies und .h er wird ein n ehr für Hier Eatsjrfceidnag I - pibl Menschen, die glauben dal! d|e l.uft Yaliistinas sie •- u«d uei»c m-iiheu wird. Ich kaTtn nur sagen, dal'dies ein Irrglaube ist Audi die l ange des Aufenthaltes im Lande besagt muh nichts über die nationale Verantwortung, die der Mensch tra: rügt. Noch heute, I4J läge nach dein Ausbruch der Unruhen, .(•sdialtigt mich ein Teil der l'nrdcsbcsit/.er arabische le;sen der Jüdische Poel arbeitslos ist, Und nachts Ibe jüdische Poel über das Leben jenes jüdischen Ir tagsüber Arbeiter, im wacht dieser Kolonisten. ' alth ä f t i g t: , } Ks war in adit/ig'er Jahn I )a in.in |?lau zu l eih ilen Ii dein religiösen ernsten Tagen in Gedera, einer alten, in den u des vorigen Jahrhunderts gegründeten Kolonie. >l>-. dal! man in dieser Nacht mit einen] Ueberfull ie. standen unsere Menschen auf Wacht. .Nebi-n Chawer aus dem kibbu/. der Agudu standen <lio In ibescjr irgendeities I - r a Ii i s e Arbeiter, b Kolonistensöhi e. neben innen der deutsche OTe <b Sedera. Die I. ' Situat ioneii Ix Melieu. I i ist 3chliehe1, ihre In Kibbu/ itung hattejeiu Kolonistensolln,'der ja in solchen oiulers prallestiliiert jst. dieser Arbeit yor/.iluiit den Arabern ailfgc-wachseil, ei kennt ihre igeiuiTt.'' I [■;. *" s.idit gab er den Itrlehl, bei|il N.iliei koniineii reiiuleu scharl /ii bchielleil. Doch die Stunden Morgen brach au. nichts Krnstliclies war ein- \or 4 I Iir /ü«kte der Kotonistcnsahtt Schicht <ler W acht habenden wi-chselte. ei war er seinen Platz veriieR rief er den Chawfcrim \c-rgingen. licet reten. •So gegen e n \ iertel ine I Iir. «lie ienstfrei. Als och zu: ..Ni gegen" 4,1 Iir kommt Abdul Ilafniil/Mer arabische ibeiler aus k.itia.der bei meinem Vater im l'a.rde«* arbeitet, den müht Ihr natürlich durchlassen." 1 Ware iltesar sell.ie Araber nur um eine Stund«; früher g«-- koliimi Ii. als l{auber und Terrorist wäre Cr von eben demselben Kolonisteiisohri erschossen worden. Da er -aber niiht /u früh, sjnndern um 4'I Iir tarn, lidtte er «las Recht auf einen Arbeitsplatz in «let indischen Moiihawa. Dieser Kolimisteiisoliii, «ler bereits in Kiez |sra«'l gebon-n JM. hat nicht begriffen duflier durch sein Verhalten:«ns jUdiicfte Hnfbauwerk ital lande hemmt, «lall «lurih die Besetzung eines jüdischen Arbeitsplatzes mit .einen arabischen Arbeiter. dl«9 l.inw andernng'snü'>g I ichkeit für jüdische Menschen kleiner im«! damit «lie Neil der Juden in der Calul grcilfer wird,.. Die Luft Palästinas macht nicht klug, und auch die Länge «Jes AuFehthaHes entscheidet nicht über «lie nationale VerantiaoHung des Menschen. "Hier bereits, in ier Galni, muH «ler einzelne sich entscheiden, ob er aus reinen Profit» Interessen nach Krez Israel geht oder ob er mitarbeiten will am grollen Werk, «las zur Gesundung unseres \ o I k e s führt. Fragestellung — lür uns Noch ist in den BürOsjund Ministerien Londons nicht entschieden, ob wir Im die Mordtaten und Terrorakte von arabischer Seitebüßen müssen, indem unsere Einwanderung gestoppt wird. Solche Zeiten sind günstig lür jene .Menschen, die ge rn politische Analysen treiben.1 Doch «lie Krage." die wir uns zu ste llen haben, kann nicht sein: was sind morgen und übermorgen die politischen Kohren in London lind in Jerusalem' — Sondern die Kragestellung lür uns muH lauten: was ist morgen iiml übermorgen unsere V u fgäbe iiml unsere Tait? I n<l wenn wir unsere Aufgabe — Stärkung «ler nationalen Position in F.rex-Israel — richtig erkannt haben und unsere Tat — sich für diese Stärkung persönlich einzusetzen — folgen lassen, dann, wird die Vision Mosche- Schertoks. die er an «lern „Tage des Meeres" auf eler liLbvante-Messe un* erzählte, keine Vision^ein. Dann werden einmal jüdische Schiffe, gesteuert von jüdischen Seeleuten, den jfolisdten Haft n Tel Awiw verlassen und draußen künden vom I ungebrochenen, neuerslurkten Lebensw illen des jüdischen Volkes. » \or den Töten «ler Galat, so wird erzählt, sitzt ein alt«-r, gebeugte-r Mann in abgerissener Kleidung. Man sagt von ihm. Maß er der '"Moschiadi i<t. I ml wenn mau ihn fragt, hilf wen wartest «lu. dann «antwortet er: auf dich! \ on jedem einzelnen von uns hängt es ab. ob «lie \ isiou zur Wirklichkeit wird. Jeder einzelne 'ist nur ein Sandkorn, zusammen über bilden w ir einen m ä e: h t i g e n <^ u nkl e r sie I n j im bunten Mosaik der Träger des Aulbauwerkes in Krez Israel. Wir tragen Verantwortung Wenn wir versieben, was diese Zeit von uns fordert, dann wird der Hui <les liebiciischen Dichters auch für uns Gültigkeit hulicn: t^WbtlU TVitpiUll^ Nimmer riß sie noch, die- Kette! Die ketuilerer. di<- am Werk in Krez Israel seb u f en In der Zerf «le r türkischen Hegierung, trotz Verfolgung und Verbannung Iniich den Kupferminen Damaskus: die Kette «lerer, die am iWe'k i„ Krez Israel schaff,.,, trotz* M2 läge Terror und iXeriiiehlung jüdischer Krruiigeiisihafteu: «lie Kelle derer.' die [am Werk in Krez Israel seil äffen werden, trotz allein, was Kommissionen in zukünliigen lagen uns bringen werden. Dinii: p^ij^n TIS; npn: K1? -N i Iii ni i-r riß t>ie noch, die Kette! r